Anzeigevorrichtung an einem Gerät, insbesondere an einem Rundfunkgerät, mit aufklappbarer Skala. Die Erfindung bezieht sich auf eine An zeigevorrichtung an einem Gerät, insbeson dere an einem Rundfunkgerät, die eine flache, zumindest teilweise durchsichtige, schwenk bare Skala sowie einen hinter dieser Skala bewegbaren Zeiger aufweist, der aus zwei Teilen besteht, die mittels eines Scharniers miteinander verbunden sind und von denen der erste, im nachstehenden auch der feste Teil des Zeigers genannt, von mit dem Gerät festvembundenen Teilen geführt wird, während der zweite Teil, im nachstehenden auch der lose Zeigerteil genannt, vom erst genannten Teil getragen wird,
und bei der mittels einer Einstellvorrichtung die Lage des Scharniers in bezug auf die Skala ein stellbar ist.
Bei einer derartigen Anzeigevorrichtung, die im nachstehenden kurz als "Klappskala\ bezeichnet wird, ist die Skala gewöhnlich an jeder der Schmalseiten in einen Halter ge fasst, die gleichzeitig die Scharniere der Skala bilden. Diese Vorrichtungen lassen sich in solche, bei denen die Drehachse der Skala mit der jenigen des Scharniers des Zeigers zusam menfällt, und in solche, bei denen die Achse in der Ebene dier Skala liegt, aber nicht mit derjenigen des Scharniers zusammenfällt, un terscheiden. Bei den ersteren lässt sich die richtige Lage des Zeigers bei sämtlichen Lagen der Skala am leichtesten gewähr leisten, bei den letzteren jedoch ist es mög lich, die gelenkigen Halter viel kleiner als bei den ersteren auszugestalten.
Der Durch messer der Halter ist im ersten Fall an nähernd um so viel grösser als derjenige im zweiten Fall, wie der doppelte Abstand der Skala von der Drehachse beträgt. Ausserdem können im zweiten Fall die meist vorhan denen Skalenbeleuchtungslampen, die seitlich der Skala in den Scharnieren liegen müssen, in der Scharnierwelle angeordnet werden, wo durch der Bau weiter vereinfacht wird.
Die letztgenannte Bauart bringt jedoch den Nachteil mit sich, dass die Welle. des Zeigerscharniers beim Drehen der Skala ge ringe Verschiebungen parallel zur Skala in senkrechter Richtung zur Längsachse der Skala ausführt und dass ausserdem der Ab stand dieses Scharniers von-der Skala geringe Änderungen erfährt. Es ist einleuchtend, daB man bestrebt sein muss, diese Abweichungen soviel wie möglich zu verringern. Zu diesem Zweck ist die Bahn, die das Scharnier bei der Verschiebung des Zeigers, beim Abstimmen ausführt, nahe an die Skalenächse zu legen und muss genau parallel zu dieser Achse ver laufen.
Infolge der in den Ausmassen des Geräte hastens - und der übrigen in Frage kommen den Teile notwendigen Toleranzen, die bei der Herstellung zugelassen werden müssen, ist eine Einstellung der Lage jenes Zeiger teils, der von mit dem Gerät festverbundenen Teilen geführt wird, erforderlich.
Die Erfindung befasst sich mit einer Bauart, bei der sich diese Einstellung ver wirklichen lässt.
Gemäss der Erfindung arbeitet diese Ein stellvorrichtung in einer Richtung senkrecht zur mittleren Lage der Klappskala. Es wurde nämlich gefunden, dass bei einer der artigen Vorrichtung die bei der Herstellung der Gerätekasten auftretenden Abweichun gen grösstenteils aufgehoben werden können, so dass mit Hilfe sehr einfacher Einstell mittel und mit einer Einstellung in einer einzigen Richtung die richtige Lage des festen Zeigerteils ermittelt werden kann: Die Erfindung wird nachstehend an Hand eines in der beiliegenden Zeichnung darge stellten Ausführungsbeispiels näher erläu tert, in der Fig. 1 eine Seitenansicht und Fig. 2 eine Hinteransicht der Anzeigevorrich tung darstellen.
Die Figuren zeigen einen Teil der Wand 1, la des Kastens eines Rundfunkgerätes im Schnitt. Dieser Gerätekasten weist eine An zeigevorrichtung mit einer flachen gläsernen Skala 2 auf, die an jeder der Schmalseiten in einen Halter 3 gefässt ist. Diese Halter und daher auch die Skala 2 sind um die Skalen achse 4 drehbar. Längs der Hinterseite der Glasskala ist ein Zeiger bewegbar, der aus zwei Teilen besteht, dem festen Teil 7 und dem losen Teil 5, der mittels eines Scharniers 6 mit dem ersteren verbunden ist. Der feste Teil 7 ist durch einen Schlitz 20 aus dem Gerätekasten hinausgeführt; er endigt inner halb dieses Kastens in einen Führungsschuh 8, der längs einer Führungsstange 9 ver schiebbar ist. Im Scharnier 6 ist eine Feder ?7 vorgesehen, die das Ende des losen Zeiger teils gegen den obern Rand der Skala drückt.
Infolge der Rückwirkung der Feder 27 auf den Zeigerteil 7 wird letzterer gegen den Rand des Schlitzes 20 des Gerätekastens ge- presst. Die Führungsstange 9 ist mittels Schrauben 11 an Bügeln 13 befestigt, an welche je eine Mutter 12 geschweisst ist. Unter der Führungsstange sind ausserdem ein Ring 15 und eine Feder 14 angeordnet. Die Bügel 13 sind mit Hilfe des Schlitzes 22 und zweier Schrauben 23 und 24 am Gerätekasten befestigt.
Die Skala ist in vollkommen nieder geklapptem Zustand dargestellt; sie kann bis in die durch die Linie B angegebene Lage hochgedreht werden; die mittlere Lage wird durch die Linie C angegeben. Die Bügel 13 weisen je einen Teil 25 auf, der parallel zii dieser mittleren Lage gebogen ist, und die Schrauben 11, welche die Einstellung der Führungsstange 9 bewerkstelligen, stehen meist mit ihrer Achse senkrecht zu diesem Teil 25, so dass das Scharnier während der Einstellung senkrecht zu dieser mittleren Lage verschoben werden kann.
Die schwenkbaren Skalenhalter 3 sind derart gebaut, dass die Achse 4, um die sich die Skala dreht, annähernd in der Hinter fläche der Skala liegt. Infolge des Abstandes, den das Zeigerscharnier in bezug auf diese Achse besitzt, bewegt sich der lose Zeiger teil beim Auf- und Abw ärtsklappen der Skala längs der letzteren senkrecht zur Skalenwelle. Ausserdem ändert sich der Ab stand des Zeigerscharniers von der Skala. Aus Herstellungsgründen ist es notwendig, die Lage des Zeigerscharniers in bezug auf die Skalenwelle einstellen zu können. Es wurde dabei in der Praxis gefunden, dass die grösste Aufmerksamkeit auf den Abstand des Zei gerscharniers von der Skala zu verwenden ist.
Von diesem Abstand ist gewöhnlich die Beleuchtung des Zeigers unmittelbar abhän gig, so dass, wenn in diesem Abstand Un regelmässigkeiten auftreten, diese im Betrieb stark zum Ausdruck gelangen. Die Einstell- barkeit der Teile des Zeigers in andern Rich tungen kann hingegen weggelassen werden. Es, ist mithin möglich, dass eine einfache Ein stellung des Zeigers genügt. Zur Einstellung der Anzeigevorrichtung wird annähernd wie folgt verfahren: Mit Hilfe der Schrauben 23, 24 und des Schlitzes 22 wird der Bügel 13 in vertikaler Richtung so weit verschoben, bis derjenige Teil des festen Zeigerteils 7, der am Rand des Schlitzes 20 anliegt, senkrecht zur mittleren Lage der Skala steht.
Der Rand des Schlitzes 20 und der längs diesem Rand verschiebbare Teil des festen Zeigerteils 7 liegen dann in einer Ebene senkrecht zur mittleren Lage der Skala. Dann wird mittels der Schrauben 11 der Abstand des Zeiger scharniers von der Skala auf den richtigen Wert gebracht, und zwar in jeder der beiden äussern Lagen des Zeigers. Es ist nun ge währleistet, dass der Abstand zwischen Skala, und Zeiger für sämtliche Lagen der Skala und des Zeigers selbst den richtigen Wert besitzt.