CH240784A - Verfahren zur Herstellung eines haltbaren Viehfutters aus Grünfutter. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines haltbaren Viehfutters aus Grünfutter.

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CH240784A
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Chemische Fabriek Katendrecht
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    • A23KFODDER
    • A23K30/00Processes specially adapted for preservation of materials in order to produce animal feeding-stuffs
    • A23K30/10Processes specially adapted for preservation of materials in order to produce animal feeding-stuffs of green fodder
    • A23K30/15Processes specially adapted for preservation of materials in order to produce animal feeding-stuffs of green fodder using chemicals or microorganisms for ensilaging

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines haltbaren Viehfutters aus Grünfutter.    Bei der     Silo-Konservierung    von Grün  futter (Gras,     Klee    usw.) und     andern    pflanz  lichen Produkten     (Treber,        Pulpen        usw.)        ist     es sehr wichtig, dafür Sorge zu tragen, dass  die     Eiweissstoffe    möglichst vor Zersetzung  geschützt werden und keine unerwünschte       Bakterienwirkung    auftritt.  



       Wenn    nun in einem Behälter oder Silo  die     Milchsäurebakterien    sich dermassen ent  wickeln können, dass - infolge der     gebildeten     Milchsäure das     pH     <  4 wird, so kann keine       Fäulnis    durch Buttersäure-, Essigsäure- oder  Fäulnisbakterien auftreten und ist folglich  das gesteckte Ziel erreicht. Werden keine be  sonderen Vorsichtsmassnahmen getroffen, so       ist    es von den verschiedensten zufälligen Um  ständen abhängig, ob in der Tat eine derartig  günstige Förderung der     Milchsäuregärung          auftritt.     



  Eine etwaige     Buttersäuregärung    hat ausser  einer Verschlechterung des Geschmackes und  des Nährwertes des     Viehfutters    auch zur  Folge, dass die mit dem silierten Material ge  fütterten Kühe Milch mit einem weniger an  genehmen Geschmack liefern; diese Milch ist    ausserdem ziemlich     ungeeignet    für die Kä  serei. Es wurde     denn    auch wiederholt ver  sucht, das     Silierungsverfahren    zu verbessern.  



  Ein bekanntes Verfahren ist das soge  nannte A. I. V.- oder     Virtanen-Verfahren,     wobei während der     Silierung    eine     Mischung     von     Schwefelsäure    und Salzsäure auf das  Grünfutter gesprengt wird. Der Säurezusatz  hat zur Folge, dass das Gras schnell abstirbt  und die     Entwicklung    schädlicher Bakterien  gehindert wird.  



  Das A. I.     V.-Verfahren    hat aber verschie  dene     Nachteile.    Das Arbeiten     mit    starker  Säure in der     Bauernwirtschaft    ist nicht ohne  Gefahr und erfordert jedenfalls besondere  Vorsichtsmassnahmen, und ausserdem hat der  Zusatz dieser Säure zum Futter     bisweilen    zur  Folge, dass die Kühe das Futter mit Wider  willen fressen, während     mitunter    auch     Krank-          heitserscheinungen,    verursacht durch Herab  setzung     des        pH    des     Blutplasmas,    auftreten.  



  Zudem steht das für das Säureverfahren  erforderliche Material nicht immer in ge  nügender Menge zur Verfügung. Auch hat  man     in    ziemlich grossem     Massstabe    Versuche      mit Zusatz von Zucker, Melasse oder Molken  angestellt, aber diese     Zusätze    führen entweder  nicht zu einem befriedigenden Ergebnis oder  können nicht allgemein vorgenommen werden.

    Weiter wurde vorgeschlagen, dem zu konser  vierenden Futter 2 % Aktivkohle zuzusetzen,  während es beim     Haltbarmachen    von Grün  futter auch bekannt ist, Mittel, erhalten  durch Behandlung von rezenten oder fossilen  Pflanzenresten, zum     Beispiel    Holz, Torf,  Braunkohle oder     Steinkohle    mit konzentrier  ten wasserentziehenden Säuren, z. B. Schwe  felsäure oder Phosphorsäure, zuzusetzen. .  



  Auch wurde die     Verwendung    von     Ameisen-          säuro    und von festen Konservierungsmitteln,  wie neutrale     ameisensaure    Salze, gegebenen  falls     zusammen    mit Zucker oder Mischungen  von     Formiaten    mit Nitrit vorgeschlagen,  während auch feste     Rhodanverbindungen,     zum Beispiel     Ammonrhodanid,    empfohlen  worden sind.

   Weiter ist die     Anwendung    von       Stickstoff-Sauerstoffverbindungen,    die Stick  oxyde abspalten,     wie    Nitrate oder     Nitrite,     besonders     Natriumnitrat    und     -nitrit,    aber  auch     Ammonnitrat    oder     -nitrit    sowie     ammon-          freie,        Stickoxyde        abgebende    Verbindungen,  wie     Nitrosylchlorid    oder     NitrosyIschwefel-          säure,

      zum Konservieren von Grünfutter be  kannt sowie der Zusatz von     Alkaliphosphaten     zu verschiedenen dieser Konservierungsmittel.  



  Schliesslich ist für die Konservierung von  Grünfutter auch der Zusatz von     Chlorsulfon-          säure    bekannt und ebenfalls, den für die Kon  servierung verwendeten     Formiat-Nitrit-Ge-          mischen        Alkaliphosphate        zuzusetzen.     



  Die     Erfindung    betrifft     nun    ein Verfahren  zur Herstellung eines haltbaren Viehfutters  aus Grünfutter, das dadurch gekennzeichnet  ist, dass man das     Grünfutter    mit primärem       bezw.    sekundärem     Ammonphosphat    vermischt  und hierauf der     Milchsäuregärung    überlässt.  Durch den Zusatz dieser Stoffe lässt sich die       Entwicklung    von     Milchsäurebakterien    begün  stigen, so dass der Gehalt des Endproduktes  an     Milchsäure    gesteigert, dagegen der Gehalt  an     Buttersäure    erniedrigt wird.  



  Gegebenenfalls kann man das     Ammon-          phosphat    zusammen mit. einem bekannten         Konservierungsmittel    für Viehfutter, wie  zum Beispiel die genannte A. I.     V.-Säure,     oder mit konzentrierten Säuren, zum Beispiel  Schwefel- oder Phosphorsäure, anwenden.  



  Weiter kann man     ein.    Angreifen der  Eiweissstoffe durch die zusätzliche Verwen  dung einer Substanz mit oxydierender Wir  kung, wie zum Beispiel     Kalziumbromat,    ver  hindern. Der Einfluss dieser Stoffe beruht  auf der Oxydation des Aktivators für die       eiweissspaltende    Fermente, des     Glutathions.     <I>Beispiel:</I>  Etwa 20 000 kg Gras werden unter Zu  satz einer Lösung von 8 kg sekundärem Am  monphosphat, 6 kg     Ammonchlorid    und 6 kg       galiumbromat    in 800 Liter Wasser     siliert.     Der Zusatz erfolgt in bekannter Weise durch  abwechslungsweises Einbringen einer Schicht  Gras und Besprengen derselben mit einer ge  wissen Menge der Lösung.  



  Ebenso wie bei der Verwendung von     Si-          lierungssäure    trägt man auch hier Sorge, dass  der Silo innerhalb einer Woche gefüllt ist,  woraufhin der Silo mit einer 50 cm starken  Schicht Erde bedeckt wird, während dann  während der ersten 6 Wochen keine     Drainie-          rung    vorgenommen wird.  



  Bei dem Verfahren gemäss der     Erfindung     bleibt, während sich nahezu keine Butter  säure bildet, der Eiweissverlust auf ein Min  destmass beschränkt, wodurch ausserdem der  Geschmack und der Geruch des Futters be  trächtlich verbessert werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines haltbaren Viehfutters aus Grünfutter, dadurch gekenn zeichnet, dass man das Grünfutter mit pri märem bezw. sekundärem Ammonphosphat vermischt und hierauf der Milcllsäuregärung überlässt. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Mitverwendung einer Sub stanz mit oxydierender Wirkung.
CH240784D 1942-01-23 1942-12-12 Verfahren zur Herstellung eines haltbaren Viehfutters aus Grünfutter. CH240784A (de)

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