Zichtpausmaschine mit einem Antriebshanptstrommotor. Es sind bereits Lichtpausmaschinen be kannt mit einem Antriebshauptstrommotor und einem am einen Ende am Netz und am andern Ende an der Verbindungsstelle von Anker und Feldwicklung liegenden Regel widerstand, dessen Schleifkontakt in Reihe mit dem Anker liegt. Die vorbekannten An triebseinrichtungen dieser Art dienen vor allem dazu, kleine Motoren mit den unter schiedlichsten Spannungen und Stromarten zu betreiben. Eine erhebliche Vergrösserung des Regelbereiches der Drehzahl wird mit diesen älteren Vorrichtungen nicht erreicht.
Bei verschiedenen Lichtpausmaschinen ist eine Änderung der Motordrehzahl in einem grossen Regelbereich erforderlich, da bei die sen beispielsweise die Belichtungszeit bezw. der Durchlauf des Papiers den verschiedenen Bedingungen angepasst werden müssen. Ein grosser Regelbereich für die Antriebsdrehzahl ist für die Erzielung brauchbarer Lichtpau sen von grosser Bedeutung, weil die Paus- originale in ihrer Beschaffenheit grossen Än- derungen, nicht allein hinsichtlich der Licht durchlässigkeit des verwendeten Papiers.,
sondern auch hinsichtlich der Art der Zeich nung und Beschriftung unterworfen sind. So hängt die Belichtungszeit insbesondere in hohem Masse davon ab, ob die Zeichnungen in Blei oder Tusche hergestellt sind. Mit den bekannten Schaltungen der Antriebsmotoren konnte der erforderliche grosse Regelbereich nicht erhalten werden.
Diese Aufgabe wird gemäss der Erfin dung dadurch gelöst, dass zwischen dem Wi derstand und der Verbindungsstelle von An ker und Feldwicklung ein Ausschalter an geordnet ist, so dass der Widerstand zur Re gelung der Drehzahl wahlweise als Vor- schaltwiderstand oder als Spannungsteiler geschaltet werden kann. Bei geschlossenem Schalter ist der Regelwiderstand als Span- nungsteiler und bei geöffnetem Schalter als Vorschältwiderstand geschaltet.
Der Motor hat bei entsprechender Einstellung des Re gelwiderstandes im ersten Fall seine geringste und im zweiten Fall seine höchste Drehzahl. Der Regelwiderstand wird hierbei also dop pelt ausgenutzt, wodurch ein überraschend grosser Regelbereich erhalten wird.
Als Ausführungsbeispiel der Erfindrnrg ist in der Zeichnung in Fig. 1 eine zum Teil schematische Seitenansicht und in Fig. 2 eine entsprechende teilweise Vorderansicht: einer Lichtpausmaschine dargestellt, wäh rend Fig. 3 das Schaltungsschema des An triebsmotors zeigt. Fig. 4 bis 6 zeigen eine beispielsweise weitere Ausführungsform einer Lichtpausmaschine.
Bei der Ausführungsform der Lichtpaus- maschine nach Fig. 1 und 2 ist der als Hauptstrommotor ausgebildete Antriebs motor 1 für den Antrieb der Förderwalzen und der Belichtungslampen mit einem Unter setzungsgetriebe 2 zusammengesetzt, das auf der verlängerten Motorwelle 3 angeordnet ist. Das Getriebe weist zwei herausgeführte Wellenzapfen 3 und 4 auf, von denen der eine Zapfen 3 eine Schnecke besitzt und über ein Kettenrad 5 und eine Kette 6 eine Welle 7 antreibt. Diese Welle treibt ihrerseits über ein Zahnrad 14 den Lampenschlitten 15 an, welcher in Schienen geführt ist und Lampen 16 trägt.
Der zweite Zapfen 4 ist mit der Förder walze für das endlose Band 10 durch eine Kupplung 9 verbunden. Das endlose Band 10 ist über Ftihrungs- und Spannrollen 12, 13 geführt und gespannt. Das endlose Förder- tuch wird über eine gebogene Glasscheibe 11 bewegt. In der Nähe der obern Walze 13 ist eine horizontale Tischplatte 18 zum Einfüh ren des Belichtungsmaterials vorgesehen.
Der Regelwiderstand 20 für die Regelung der Drehzahl des Antriebsmotors 1 ist ober halb der Einführungswalze 13 im Maschi nengehäuse untergebracht. Der Regelwider- stand 20 ist mit dem einen Ende 35 an die 1N etzlilemme 34 und mit dem andern Ende 37 über einen Ausschalter 22 an die mittlere Klemme 31 des Motors angeschlossen. Diese Klemme liegt, wie Fig. 3 zeigt, zwischen dem Anker 38 und der Feldwicklung 39 des Mo tors.
Bei eingelegtem Schalter 22 in Pfeilrich tung a (Fig. 2) fliesst der von der Netz klemme 34 kommende Strom über die An schlussklemme 35 des Widerstandes durch einen Teil des Widerstandes 20 hindurch. Der Strom teilt sich an der Stelle des Schleif- kontaktes 36 und fliesst zum Teil über die Motorklemme 30 durch den Anker 38 hin durch, %vährend ein anderer Zweig über den hinter dem Schleifkontakt 36 liegenden Teil des Widerstandes 20, die Klemme 37 und den Schalter 22 nach der mittleren Klemme 31 des b1otors fliesst.
Hier vereinen sich beide Teilströme, um über die Feldwicklung 39 und die dritte Ansclrlussklemme 32 in das \'etz zurückzuströmen (Fig. 3).
2<B>2</B> Der Widerstand 20 wird zweckmässig als Trommelwiderstand ausgebildet und mit an einer Achse befestigtem Knopf 21 versehen, der dazu dient, den Schleifkontakt 36 über den Regelwiderstand zu bewegen (Fig. 1). Mit Rücksicht auf eine gute Übersichtlich keit ist der Regelwiderstand hinter einer Schaltwand 17 angeordnet, aus der lediglich nach vorn der Regelknopf 21 herausragt. Durch Drehen arn Schaltknopf 21 schleift die Kontaktfeder 36 über den Umfang des Widerstandes und reguliert die Stromver hältnisse innerhalb des Ankers (Schaltung in Spannungsteilung).
Durch Umlegen des Schalters 22 wird der eine Zweigstrom un terbrochen und die Schaltung in eine ein fache Reihenschaltung umgewandelt. Der Widerstand (Potentiorneter) wird als ein- facher Regulierwiderstand benutzt und lässt einen grossen Regulierbereich zu.
Durch die Kombination dieser beiden Schalfnrgen erreicht man einen sehr grossen Regelbereich. So wird bei dem ausgeführten Beispiel bei langsamstem Tauf der Maschine (Sclra:
ltung in Sl)anrrurrgsteilung) eine Durch- laufda,uer für das Pausgut von 1'8 Minuten je Meter erreicht, während bei der Reihen schaltung die Durehlaufdauer auf 9 bis 10 Mixrriten je Meter eingestellt werden kann.
Der schnellste Durchlauf beträgt bei der R.eihensehaltung 1 Minute je Dieter. Daraus folgt, dass ein Gesamtregelbereich von 1<B>:18</B> erreicht wird.
Dieser Regelbereich ist für die meisten Zwecke ausreichend. Soll der Regelbereich noch weiter erhöht werden, z. B. um in der gleichen Maschine Pausen von alten, vergilb ten Zeichnungen mit sehr langer Belich tungszeit und Pausen von neuen Zeichnungen mit kurzer Belichtungszeit anfertigen zu können, so kann dies dadurch erreicht wer den, dass der regelbare Antriebsmotor über ein umschaltbares Getriebe, dessen Überset zungsverhältnis in weiten Grenzen veränder lich ist, mit der Lichtpausmaschine gekup pelt wird. Hat das Übersetzungswechsel getriebe beispielsweise zwei Stufen mit dem Übersetzungsverhältnis von 1 :4 und 1 :
2,5 und ist der Regelbereich des Antriebsmotors 1 :20, so ergibt sich ein gesamtes Regelver hältnis von maximal 1 : 20 X 1 : 4 =1 : 80. Ein solcher Regelbereich ist erforderlich, da vergilbte Zeichnungen eine Durchlaufzeit von etwa 10 bis 15 Minuten erfordern, so dass bei einer maximalen Stundenleistung der Maschine von 400 _m in diesem Fall je Stunde nur 5 m gepaust werden können.
Durch die Vereinigung des regelbaren An triebsmotors in der dargestellten Schaltung mit einem umschaltbaren Getriebe wird der für eine vielseitige Verwendbarkeit der Lichtpausmaschine notwendige hohe Regel bereich erhalten, ohne dass die Antriebsein richtung unübersichtlich oder schwer bedien bar wird. Das umschaltbare Getriebe kann auf der Welle des Motors angeordnet sein oder als freistehendes Getriebe ausgebildet werden, das mittels einer besonderen Kupp lung mit dem Motor verbunden ist.
Eine mit einer derartigen Antriebsein richtung versehene Lichtpausmaschine zeigt Fig. 4 in der Seitenansicht und Fig. 5 in der Vorderansicht, während in Fig. 6 die elek trische Schalt- und Regeleinrichtung darge stellt ist.
Der regelbare Hauptstrommotor 101, der zum Anschluss an ein Gleichstrom- oder Wechselstromnetz verwendbar und mit einem Kommutatoranker versehen ist, ist über einen Schneckentrieb 102 und eine Kupp lung 108 mit einem Übersetzungswechsel- getriebe 104 gekuppelt, dessen abtreibendes Zahnrad 105 in das Zahnrad 106 der An triebswalze 107 für das Förderband 108 ein greift. Dieses ist über die Walzen 109 und 110 geführt und läuft unter einer gebogenen Glasplatte .111, die zur Führung des Papiers dient.
Das Getriebe 104 wird mittels eines Schalthebels 112 gesteuert, der an einem An satz 113 des Getriebegehäuses gelagert ist und mittels des gabelförmigen -Hebels 114 in die Schalträder des Getriebes eingreift.
Ober halb des Getriebes 104 ist in einem gemein samen Gehäusekasten der Regelwiderstand 17.6 für den Motor 101 mit dem die Regel stufen 1 bis 10 aufweisenden Regulierknopf 117- sowie der zwischen dem Regelwiderstand 116 und der Verbindungsstelle 31 liegende Kippschalter 115 und ein Umschalter 118 an geordnet, durch den die Drehrichtung des Mo tors geändert werden. kann.
Die Bogenlampe 119 ist in einem Lampenwagen .angeordnet, der mit dem Getriebe 104 gekuppelt ist, so dass sich die Geschwindigkeit :der Hin- und I3erbewegung des Lampenwagens zwangläu- fig mit der Geschwindigkeit des Förderban des 108 bezw. der Durchlaufgeschwindigkeit des Pausgutes ändert.
Wird der Schalthebel 112 des Getriebes 104 nach oben in die in Fig. 4 dargestellte obere Endlage gebracht, so hat das Getriebe 104 das geringste Übersetzungsverhältnis und das Förderband 108 erhält seine grösste Durchlaufgesehwindigkeit. Durch Umlegen des Schalthebels 112 nach unten wird das Übersetzungsverhältnis des Schaltgetriebes 104 vergrössert und damit die Durchlauf geschwindigkeit des Förderbandes 108 ver ringert.
Neben dieser mechanischen Regelung ist die elektrische Regelung der Motordreh zahl durch den Kippschalter 115 möglich, in dessen geschlossener Stellung der Regel widerstand 116 als Spannungsteiler geschal tet ist und dabei eine geringere Motordreh- zahl ergibt, während der Regelwiderstand 116 bei geöffnetem Schalter 115 als Vor schaltwiderstand für den Motoranker ge- schaltet ist, wobei der Motor eine höhere Drehzahl hat.
Eine weitere Drehzahlregelung kann durch Verändern des Regelwiderstan des 116 mittels des Regulierkopfes 117 be wirkt werden, auf dem die zehn verschie denen Regelstufen 1 bis 10 kenntlich ge macht sind. Auf diese Weise kann man die erforderlichen verschiedenen Pausgeschwin- digkeiten in weiten Grenzen einstellen, da gleichzeitig sowohl die elektrische Regelung mittels des Regelwiderstandes 116 als auch die mechanische Regelung mittels des Schalt getriebes 10@ zur Vergrösserung des Regel bereiches angewendet werden kann.
Die neue Lichtpausmaschine kann auch mit einer Entwicklungsmaschine verbunden sein, die dann beide in der angegebenen Weise von dem Antriebshauptstrommotor be trieben werden. Anker und Feldwicklung ein Ausschalter angeordnet ist, so dass der Widerstand zur Regelung der Drehzahl wahlweise als Vor sclialtwiderstand oder als Spannungsteiler geschaltet werden kann.
<B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Liclitpausmaschine nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der An trieb vom Motor aus über ein Übersetzungs wechselgetriebe erfolgt.
2. Lichtpausmaschine nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Walze für den Transport des Pausgutes und die Belichtungslampen durch verschiedene Wellenzapfen eines mit dem Motor gekup- pelten TJntersetzungsgetriebes angetrieben sind.
3. Liehtpausmaschine nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebe auf der Welle des Alotors angeordnet ist.
4. Lichtpausmaschine nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalt- und Regeleinrichtung des lllotors in einem Gehäuse angeordnet ist, das mit dem Ge häuse des Getriebes zusammengebaut ist.