CH236752A - Verfahren zur Herstellung eines stickstoffhaltigen Produktes, insbesondere für Fütterungszwecke. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines stickstoffhaltigen Produktes, insbesondere für Fütterungszwecke.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung eines stickstoffhaltigen Produktes, insbesondere für Fütterungszwecke. Zellmehl ist ein Produkt von faseriger Struktur, das durch Behandeln von Zellstoff (Holzeellulose) mit Säure gewonnen wird und im wesentlichen aus zermürbter Cellulose und Hemicellulose verschiedenen Polymerisations- grades besteht. Es ist teilweise verdaulich und wird daher zur Verfütterung an Haus tiere benutzt,
doch stellt es kein graftfulter ,dar, da sein Stickstoffgehalt nur gering und aussbrdem fast völlig unverdaulich ist.
Es zeigt sich nun, dass man erfindungs.- gemäss aus Zellmehl ein Produkt erhalten kann, dass erhebliche Mengen gebundenen Stickstoffes aufweist, wovon ungefähr 75% wasserlöslich und vom Magen des Wieder käuers wie verdauliches Rohprotein verwertet werden können.
Die Erfindung kennzeichnet sich ,dadurch, .dass man Zellmehl in Gegenwart von Wasser bei erhöhter Temperatur und unter erhöhtem. Druck gleichzeitig mit Ammoniak und Sauer stoff behandelt.
Es schadet nichts, wenn der Sauerstoff durch andere Gase verdünnt ist, so .dass man am einfachsten Luft verwenden kann.
<I>Beispiel 1:</I> Ein Zellmehl mit<B>8,9%</B> Wasser, 63 Rohfaser, 0,2% Gesamts@tiekstoff und 0,1 wasserlöslichem 'Stickstoff wird mit 25 Wasser und Ammoniak in einer Menge von 20 bis 50% der Gesamtmenge des zur Bin dung kommenden Ammoniaks unter Druck auf 130 erhitzt und dann. Luft eingeleitet, der nach Bedarf weitere Mengen Ammoniak beigemischt werden.
Der Gesamtdruck von Ammoniak und Luft beträgt 10 Atm. Nach 3 Stunden erhält man ein dunkelbraunes Re aktionsprodukt, welches 15,7 % Wasser, 7,7 Gesamtstickstoff und<B>5,56%</B> wasserlöslichen Stickstoff enthält. 27 % des Produktes sind wasserlöslich. Erhitzt man dagegen unter denselben Be dingungen lediglich inGegenwart vonWasser und Ammoniak, ohne Luft einzuleiten, so erhält man ein Produkt.
das 16/10 1,34% Gesamtstickstoff und 0,8l/'0 wasser löslichen Stickstoff aufweist.
Hingegen lassen sich nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung noch bessere Er gebnisse erzielen, wenn man die Realttion länger dauern und bei höherer Temperatur stattfinden lässt, wie folgendes Beispiel zeigt. Beispiel <I>2:</I> Dasselbe Zellmehl wird nach Vermischen mit<I>20</I> @ö Wasser in derselben Weise wie nach Beispiel 1, jedoch bis 155 C behandelt.
Nach 4 Stunden wurde ein dunkelbraunes Reaktionsprodukt erhalten, welches bei einem W assergehalt von 7,5? /Ool einen Gesamtstick- stoffgehalt von 9, 65 7o, davon 6,16 % wasser löslichen Stickstoff enthielt. 33% des Re- aktionsprodukte:s waren wasserlöslich.
Je nach der verwendeten Wassermenge, der Reaktionstemperatur und dem Ainmoniak- druck lässt sich ein Gesamtstickstoffgehalt zwischen etwa. 7 und 10% und ein Gehall, an wasserlöslichem gebundenem Stickstoff von etwa 5 bis<B>870</B> erzielen. Im allgemeinen gilt die Regel, dass der Gesamtstickstoff mit: steigender Temperatur ansteigt. Die Erhö hung des Wassergehaltes bewirkt bei glei cher Arbeitstemperatur eine Verminderung des Gehaltes an Gesamtstickstoff. Dafür steigt aber der Anteil an wasserlöslichem Stickstoff.
Die Reaktionsprodukte, welche noch fase rige Struktur aufweisen. besitzen braune bis schwarzbraune Farbe und haben einen typi- sehen, nicht unangenehmen Geruch. Die Pro dukte werden sowohl für sich als auch in Mischung mit andern Futtern gern gefressen. und die Stickstoffverbindungen sind weit gehend verdaulich, vor allem aber völlig un- @chä,
dliah. Je nach dem Aufschlussgrade des Zellmehls kann durch die verfahrensmässige Behandlung ein weiterer Aufschluss erfolgen, wodurch weitere Stärkewerte entstehen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines stiok- stoffhaltigen Produktes, dadurch gekenn zeichnet, dass man Zellmehl mit Ammoniak und Sauerstoff in Gegenwart von Wasser bei erhöhter Temperatur und erhöhtem Druck behandelt. LITERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet, dass der Sauerstoff in Form von Luft zur Einwirkung gelangt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE236752X | 1941-09-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH236752A true CH236752A (de) | 1945-03-15 |
Family
ID=5902713
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH236752D CH236752A (de) | 1941-09-22 | 1942-09-22 | Verfahren zur Herstellung eines stickstoffhaltigen Produktes, insbesondere für Fütterungszwecke. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH236752A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1055931B (de) * | 1954-07-01 | 1959-04-23 | Gunnar Flemming Juncker | Verfahren zur Herstellung eines Futter-, Beifutter- oder Siliermittels aus cellulosehaltigem Rohmaterial |
-
1942
- 1942-09-22 CH CH236752D patent/CH236752A/de unknown
Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE1055931B (de) * | 1954-07-01 | 1959-04-23 | Gunnar Flemming Juncker | Verfahren zur Herstellung eines Futter-, Beifutter- oder Siliermittels aus cellulosehaltigem Rohmaterial |
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