CH232128A - Verfahren zur Herstellung einer Kunstmasse. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Kunstmasse.

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CH232128A
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Alexander Wacker Gesellsc Gmbh
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Wacker Chemie Gmbh
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/04Oxygen-containing compounds
    • C08K5/10Esters; Ether-esters
    • C08K5/101Esters; Ether-esters of monocarboxylic acids

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Description


  Verfahren zur Herstellung einer Dunstmasse.    Die Ester der     Fettsäuren    von     Cotten-,     Lein-, Oliven-,     Sesam-    oder     Tallöl    des Fisch  trans, Kokosfettes usw. lösen höchstpolymere       Vinylchloride    oder     Nitrotellulose    in der  Wärme praktisch nicht und besitzen nur ge  ringe     plastifizierende    Eigenschaften.

   Ver  sucht man aus gleichen Teilen polymeren       Vinylchlorid    und     O:lsäuremethylester,    Lein  ödsäure-äthylester oder     Tallölfettsäuremethyl-          ester    bei 200-250      Pressmassen    herzustellen,  so entstehen fettige,     nichthomogeneProdukte,     in denen der Weichmacher ungebunden ist.  Mit -der .doppelten Menge an polymerem       Vinylchaorid    erhält man sehr harte spröde  zusammengesinterte Stoffe, welche bei 0   brechen und den Weichmacher bei Zimmer  temperatur leicht ausschwitzen.

   Infolgedes  sen ist eine     technische    Verarbeitung dieser       Nichtlöser    mit den     angeführten    polymeren  Stoffen erschwert.  



  Es wurde nun gefunden,     .dass    man zu       ausgezeichneten        Weichmachern    für höchst-    polymere Stoffe, wie     Polyvinylchloride,          Polyvinylacetate,        Celluloseacetate,        Nitro-          cellulose,        Celluloseäther    usw.

   gelangt, wenn  man in     Estern    obiger     Fettsäuren,        vorzugs-          weise    mit     adiphatischen    Alkoholen,     minde-          stens    eine Doppelbindung durch Anlagerung  von     Substituenten    beseitigt, wobei     man    nach  bekannten Arbeitsverfahren     Hydrogylgrup-          pen    oder     Hydrogyl    und Chloroder gege  benenfalls auch Chlor allein an die Doppel  bindung     anlagert    und die eingeführten Grup  pen     substituiert,    z.

   B.     acidiliert        undloder          alkyliert.     



       Gegenstand    .der vorliegenden Erfindung  ist also ein Verfahren zur Herstellung einer  Kunstmasse, welches dadurch gekennzeich  net ist,     dass    man einen hochpolymeren Stoff,  z. B. einen     Polyvinylester,    oder einen     Cellu-          loseester        bezw.        -äther    mit einem     Weich-          maehungsmittel    mischt, das mindestens teil  weise aus einem Ester besteht,

   der     sich    von  einer höheren     Fettsäure    mit mindestens einer      Doppelbindung ableitet und in     welchem    die  Doppelbindung     bezw.    wenigstens ein Teil der  Doppelbindungen. durch Anlagerung von       Substituenten    beseitigt ist.  



  Versuche haben     gezeigt,    dass solche Ester  ungesättigter Fettsäuren hohen Molekular  gewichts     ausgezeichnete    Weichmacher fair  hochpolymere Stoffe sind, insbesondere für  höchstmolekulares     Polyvinylchlorid.    Das  Lösevermögen dieser Ester für     Polyvinyl-          chlorid    ist im Gegensatz zu den nicht substi  tuierten gesättigten     Fettsäureestern    so     stark,          ausgeprägt,    dass im allgemeinen von einer       iiitverwendung    anderer Weichmacher,

   wie  beispielsweise     Trikresylphosphat    oder     Phtlial-          säureester,    abgesehen werden kann. Die ge  nannten Ester verleihen z. B. dem     Polyvinyl-          chlorid    vor allem ausgezeichnete     Kältebestän-          digkeiten.    In dieser Richtung zeichnen sich  besonders die weiter unten genauer beschrie  benen Ester der     Diacetoxysteainnsäuren    aus.  und hier ragen wiederum die     Butyl-    und ins  besondere     Acethoxybutylester    hervor.

   Diese  letztbenannten Ester sind auch     geeignet,    die  etwas mangelhafte Kältebeständigkeit der  besonders leicht     zugänglichen    nur gechlorten       Ester    höherer Fettsäuren so zu verbessern,  dass sie in jeder Hinsicht befriedigen. Diese  Versuche haben ferner ergeben, dass nicht.  nur die Ester selber und deren Mischungen  ausgezeichnete     ZVeiclimacher    z. B. für     Poly-          vinylehlorid    sind, sondern dass ganz beson  dere Effekte, insbesondere in bezug auf  Kältebeständigkeit, mit Mischungen erreicht   -erden können, die als Mischkomponente       Zwischenprodukte    enthalten, welche bei der  Herstellung der genannten Ester erhalten   -erden.

   So weist z. B. eine     Pressmasse    aus  3 Teilen     Palyvinylchlorid,    ? Teilen     Diacet-          oxystearinsäure-methy    fester und 1 Teil     Tall-          ölfettsäure-methylester    eine Kältebeständig  keit von - 60  auf. Diese Masse fettet nicht  und ist äusserst     geschmeidig.    Ein Zusatz von       Dioxystearinsäure    zu den beschriebenen  Estern erhöht die Glätte von     Pressmassen    aus       Polyviny        lchlorid    und erleichtert das Sprit  zen.

   Es können sogar beträchtliche Mengen       ungesättigter        bezw.        gesättigter    Fettsäure-         ester        mitverwendet    werden. Ein Zusatz von  Chlornaphthalin erhöht die Hitzebeständig  keit dieser Massen.  



  Bei 180 bis 200  aus der erfindungs  gemässen Masse herbestellte     Presslinge    lassen  sich auch sehr leicht verschweissen, da. in  folge des hohen Siedepunktes und der günsti  gen Löslichkeitseigenschaften der Weich  macher keine     Verkohlungeerscheinungen    auf  treten und die verschmolzenen Stellen beim  Durchschneiden oft kaum mehr zu erkennen  sind. Infolge der grossen     Kältebeständigkeit     eignen sich die Produkte insbesondere für  solche Verarbeitungen, bei denen Elastizität  und Biegefestigkeit in der Kälte erforderlich  sind.

   Die Druck-, Reiss-, Kerb- und     Abreib-          festigkeit    ist     beträchtlich.    Bei     Verwendung     halogenhaltiger Ester haftet das Halogen,  z. B. das Chlor in den     Chlorierungsproduk-          ten,    ungleich fester als in denen     niedrigmole-          kularer        .Fettsäuren.     



  In den folgenden Beispielen sind nur sol  che Ester erwähnt, wie sie aus     Olsäuren    und       Tallölfettsäuren    erhältlich sind. Es sind  jedoch auch entsprechende     Ester        aller    andern  in der Einleitung genannten Öle als     Weieh-          macher    verwendbar. So kann z.

   B. ein Ester  verwendet werden, wie er durch Oxydation  der     Leinölsäure    mit Kaliumpermanganat in       verdünnter    alkalischer Lösung zu einer       Tetraoxyfettsäure,    der     Sativinsäure,        Ver-          esterun.g    derselben und     Acidylierung          und,loder        Alkylierung    dieses Esters erhält  lich ist. Auch diese Derivate sind vorzüg  liche Weichmacher für hochpolymere Stoffe.  



  Als     Kältebeständigkeit    wird die Tempe  ratur angegeben,     bei        welcher    die     Pressmasse     noch biegsam ist. Etwa 10  tiefer wird das       Produkt    spröde und zerbrechlich.

      <I>Beispiel 1:</I>    Man     verknetet    100 Teile polymeres       Vinylehlorid    mit     10d)    Teilen     Transdiacetoxy-          stearinsäuremethylester,    der wie folgt erhält  lich ist:

    10 Teile Ölsäure werden mit 3 Teilen       Kaliumbvdroxvd    in 25 Teilen Wasser und  1(1 Teilen     Kaliumpermanganat    in     ?5    Teilen      Wasser im Verlauf von 24 Stunden bei 0 bis  10      oxydiert.    Aus dem Filtrat wird .durch  Ansäuern eine     feste    Säure abgeschieden, die  sich nach dem     Umkristallisieren    aus Alkohol  als     Trans-9.        10@-dioxy-stearinsäure    (F. 184 )  erweist.

   Durch Verestern .dieser Säure mit  chlorwasserstoffhaltigem Methylalkohol wird  Trans -     dioxy    -     stearinesäure    -     methylester     (F. 106 ) und .durch Kochen mit überschüssi  gem     Essigsäureanhydrid    und     Natriumacetat     als     Katalysator        Trans-9@.10@-diacetoxystearin-          säure-methylester        (Kpo        S    :     2i01 ),    erhalten.  



  Die erhaltene Mischung kann in bekann  ter Weise unter Anwendung von Druck und  Hitze zu Platten, Stäben, Rohren, Schläu  chen, Fäden und Gebrauchsartikeln verarbei  tet werden, die sehr weich elastisch sind und  die Kältebeständigkeit -     39'     und Hitze  beständigkeit 150     Minuten/170     besitzen. Der  Weichmacher schwitzt in der Wärme nicht  aus. Die     Masse    lässt sich in der Wärme leicht  verschweissen. Ein Zusatz von     Dioxystearin-          säur.e    (10%) verbessert die     .Kältebeständig-          keit    auf - 43 , erhöht die     Glätte    und er  leichtert -das Spritzen.  



       Beispiel   <I>2:</I>  Man     verknetet    Lederabfälle, Asbest, Zell  stoff, Pappe, Kork und dergleichen mit einer  Lösung, die<B>10%</B> polymeres     Vinylchlorid     und 8 %     Diacetoxystearinsäureäthylester    ent  hält.

   Dieser Ester ist wie     folgt    erhältlich:  10 Teile     01-säure    werden in 40 Teilen  Eisessig mit 4 Teilen 30%igem     Wasserstoff-          superoxyd    eine Stunde     unter        Rückflüss    und  nach Zusatz von 10 Teilen Eisessig und  2 Teilen     3,0    %     igem        Wasserstoffsuperoxyd     unter Kochen noch eine     weitere    Stunde oxy  diert.

   Der     Eindampfrückstand    liefert nach  dem     Verseifen:    und Ansäuern     Cis-9.        1'0-          dioxystearinsäure    (F.     95-9@8 )"    die mit chlor  wasserstoffhaltigem Äthylalkohol zu     Cis-          dioxystearinsäure-äthylester    (F.     72-74 )     verestert und mit überschüssigem     Essigsäure-          anhydrid    und     Natriumacetat    zu     Cis-,diacet-          oxystearinsäure-ähIlylester        (gp2:

  2'2@1 )        ace-          tyliert    wird.  



  Die erhaltene     Masse    kann in     bekannter       Weise zu     Dichtungsmaterial    verarbeitet wer  den.  



  <I>Beispiel 3:</I>  Man löst in 100 Teilen     Tetrahydrofur-          furan        10@    Teile polymeres     Vinylchlorid    und  10 Teile     Transdiacetoxystearinsäuremethyl-          ester    wie er in Beispiel 1 beschrieben ist. Man  erhält beim Vergiessen einen Film mit hoher  Dehnbarkeit und der     Kältebeständigkeit     - 8'0 . Die Lösung eignet sich zum Imprä  gnieren von     .Stoffen    und nach Zusatz von  3 Teilen Pigmenten zum Herstellen von  Kunstleder und     Überziehen    von Gewebebah  nen.

   An Stelle des     Methylesters    kann auch  der     Butylester    verwendet werden, der analog,  wie in Beispiel 1 beschrieben, erhältlich ist  durch     Veresterung    der     Trans-,dioxystearin-          säure        mit        chlorwasserstoffhaltigem        Butyl-          alkol@ol.     



  <I>Beispiel 4:</I>  Man löst in 500     Teilen:        Tetrahydröfur-          furan    und 500 Teilen     Äthydpropy        lketon     10.0 Teile polymeres     Vinylchlorid    und  100 Teile     Acetoxytallölfettsäure-äthylester.     Letzterer ist erhältlich wie folgt:  100 Teile     Tallöl        (Kp3        :18,5-9310,9)    mit  der Säurezahl 1162' und der J.

   Z. 1.8'0 nach       Smit,    189 nach     Hanus    werden in 60 Teilen  Kalilauge in 5000 Teilen Wasser gelöst und  unter     Rühren:    mit 2,00     Teilen        Kaliumperman-          ganat/5000    Teilen Wasser bei etwa 5  im  Verlauf von 24     Stunden    oxydiert. Aus dem  Filtrat werden durch Ansäuern die wasser  löslichen Säuren abgeschieden und durch       Umkristallisieren    aus Alkohol eine     kristalli-          sierte        Säure,(F.    132 ) mit der" S. Z. 179, er  halten..

   Die     Veresterung    mit     chlorwasserstoff-          haltigem    Äthylalkohol und die anschliessende       Acetylisierung    mit     Essigsäureanhydrid    und       Natriümacetat    liefert den     Acetoxytallölfett-          säuTe-aethylester        (Kpo    7     :9j15")..     



  Die     Lösung    eignet sich als Kabellack und  liefert wasserundurchlässige Folien, die bei  -     3,5     geschmeidig sind.  



       Beispiel   <I>5:</I>  Man mischt     100,    Teile polymeres     Vinyl-          chlorid        mit    1010 Teilen Cie-@iaeetoxystearix@-           säure-3-äthoxybutylester.    Dieser ist in ana  loger Weise, wie in Beispiel ? beschrieben,  erhältlich,

       wobei    man die     Cis-clioxv        steariiL-          säure    mit     chlorwasserstoffhaltigem        @Athoxy-          butyla-lkohol        behandelt.    Die erhaltene Masse  kann zu elastischen und leicht verschweiss  baren Platten, Schläuchen und     dergleichen     verspritzt werden.

   Sie besitzen eine     Kä        lte-          bestä.ndigkeit    von -     48 .       <I>Beispiel 6:</I>    In 800 Teilen     niedrigsiedendem        Lösungs-          mittel        -werden.    100 Teile     poly        nieres        Vinyl-          chlorid    und 100 Teile     Acetoxy-chlorstearin-          esäuremethylester    gelöst.

   Letzterer ist wie  folgt erhältlich:  10 Teile     Olsäure    werden unter Rühren in  5 Teilen     Soda,/5,01    Teilen Nasser     gelöst    und       bei        0     mit 2,7 Teilen Chlor behandelt. Die  nach dem Ansäuern ausgefällte     Oxychlor-          stearinsäure    liefert durch     Verestern    mit       chlor@-a@serstoffha.ltigem    Methylalkohol und  nach der Neutralisation einen im Vakuum       getrockneten        Eindampfrückstand    mit     12,6, ö     Cl.

   Nach     4stündigem        Kochen    mit     überschiis-          sigemEssigsäureanhydrid    und     Natriumacetat     als Katalysator wird ein     acetylierter        hy-          droxylgruppenfreier    Säureester mit     11,3';    Cl  erhalten. Der gleiche Ester ist auch     erhält-          lieh,    wenn man vom     Olsäuremethy        lester    ans  geht und diesen     wie    vorstehend oxydiert und       acetyliert.     



  Die Lösung eignet sich zum Überziehen  von Metall, Glas, Papier oder Stoffen. Der       Lacli    besitzt nach Entfernung der flüchtigen  Bestandteile eine     Kältebeständigkeit    von  <B>3 0</B>  <B>- 9.</B>         Beispiel   <I>i:

  </I>    Man     verknetet    1? Teile polymeres     Viny        1-          chlorid    mit 4 Teilen     Diacetoxy        stea.rinsäure-          butylester    (erhältlich wie in Beispiel 3 be  schrieben) und 4 Teilen     Aceto_xy-chlorstearin-          saurem        Äthyl.    Letzteres ist in analoger  Weise erhältlich wie der in Beispiel 6 ver  wendete Ester.

     Man     verspritzt    die     klasse        zu    elastischen  und     biegsamen    Gebrauchsartikeln, die die         Kältebeständigkeit    -     42         besitzen    und leicht       verschweissbar    sind.  



  <I>Beispiel 8:</I>  Man verschmilzt 9 Teile     polymeree        Vinyl-          ehlorid    mit 2 Teilen.     Diacetoxy-stearineau-          rem        Methyl        (vergl.        Beispiel    1) und 4 Tei  len chloriertem     Tallöl-fettsäuremethylester.     Letzterer ist wie folgt erhältlich:

    <B>10</B> Teile     TallölfettAsäuremetlivleater        (gpl:          180-185 )    werden in Teilen     Petrolä.ther    un  ter Rühren und     Fühlen    bis zur     Absättigung     der     C=C-Bindungen    chloriert. Nach dem       Neutralwaschen    und Trocknen wird ein Ester  mit<B>31.,8%</B> Cl     erhalten.     



  Man erhält eine elastische Masse, die die       Kältebeständigkeit    - 30  besitzt, und den  Weichmacher nicht ausschmilzt.    <I>Beispiel 9:</I>         Man    mischt 3 Teile     Poly        vinylcblorid,     Teile     Diacetoxystearinsäuremethvlester          (vergl.    Beispiel 1) und 1     Teil        Tallölfettsau-          ren        Methylester    und kann dann die erhaltene  Masse zu Platten,

   Rohren oder Folien     ver-          pressen.    Die     6o        hergestellten    Produkte be  sitzen eine     Kältebeständigkeit    von - 60 .  Nach     zweckmässi-er    Verdünnung des Ge  mische:, in     geeigneten        Lösungsmitteln    erhält  man     Produkte,    die     .sich    zum Überziehen von  elektrischen     Imitiingsdrähten,    Kabeln und       dergleichen    eignen.

           Beispiel   <I>10:</I>    Man löst 10 Teile     Acetylcellulose    in  1.0(h Teilen     Methylenehlorid-Methanol    (9 : 1)  und versetzt mit 10 Teilen     Trans-diacetoxy-          stearinsäuremethylester        (vergl.    Beispiel 1).

    Die Lösung liefert beim Vergiessen einen       geschmeidigen    Film     (44        ,u.),    der eine Reiss  festigkeit von ?,9 kg pro mm',     9\1,3, ö    Deh  neng, die     ssicgefestigkeit    281 und die.     Kälte-          bestiindigkeit,    - 70      besitzt.    Die Lösung       eignet    sich zur     Herstellung    von     Schutzüber-          zügen    auf Holz, Metall, Glas oder Geweben.

         Beispiel   <I>11:</I>  Man löst 4 Teile     Celluloseacetat    und  4 Teile     Cis-diacetoxystearinsäurebutyle4er              (vergl.    Beispiel     3.)    in 50 Teilen     Methylen-          chlorid-Methanol    (9 : 1). Die erhaltene Lö  sung kann zu Folien vergossen werden. Die  selben besitzen     (bei,61.,u)    eine Reissfestigkeit  von 2,4 kg pro mm',     14,5,%    Dehnung, die       Biegefestigkeit    von     1'9010=3000    und die  Kältebeständigkeit - 80 .

   Die Lösung eignet  sich zum     >Überziehen    biegsamer elektrischer  Leitungsdrähte und Kabel, .die in der Kälte  geschmeidig sind.  



  An     Stelle,der    in .den vorhergehenden     Bei-          spielen    genannten Ester können auch Ester  verwendet werden, wie sie     folgendermassen     erhältlich sind:  A. 100 Teile     Tallöl    nach Beispiel 4 wer  den in 800 Teilen Eisessig mit 80, Teilen       30%igemWasserstoffsuperogyd    1 Stunde am       Rückfluss    gekocht und nach Zugabe von       200    Teilen Eisessig und 40, Teilen     30%igem          Wasserstoffsuperoxyd    noch 1 Stunde oxy  diert.

   Der     Eindampfrückstand        liefert    nach  dem Verseifen mit Natronlauge und An  säuern eine wasserunlösliche     hydrogylierte          Fettsäure    mit der J. Z.     443.    Es     wird    mit       methylalkoholischer    Salzsäure verestert und  der     Eindampfrückstand    mit überschüssigem       Essigsäureanhydrid    und     Natriumacetat    zwei  Stunden am     Rückfluss        acetyliert.    Nach dem  Abtreiben des     Acidylierungsmittels,

      Waschen  und Trocknen wird ein     0H-gruppenfreier     Ester erhalten, mit -der     @S.        Z.16,    V. Z. 230  und J. Z. 60.  



  B. 10 Teile     Tallölfettsäuremethylester     (Kp, :     1;80-1'8,5 )    werden bei 0  mit der Lö  sung von 6,4 Teilen Soda in '60 Teilen Was  ser verrührt und mit 4;5 Teilen Chlor be  handelt. Das     Reaktionsprodukt    wird ge  waschen und getrocknet. Es wird ein Ester  mit     2'0,3%    Chlor erhalten, der durch 3stün  diges Behandeln     mit        überschüssigem    Essig  säureanhydrid und     Natriumacetat    in einen  Ester mit 18,5% Cl übergeht.  



  C. 10     Teile        Ölsäuremethylester        (Kpz          185-200 )    werden in 10, Teilen     Petroläther          unter    Rühren und Kühlen     chloriert,    bis im  Abgas Chlor     nachweisbar    ist. Nach dem       Neutralwaschen        mit    Eiswasser und Trocknen    im Vakuum bei 150'  wird ein Chlorderivat  des Esters mit     3'8a1    % Chlor erhalten.  



  Werden 6 Teile des,     chlorierten.    Esters in  10 Teilen Methylalkohol bei     10,0     mit 0,8 Tei  len Natrium in     215,        Teilen    Methanol     einige     Stunden gekocht, gewaschen und im Vakuum  getrocknet, -so     entsteht    ein Körper mit 8,6       Methogyl    und     52;8i%    Chlor.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer Kunst masse, dadurch gekennzeichnet, dass man einen hochpolymeren Stoff mit einem Weich- macUungsmittel mischt, das wenigstens teil weise aus einem Ester besteht, der sich von einer höheren Fettsäure mit wenigstens einer Doppelbindung ableitet und in welchem die Doppelbindung bezw. mindestens ein Teil der Doppelbindungen durch Anlagerung von Substituenten beseitigt ist. UNTERANSPRüCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als Weich- machungsmittel einen Ester einer einfach ungesättigten höheren Fettsäure verwendet, in dem mindestens einer der angelagerten Substituenten aus einem aliphatischen Rest besteht. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Weichmachungsmittel einen Ester verwendet, in welchem mindestens einer der angelagerten Substituenten aus einem Alkylrest besteht. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Weichmachungsmittel einen Ester verwendet, in welchem mindestens einer der angelagerten Substituenten aus einem Acidylrest besteht. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, .dadurch gekennzeichnet, dass. man ein Weichmachungsmittel verwen det, das den genannten Ester im Gemisch mit wenigstens einem Zwischenprodukt der Her stellungeines solchen Esters enthält. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Weichmachungsmittel einen Fettsäureester verwendet, der erhältlich ist durch Beseitigung der Doppelbindung der ungesättigten Fettsäure durch Anlagerung von Hydroxylgruppen, Veresterung der er haltenen hydroxylierten Fettsäure mit einem aliphatischen Alkohol, und Substituierung mindestens einer Hydroxylgruppe durch einen aliphatischen Rest.
    6. Verfahren, nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Weichmachungsmittel einen Fettsäureester verwendet, der erhältlich ist durch Beseitigung der Doppelbindung der ungesättigten Fettsäure durch Anlagerung von Halogen, Veresterung der erhaltenen halogenierten Fettsäure mit einem alipha- tischen Alkohol und Substituierung minde stens eines Halogenatoms durch einen alipha- tischen Rest. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Weichmachungsmittel einen Fettsäureester verwendet, der erhältlich ist durch Beseitigung der Doppelbindung der ungesättigten Fettsäure durch Anlagerung einer Hydroxylgruppe und eines Halogen atoms,
    Veresterung der erhaltenen Halogen- Oxyfettsäure mit einem aliphatisehen Al kohol und Substituierung mindestens eines der zur Beseitigung der Doppelbindung an gelagerten Substituenten durch. einen alipha- tischen Rest. B.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als Weich- ma.chungsmittel den Ester einer mehrfach un gesättigten höheren Fettsäure verwendet, in dem wenigstens ein Teil der Doppelbindun gen durch Anlagerung von Substituenten beseitigt sind. 9. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass man als 'V#Teichmaehungsmittel einen Ester verwendet, in dem mindestens ein Teil der angelagerten Substituenten aus alipha- tischen. Resten besteht.
    10. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, da.ss man als Weichmachungsmittel einen Ester verwendet, in welchem mindestens ein Teil der angelagerten Substituenten aus Al kylresten besteht. 11.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass man als Weichmachungsmittel einen Ester verwendet, in welchem mindestens ein Teil der angelagerten Substituenten aus Acidylresten besteht. 1\?. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Weichmachungsmittel verwen det, das den genannten Ester im Gemisch mit wenigstens einem Zwischenprodukt der IHer- stellung eines solchen Esters enthält.
    133 Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass man als Weichmachungsmittel einen Fettsäureester verwendet, der erhältlich ist durch Beseitigung mindestens eines Teils der Doppelbindungen einer mehrfach ungesättig ten Fettsäuredurch Anlagerung von Ilydroxyl- gruppen,
    Veresterung der erhaltenen hy- droxylierten Fettsäure mit einem alipha- tischen Alkohol und Substituierung minde stens eines Teils der Hydroxylgruppen durch a.liphatische Reste. 14.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass man als Weichmachungsmittel einen Fettsäureester verwendet, der erhältlich ist durch Beseitigung mindestens eines Teils der Doppelbindungen einer mehrfach ungesättig ten Fettsäure durch AnlagerungvonHalogen, Veresterung der erhaltenen halogenierten Fettsäure mit einem aliphatischen Alkohol und Substituierung mindestens eines Teils des Halogenatoms durch aliphatische Reste.
    15. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass man als Weichmachungsmittel einen Fettsäureester verwendet, der erhältlich ist durch Beseitigung mindestens eines Teils der Doppelbindungen einer mehrfach ungesättig ten Fettsäure durch Anlagerung von Hy- drogylgruppen und Halogen, Veresterung der erhaltenen Halogen-Ogyfettsäure mit einem aliphatischen Alkohol und Substituierung mindestens eines Teils der zur Beseitigung der Doppelbindungen angelagerten:
    Substi- tuenten durch aliphatische Reste. 16. Verfahren: nach Patentanspruch, -da durch gekennzeichnet, dass man als Weich- machungsmittel einen Fettsäureester verwen det, der erhältlich ist durch erschöpfende Chlorierung von Tallölfettsäuremethylester (gpl :1so,-1-s@ >. 17.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, ds.ss man als hochpoly meren Stoff Polyvinylchlorid verwendet. 18. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als hoch polymeren Stoff einen Polyvinylester ver wendet. 19. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als hoch polymeren Stoff einen Celluloseester verwen det. 20. Verfahren nach Patentanspruch, :da durch gekennzeichnet, dass man als hochpoly meren Stoff einen; Celluloseäther verwendet.
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