Kopierfräsmaschine. Die Erfindung bezieht sich auf eine Ko pierfräsmaschine, bei der ein Träger, der derart verstellbar ist, dass er bei seiner Ver stellung seine ursprüngliche Richtung bei behält und sowohl das Werkzeug als auch den Kopierstift trägt, mittels einer Steuer vorrichtung in mindestens vier Richtungen bewegt werden kann.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfin ,dung, auf einfache und billige Weisse eine Verwendung "der Kopierfräsmaschine sowohl als Starrfräsmaschine als auch zum zwangs läufigen, groben Vorbearbeiten des Arbeits stückes nach einem Musterstück zu ermög lichen.
Die Erfindung zeichnet sich .aus :durch einen starren Halter, der an der Kopierfräs maschine derart befestigt werden kann, dass er Bewegungen des Trägers mindestens par allel zu ,den Ebenen,des Werkstück- und,des Modelltisches verhindert.
In der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel der Erfindung schematisch darge stellt, und zwar zeigen: Fig. 1 eine Vorderansicht der Kopierfräs maschine mit festgehaltenem Werkzeug und Taster, Fig. 2 den Gegenstand der Fig. 1 in Draufsicht.
An dem Maschinenständer 11 ist mit Hilfe eines Trägers 13 ein als,Steuervorrich- tung dienender und aus" ,den Armen 15, 17, 19 und 21 bestehender Storchschnabel um eine in seiner Ebene (oder parallel zu -dersel ben) liegende Achse 23 schwenkbar gelagert. An einem Senkrechtschlitten 25, der an einer senkrechten Führung 27 des Ständers 11 glei tet, .ist mittels zweier Gelenkarme 29 ein Bal ken 31 derart befestigt, dass er parallel zu .sich geführt um die Drehpunkte 33 der Ge lenkarme 29 schwingen kann.
Auf der Vor derseite des Balkens 31 ist ein schlittenför- miger Träger 35 waagrecht verschiebbar an der ;eine Fassung 37 für ein Werk zeuglager 39 und eine weitere Fassung 41 für einen Kopierstifthalter 43 trägt. Im Werk zeuglager 39, das mittels einer-Riemenscheibe 45 von einer nicht ,dargestellten Kraftquelle angetrieben wird, ist zweckmässig ein Mehr schneidefräser 47 befestigt, während in dem Kopierstifthalter 43 ein Kopierstift 49 einge setzt ist.
Der Träger 35 trägt ferner auf sei ner Oberseite eine etwa rechtwinklig zur Achse 23 angeordnete waagrechte Schiene 51, auf welcher ein mit dem Schreibpunkt 53 des Storchschnabels gelenkig verbundenes Gleit stück 55 an beliebigen Stellen befestigt wer den kann. Am Fahrpunkt des Storchschna bels oder in der Nähe desselben ist ein Hand griff 57 befestigt, mit dem über den Storch schnabel das Werkzeug und der Kopierstift geführt werden.
Der Senkrechtschlitten 25 liegt an seiner Unterseite auf einem Anschlag 59 auf, der mittels eines Handrades 61 längs einer Nut 63 bewegt werden kann. Durch Verstellen des Anschlages 59 wird der Senkrechtschlit ten 25 und damit auch Werkzeug und Ko pierstift in der Höhe eingestellt.
Die Fassung 37, in der das Werkzeug lager 39 befestigt ist, trägt an der Unterseite einen Ansatz 65, der von dem einen Ende 67 eines starren Halters 69 umschlossen wird, der seinerseits mittels zweier Schrauben 71 am untern Teil des Senkrechtschlittens 25 be festigt ist.
Durch diesen Halter (der bei Ver wendung der Kopierfräsmaschine als Starr fräsmaschine oder zum zwangläufigen gro ben Vorbearbeiten eines Arbeitsstückes nach einem Musterstück an der Maschine anzu bringen ist) wird das Werkzeuglager (und über den Waagrechtschlitten 35 auch der Kopierstift) mit dem Senkrechtschlitten 25 in der Weise starr verbunden, dass das Werk zeug und der Kopierstift nur noch senkrechte, also längs der Führungsbahn 27 verlaufende Bewegungen, aber keine waagrechten Bewe gungen mehr :ausführen können.
Der Träger 35 behält bei seiner Verstellung die ursprüng liche Richtung wegen der Lenker 29 bei; er kann mit,dem Storchschnabel in sechs Rich tungen bewegt werden (aufwärts, abwärts, seitwärts links, seitwärts rechts und nach vorn und nach hinten). Bei angebrachtem Halter 69 sind also die Bewegungen des Trä- gers 35 parallel zu den Ebenen des Werk stück- und des Modelltisches verhindert.
Das Arbeitsstück 73 ist auf einem Ar beitstisch 7 5 befestigt, der mittels der Hand kurbeln 77 und 79 in zwei sich kreuzenden Richtungen bewegt werden kann, während das Musterstück 81 auf einem sogenannten Schlepptisch 83 aufgespannt ist, der durch zwei winkelförmige Leisten 85 und 87 mit dem Arbeitstisch 75 verbunden ist und auf einem weiteren Tisch 89 gleitet. Eine etwaige Verstellung der beiden Tische 75 und 83 ge geneinander kann mittels der Leisten 85, 87 erfolgen und ist deshalb in der Zeichnung nicht näher dargestellt.
Mit dem beschriebenen Halter wird auf der Maschine in folgender Weise gearbeitet: Wenn eine grössere Arbeit ausgeführt werden soll, ist es zweckmässig, zur Erzie lung einer stärkeren Spanabnahme und um den Bedienenden vor Ermündung zu schüt zen, das Arbeitsstück zwangläufig grob vor- zubearbeiten. Zu diesem Zweck wird der Halter 69 an der Maschine befestigt, wobei er in angebrachtem Zustand das Werkzeug lager festhält.
Das Anbringen des Halters erfolgt in der Weise, dass zuerst das Ende 67 des Halters 69 über den Ansatz 65 der Werkzeuglagerfassung 37 geschoben und dann der Halter mittels der beiden Schrau ben 71 am Senkrechtschlitten 25 befestigt wird. Nachdem dann Arbeits- und Muster stück gegenüber Werkzeug und Kopierstift in eine geeignete Lage gebracht sind, wird unter Abwärtsbewegen des Schlittens 25 das Arbeitsstück so lange bearbeitet, bis der Ko pierstift das Musterstück berührt.
Dabei wird der senkrechte Schnittdruck und damit die Abwärtsbewegung durch das Eigengewicht aller senkrecht beweglichen Teile erzeugt, während der waagrechte Vorschub durch Ver schieben der beiden miteinander gekuppelten Tische 75 und 83 (durch Drehen der Hand kurbeln 77 und 79) entsprechend der Form des Musterstückes erfolgt. Durch nicht ge zeigte Mittel, z. B. Gegengewichte, die am Senkrechtschlitten angreifen, kann der senk rechte Schnittdruck in bekannter Weise ge- regelt werden.
Bei grosser Tiefe des Muster stückes wird zweckmässig ,das Material nicht in einem Arbeitsgang, sondern schichtweise abgenommen, indem mit Hilfe,des Anschla ges 59 die Abwärtsbewegung des Schlittens 25 mehr oder weniger begrenzt wird.
Wenn in dieser Weise das Arbeitsstück grob vorbearbeitet ist, wird,der Halter 69 ab genommen und das Arbeitsstück mit frei be weglichem Werkzeug und Kopierstift unter Verwendung des Storchschnabels fertigbe- arbeitet.
Soll die Maschine nur als Senkrechtfräs maschine benützt werden, so sind nach Fest legen der Werkzeugspindel durch den ange brachten Halter 69 lediglich die beiden Tische 75 und 83 voneinander zu entkuppeln und nötigenfalls der Kopierstift 49 zu entfernen, wodurch dann alle für eine Senkrechtfräs maschine notwendigen Elemente gegeben sind;
der Axialvorschub des Werkzeuges wird dabei entweder ebenfalls mittels des Handgriffes 57 oder (nach Festlegen des Senkrechtschlittens 25 durch bekannte und deshalb nacht besonders gezeigte Mittel) durch Aufwärtsbewegen des Arbeitstisches 75 bewirkt.
Der Halter 69 könnte statt mit dem Senk rechtschlitten 25 auch unmittelbar mit dem Maschinenständer 11 verbunden werden, wobei er ortsfest wäre, wodurch dann der Senkrechtschlitten und damit das Werkzeug lager sm Raume festgelegt wären. Sollte in diesem Falle eine Einstellmöglichkeit des Werkzeuglagers längs seiner Achse er sein, so könnte entweder der An satz 65 der Werkzeuglagerfassung 37 im Halter 69 oder das Werkzeuglager 39 in sei- ner Fassung 37 axial verstellbar ausgeführt werden.