CH217680A - Verfahren zum Entchromen von Chromlederabfällen. - Google Patents

Verfahren zum Entchromen von Chromlederabfällen.

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CH217680A
CH217680A CH217680DA CH217680A CH 217680 A CH217680 A CH 217680A CH 217680D A CH217680D A CH 217680DA CH 217680 A CH217680 A CH 217680A
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chrome
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Eloed Egon Dr Prof
Schachowskoy Theodor
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Eloed Egon Dr Prof
Schachowskoy Theodor
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09HPREPARATION OF GLUE OR GELATINE
    • C09H1/00Pretreatment of collagen-containing raw materials for the manufacture of glue
    • C09H1/04Pretreatment of collagen-containing raw materials for the manufacture of glue of hides, hoofs, or leather scrap

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description


  <B>Verfahren zum</B>     Entehromen   <B>von</B>     Chromlederabfällen.       Das Hauptpatent bezieht sich auf das       Entchromen    von     Chromlederabfällen,    das  heisst Abfällen von bereits zugerichtetem       Chromleder,    wie     Schuhlederabfällen        bezw.     gebrauchten Lederwaren. Das     Entchromen     wird dadurch vorgenommen, dass     das    Alt  leder mehrmals abwechselnd mit Kalk und  Säure nacheinander behandelt     und    zwischen  diesen Behandlungen au     sgewasehen    wird.

   Die  ,erhaltenen     entchromten    Lederabfälle können  Ruf     wertvolle    Eiweissprodukte, z. B.     Gela-          tirneleim,    verarbeitet werden.  



  Die so erhaltenen     Gelatineleime    sind zwar  je nachdem, ob ,sie     aus.        braunen.    oder  schwarzen Lederabfällen hergestellt werden,  dunkelbraun bis schwarz gefärbt, sind aber  in bezug auf ihre andern Eigenschaften den  üblichen Hautleimen ebenbürtig und in       bezug    auf Klebkraft vielfach sogar überlegen.  



  Das Verfahren ist aber     wirtschaftlich    er  heblich dadurch belastet, dass man im all  gemeinen die abwechselnde Behandlung mit  Kalk und Säure und das Auswaschen mit    Wasser zwischen diesen Behandlungen min  destens dreimal, vielfach noch     wesentlich     häufiger wiederholen muss.  



  Bei Versuchen, durch Anwendung von       Bleichmitteln    nach dem     -\Terfahren    des  Hauptpatentes zu helleren Leimen zu gelan  gen,     wurde    , nun gefunden, dass. man :die  abwechselnde Behandlung von     Altleder-          abfällen    und Auswaschen zwischen diesen  Behandlungen     wesentlich        abkürzen:    kann,  wenn man bei einer oder mehreren     Kalk-          und/oder    Säurebehandlungen     Bleichmittel          zusetzt.     



       Bei.Mitverwendung    von     Bleichmitteln    ge  nügt schon     eine    zweimalige abwechselnde  Behandlung mit Kalk     und    Säure, um Pro  dukte zu gewinnen, die sofort verkocht wer  den können. Hierbei führt das Verfahren der       Anmeldung    zu Leimen, die mehr oder  weniger aufgehellt und in ihren übrigen  Eigenschaften,     insbesondere        Viskosität    und  Klebekraft nicht ungünstig verändert sind.

        Es können reduzierende     Bleichmittel,    wie  schweflige Säure,     Natriumbisulfit    oder     Na-          triumhydrosulfit    verwendet werden.     Bessere          Ergebnisse    wurden     jedoch    mit oxydierenden       Bleichmitteln.,    wie Superoxyden oder Per  salzen.

       Wasserstoffsuperoxyd,        Permanganat,     Chlorkalk,     Hypochlorit,    Chlor oder Ozon       erreicht.    Die     Bleichmittel    werden je nach  ihrer Natur in dem Medium zur Anwendung       gebracht,    in dem sie ihre Wirkung zu ent  falten vermögen, beispielsweise schweflige  Säure bei der Kalkbehandlung,     Wasserstoff-          superoxyd    ebenfalls in der Kalkbehandlung,       Kaliumpermanganat    sowohl in der Kalk  behandlung,     als    auch bei der Säurebehand  lung.

   Bei Anwendung von     Kaliumperman-          ganat    ist es     empfehlenswert,    um den abge  schiedenen Braunstein zu entfernen, mit       schwefliger    Säure     nachzubehandeln.     



  Die Bleichmittel können bei einer Be  handlung oder auch bei mehreren     Kalk-          und/oder    Säurebehandlungen verwendet wer  den. Selbstverständlich kann man auch  mehrere verschiedene Bleichmittel bei den  einzelnen Behandlungen zur Anwendung  bringen.  



  Es wurde weiterhin gefunden., dass man  besonders gute Ergebnisse dadurch erzielen  kann, dass man die in geschilderter Weise  behandelten Lederabfälle nach der letzten       Säurebehandlung    noch mit Bleichmitteln  allein     behandelt.    Auch bei dieser Behandlung  kann man sowohl reduzierende     Bleichmittel,     wie schweflige Säure, als auch oxydierende  Bleichmittel, insbesondere Chlorgas oder       Chlorwasser        verwenden.            Beispiele:

       1. 500 g schwarze     Chromlederschnitzel     werden mit 150 g Kalk in Form einer 6     %    ixen  Kalkmilch     unter    Zusatz von 80 g     käuflicher          Natriumhypochloritbleichlauge    einige Tage  wie üblich behandelt, dann     ausgewaschen,    mit  Salzsäure zwei Stunden     unter    Bewegung an  gesäuert, gut     ausgewaschen,    wieder mit Kalk  und Bleichlauge unter den genannten     Be-          dingungen.    behandelt,     ausgewaschen,    wieder    gesäuert und gewaschen.

       Die        Entchromung     der     Lederabfälle        ist    nach dieser zweimaligen       Behandlung    so weit     fortgeschritten,    dass man  die     entchromten    Abfälle direkt in üblicher  Weise verkochen kann. Man     erhält    einen  dunkelgrauen Leim. der     gegebenenfalls        unter     Zusatz von 1     o        Titanweiss    noch     weiter    auf  gehellt werden kann.  



  2. 500 g schwarze     Chromlederschnitzel     werden abwechselnd mit 150 g Kalk, 10 g       Natriumsuperoxyd    und der     entsprechenden     Menge Wasser und mit     Salzsäure,    wie im  Beispiel 1     geschildert,    behandelt und da  zwischen ausgewaschen. Nach zweimaligem       abwechselndem        Kälken    und Säuern und     Aus-          waschen    zwischen diesen Behandlungen kön  nen die     Lederabfälle    verkocht werden, wobei  ein     dunkelgrüner    Leim     erhalten    wird.  



       ä.    400 g schwarze     Chromlederschnitzel     werden zweimal abwechselnd mit 150 g Kalk,  20 g Chlorkalk und der     entsprechenden     Menge     Wasser    und     Salzsäure    behandelt und  dazwischen     ausgewaschen    und das     erhaltene          entchromte    Produkt wird verkocht.  



  4. 500 g schwarze     Chromlederschnitzel     werden mit 150 g Kalk in Form einer 6     %igen     Kalkmilch einige Tage wie üblich behandelt,  dann ausgewaschen. Mit     Salzsäure    zwei  Stunden lang     unter    Bewegung und gleich  zeitigem Einleiten von Chlorgas     gesäuert          bezw.    gebleicht, gut     ausgewaschen    und  wieder mit Kalkmilch, dann     mit    Salzsäure  und Chlorgas behandelt.

   Die     Entehromung     der Lederabfälle     ist    nach     dieser    zweimaligen  Behandlung soweit     fortgeschritten,    dass man  die     entehromten    Abfälle     direkt    in üblicher       Weise        verkochen    kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Entchromen von Chrom lederabfällen durch mehrmals abwechselnde Behandlung des Altledermaterials mit Kalk und Säure und Auswaschen zwischen diesen Behandlungen, nach Patentanspruch des Hauptpatentes, dadurch gekennzeichnet, daB man mindestens einem Behandlungsbad Bleichmittel zusetzt. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, @dass man oxydierende Bleichmittel zusetzt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man anschliessend an die ,hetzte Behandlung mit Säuren noch mals mit Bleichmitteln, ohne weitere Zusätze, behandelt.
CH217680D 1939-08-21 1940-07-22 Verfahren zum Entchromen von Chromlederabfällen. CH217680A (de)

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CH216947T 1940-07-22

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