DE931690C - Verfahren zum Bleichen von Holzschliff und anderem mechanisch erzeugtem Fasermaterial - Google Patents

Verfahren zum Bleichen von Holzschliff und anderem mechanisch erzeugtem Fasermaterial

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DE931690C
DE931690C DED3810D DED0003810D DE931690C DE 931690 C DE931690 C DE 931690C DE D3810 D DED3810 D DE D3810D DE D0003810 D DED0003810 D DE D0003810D DE 931690 C DE931690 C DE 931690C
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DE
Germany
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wood pulp
bleaching
fiber material
produced fiber
mechanically produced
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DED3810D
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English (en)
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Wilhelm Dipl-Ing Gaertner
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Evonik Operations GmbH
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Degussa GmbH
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C9/00After-treatment of cellulose pulp, e.g. of wood pulp, or cotton linters ; Treatment of dilute or dewatered pulp or process improvement taking place after obtaining the raw cellulosic material and not provided for elsewhere
    • D21C9/10Bleaching ; Apparatus therefor
    • D21C9/16Bleaching ; Apparatus therefor with per compounds
    • D21C9/163Bleaching ; Apparatus therefor with per compounds with peroxides
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C9/00After-treatment of cellulose pulp, e.g. of wood pulp, or cotton linters ; Treatment of dilute or dewatered pulp or process improvement taking place after obtaining the raw cellulosic material and not provided for elsewhere
    • D21C9/10Bleaching ; Apparatus therefor
    • D21C9/12Bleaching ; Apparatus therefor with halogens or halogen-containing compounds
    • D21C9/14Bleaching ; Apparatus therefor with halogens or halogen-containing compounds with ClO2 or chlorites
    • D21C9/144Bleaching ; Apparatus therefor with halogens or halogen-containing compounds with ClO2 or chlorites with ClO2/Cl2 and other bleaching agents in a multistage process

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

  • Verfahren zum Bleichen von Holzschliff und anderem mechanisch erzeugtem Fasermaterial Holzschliff und anderes mechanisch erzeugtes Fasermaterial 'kann man bekanntlich mit den gebräuchlichen oxydativen Bleichmitteln, wie Chlor in Form von Alkali- oder Erdal:kalihypochlorit oder auch in elementarer Form als Gas oder Chlorwasser, nicht bleichen. Durch Be'han.dlung mit den genannten Bleichmitteln tritt vielmehr je nach der Menge der angewandten Chemikalie eine mehr oder weniger .starqke Gelb- bis Braunfärbung der behandelten Materialien ein. Auch bei Verwendung von Chlordioxyd oder Natriumchlorit treten solche Schäden ein.
  • Die genannten Stoffe werden .deshalb nur im ungebleich;ten Zustand verarbeitet, was den Nachteil hat, daß dem Weßegrad holzhaltiger Papiere Grenzen gesetzt sind. Man hat versucht, diesen Nachteil durch eine beschränkte Aufhellung des Schliffs mit Reduktionsmitteln zu beseitigen., indem man schweflige Säure; Alkali-Erd,alk ,alii-Sulfite oder -Bisulfite sowie Hydrosulfite verwendet. Es tritt durch die Zugabe dieser Reduktionsmittel zwar eine Aufhelslung des Stoffs ein, die jedoch infolge langsamer Oxydation; durch Luftsauerstoff mit der Zeit wieder verschwindet. Es handelt sich @somit bei diesem Red.uktionsbleichverfahren um keinen technisch, brauchbaren Bleichprozeß. Weitere Nachteile dieser Arbeitsweiise sind sehr starke Geruchsbelästigungen und Korrosionen.
  • Ein weiterer Nachteil ist der, daß die Reduktionsmittel außerdem nicht beständig sind, sondern sich unter Abgabe von schwefliger Säure zersetzen. Den Weißegrad kann man nicht in beliebiger Weise durch Veränderung der Reaktionsbedingungen oder Erhöhung der Zugabe verändern, Durch die Zugabe von Reduktionsmitteln tritt zwar eine gewisse Aufhellung des Bleichgutes ein, die sich aber auch durch noch so große Anstrengungen nicht mehr weiter steigern l:äßt.
  • Es ist zwar bereits bekannt, Holzschliff mit Hilfe von Wasserstoffsuperoxyd oder solchen abgebender Perverbindungen in. alkalischem Medium vorzunehmen. Bekanntlich schlägt jedoch der Farbton von Holzschliff, wenn dieser alkalisch gemacht wird, in einen gelblichen bis bräunlichen Ton um, der, wie sich gezeigt 'hat, nur unter Aufwand einer erheblichen Menge von, Peroxydsauerstoff in alkalischer Lösung ausbleichen läßt. Außerdem ist es. bei dieser bekannten Bleich: methoide nötig, im Anschluß an den Bleichprozeß das in dem Bleichgut enthaltene freie Alkali durch nachträgliches AbsäueT.n unwirksam zu machen, weil andernfalls ein, ins, Gewicht fallender Bleicheffekt kaum erzielbar ist.
  • Das erfindungs@gemäßeBleic'hverighren für Holzschliff oder anderes mechanisch erzeugtes Fasermaterdal mit Wasserstoffsuperoxyd oder solches abgebenden Perverbindungen unterscheidet sich dadurch von der vorbekannten Arbeitsweise, daß die Bleiche bei einem pH-Wert von 7 oder weniger erfolgt. Bei der Verwendung von alkalisch! reagierenden Perverbindungen, beispielsweise von Natri:umsuperoxy d, Natriumperborat oder Percarbonat, ist es daher erforderlich, das in diesen Verbindungen enthaltene freie Alkali durch Zugabe von, Säuren zu binden. Bei dem erfindungsmäßigen Arbeitsverfahren tritt, weil dabei im neutralen oder sehwach sauren. Gebiet gearbeitet wird, ein Umschlagen des Farbtones des Holzschliffbreies nicht ein. Zur Erzielung eines guten Bleicheffekts .isst also ein wesentlich geringerer Aufwand an Peroxydsauerstoff erforderlich als bei den vorbekannten alkalischen Bleichmethoden. Außerdem erübrigt sich ein besonderer Absäuerungsprozeß des Bleichgutes. im Anschluß an den Bleichvorgang.
  • Die Zugabe des. Wasserstoffsuperoxyds geschieht beispielsweise bei der Bleiche von Holzschliff am zweckmäßigsten in der gleichen Weise, wie bisher bei .der Reduktionsbleiche die Zugabe der Reduktionsmittel gehandhabt wurde. Man läßt beim Aufrollen des Holzstoffs. das Wasserstoffsuperoxyd oder andere Perverbindungen, die Wasserstoffsuperoxyd in wäßriger Lösung bilden, dem Stoff langsam zutropfen oder zerstäubt die Lösungen. mittels. Düsen, um eine sehr gute Verteilung derselben in dem Bleichgut zu bekommen. Hierbei .stellt man den pH-Wert dieser Lösungen schon vorher so ein., daß der Bleichprozeß bei einem pH-Wert von 7 oder weniger stattfindet: Die Bleichmittel. wendet man in Form ihrer verdünnten wäßrngen Lösungen an. Der Verdünnungsgrad hängt von dem gewünschten Bleicheffekt ab und kann bei Verwendung von 4o-volu-mprozentigem Wasserstoffsuperoxyd vorteil:haft etwa innerhalb :der Grenzen i : io bis i : 50 liegen. Da nach der Zugabe der neutral oder sehwach sauer reagierenden. Bleichmittelläsungen keine besonderen Reaktionsbedingungen zu beachten. sind, sind besondere Nachbehandlungsmaßnahmen .des Bleichgutes im Anschluß an den Bleichvorgang überflüssig, und es ist lediglich erforderlich, das Bleichgut für die Zeit der Reaktion zu lagern. Diese Reaktionszeit isst von dem erstrebten Wenßegrad - bzw. dem Aufwand an Wasserstoffsuperoxyd abhängig. Eine Verdünn nun,g der Bleichflüse igkent vor Beendigung .des Bleichprozesses durch Zugabe von Wasser ist nicht günstig, vielmehr ist es im allgemeinen zweckmä:fig, die Bleiche bei möglichst hoher Stoffdichte, z. B. einer solchen von io °/a oder mehr, vorzunehmen. Die obere Grenze der zulässigen Stoffdichte ist lediglich von der zur Verfügung stehenden Entwässerungsmaschine abhängig. Sie liegt unter den gegenwärtigen Verhältnissen bei etwa 50 %.
  • Durch das folgende Beispiel wird das erfindungsmäßige Verfahren näher erläutert: Holzschliff wird auf der Rollapparatur der Entwässerungsmaschine mit -0,5 °/o Wasserstoffsuperoxyd, bezogen auf absolut trockenen Holzschliff, in Form einer wäßrigen Lösung des 'handelsüb:lichen 4o°/öigen Produkts in einer Verdünnung von i : 2o bei einem pH-Wert von 6 gleichmäßig besprüht. Der so. behandelte Holzschliff kommt bei einer Temperatur von 25 bis 3o° auf Lager. Nach etwa 24 Stunden ist der Bleichprozeß unter Verbrauch des. Wasserstoffsuperoxyds beendet. Man erhält ein Bleichgut von hohem. Weißegrad, ,das seine Weiße auch auf die Dauer unverändert behält.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Bleiehen von Holzschliff und anderem mec'hanisc'h erzeugtem Fasermaterial mit Wasserstoffsuperoxyd oder solches abgebenden Perverbindungen, .dadurch gekennzeichnet, daß die Bleiehe bei einem pH-Wert von. 7 oder niedriger erfolgt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß der Bleichprozeß bei Stoffdichten von io °/o und höher vorgenommen wird. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 191 766; USA.-Patentsehriften Nr. 1644 447, 2 187 o16, 2 199 376, 2 29o 6oi.
DED3810D 1942-12-24 1942-12-24 Verfahren zum Bleichen von Holzschliff und anderem mechanisch erzeugtem Fasermaterial Expired DE931690C (de)

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