CH211751A - Nach dem Frequenzänderungsverfahren arbeitende Fernmess-Empfangsanordnung. - Google Patents
Nach dem Frequenzänderungsverfahren arbeitende Fernmess-Empfangsanordnung.Info
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Description
Nach dem Frequenzänderungsverfahren arbeitende Fernmess-Empfangsanordnung. In der Fernmesstechnik wurden bisher am weitestgehenden diejenigen Fernmessver- fahren verwendet, bei denen am Sender eine Einrichtung zur Übertragung von Winkel- stellungen verwendet wird.
Um bei diesen Fernmessverfahren die Messgrösse über bereits für andere Zwecke benutzte Leitungen über tragen zu können, wurde vorgeschlagen, den beweglichen Teil des Geberinstrumentes mit einem Drehkondensator zu verbinden, der einen Teil eines Schwingungskreises bildet. Mit Hilfe dieser änderbaren und einer zwei ten festen Frequenz wurde eine über einen Übertragungskanal dem Empfangsort zuge leitete Schwebefrequenz erzeugt, wobei am Empfangsort ein Messinstrument nach Art eines Frequenzmessers vorgesehen ist.
Dieses Verfahren hat jedoch den Nachteil, dass bei ihm die Differenz zweier Hochfrequenzen ge bildet werden muss und da.ss eine geringe Ver- aimmung eine der beiden Frequenzen, bei- spiels -eie durch Einwirkung von Tempera tureinflüssen, auf die Schwingkreise sehr be- träebtliche Fehler der Differenzfrequenz zur Folge haben kann. Nachteilig ist ausserdem noch der grosse Materialaufwand, da für den Sender zwei hochwertige Röhrenoszillatoren vorgesehen werden müssen.
Bai einem andern Verfahren wird un mittelbar die in Abhängigkeit von der Mess- grösse geänderte Frequenz eines Frequenz bandes von beispielsweise 35-60 Hz dem Empfangsinstrument zugeführt. Ein derar tiges Verfahren hat wiederum den Nachteil, dass die Skala des Empfangsinstrumentes nicht voll ausgenützt werden kann.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich aus eine nach dem Frequenzänderungsver- fahren arbeitende Fernmess-Emp.fangsanord- nung, bei - der erfindungsgemäss die vor stehend erwähnten Übelstände dadurch ver mieden werden,
dass die von der Messgrösse abhängige Sendefrequenz eines bestimmten zur Verfügung stehenden Frequenzbandes durch eine Impulsumformereinrichtung in einen proportionalen Gleichstrom umgewan delt und dieser Gleichstrom einem Gleich strominstrument zugeführt wird und dass auf das Drehsystem des Gleichstrominstrumentes ein einem vorgeschriebenen Frequenzwert des Frequenzbandes proportionales Gegendreh moment einwirkt.
Dieses Gegendrehniomeni- kann entweder von einer auf das Drehsystem des Gleichstrominstrumentes einwirkenden Rückzugfeder oder von einer dritten an der gleichen Spannung wie die andern Wichlun- gen liegenden Wicklung eines Kreuzspul- instrumentes hervorgerufen werden.
Zur Summen- bezw. Differenzbildung mehrerer Messgrössen können die einzelnen Empfangsanordnungen an die Leitungen des Gleichstrominstrumentes angeschlossen wer den, wobei das Gegendrehmoment eine der Anzahl der Empfangsanordnungen entspre chende Grösse aufweist. Für die Fernmessung von Lieferungs- und Bezugsgrössen kann das Gegendrehmoment auf eine mittlere Fre quenz des Frequenzbandes abgestimmt und der Nullpunkt der Skala des Gleichstrom instrumentes in die Mitte verlegt werden.
Zweckmässigerweise kann die Impulsumfor- mereinrichtung nach einem der bekannten Energie-ITmladeverfahren arbeiten.
In der Zeichnung ist ein Ausführnngs- beispiel der Erfindung dargestellt.
Der Zeiger 1 des Messinstrumentes ? ist mit dem drehbaren Teil eines Drehkonden sators 3 gekuppelt, zu dem ein zweiter Kon densator 4 parallel. liegt. Diese Kondensa toren 3, 4 bilden nun über einen Aufwärts transformator 5 nlit einer Induktivität 6 und einer Röhre 7 eine Dreipunl;t-SchwingI#i-eis- schaltung. Im Ausgangskreis dieser Schal- fung liegt ein mit. einem LTbertragernetz 8 verbundener Ausgangstransformator 9.
Die Anordnung arbeitet zweckmässig innerhalb eines Frequenzbereiches von ?50-350 Hz. Aus L-nterlagerungsgründen auf Telefon leitungen kann natürlich der Frequenz bereich auch etwas anders geartet sein, bei spielsweise die Frequenzen ?00-300 oder 200-250 Hz umfassen.
An der Empfangsstelle befindet sich ein Eingangstransformator<B>10,</B> der mit einer nach dem bekannten Kondensator-Umlade- verfahren arbeitenden, zwei Ent:ladun.gs- röhren 11, 12 und einen Messkondensator 13 aufweisenden Impulsumforniereinrichtung <B>11</B> verbunden ist.
Die Ausgangsleitungen dieser L mformereinriehtung 14 sind an die Leitun gen 15,<B>10</B> eines Gleichstrominstrumentes 17 <B>-</B> es n- n Das Gleielistroniinstrument 1.7 ist zwecks Erzielung einer Spanniiiigsunabhängigkeit ein Ki-euzspulinstruinent, das die beiden nor malen 'N#@'ieklung <B>18,</B> 19 und eine dritte W ickhing ?0 enthält.
Diese dritte Wicklung ;#0 erzeugt ein im vorliegenden Fall dem un tern Frequenzwert 250 Hz proportionales CTegendi@ehinoment. Die Wcklung 19 ist noch von einem ALisgle ichkondensa.tor 21 überbrückt.
Die Anordnung arbeitet nun derart. dass jeweils die Kapazität des Kondensators 3 in Abhängigkeit von der vom Gleichstrom- instrument ? gemessenen Grösse geändert wird. Dabei kann dieser Kondensator 3 in seinen Dimensionen klein gehalten werden, da erstens dieser über einen Aufwärtstrans formator 5 mit der Induktivität ss gekup pelt ist und zweitens mit einer verhältnis mässig hoben Frequenz gearbeitet wird. Das elektrostatische Drehmoment ist- demnach sehr klein.
Es wird entweder im 141essinsti-ii- ment ? mit eingeeicht oder bei der Dimen- s-ionierung der Riickzugfedei@ berücksichtigt.
Der in Abh-Iingigkeit von der Messgrösse in seiner Frequenz geänderte Wechselstrom wird über den Ausgangstransformator 9 dem Leitungsnetz 8 und dem Einga.ngstransfor- mator 10 der ITniformereinrichtung 14 zu geführt, die die TTinformung des ankommen den Z\ eehselstromes in einen Gleiebstrom bewirkt, dessen Energie-uvei-t der jeweiligen Frequenz des M'echselstronles entspricht.
Ob- tvolil diese Art der Energieumformung an sich bekannt ist. sei noch kurz erwähnt, dass der Auflade-Kondensatorstrom über die Entladungsi ölire 11 dem Gleichstrominstru ment 17 zugefiihr-t wird, während der Ent- lade-Kondensatorstrom sieh über die Entla dungsröhre 12 entlädt.
Bei Verwendung eines normalen Kreuz- spiilinstrumentes würde dessen @Tullpunl@i- ungefälir ini letzien Drittel der Skala liegen. CTin den '.\'ullpunl@t an den Skalenanfang ver- legen und die Instrumentenskala normal aus nützen zu können, wirkt auf das Gleich strominstrument 17 ein der Frequenz 250 proportionales Gegendrehmoment, das, wie bereits erwähnt, von der dritten Wicklung ?0 hervorgerufen wird.
Man kann selbstver ständlich auf eine dritte Wicklung verzich ten, wenn die Wicklung 19 mit, einer An zapfung versehen wird.
Die Summierung mehrerer Messwerte kann dadurch erreicht werden, dass sämtliche Empfängeranordnungen mit den Leitungen 15, 16 des Gleichstrominstrumentes 17 ver bunden werden. Die Empfängeranordnungen sind dann alle parallel zueinander geschal tet. Dabei ist es natürlich notwendig, dass das Gegendrehmoment entsprechend der An zahl der zu summierenden Messgrössen ver grössert wird.
Bei Verwendung der Emp fangsanordnung für die Fernmessung von Lieferungs- und Bezugsmessgrössen, heispiels- weise von Leistungen wechselnder Energie richtung wird ein normales Gleichstrom instrument verwendet, dessen Nullpunkt in der Mitte liegt, wobei das zusätzliche Drehmoment auf eine mittlere Frequenz des Frequenzbandes abzustimmen ist. Der Zeiger des Gleichstrominstrumentes gibt dann bei Energielieferung und Energiebezug jeweils die Differenz zwischen dem Haupt- und dem Gegendrehmoment an.
Es sei noch erwähnt, dass bei der Emp fangsanordnung die Verwendung von Gleich strominstrumenten sehr kleiner Trägheit möglich ist, so dass deren Einstellung auf die fernübertragene Messgrösse sehr rasch er folgt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Nach. dem Frequenzänderungsverfahren arbeitende Fernmess - Empfangsanordnung, (la.durch gekennzeichnet, dass die von der Messgrösse abhängige Sendefrequenz eines bestimmten zur Verfügung stehenden Fre- quenzbandes durch eine Impulsumformer einrichtung in einen proportionalen Gleich strom umgewandelt und dieser Gleichstrom einem Gleichstrominstrument zugeführt wird und da,ss auf das Drehsystem des Gleich- Strominstrumentes ein einem vorgeschrie benen Frequenzwert des Frequenzbandes pro portionales Gegendrehmoment einwirkt. UNTERANSPRÜCHE: 1. Empfangsanordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegen drehmoment von einer auf das Dreh system des Gleichstrominstrumentes ein wirkenden Rückzugfeder ,erzeugt wird. ?. Empfangsanordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass. das Gegen drehmoment von einer dritten, an der gleichen Spannung wie die andern Wick lungen liegenden Wicklung eines Kreuz spulinstrumentes hervorgerufen wird.Empfangsanordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegen drehmoment durch eine mit der Span nungsquelle verbundene Anzapfung an einer der beiden Wicklungen eines Kreuz spulinstrumentes hervorgerufen wird. 4. Empfangsanordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Sum men- bezw. Differenzbildung mehrerer Messgrössen die einzelnen Empfangsanord nungen an die Leitungen der Gleichstrom instrumente angeschlossen sind und dass das Gegendrehmoment eine der Anzahl der Empfangsanordnungen entsprechende Grösse aufweist. 5.Empfangsanordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass für die Fermessung von Lieferungs- und Be- zugsmessgrössen das Gegendrehmoment auf eine mittlere Frequenz des Frequenz bandes abgestimmt ist und der Nullpunkt der Skala des Gleichstrominstrumentes in der Mitte liegt. 6. Empfangsanordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Impuls umformereinrichtung nach einem Energie Umladeverfahren arbeitet. 7.Empfangsanordnung nach Unteranspruch 6, gekennzeichnet durch eine mit Konden satoren ausgerüstete Impulsumformerein- richtung.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH211751D CH211751A (de) | 1939-10-19 | 1939-10-19 | Nach dem Frequenzänderungsverfahren arbeitende Fernmess-Empfangsanordnung. |
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