CH205490A - Gerät zum Erfassen von ausser Armreichweite liegenden Gegenständen. - Google Patents
Gerät zum Erfassen von ausser Armreichweite liegenden Gegenständen.Info
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B25—HAND TOOLS; PORTABLE POWER-DRIVEN TOOLS; MANIPULATORS
- B25J—MANIPULATORS; CHAMBERS PROVIDED WITH MANIPULATION DEVICES
- B25J1/00—Manipulators positioned in space by hand
- B25J1/04—Manipulators positioned in space by hand rigid, e.g. shelf-reachers
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Description
Gerät zum Erfassen von ausser Armreichweite liegenden Gegenständen. Gegenstand der Erfindung ist ein Gerät zum Erfassen von ausser Armreichweite liegen den Gegenständen. Das Gerät findet vorteil haft überall dort Anwendung, wo Gegen stände, z. B. Flaschen, Dosen und ähnliche Behälter, auf Gestellen aller Art, hochliegen den Wandbrettern, Aufsätzen oder dergleichen zwecks Lagerung, abgestellt sind. In all die sen Fällen waren bisher Leitern, Stiegen und ähnliche Hilfsmittel unentbehrlich, um die hochgelagerten Gegenstände von ihren Plätzen holen zu können. Dies ist nicht nur zeit raubend und umständlich, sondern auch, ins besondere in Lebensmittelgeschäften, wo häu fig Waren offen zur Schau gestellt sind, un hygienisch.
Häufig besitzen die Lagergestelle pultartige Vorbauten, auf welchen gleichfalls Ware aufgelegt ist. Beim Besteigen einer an das Lagergestell angelehnten Leiter wird es meist vorkommen, dass der die Leiter Be steigende mit seinen Schuhen, den Sprossen folgend, in unmittelbare Nähe dieser Waren gelangt; selbst bei grösster und peinlichster Reinlichkeit ist es hierbei kaum zu vermeiden, dass auf den Sprossen oder auf den Schuhen befindliche Schmutzteilchen Iosgescheuert wer den und auf die darunter liegende Ware fallen. Nicht zuletzt sei auch darauf hin gewiesen, dass das Besteigen von Leitern und ähnlichen Steigeinrichtungen in Handelsge schäften in Gegenwart der Kunden nicht ge rade ästhetisch wirkt.
E1.11 diese von der Praxis längst als Nach teile übelster Art erkannten Fehler vermeidet die Anwendung des erfindungsgemässen Ge rätes, welches durch eine an dem einen Ende eines stabförmigen Körpers befestigte, durch .Saugkraft zur Wirkung kommende Halte einrichtung und eine an dem andern Ende des stabförmigen Körpers angeordnete, zur Ausserkraftsetzung dieser Halteeinrichtung dienende Organe gekennzeichnet ist. Das mit den erfindungsgemässen Merkmalen ausge stattete Gerät ist in seiner Bedienung einfach und verlässlich wirkend.
In der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel des erfindungsgemässen Gerätes in vereinfachter Form, und zwar in Fig. 1 im Längsschnitt, dargestellt; eine Halteeinrich tung des Gerätes zeigt Fig. 2, in der in Fig. 1 gezeichneten Pfeilrichtung gesehen.
Am Ende 2 eines aus einem Rohr be stehenden, stabförmigen Körpers ist. ein T- förmiger Rohrkrümmer 3 befestigt, dessen Querstücke 4 und 5 zur Aufnahme zweier Halteeinrichtungen bestimmt sind, und zwar einer durch Saugkraft und einer durch Zangen kraft zur Wirkung kommende Halteeinrich tung. Die zangenartig wirkende Halteeinrich tung besteht im Wesen aus zwei um eine Achse 6 leicht drehbaren Bogenstücken 7 und 8, deren das Zangenmaul bildende Teilstücke vorteilhaft Gummiüberzüge 9 tragen. Die andern Teile der Bogenstücke 7 und 8 sind mittels Zuggliedern 10, 11 und 12 miteinan der gelenkig verbunden. Mit den Gelenk bolzen 13 sind Knöpfe 14 starr in Verbin dung.
Der Zweck dieser Knöpfe 14 und der Gummiüberzüge 9 wird an anderer Stelle er läutert. Die zweite Halteeinrichtung besteht aus einem aus Gummi hergestellten Saug napf 15, der mittels seines Flansches 16 und einer Überwurfmutter 17 am Ende des Quer stückes 4 befestigt ist. In der Längsachse des Saugnapfes 15 ist eine Bohrung 18 mit einem Kugelventil 19 vorgesehen. Im Rohr 1 sind zwei Bowdenzüge 20 und 21 vorgesehen, von welchen der eine, 20, zur Betätigungs vorrichtung am andern Ende 22 des Rohres 1 führt. Diese Vorrichtung wird durch einen um die Achse 23 drehbaren Hebel 24 dar gestellt. Zwecks Vermeidung einer raschen Abnützung des Bowdenzuges 20 kann sein Ende in einer kreisförmigen Einbuchtung des Bedienungshebels 24 kugelgelenkartig ge lagert sein.
Zur Lagerung der Achse 23 dient eine am Rohr 1 oder dem Handgriff 25 be festigte Schelle 26. Der Bowdenzug 20 ist durch das Rohr 1 durch eine im Zugglied 10 der Haltezange vorgesehene Bohrung 27 ge führt und endet in einem Nippel 28. Der Bowdenzug 21 wird vom Bowdenzug 20 be wegt. Zu diesem Zweck ist zum Beispiel am Bowdenzug 20 ein rohrförmiger Mitnehmer 29 befestigt, welcher den Bowdenzug 21 um greift und welcher auf einen Nippel 30 am Bowdenzug 21 bei Abwärtsbewegung des Bowdenzuges 20 anschlägt. Das andere Ende des Bowdenzuges 21 ist mit dem Kugelventil 19 in Verbindung.
Die Rückführung beider Bowdenzüge in ihre Ausgangsstellung erfolgt durch den Druck der Federn 31 und 32, welche sich auf das Zugglied 10 beziehungs weise das Kugelventil 19 und auf von Splin ten 33 gehaltene Scheiben 34 abstützen.
Für die Entnahme von Flaschen und ähn lichen Behältern von Gestellen wird die Haltezange benützt. Durch Bewegung des Hebels 24 in der Richtung des Pfeils 35 wird der Bowdenzug 20 gespannt, die Federkraft 31 überwunden und somit die Haltezange geöffnet. Der Hals der vom Lagergestell zu entfernenden Flasche wird nun zwischen die geöffneten Bogenstücke 7 und 8 gebracht und sodann der Bedienungshebel losgelassen. Der Druck der Feder 31 löst eine Schliessbewe gung aus, wobei die Gummiüberzüge 9 ein festes und gleitsicheres Umklammern des Flaschenhalses bewirken. Die Lösung der Flasche aus der Umklammerung der Halte zange kann auch unabhängig vom Bowden zug 20 mit Hilfe der beiden Knöpfe 14 er folgen, indem sie durch den Druck zweier Finger gegeneinander bewegt werden.
Die Zugglieder 10, 11, 12 werden sich hierbei entsprechend verschieben können, nachdem der Bowdenzug 20, wie bereits früher er wähnt, mit dein Zugglied 10 nicht fix ver bunden ist; das durch die Bogenstücke 7 und 8 gebildete Zangenmaut wird hierbei geöffnet und der Flaschenhals freigegeben. Das Ab stellen einer Flasche oder dergleichen auf dem Gestell erfolgt in umgekehrter Reihen folge der beschriebenen Handgriffe. Zur Ent nahme von Dosen und ähnlichen Behältern von Gestellen oder dergleichen dient die an dere, durch Saugkraft zur Wirkung kommende Halteeinrichtung. Der Saugnapf 15 wird auf die Dose aufgesetzt und auf dieselbe nieder gedrückt. Hierdurch wird das im Hohlraum 36 des Saugnapfes befindliche Luftvolumen verdrängt. Beim Heben des Gerätes nimmt der Saugnapf 15 seine ursprüngliche Form an.
Infolge der nun auftretenden Saugwirkung wird die Dose festgehalten. Zur Lösung der Dose vom Saugnapf 15 wird das Kugelventil 19 gehoben, was zum Beispiel durch Betäti gung des Bowdenzuges 21 über die Kuppel einrichtung 29, 30 bei gleichzeitigem Über winden der Federkraft 32 bewerkstelligt wird. Durch die Bohrung 18 wird Luft in den Hohl raum 36 des Saugnapfes 15 einströmen und das Vakuum zerstören. Die Haftwirkung zwi schen dem Saugnapf 15 und der Dose wird in diesem Augenblick aufgehoben, die Dose kann also abgenommen werden.
Der Erfindungsgegenstand kann in mannig fachen anderen Ausführungsformen gebracht werden, wobei seine konstruktive Ausbildung lediglich von dem Verwendungszweck ab hängig ist. Beispielsweise können mehr als ein durch Saugkraft zur Wirkung kommende Halteeinrichtungen vorgesehen sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Gerät zum Erfassen von ausser Armreich weite liegenden Gegenständen, gekennzeich net durch eine an dem einen Ende eines stabförmigen Körpers befestigte, durch Saug kraft zur Wirkung kommende Halteeinrich tung und durch eine an dem andern Ende des stabförmigen Körpers angeordnete, zur Betätigung der Halteeinrichtung dienende Vor richtung. UNTERANSPRüCHE: 1.Gerät nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass ausser der im Patent anspruch genannten Halteeinrichtung am gleichen Ende des stabförmigen Körpers mindestens eine weitere Halteeinrichtung und am andern Ende des stabförmigen Körpers eine einzige zur Betätigung aller Halteeinrichtungen dienende Vorrichtung vorgesehen sind. 2. Gerät nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an einem Rohr (1) ein T-förmiger Rohr krümmer (3) befestigt ist, dessen Quer stücke (4, 5) zur Aufnahme der Halte einrichtungen bestimmt sind. 3.Gerät nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Halteeinrichtungen um eine Achse (6) drehbare Bogenstücke (7, 8) aufweist, deren das Zangenmaul bildende Teilstücke mit Gummiüberzügen (9) ausgestattet und deren andere Teilstücke durch Zugglieder (10, 11, 12) miteinander verbunden sind. 4. Gerät nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Halteeinrichtungen als Saugnapf (15) ausgebildet ist, dessen Flansch (16) von einer am Querstück (4) aufschraubbaren Überwurfmutter (17) ge halten wird. 5.Gerät nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 4, gekennzeichnet durch eine in der Richtung der Längsachse des Saugnapfes (15) verlaufende Bohrung (18), deren eine Mündung von einem Kugel ventil (19) beeinflusst ist. Gerät nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1, 4 und 5, dadurch ge kennzeichnet, dass die Halteeinrichtungen in einer Stellung von Druckfedern (31, 32) gehalten und in die andere Stellung durch Betätigung eines in der Nähe des Rohrendes (22) angeordneten, um eine Achse (23) drehbaren, mit einem Bowden zug (20) in Verbindung stehenden Hebels (24) gebracht"werden können.Gerät nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1, 4 bis 6, dadurch ge kennzeichnet, dass der Bedienungshebel (24) zwecks Vermeidung einer übermässi gen Abnützung des Bowdenzuges (20) an der Verbindungsstelle mit demselben eine kreisförmige Einbuchtung aufweist, in welcher das Bowdenzugende kugelgelenk- artig gelagert ist. B. Gerät nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1, 4, 6, dadurch gekenn zeichnet, dass der mit dem Hebel (24) in Verbindung stehende Bowdenzug (20) über eine Kupplungseinrichtung einen zweiten Bowdenzug (21) betätigt, der mit dem Kugelventil (19) zusammenwirkt. 9.Gerät nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1, 4 bis 6 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungsein- richtung als am Bowdenzug (20) befestig ter rohrförmiger Mitnehmer (29) ausge bildet ist, der den zweiten Bowdenzug (21) umgreift und auf einen an dessen Ende befestigten Nippel (30) anschlägt. 10. Gerät nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1 und 3, dadurch gekenn zeichnet, dass die die Drehung zwischen den Zuggliedern (11, 12) und den Bogen- stücken (7, 8) vermittelnden Achsen (13) mit Knöpfen (14) in starrer Verbindung stehen, welche eine Betätigung der Haltezange unabhängig von dem Bowden zug (20) ermöglicht.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT205490X | 1937-10-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH205490A true CH205490A (de) | 1939-06-30 |
Family
ID=3669596
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH205490D CH205490A (de) | 1937-10-28 | 1938-10-11 | Gerät zum Erfassen von ausser Armreichweite liegenden Gegenständen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH205490A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2572560A1 (fr) * | 1981-08-12 | 1986-05-02 | Spofa Vereinigte Pharma Werke | Unite de traduction de mouvement notamment destinee a des manipulateurs, robots industriels et protheses |
-
1938
- 1938-10-11 CH CH205490D patent/CH205490A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2572560A1 (fr) * | 1981-08-12 | 1986-05-02 | Spofa Vereinigte Pharma Werke | Unite de traduction de mouvement notamment destinee a des manipulateurs, robots industriels et protheses |
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