Rohrabzweigstück.
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Die <SEP> Erfindung <SEP> bezieht <SEP> sich <SEP> auf <SEP> Rohrab zweigstücke <SEP> und <SEP> hat <SEP> den <SEP> Zweck, <SEP> das <SEP> Mantel rohr <SEP> an <SEP> der <SEP> Durchdringungsstelle <SEP> des <SEP> an schliessenden <SEP> Abzweigstückes <SEP> in <SEP> einfacher
<tb> und <SEP> betriebssicherer <SEP> Weise <SEP> zu <SEP> verstärken.
<tb> Bei <SEP> Rohrleitungen, <SEP> insbesondere <SEP> bei <SEP> sol chen <SEP> mit <SEP> grösserem <SEP> lichten <SEP> Durchmesser <SEP> und
<tb> schräg <SEP> liegenden <SEP> Stutzen, <SEP> wird <SEP> an <SEP> Abzweig stellen <SEP> das <SEP> Mantelrohr <SEP> bei <SEP> der <SEP> Durchdrin gungsstelle <SEP> des <SEP> anschliessenden <SEP> Stutzens <SEP> sehr
<tb> stark <SEP> geschwächt.
<SEP> Ist <SEP> nun <SEP> der <SEP> Innendruck <SEP> der
<tb> Rohrleitung <SEP> ziemlich <SEP> hoch, <SEP> so <SEP> bedarf <SEP> es <SEP> be sonderer <SEP> Versteifungen <SEP> an <SEP> der <SEP> Abzweigstelle,
<tb> da <SEP> dort <SEP> bei <SEP> schräg <SEP> liegendem <SEP> Stutzen <SEP> und
<tb> einem <SEP> Durchmesserverhältnis <SEP> von <SEP> Stutzen <SEP> zu
<tb> Mantel <SEP> = <SEP> 1 <SEP> :
<SEP> 1 <SEP> die <SEP> Tragfähigkeit <SEP> auf <SEP> etwa
<tb> 10 <SEP> % <SEP> des <SEP> vollen <SEP> Rohres <SEP> zurückgeht.
<tb> Bei <SEP> Abzweigstücken <SEP> mit <SEP> kleinerer <SEP> Licht weite <SEP> kann <SEP> die <SEP> Tragfähigkeit <SEP> des <SEP> Mantel rohres <SEP> einfach <SEP> durch <SEP> Vergrösserung <SEP> der
<tb> Wandstärke <SEP> erhöht <SEP> werden. <SEP> Bei <SEP> Rohrleitun gen <SEP> mit <SEP> grösserem <SEP> lichten <SEP> Durchmesser, <SEP> z.
<SEP> B.
<tb> 2 <SEP> m <SEP> und <SEP> mehr, <SEP> und <SEP> höherem <SEP> Innendruck <SEP> ist
<tb> eine <SEP> Vergrösserung <SEP> der <SEP> Wandstärke <SEP> aus <SEP> wirt-
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schaftlichen <SEP> Gründen <SEP> nicht <SEP> mehr <SEP> ohne <SEP> weite res <SEP> durchführbar.
<tb> Bei <SEP> Gussrohren <SEP> und <SEP> -Abzweigstücken <SEP> ver suchte <SEP> man <SEP> dadurch <SEP> Abhilfe <SEP> zu <SEP> schaffen,
<tb> dass <SEP> die <SEP> Wandstärken <SEP> vergrössert <SEP> und <SEP> um <SEP> den
<tb> ganzen <SEP> Stutzen <SEP> Verstärkungsrippen <SEP> angeord net <SEP> wurden,
<SEP> was <SEP> natürlich <SEP> eine <SEP> wesentliche
<tb> Verteuerung <SEP> solcher <SEP> Abzweigstücke <SEP> ergab.
<tb> Auch <SEP> genietete <SEP> und <SEP> geschweisste <SEP> Abzweig stücke <SEP> hat <SEP> man <SEP> bei <SEP> grösseren <SEP> Lichtweiten <SEP> und
<tb> höheren <SEP> Innendrücken <SEP> mit <SEP> Verstärkungsrip pen <SEP> versehen;
<SEP> dabei <SEP> ist <SEP> aber <SEP> der <SEP> Aufwand <SEP> an
<tb> Werkstoff <SEP> und <SEP> Löhnen <SEP> bei <SEP> den <SEP> verhältnis mässig <SEP> langen <SEP> Nähten <SEP> sehr <SEP> gross, <SEP> so <SEP> dass <SEP> auch
<tb> diese <SEP> Ausführung <SEP> unwirtschaftlich <SEP> ist.
<tb> Andere <SEP> bekannte <SEP> Konstruktionen <SEP> suchen
<tb> die <SEP> grosse <SEP> Materialanhäufung <SEP> bei <SEP> Rohrab zweigstücken <SEP> dadurch <SEP> zu <SEP> vermeiden, <SEP> dass <SEP> sie
<tb> über <SEP> dem <SEP> Bereich <SEP> der <SEP> Abzweigung <SEP> eine <SEP> Hohl kugel <SEP> anordnen, <SEP> die <SEP> den <SEP> Innendruck <SEP> aufzu nehmen <SEP> hat, <SEP> während <SEP> die <SEP> Rohre <SEP> selbst <SEP> sehr
<tb> dünn <SEP> gehalten <SEP> werden <SEP> können.
<SEP> Bei <SEP> dieser
<tb> Ausführung <SEP> muss <SEP> die <SEP> den <SEP> Abzweigstutzen
<tb> umschliessende <SEP> Hohlkugel <SEP> etwa <SEP> den <SEP> drei-
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fachen <SEP> Durchmesser <SEP> des <SEP> Rohres <SEP> erhalten, <SEP> so
<tb> dass <SEP> aus <SEP> Raumgründen <SEP> und <SEP> wegen <SEP> der <SEP> über mässigen <SEP> Verteuerung <SEP> diese <SEP> Lösung <SEP> bei <SEP> gro ssen <SEP> Rohrlichtweiten <SEP> sehr <SEP> schwer <SEP> durchführ bar <SEP> ist. <SEP> Ausserdem <SEP> ist <SEP> es <SEP> noch <SEP> bekannt, <SEP> Stahl bolzen <SEP> als <SEP> Zu--übertragungsmittel <SEP> an <SEP> der
<tb> Durchdringungsstelle <SEP> anzubringen.
<SEP> Dadurch
<tb> treten <SEP> aber <SEP> grosse <SEP> Spannungsanhäufungen <SEP> an
<tb> den <SEP> Verbindungsstellen <SEP> auf <SEP> und <SEP> auch <SEP> die
<tb> Wasserführung <SEP> wird <SEP> in <SEP> ungünstiger <SEP> Weise
<tb> beeinflusst.
<tb> Gemäss <SEP> der <SEP> Erfindung <SEP> ist <SEP> an <SEP> der <SEP> Durch dringungsstelle <SEP> von <SEP> Mantel <SEP> und <SEP> Abzweigrohr
<tb> wenigstens <SEP> ein <SEP> Steg <SEP> im <SEP> Mantelrohr <SEP> angeord net, <SEP> der <SEP> die <SEP> Festigkeit <SEP> gegen <SEP> Innendruck
<tb> dieses <SEP> Rohres <SEP> ganz <SEP> wesentlich <SEP> erhöht.
<SEP> Zur
<tb> Vermeidung <SEP> von <SEP> Strahlablösungen <SEP> und <SEP> Kavi tation <SEP> können <SEP> diese <SEP> Stege <SEP> mit <SEP> Leitkörpern
<tb> versehen <SEP> sein, <SEP> die <SEP> neben <SEP> der <SEP> Wasserführung
<tb> auch <SEP> eine <SEP> zusätzliche <SEP> Versteifung <SEP> derselben
<tb> ergeben, <SEP> so <SEP> dass <SEP> die <SEP> Zug- <SEP> und <SEP> Biegungsbean spruchungen <SEP> an <SEP> der <SEP> Durchdringungsstelle
<tb> von <SEP> demselben <SEP> zum <SEP> grossen <SEP> Teil <SEP> übernommen
<tb> werden <SEP> und <SEP> eine <SEP> wesentliche <SEP> Entlastung <SEP> des
<tb> Mantelrohres, <SEP> sowie <SEP> eine <SEP> gleichmässigere
<tb> Spannungsverteilung <SEP> längs <SEP> der <SEP> Durchdrin gungslinien <SEP> herbeigeführt <SEP> wird.
<SEP> Für <SEP> die <SEP> Aus bildung <SEP> des <SEP> oder <SEP> der <SEP> Stege <SEP> ist <SEP> überdies <SEP> kein
<tb> zusätzlicher <SEP> Werkstoff <SEP> nötig <SEP> wie <SEP> zum <SEP> Bei spiel <SEP> für <SEP> die <SEP> seither <SEP> gebräuchlichen <SEP> ganz <SEP> uni
<tb> das <SEP> Abzweigstüek <SEP> herumlaufenden <SEP> Verstär kungsrippen, <SEP> da <SEP> beim <SEP> Aufschneiden <SEP> des <SEP> Man telrohres <SEP> an <SEP> der <SEP> Durchdringungsstelle <SEP> gemäss
<tb> der <SEP> Erfindung <SEP> die <SEP> Stege <SEP> stehen <SEP> gelassen <SEP> wor den <SEP> sind.
<tb> Auch <SEP> in <SEP> hydraulischer <SEP> Hinsicht <SEP> bieten
<tb> die <SEP> Leitwände <SEP> des <SEP> Steges <SEP> bedeutende <SEP> Vor teile.
<SEP> Die <SEP> Wasserführung <SEP> geht <SEP> nicht <SEP> mehr
<tb> über <SEP> die <SEP> ganze <SEP> Durchdringungsfläclie <SEP> ver loren <SEP> und <SEP> es <SEP> können <SEP> sich <SEP> keine <SEP> starken <SEP> Wir bel <SEP> mehr <SEP> ausbilden.
<tb> In <SEP> der <SEP> Zeichnung <SEP> ist <SEP> ein <SEP> Ausführungs beispiel <SEP> der <SEP> Erfindung <SEP> schematisch <SEP> darge stellt, <SEP> und <SEP> zwar <SEP> zeigt:
<tb> Fig. <SEP> 1 <SEP> einen <SEP> Längsschnitt <SEP> durch <SEP> das <SEP> Ab zweigstück <SEP> und
<tb> Fig. <SEP> 2 <SEP> einen <SEP> Querschnitt <SEP> nach <SEP> der <SEP> Linie
<tb> <I>x-y</I> <SEP> in <SEP> Pfeilrichtung <SEP> gesehen.
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Der <SEP> Ausschnitt <SEP> a3 <SEP> im <SEP> Mantelrohr <SEP> A <SEP> wird
<tb> durch <SEP> zwei <SEP> Stege <SEP> <I>a, <SEP> az,</I> <SEP> überbrückt. <SEP> Diese
<tb> Stege <SEP> tragen <SEP> ihrerseits <SEP> die <SEP> Leitkörper <SEP> C. <SEP> D.,
<tb> mit <SEP> denen <SEP> sie <SEP> Leitkörper <SEP> von <SEP> annähernd <SEP> drei eckförmigem <SEP> Querschnitt <SEP> bilden, <SEP> wobei <SEP> eine
<tb> Kante <SEP> in <SEP> der <SEP> Strömungsrichtung <SEP> vorsteht <SEP> und
<tb> dadurch <SEP> die <SEP> Strahlablösung <SEP> und <SEP> Kavitation
<tb> des <SEP> zwischen <SEP> den <SEP> Stegen <SEP> durchfliessenden
<tb> Wassers <SEP> verhindert. <SEP> Auf <SEP> diese <SEP> Weise <SEP> erhält
<tb> das <SEP> nach <SEP> dem <SEP> Abzweigrohr <SEP> B <SEP> fliessende <SEP> Was ser <SEP> eine <SEP> genügende <SEP> Führung.
<SEP> Die <SEP> Stege <SEP> sind
<tb> im <SEP> Abzweigrohr <SEP> quer <SEP> zur <SEP> Strömungsrichtung
<tb> angeordnet.