DE3137792C2 - Hausanschluß-Gasleitung aus Stahl mit einer Umhüllung aus Polyethylen - Google Patents
Hausanschluß-Gasleitung aus Stahl mit einer Umhüllung aus PolyethylenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Hausanschluß-Gasleitung aus Polyethylen, welche mittels eines Anschlußstückes mit einer Gasrohrleitung aus Stahl längskraftschlüssig verbunden ist, die ihrerseits in einem feuerfesten Schutzrohr beabstandet verläuft, wobei die Gasrohrleitung aus Stahl hausinnenseitig eine Stahlschutzkappe aufweist, die mit dem eingemauerten feuerfesten Schutzrohr befestigt ist. Als Verbindungsmuffe ist ein aus Polyethylen ausgebildetes Anschlußstück an einem Anschlußende mit dem Ende des Polyethylenrohres verschweißt und an seinem anderen Anschlußende mit dem metallischen Gasrohr verbunden. Die Stahlschutzkappe ist als Ausziehsicherung der Stahl-Gaszuleitung ausgebildet, wobei zwischen dem Stahlrohr der Gaszuleitung bzw. seiner Polyethylenummantelung und dem koaxial verlaufenden feuerfesten Schutzrohr ein Stützelement zur Aufnahme von Vertikalkräften angeordnet ist. Die Stahlschutzkappe ist entweder mit dem Stahlrohr verschweißt oder es ist auf dem Stahlrohr ein Stahlring als Anschlag für die Stahlschutzkappe aufgeschweißt.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Hausanschluß-Gasleitung aus Stahl mit einer Umhüllung aus Polyethylen, die in einem eingemauerten, koaxial verlaufenden Schutzrohr beabstandet gehalten ist, wobei die Gasleitung hausinnenseitig eine an dem Schutzrohr befestigte und als Ausziehsicherung des Stahlrohres der Gasleitung ausgebildete Stahlschutzkappe aufweist und hausaußenseitig mit einem längskraftschlüssigen Verbindungselement zum Polyethylenrohr versehen ist sowie zwischen dem Stahlrohr der Gasleitung bzw. seiner Umhüllung und dem Schutzrohr eine Rollringdichtung angeordnet ist.
- Eine Hausanschluß-Gasleitung der eingangs aufgeführten Art geht beispielsweise aus der DE-PS 26 44 599 hervor. Bei dieser bekannten Ausführungsform befindet sich das Gasrohr aus Stahl innerhalb eines eingemauerten Schutzrohres bzw. eines Faserzementrohres nach DIN 19 800. Mit dem Gasrohr aus Stahl ist eine Schutzkappe verschweißt, in die sich das Faserzementrohr erstreckt, wobei dessen Ende mit der Schutzkappe verklebt ist. Auf diese Weise wird der zwischen dem Gasrohr und dem eingemauerten Faserzementrohr sich bildende Raum kellerseitig abgedichtet. Die Abdichtung dieses Raumes in Richtung des Verbindungselementes bzw. des Anschlußstückes erfolgt mit Hilfe einer Rollringdichtung, welche aus einem gummielastischen Material hergestellt ist. Werden Biege- und Zugspannungen durch äußere Kräfte, beispielsweise Bagger, auf die Hausanschluß-Gasleitung übertragen, so können sich durch die vorhandenen Rollringe Biegekräfte ausbilden, da das in der Asbestummantelung befindliche Stahlrohr sich als Knickpunkt um die Rollringe bewegen kann. Auf diese Weise können bei derartigen Fremdeinwirkungen die außenwirkenden Kräfte auf die Hausinstallation übertragen werden, wodurch Beschädigungen auftreten können. So haben Versuche gezeigt, daß eine flexible Lagerung der Gasrohrleitung durch das Hausmauerwerk insbesondere dann nachteilig ist, wenn ein mechanischer Angriff außerhalb des Mauerbereichs an der Hauszuleitung erfolgt, da sich in einem solchen Fall die Biegespannung, wie oben ausgeführt, auf die Hausinstallation übertragen.
- Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, Maßnahmen vorzuschlagen, um bei einer feuersicheren Hauseinführungskombination eine Ausziehsicherung zu gewährleisten, derart, daß eine Übertragung von Biegespannung auf die Hausinstallation vermieden wird.
- Die Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß bei der eingangs aufgeführten Hausanschlußgasleitung zwischen dem Stahlrohr der Gasleitung bzw. seiner Umhüllung und dem Schutzrohr zusätzlich zur Rollringdichtung ein im Bereich der Hauswand angeordnetes Stützelement zur Aufnahme von Vertikalkräften vorgesehen ist.
- Nach der Erfindung besteht das Stützelement aus Metall und ist vorzugsweise als Stützring ausgebildet.
- Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist die Stahlschutzkappe mit dem Stahlrohr verschweißt. Hierduch ergibt sich eine Drehsicherung, wobei jedoch aufgrund der Tatsache, daß die Isolierung des Stahlrohres für den Schweißvorgang zu entfernen ist, eine korrosionsgefährdete Stelle in der Nähe der Stahlkappe vorhanden ist.
- Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird daher auf dem Stahlrohr ein Stahlring als Anschlag für die Stahlschutzkappe angeschweißt. Über dem Stahlring befindet sich in vorteilhafter Weise ein Schrumpfschlauch als Polyethylen als Korrosionsschutz, so daß bei dieser Ausführungsform der Erfindung der oben aufgeführte Nachteil vermieden wird.
- Das feuerfeste Schutzrohr besteht vorzugsweise aus Faserzement.
- Durch die Maßnahmen der Erfindung werden die durch Fremdeinwirkungen auftretenden Biege- und Zugkräfte vor Erreichen der Inneninstallation abgebaut bzw. in das relativ stabile Mauerwerk geleitet, so daß in jedem Fall eine Beschädigung der Hausinstallation vermieden wird.
- Die Erfindung wird anhand der Zeichnungen näher erläutert. Hierbei zeigt
- Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine Hausanschluß-Gasleitung einer Ausführungsform der Erfindung und
- Fig. 2 einen Längsschnitt durch eine Hausanschluß-Gasleitung einer weiteren Ausführungsform der Erfindung.
- In Fig. 1 bezeichnet 1 das Stahlrohr der Hausanschlußleitung, das im Mauerbereich von einer Polyethylenummantelung 2 umgeben ist. Hausinnenseitig ist die Hausanschluß-Gasleitung in der praktischen Ausführung mit einer Reinigungsverschraubung 3 versehen, so daß von dort aus ein Reinigungsvorgang sowie Meßvorgänge durchgeführt werden können. Das Gasrohr 1 aus Stahl befindet sich innerhalb eines eingemauerten Schutzrohres bzw. eines Faserzementrohres 4 nach DIN 19 800. Mit dem Gasrohr 1 aus Stahl ist in der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform eine Schutzkappe 5 verschweißt, in die sich das eingemauerte Faserzementrohr 4 erstreckt, wobei dessen Ende mit der Schutzkappe 5 verklebt ist. Auf diese Weise wird der sich zwischen dem Gasrohr 1 und dem eingemauerten Faserzementrohr 4 bildende Raum kellerseitig abgedichtet. Zur weiteren Abdichtung dieses Raumes in Richtung des Verbindungselementes bzw. eines Anschlußstückes 15 ist eine Rollringdichtung 6 aus einem gummielastischen Material zwischen dem Faserzementrohr 4 und dem Stahlring 1 bzw. seiner Polyethylenummantelung 2 angeordnet. Zur Aufnahme von Vertikalkräften ist zwischen dem Stahlrohr 1 der Gaszuleitung bzw. seiner Polyethylenummantelung 2 und dem koaxial verlaufenden feuerfesten Faserzementrohr 4 ein Stützelement 10 angeordnet. Dieses Stützelement ist als Stützring ausgebildet und besteht aus einem metallischen Werkstoff.
- Die Muffe 15, welche nicht Gegenstand der Erfindung ist, stellt eine Übergangsverschraubung dar, mittels der es möglich ist, ein HDPE-Rohr mit einem Stahlrohr längskraftschlüssig zu verbinden.
- Die mit dem gasführenden Stahlrohr 1 verschweißte Stahlschutzkappe 5 sichert die Hausinstallation gegen Zugkräfte, während das Stützelement 10 zwischen dem Faserzementrohr 4 und dem Stahlrohr 1 bzw. der Polyethylenummantelung 2 zur Aufnahme der Biegemomente dient, so daß dadurch eine ausreichende Sicherung gegen von außen wirkende Vertikalkräfte vorhanden ist. Greift beispielsweise ein Bagger an der außen liegenden Hauszuleitung an und erfaßt diese, so werden keine Vertikalkräfte auf das Stahlrohr 1 übertragen, sondern werden üben den Stützring 10 in das Mauerwerk 16 geleitet. Der Stützring 10 sitzt in dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 auf der Polyethylenummantelung 2 und umschließt diese bündig. Desgleichen ist der Stützring 10 innerhalb des Faserzementrohres 4 mit diesem bündig verbunden. Der Stützring 10 besteht vorzugsweise aus einem metallischen Werkstoff.
- Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 befindet sich hausinnenseitig auf dem Stahlrohr 1 ein Stahlring 7 zur Ausziehsicherung, welcher mit dem Stahlrohr verscheißt ist. Das zu dem Stahlrohr 1 koaxial angeordnete Faserzementrohr 4 ist an seiner Hausinnenseite mit der Stahlschutzkappe 5 verklebt, welche gegen den Stahlring 7 als Anschlag anliegt. Zur Korrosionssicherung ist der Stahlring 7 von einem Polyethylen-Schrumpfschlauch umgeben. Die Befestigung des Faserzementrohres 4 innerhalb des Mauerwerks 16 erfolgt mit Hilfe von Zementmörtel 9. Die übrigen Bauelemente entsprechen vollständig der Ausführungsform nach Fig. 1, so daß sich eine weitere Beschreibung derselben erübrigt.
- Die Ausführungsform nach Fig. 2 ist zwar nicht verdrehsicher ausgebildet, da die Stahlschutzkappe 5 lediglich gegen den Stahlring 7 zur Ausziehsicherung anliegt, jedoch ermöglicht diese Ausführungsform eine korrosionsichere Anordnung des Stahlringes 7.
- Beide Ausführungsformen der Erfindung bieten eine ausreichende Ausziehsicherung mit einer Umlenkung von auftretenden Biegekräften in das Mauerwerk, so daß ein Schutz der Hausinstallation gewährleistet ist. Die Rollringdichtung 6 wirkt nunmehr lediglich als elastische Dichtung und nicht mehr als Drehpunkt, so daß keine Biegespannungen auf die Hauptinstallation übertragen werden können.
- Mit der Erfindung wird daher sichergestellt, daß auftretende Biegekräfte in jedem Fall vor Erreichen der Inneninstallation abgebaut sind bzw. in das relativ stabile Mauerwerk geleitet werden. Dieses Ergebnis wurde durch ausführliche Versuche bestätigt.
Claims (7)
1. Hausanschluß-Gasleitung aus Stahl mit einer Umhüllung aus Polyethylen, die in einem eingemauerten, koaxial verlaufenden Schutzrohr beabstandet gehalten ist, wobei die Gasleitung hausinnenseitig eine an dem Schutzroh befestigte und als Ausziehsicherung des Stahlrohres der Gasleitung ausgebildete Stahlschutzkappe aufweist und hausaußenseitig mit einem längskraftschlüssigen Verbindungselement zum Polyethylenrohr versehen ist sowie zwischen dem Stahlrohr der Gasleitung bzw. seiner Umhüllung und dem Schutzrohr eine Rollringdichtung angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Stahlrohr (1) der Gasleitung bzw. seiner Umhüllung (2) und dem Schutzrohr (4) zusätzlich zur Rollringdichtung (6) ein im Bereich der Hauswand angeordnetes Stützelement (10) zur Aufnahme von Vertikalkräften vorgesehen ist.
2. Hausanschluß-Gasleitung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützelement (10) aus Metall besteht.
3. Hausanschluß-Gasleitung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützelement (10) als Stützring ausgebildet ist.
4. Hausschluß-Gasleitung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stahlschutzkappe (5) mit dem Stahlrohr (1) verschweißt ist.
5. Hausanschluß-Gasleitung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Stahrohr (1) ein Stahlring (7) als Anschlag für die Stahlschutzkappe (5) angeschweißt ist.
6. Hausanschluß-Gasleitung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß sich über dem Stahlring (7) ein Schrumpfschlauch aus Polyehtylen als Korrisionsschutz befindet.
7. Hausanschluß-Gasleitung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Schutzrohr (4) feuerfest ausgebildet ist und aus Faserzement besteht.
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Also Published As
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