CH201670A - Mikrowaage. - Google Patents
Mikrowaage.Info
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- G01G—WEIGHING
- G01G1/00—Weighing apparatus involving the use of a counterweight or other counterbalancing mass
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Description
bTikrowaage. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Mikrowaage mit einem auf einem Kipplager drehbar gelagerten, zweiarmigen Wiegehebel, der einerseits einen in einen über einer Messskala liegenden Zeiger aus mündenden Lastarm, an welchem eine Waag schale aufgehängt ist, und anderseits einen Gegengewichtsarm besitzt, welch letzterer mit dem Lastarm einen stumpfen Winkel einschliesst, das Ganze derart,
dass bei einer durch die Gravitation der Last erfolgenden Abwärtsverschwenkung des Lastarmes um das Kipplager der Gegengewichtsarm eine solche Verschwenkung erfährt, dass sich der Abstand zwischen dem Schwerpunkt des Ge- gengewichtsa.rmes und der durch das Kipp lager verlaufenden Senkrechten vergrössert.
In der' Zeichnung sind zwei mögliche Ausführungsformen des Erfindungsgegen standes resp. eines Teils desselben beispiels weise dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 eine Ansicht der Mikrowaage nach dem ersten Ausführungsbeispiel, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II in Fig. 1, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 1 und Fig. 4 eine Teilansicht der Mikrowaage nach dem zweiten Ausführungsbeispiel.
In dem Beispiel nach Fig. 1 bis 3 be zeichnet 1 die Schneide eines Schneidelagers. 2 bezeichnet einen Lastarm aus dünnem Hartaluminiumblech von etwa 0,08 mm Stärke, welcher an seinem dem Kipplager abgekehrten Ende in einen Zeiger 2a aus mündet.
Damit,der Lastarm trotz der gerin- gen Blechstärke die erforderliche Steifheit aufweist, ist er im U-förmig bezw. winkelförmig ausgebildet, wie dies Fig. 2 und 3 erkennen lässt.
Unter dem 7,ei- ger 2a ist eine der Charakteristik der Waage entsprechend. geeichte Messsskala 3 angeord net. Dieselbe ist zweckmässig auf einer ober flächig polierten Platte aus -einer nicht oxy dierenden Aluminiumlegierung, z. B. aus Silumin, vorhanden, so dass sog. @Spiegelab- lesung der Skala ermöglicht ist.
Mit 4 ist ein Gegengewi.chtsarm bezeichnet, welcher mittels Nieten 5 mit dem Lastarm ? verbun den ist. Der Gegengewichtsarm 4 schliesst mit dem Lastarm 2 einen stumpfen Winkel a ein, welcher in dem gezeichneten Beispiel etwas mehr als 135 Grad beträgt. Mit 6 sind zwei auf einem Gewinde 4a des Oregenge- wic1itsarmes 4 laufende, als Gewichte die nende Muttern bezeichnet, von denen die eine als Kontermutter dient.
Im Bereiche der Schneide 1 weist der Gegen;äe ieht=arm 4 eine rechteckige Aussparung 4b auf, mit deren einer Kante der zweiarmige Wiege hebel 2, 4 auf .der Schneide 1 aufliegt.
An der Stelle, an der der Lastarm 2 in den Zeiger 2a, übergeht, ist an beispielsweise aus Platin bestehenden Drähten 7 eine Waag- schale 8 aufgehängt. Diese besteht aus einem gegen Säure möglichst widerstandsfähigen Material, z.
B. aus Gold, Kupfer oder nicht rostendem ;Stahl usw. S-chnei@dela.ger 1 und die die Messska,la 3 tragende Platte sind an einem als Ständer dienenden Brett, welches in der Gebrauchslage der Waage eine senk rechte Stellung einnimmt, befestigt.
Die Handhabung und Wirkungsweise der vorstehend beschriebenen Mikrowaage ist fol gernde: Im unbelasteten Zustand befinden sich die einzelnen Teile der Waage in der in Fig. 1 strichpunktiert gezeichneten Lage. Der Zeiger -)ca weist dabei auf den Nullstrich der Skala., auf welche Stellung der Zeiger mittels der verstellbaren Muttern 6 bequem einreguliert werden kann.
Wird nun die Waagschale S belastet, so bewegt sich der Lastarm 2 unter dem Einfluss der Gravita: tion der Last abwärts, wobei er sieh um das Schneidelager 1 im Uhrzeigersinne dreht. Diese Dreh- bezw. Versehwenkungsbewegu g wird auch dem Gegengewichtsarm 4 mitge teilt.
Hierbei erfährt der Abstand A zwi schen dem Schwerpunkt ,S des Gegen- ewiehtsarmes und der durch das Schneide- g <B>o</B> lager 1 verlaufenden Senkrechten Y-Y eine Vergrösserung, und zwar ist letztere um so grösser, je mehr sieh der Wägea m 2 nach unten bewegt.
Diese Vergrösserung des Ab standes A bewirkt nun eine Zunahme .des der auf der MTaagsehale liegenden 31as2,e ent gegenwirkenden Drehmomentes des Gegen- gewichtsarmes, welches so lange anwächst, bis es einen Wert erreicht,
welcher dem dre henden Moment des an der Waagschale an greifenden Gewichtes entspricht. In dieser Stellung herrscht Gleichgewicht zwischen dem belasteten Lastarm einerseits und dem Gegen,gewichtsarni anderseits, wobei :der still stehende Zeiger 2a auf der Skala 3 das Ge wicht der auf der Waagschale lastenden Masse anzeigt.
In dem zweiten Ausführungebeispiel nach Fig. -1 bezeichnet wieder: ? den Lastarm, 4 den Gegengewitlitsarin mit dem Schrauben- (r 4a, > die Nieten für die Befestig raig des Lastarmes am Gegengewichtsarm und 1,
die a.ls Gewichte dienenden Muttern. Im Ge gensatz zu dem ersten Ausführungsheispiel ist hier das Kipplager nicht als sondern als Zapfenlager ausgebildet.
Zu diesem Z-,vecke weisen Lastarm und Ge- gengewichtsarm eine Bohrung auf, in welche ein Drehzapfen 9 ragt.
Dieser Zapfen kann samt dem Träger der Messskala wie im erst- beschriebenen Beispiel an einem gemein samen Brett oder aber auch an einem beson deren zweckmässig .gestalteten Ständer befe- stigt sein.
Die vorstehend beschriebene Mikrowaage ist ein Wäggerät, auf dessen Skala, noch ?!i Milligramm abgelesen werden kann. Sie dient der Ermittlung kleinster Gewichte und kann so dem Forscher wertvolle Aufsehliisse geben.
Im besonderen ermöglicht sie den de monstrativen Nachweis kontinuierlicher Ge wichtsveränderungen gewisser Stoffe unter dem Einfluss von Wärme, .Säuren, athmosphä- rischer Luft usw. Dia die Waagschale aus einem gegen Säure möglichst widerstands fähigen Material besteht, ist es möglich,
alle diese Einwirkungen auf das Wäggut in der Waagschale selbst in Erscheinung treten zu lasseen. Infolge dieses vereinfachten Prozesses, der raschen Reaktion kleiner Mengen und der Möglichkeit der leichten. ununterbroche nen Ablesung eignet sich die beschriebene Mikrowaage vorzüglich für den 'Schulge- brauch, wo sie eine wichtige Lücke auszufül len berufen ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Mikrowaage, gekennzeichnet durch einen auf einem Kipplager drehbar gelagerten zweiarmigen Wiegehebel, der einerseits einen in einen über einer Messskala liegenden Zei ger ausmündenden Lastarm, an welchem eine Wa:a.gschale aufgehängt ist, und anderseits einen Gegengewichtsarm besitzt, welch letz terer mit dem Lastarm einen stumpfen Win kel einschliesst, das Ganze derart, .dass bei einer durch @die Gravitation der Last erfol genden Abwärtsverschwenkung ;des Last- armes um das Kipplager der Gegengewichts- arm eine solche Versehwenkung erfährt, dass sich der Abstand zwischen .dem Schwerpunkt des Gegengewichtsarmes und der durrch das Kipplager verlaufenden Senkrechten ver grössert. UNTERANSPRÜCHE: 1.Mikrowaage nach Patentanspruch, dadurch ,gekennzeichnet, da,B am Gegengewichts arm ein. verstellbares Gewicht angeordnet äst. 2. Mikrowaage nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass !der Gegengewichtsarm mit einem Schraubengewinde versehen ist und eine als verstellbares Gewicht @dienende Mutter aufweist.3. Mikrowaage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die unter dem Zeiger angeordnete Messskala eine glänzende Oberfläche besitzt, so dass dieselbe .Spie- gelablesung gestattet.4. Mikrowaage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, -dass Idas Kipplager als ,Schneidelager ausgebildet ist. 5.Mikrowaage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Waagschale aus einem säurebeständigen Mateinal .gefertigt ist. 6. Mikrowaage nach Patentanspruch und Un- teranspruch 5, dadumch gekennzeichnet, ,dass,die Waagschale aus Gold besteht. 7.Mikrowaage nach Patentanspruch, dadurch bekennzeiehuet, @dass der Lastarm aus Hartaluminiumblech besteht. B.Mikrowaage nach Patentanspruch,dadurch gekennzeichnet, dass die Messskala auf einer polierten Platte aus einer nicht oxy dierenden Aluminiumlegierung angebracht ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH201670T | 1938-05-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH201670A true CH201670A (de) | 1938-12-15 |
Family
ID=4442899
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH201670D CH201670A (de) | 1938-05-21 | 1938-05-21 | Mikrowaage. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH201670A (de) |
-
1938
- 1938-05-21 CH CH201670D patent/CH201670A/de unknown
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