CH201352A - Verfahren und Vorrichtung zum Ausgiessen von Lagern. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Ausgiessen von Lagern.

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CH201352A
CH201352A CH201352DA CH201352A CH 201352 A CH201352 A CH 201352A CH 201352D A CH201352D A CH 201352DA CH 201352 A CH201352 A CH 201352A
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CH
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Admos Bleibronze Dr Spring Ges
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Admos Bleibronze Dr Springorum
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D19/00Casting in, on, or around objects which form part of the product
    • B22D19/08Casting in, on, or around objects which form part of the product for building-up linings or coverings, e.g. of anti-frictional metal
    • B22D19/085Casting in, on, or around objects which form part of the product for building-up linings or coverings, e.g. of anti-frictional metal of anti-frictional metal

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Sliding-Contact Bearings (AREA)

Description


  Verfahren und     Vorrichtung    Ausgiessen von Lagern.    Gegenstand vorliegender Erfindung ist  ein Verfahren zum Ausgiessen von Lagern,       z.    B. mit Bleibronze, gemäss welchem der  Innenraum eines in die mit     Schreckringen     versehene Form eingespannten Stahlrohlings  zunächst vollständig mit Lagermetall ausge  gossen und dann das überschüssige Lager  metall durch Einführen eines Dornes nach  oben aus dem Stahlrohling     berausgepresst     wird.  



  Beim Herauspressen tritt eine Verdich  tung des     Lagermetalles    ein. Während der  Dauer des Eingiessens der Schmelze in die  Kokille findet im obern, der Luft ausgesetz  ten Teil eine Abkühlung statt, so dass die  ser Teil auf die Schmelze eine andere Ab  schreckwirkung ausübt als der untere     '.feil,     und somit das Gefüge von oben nach unten  gesehen verschiedenartig ausfällt. Durch die  Einführung des Dornes wird nun am Boden  der Kokille befindliche heisse Schmelze nach  oben aus dem Stahlrohling     herausgepresst       und heizt diesen in seinem obern Teil ent  sprechend auf.

   Durch diesen thermischen  Ausgleich wird einerseits eine einwandfreie  überall gleichmässige Bindung zwischen Stahl  rohling und Lagermetall und anderseits ein  gleichmässiges Gefüge der Schmelze erreicht.  



  Bei der Herstellung von Verbundlagern,  die innen und aussen mit Lagermetall ver  sehen sein müssen, deren Herstellung bis  anhin Schwierigkeiten bereitete, erweist es  sich von Vorteil, den Innenbelag in fallen  dem und den Aussenbelag in steigendem  Guss herzustellen, indem das Lagermetall  nur in den Innenraum des Stahlrohlings ein  gegossen wird, und dann von der Unterseite  des Innenraumes an der Aussenseite des  Stahlrohlings in die Höhe steigt. Dabei  wurde gefunden, dass die besten Resultate  erzielt werden, wenn die Summe der     Quer-          schnittafläche    des Innen- und des Aussenbe  lages für alle Querschnitte wenigstens grössen  ordnungsmässig gleich bleibt.

   Die Abkühlung      erfolgt in diesem Falle so gleichmässig, dass       Seigerungen    nicht auftreten und das Lager  metall sowohl auf der Innen- als auch auf  der Aussenseite eine     durchaus    einwandfreie       Beschaffenheit    erhält.  



  In der Zeichnung ist die Durchführung  des Verfahrens gemäss der Erfindung sche  matisch an zwei Beispielen dargestellt, und  zwar zeigen       Fig.    1 einen     achsialen    Schnitt durch ein  nur innen ausgegossenes Lager mit verhält  nismässig grossen Bunden während seiner  Herstellung und       Fig.    2 einen     achsialen    Schnitt durch ein  innen und aussen umgossenes Lager während  seiner Herstellung.  



  Die verwendeten Kokillen, die selbstver  ständlich der Form des Stahlrohlings und  dem     Gussverfahren    angepasst sind, sind als  bekannt nicht dargestellt.  



  In     Fig.    1 der Zeichnung stellt 1 den  Stahlrohling, 2 das Lagermetall und 3 den  Dorn, mit welchem der     Überschuss    des Lager  metalles aus dem Stahlrohling 1     herausge-          presst    wurde, dar.     1VIit    4 ist der Bund des  Lagers bezeichnet. 5 sind die     Schreckringe,     die in die Form eingelegt werden. Nun darf  aber Bleibronze nicht mit unbearbeitetem  Eisen in Verbindung kommen, da sich sonst  an diesen Stellen Blasen bilden. Die Schreck  ringe müssen deshalb bei Verwendung dieser  Legierung in die Sandplatte der Form ein  gelegt und mit einer nur zirka 1 mm dicken  Sandlage überdeckt werden, die dem Ein  giessen des     Lagermetalles    standhält.

   Diese  Sandlage schützt die Bleibronze vor Berüh  rung mit dem Eisen der     Schreckringe,    ohne  die angestrebte gleichmässige Abkühlung  des     Lagermetalles    im Stahlrohling zu beein  trächtigen. Auf diese Weise lassen sieh  vollkommen einwandfreie Verbundlager auch  mit abnormal starken Bunden herstellen.  Wird zum Herauspressen des überschüssigen       Lagermetalles    ein Dorn mit scharfen Kanten  an der einzupressenden Fläche     (unten)    ange  wendet, so treten     Wirbelungen    in der  Schmelze auf, die die Qualität der Ausklei  dung merklich verschlechtern.

   Auch dann,    wenn Dorne mit abgerundeten Kanten, bei  welchen der Radius der Abrundung zu gross  ist, verwendet werden, kann im untern Teil  des Stahlrohlings zu viel Lagermetall vor  handen sein, und dadurch können     Seigerun-          gen    in den äussern Schichten verursacht  werden, die naturgemäss, weil qualitätsver  mindernd, unerwünscht sind. Es wurde nun  gefunden, dass einwandfreie Güsse erzielt  werden, wenn die Abrundung der Kauten  des Dornes in einem bestimmten Verhältnis  zum Radius des Bundes steht.

   Dieses Ver  hältnis beträgt für Bunde normaler Abmes  sung:       Bundradius:    unterm Dornradius     (Ru)    wie  1 1-1,5 und       Bundradius    :     oberm    Dornradius     (Ro)    wie  1 1,5-2.  



  In     Fig.    2 ist 1 wiederum der Stahlroh  ling, 2 das auf dessen Aussen- und Innen  seite vorhandene Lagermetall und 3 der  Dorn zum Herauspressen des überschüssigen       Lagermetalles.    Mit 6 ist die Kokille ange  deutet.  



  Es ergibt sich aus der Darstellung, dass  das Lagermetall im Innenraum des Stahl  rohlings von oben nach unten an Stärke zu  nimmt, während es auf der Aussenseite von  unten nach oben dicker wird. Es kommt da  durch zu dem Ergebnis, dass die Metallmenge  grössenordnungsmässig in allen Querschnitten  des Lagers gleich ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum Ausgiessen von Lagern, insbesondere mit Bleibronze, dadurch gekenn zeichnet, dass der Innenraum eines in die mit Schreckringen versehene Form einge spannten Stahlrohlings zunächst vollständig mit Lagermetall ausgegossen und dann das überschüssige Lagermetall durch Einführen eines Dornes nach oben aus dem Stahlroh ling herausgepresst wird. UNTERANSPRttCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Stahlrohling auch aussenseitig mit Lagermetall umgossen wird, wobei das Lagermetall nur in den Innenraum des Stahlrohlings eingegossen wird und auf der Aussenseite desselben von unten nach oben steigt, so dass der Innenbelag im fallenden und der Aussen belag im steigenden Guss erzeugt wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das überschüssige Lagermetall des Innenraumes durch einen konischen Dorn ausgepresst wird, so dass ein Innenbelag entsteht, dessen Stärke von oben nach unten zunimmt, derart, dass die Stärke des Innenbelages und des Aussenbelages, dessen Stärke von unten nach oben zu- nimmt, zusammen grössenordnungsmässig über die ganze Höhe des Stahlrohlings gleich bleibt.
    PATENTANSPRUCH II: Vorrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, gekennzeich net durch eine Kokille mit eingelegten und mit Sand überdeckten Schreckringen und einem Dorn zum Herauspressen des über schüssigen Lagermetalles aus dem Innen raum des Stahlrohlings, welcher mit abge rundeten Kanten und konisch ausgebildet ist.
CH201352D 1937-01-28 1937-11-08 Verfahren und Vorrichtung zum Ausgiessen von Lagern. CH201352A (de)

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