CH201221A - Einrichtung zur Regelung der Heizwasservorlauftemperatur bei kombinierten Heizungs- und Warmwasserbereitungsanlagen mit Rücklaufbeimischung. - Google Patents
Einrichtung zur Regelung der Heizwasservorlauftemperatur bei kombinierten Heizungs- und Warmwasserbereitungsanlagen mit Rücklaufbeimischung.Info
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Description
Einrichtung zur Regelung der Reizwasservorlauftemperatur bei kombinierten Heizungs- und Warmwasserbereitungsanlagen mit Rücklaufbeimischung. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Regelung der Heiz wasservorlauftemperatur bei kombinierten Heizungs- und Warmwasserbereitungsanlagen mit Rücklauf beimischung und einem .durch eine Regulierklappe gesteuerten Vorlauf,
sowie einer Aussenfühlervorrichtung zur Be einflussung der Regelung.
Bei kombinierten Heizungs- und Warm- wasserbereitungsanlagen, das heisst Anlagen, bei welchen die Heizkörper, sowie Idas Ver- brauchswasser von einem und demselben Kessel aus beheizt werden, ist eine sogenanute Rücklaufbeimischung notwendig zur Rebga- lierung der Heizungsvorlauftemperatur.
Zn der Zeichnung zeigt: Fäg. 1 eine schematische Darstellung einer solchen Anlage .mit Rücklaufbeimis-chnmg. Hierin ist <I>a</I> der Heizkessel,<I>b</I> der Heizungs vorlauf, c der IIeizungsrüeklauf, d ein Ver- hindungsrohr zwischen Heizungsvorlauf und Heizungsrücklauf, e eine im 11eizun@gevorlauf liegende Regulierklappe,
f der Boilervorlauf und g der Boilerrücklauf.
Für .die Hochhaltung der Warmwasser temperatur des Boilers muss die Kesselwasser temperatur mindestens auf<B>60-70'</B> konstant gehalten wenden. Diese Heizwassertempera- tur ist natürlich für die Heizung in ,den Übergangszeiten zu hoch.
Hierfür kann nun der Heizungsvorlauf mittels der Klappe e ge drosselt werden, so @dass nur ein verhältnis- mässig kleiner Rohrquersehnitt frei bleibt. Das noch vom Kessel durch die Klappe in .den Heizungsvorlauf fliessende heisse Wasser miseht sich mit einem Teil des Rücklauf- wassers, welches durch das Zwischenstück d mitgerissen wird,
zu einer tieferen VorlaurF- temperatur. Je nach ,der Stellung der Klappe e kann hierbei jede beliebige Vor lauftemperatur erzielt werden.
Um nun die Klappe e nicht von Hand bedienen zu müssen, ist schon versucht wor den, dieselbe in Abhängigkeit von der Aussentemperatur zu steuern. Die bis heute bekannten Reguliervorri.cl.t.un.geil besitzen einen Aussenfühler, sowie einen Innenfühler, welche beiden Fühler mittelst einer elek trischen Apparatur derart auf die Klappe e einwirken, dass sich die Vorlauftemperatur der Heizung nach der Aussentemperatur ein stellt. Der Aussenfühler ist irgendwo im Freien, z.
B. an einer Hausmauer, befestigt, der Innenfühler im Vorlauf bin genügend grossem Abstand von der Klappe e, wo sich die Mischung des Riieklaufwassers mit dem Kesselwasser bereits vollzogen hat.
Diese Reguliersysteme haben jedoch den Nachteil, da.ss die Vorlauftemperatur nicht konstant bleibt, sondern ununterbrochen steigt und sinkt. Dies rührt daher, dass die vom Aussenfühler verursachte Bewegung der Klappe e durch .den Fühler .im Vorlauf b abgebremst werden muss, sobald die Vorlauf temperatur die der Aussentemperatur entspre ehende Hölle erreicht hat.
Da nun aber der Fühler im Vorlauf b in einer gewissen Ent fernung von :der Klappe e angebracht wer den muss, das heisst da, wo die Misellung des Rücklaufes des Kesselwassers sich bereits vollzogen hat, tritt die Rückführung bezw. das Abbremsen der Klappe e durch den Füh ler im Vorlauf b mit Verspätung ein.
Die Klappe e. ist also schon zu weit offen, wenn sie vom Innenfühler abgebremst wird, so da.ss die Temperatur im Vorlauf noch höher steigt, als .dies nach der Aussentemperatur nötig wäre. Diese Überschreitung der Temperatur bewirkt eine Rü kbewegung .der Klappe e durch den Innenfühler, so -dass die Tempe- ratur im Vorlauf wieder zu sinken beginnt.
In diesem Falle tritt nun der umgekehrte Fall ein, indem der Temperaturabfall im 'Vorlauf b sich erst mit Verspätung bemerk bar macht, was ein zu starkes Schliessen der Klappe verursacht, so dass die Temperatur im Vorlauf unter das gewünschte Mass sinkt. Das gleiche Spiel beginnt nun w=ieder voll neuem, das heisst die Klappe pendelt unauf hörlich, was natürlich einen ausgeglichenen Heizuno@sbetrieb und eine gute Zirkulation fast verunmöglicht.
Ein weiterer Nachteil .dieser Einrichtung sind die verhältnismässig teuren und kompli zierten elektrischen Apparate.
Die genannten Nachteile werden nun bei der Einrichtung zur Regelung der Heiz- wa.sservorlauftemperatur gemäss der Erfin dung dadurch behoben, dass die Regulier klappe mittels eines Elektromotors verstellt werden kann, wobei er zugleich mittels einer Kurvenscheibe. zwei I'msteuerkontakte be- tätigt, welche mit einem dritten,
unmittelbar durch das Dehnungselement der Aussen- fühlervorriclltung betätigten Kontakt derart zusammenwirken, dass durch die nur durch die Ausseiltemperiitur ausgelöste Bewegung der Regulierklappe der die Regulierklappe antreibende Motor unabhängig von der Vor- la iftemperatur selbsttätig wieder stillgesetzt wird.
Dank dieser Ausbildung wird die Vor lauftemperatur in direkter Abhängigkeit von der Aussentempera ur, also ohne Verwendung eines Innenfühler:,, geregelt. Ein Pendeln kann hierbei nicht eintreten, da die Regulier klappe sich durch ihre eigene Bewegung ganz unabhängig von der Vorlauftemperatur a,bbreinst.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs- gegeilstandes nebst einer Teilvariante ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt: Fi.g. 2 eineil sehematisehen Aufriss und Fig. 3 eine schematische Draufsicht der selben; Fig. -1 zeigt ein Temperaturdiagramm: Fig. 5 zeigt; eine Variante der Aussen fühlervorrichtung in schematischer Darstel- lung.
In Fig. 3 ist R, .das Vorlaufrohr einer kombinierten Ileizungs- und Warmwa:aser- bereitungsanlage, in welchem die Regulier klappe 1 (eingangs mit e bezeichnet) ein gebaut ist. Die Achse 2 dieser Klappe wird durch ein Vbensetzungs-Za=hnradvorgelege 3.-3' vom Motor 1M aus angetrieben.
Von der Achse 2 aus wird über ein Zahmrad- vorgelege 4-4' eine Scheibe 5 angetrieben, a.iif welcher eine Kurvenscheibe 6 befestigt ist. Am Umfang der Ku:rvenseheibe 6 liegt eine Tastschraube 8 an, welche am äussern Ende :de=s einen Armes eines zweiarmigen Tasthebels 9 befestigt ist.
Am andern Arm des Tasthebels 9 greift eine Spannfeder 7 an, welche bestrebt .ist, die Tastsehraube 8 gegen den Umfang :der Kurvens,aheibe 6 zu :drücken. Am obern Arm ,des Fühlerhebels 9 ,greift ein Lenker 10 an, dessen anderes Ende am Ende eines Kontaktaxmes 11 angelenkt ist, welcher versehwenkbar auf einem Zapfen 15 sitzt.
Dieser Kontaktarm trägt auf seiner Nabe zwei Kontaktfedern 12<I>1,</I> 12<I>r,</I> und neben :dem Kontaktarm 11 ist eine dritte Kontaktfeder 12 m verschwenkbar auf den Zapfen 15 aufgesetzt, welche mitten zwischen die beiden Kontaktfedern 12 1 und 12 r ragt.
Die Kontaktfeder 12 m ist an :der Nabe eins auf dem. Zapfen 115 .gelagerten Stellarmes 14 befestigt, welcher einen Längsschlitz hat, in welchen der Mitnehmerstift eines daneben anlf dem Zapfen 15 gelagerten Armes 1,3 hin einragt. Dieser hat am Ende eine Einstell- mutter 13 a, an welcher die Antriebsstange des Dehnungselementes 1,6 des.
Aussenfühlers 18 angreift, welcher mit ersterem durch ein Kapillarrohr 17 verbunden ist. Die Kontakte 12 1, 12 7n und 12<I>r</I> steuern :den Stromkreis des Motors M so, dass letzterer in der einen oder der andern Richtung .läuft.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung ,ist folgende: Ändert sich bei im Betrieb b.efindlieher Anlage die Aussentemperatur, so ändert sich auch das Flüesigkeits- oder Gasvolumen im Aussenfühler 16.
Beim :Steigen der Aussen temperatur zum Beispiel dehnt sich das Ele ment 1-6 aus und überträgt diese Dehnungs bewegung auf den Arm 13 bezw. Stellarm 14 und Kontakt 12 ,na. Dieser versehwenkt sich nach links und schliesst,den Motorstromkreis bei Berührung des Kontaktes 121. Der Motor läuft an und bewirkt eine Drehbewegung :der <I>Klappe 1</I> in schliessendem Sinne.
Durch :die Drehbewegung der Klappe dreht sich die Kurvenscheibe 6 im Sinne des Uhrzeigers, die Tastschraube 8 bezw. der Kontakthebel 11 wird :durch die Radiusvexgrösserung der Kurvenscheibe nach rechts bewegt, bis die nach links sieh verschwenkende Kontaktfeder 12 l sieh vom Kontakt 12 m löst.
Dadurch wird der Motorstromkreis unterbrochen, und die Klappe 1 kommt zum iStillstaud. Ein Verstellen der Klappe 1 tritt erst dann wie der ein, wenn ,die Aussentemperatur sich wie- .der geändert hat.
Die Kurve der Kurvenscheibe 6 ist natür lich so zu gestalten, dass nach jedem Ab bremsen der Klappe 1 :die Vorlauftemperatur genau diejenige Höhe :erreicht, welche ent sprechend der Aussentemperatur zur richtigen Beheizuug der Wohnräume nötig ist.
Im Diagramm (Fig.4) ist die Vorlauftemperatur kurve in Abhängigkeit von der Aussentempe- raturkurvedargestellt. Die Kurvenscheibe ist also so zu dimensionieren, dass die Vorlauf- temperatur genau der Kurve A (Fig. 4) folgt.
Sollte aus irgendeinem. Grunde diese Kurve für ein gegebenes Objekt nicht richtig sein, so kann eine Parallelverschiebung (gestrichelte Kurve B oder BI) :
erreicht werden durch Drehen der Tastsehraube 8 nach links oder rechts. Des weiteren können durch Verstellen der Einstellvorrichtung 13 a verschiedene an dere Kurven, C oder Cl, E oder E, <I>D</I> oder D, erreicht werden.
Es äst also möglich, durch Verstellung der Tastschraube 8 oder Ver- stellen :des Armes<B>13</B> die Vorlauftemperatur jedem Heizungsbedarf individuell anzu passen.
Als Aussenfühlervorrichtung könnte an statt eines Flüssigkeitsfühlers auch ein Ther mostat vorgesehen sein, wie in Fig.5 dar gestellt.
Als Dehnunb element dient hierbei eine Bimetallspirale 119, öderen Kontaktorgan einen Regulierwiderstand 20 bestreicht, wo durch eine Spannungsänderung im 'Strom- kreis der Drehspule 2.1 hervorgerufen wird, welche mit der mittleren Kontaktfeder 12 m verbunden ist.
Hierdurch wird eine Dreh- bewegung der Drehspule ähnlich wie bei einem Voltmeter und eine Versühwenkuug der Kontaktfeder 12m bewirkt. Im übrigen ist die Anordnung und Wirkungsweise der Einrichtung :genau .gleich wie oben be- schrieben.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Regelung der He:iz- wasservorlauftemperatur bei kombinierten Heizungs- und -#Varmwasserbereitungsanlagen mit Rücklaufbeimi.schung und einem durch eine Regulierklappe gesteuerten Vorlauf, sowie einer Aussenfühlervorrichtung zur Be einflussung der Regelung, dadurch gekenn zeichnet, dass die Regulierklappe.mittels eines Elektromotors verstellt werden kann, wobei er zugleich mittels einer Kurven scheibe zwei Umsteuerkontakte betätigt, wel che mit einem dritten, unmittelbar durch das Dehnungselement der Aussenfühlervorreh- tung betätigten Kontakt derart zusammen wirk-en, dass durch die nur durch hie Aussen temperaturausgelöste Bewegung der R.egu- lierklappe der die Regulierklappe antreibende ,Motor unabhängig von der Vorlauftempera tur selbsttätig wieder stillgesetzt wird. UN TERANSPRtrCHE 1. Einrichtung gemäss Patentansprtaeh, da durch gekennzeichnet, dass die von der Achse der Regulierklappe über ein Vber- setzunbsvorgelege angetriebene Kurven scheibe eine Tast.schraube betätigt, die verstellbar an einem mit einer Rückführ- feder zusammenwirkenden Tasthebel an geordnet ist,welcher mittels eines Lenkers einen verschwenkbar auf einem Zapfen elagerten Kontakthebel betätigt, der die g o als Federn ausgebildeten beeiden Umsteuer kontakte trägt.2. Eirvriclltung gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, da.ss auf dem Zapfen des Kontakthebels ein Steharm belagert ist, welcher den ebenfalls als Feder ausgebildeten dritten Kontakt trägt, wobei neben dem Stellarm auf dem Zapfen ein durch das Dehnungs- eleinent der Aussenfühlervorriehtung be einflusster Arm gelagert ist,welcher mit dem Stellarm durch einen 'litnehmer und mit dem Antriebsorgan des Dehnungs- elementes durch ein verstellbares Zwischen glied verbunden ist, derart, dass das Zu sammenwirken der Kontaktfedern ausser durch die Verstellung der Ta.stschrav:be auch durch die Verstellung des Zwisehen- bliedes beeinflusst werden kann. 3.Einrichtung gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussenfühlervorrichtung aus einem Thermostat besteht, dessen als Bimetall spirale ausgebildetes Dehnungselement mittels eines Regulierwiderstandes eine Drehspule beeinflusst, an welcher eine dritte Kontaktfeder angebracht ist, welche mit den beiden andern Kontaktfedern zu sammenwirkt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH201221T | 1938-03-31 |
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| CH201221D CH201221A (de) | 1938-03-31 | 1938-03-31 | Einrichtung zur Regelung der Heizwasservorlauftemperatur bei kombinierten Heizungs- und Warmwasserbereitungsanlagen mit Rücklaufbeimischung. |
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|---|---|
| CH (1) | CH201221A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1198034B (de) * | 1959-04-24 | 1965-08-05 | Hans Viessmann | Selbsttaetige, mindestens von einem Thermostaten gesteuerte Ruecklauf- und Vorlaufwasser-Beimischvorrichtung fuer Warmwassersammel-heizungsanlagen |
-
1938
- 1938-03-31 CH CH201221D patent/CH201221A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1198034B (de) * | 1959-04-24 | 1965-08-05 | Hans Viessmann | Selbsttaetige, mindestens von einem Thermostaten gesteuerte Ruecklauf- und Vorlaufwasser-Beimischvorrichtung fuer Warmwassersammel-heizungsanlagen |
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