CH200367A - Verfahren zur Herstellung eines Aminoarylsulfones. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Aminoarylsulfones.

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CH200367A
CH200367A CH200367DA CH200367A CH 200367 A CH200367 A CH 200367A CH 200367D A CH200367D A CH 200367DA CH 200367 A CH200367 A CH 200367A
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halogen
aminoarylsulfone
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Herstellung eines     Aminoarylsulfones.            Es.    wurde     gefunden,        daS    man in     glatter          Reaktion    mit vorzüglicher Ausbeute zu  o- und     p-Aminoarylsulfonen        ,gelangt,    wenn  man     Halogenarylsulfone    der     Formel:

       o-     bezw.        p-Hal.-Aryl=SOZ-R,          worin    R     einen        Alkyl-,        Aralkyl-    oder     Aryl-          rest        bedeutet,    und     bei        denen,    noch     weitere          Halo@genatüme    und     andere,    nicht negative       Substituenten        vorhanden;

          !sein    können, mit  Ammoniak     bezw.        ammoniakabspaltenden     Mitteln oder mit solchen organischen Ami  nen, :die noch     mindestens    ein am     Sti.ekstoff          befindliches        Wasserstoffatom    enthalten, er  hitzt.

   Als solche     Amine    seien     beispielsweise     genannt:     primäre    und sekundäre     Alkyl-          bezw.        Ogalkylamine,        Arylamine,        Aralkyl-          a_mine,        Cycloalkylamine    und     heterooyclische     Amine.  



  Die so erhaltenen, gegebenenfalls in der  Amin     b-ruppa        substituierten        Aminoary1sul-          fone    sollen als     Zwischenprodukte    zur Her  stellung von     Farbstoffen,        insbesondere    Azo-         farbstoffen,    und von Heilmitteln     Verwven-          ,dung    finden.  



  Inder     Schweizer        Patentschrift    Nr.     178224     wird die     Herstellung    des     2-Amino-5-nitro-          phenylö,thylsulfons    durch     Einwirkung    von  Ammoniak auf     die        entsprechende        2-Chlor-          verbindung        erwähnt.    In     diesem    Falle     bietet     die     Umsatzpeaktion    aber nichts     Bemerkens-          wertes.,,

  da        bekanntlich    die Beweglichkeit des  Halogens durch     die        p-ständige        Nitrogruppe     bedingt ist, wie     schon    aus     dar    altbekannten       Darstellungsweise    von     p-Nitranilin    aus     p-          Nitrochlorbenzol        hervorgeht.     



  Es ist aber     überraschend,    dass bei vor  liegenden     Halogensulfonen,    bei     denen    eine  beweglich     machende        Nitrogruppe    fehlt, trotz  dem der Austausch     .des        Halogens    gegen die       Aminogruppe        in    .glatter     Reaktion    .gelingt.  



       Geht    man von     Halogensulfonen        aus,    die  mehrere     Halogenatome        enthalten:,    so setzt  sich nur     dasl    zur     Sulfongruppe    o-     bezw.        p-          ständige        Halogenatom    mit     Ammoniak    um,           während        m-ständige    Halogenatome völlig       unberührt    bleiben.

   Man gelangt auf diese       Weise    in praktisch     einheitlicher    Reaktion  mit     vorzüglicher        Ausbeute    zu     Halogen-          aminosulfonen;    ein Erfolg, der     besonders          überraschend    ist.  



       Halogensulfone        der        gekennzeichneten,    Art       lassen    sich     bequem        darstellen,    und     zwar          einerseits    ausgehend von     Halogenaryl-eulfo-          ehloridendurch        Überführen    in     das        sulfin-          saure.Salz    und     Umsetzung    des     letzteren    mit  einem     alkylierenden        Mittel,

          anderseits        nach     der     Friedel-Crafts-Reaktion    durch     Um-          setzung        vom        entweder        Halogenaryl-sulfo-          chloriden    mit     gegebenenfalls        substituierten          Kohlenwasserstoffen    oder von nicht     haloge-          nierten        Arylsulfochloriden        bezw.    Derivaten  mit     Halogenarylen    in     

  Gegenwart    von Alu  miniumchlorid.     Die        Halogensulfone    stellen       daher    leicht zugängliche Körper für die vor  liegende     Reaktion    dar. Gegenüber dem     bis-          her    bekannten     Darstellungsweg    von     Amino-          sulfonen,        ausgehend    von     Nitrohalogenben-          zolen,    Umwandlung in     Disulfide,    Reduktion  zu     Merkaptanen,        Überführung    in     Thioäther,

       Oxydation zu     Sulfonen    und     endlich        Reduk-          tion    der     Nitro-    zur     Aminogruppe,        stellt    das       vorliegende    Verfahren eine     Bereicherung        der          Technik    dar.  



  Vorliegendes     Patent        bezieht    sich nun auf  ein     Verfahren    zur     Herstellung        eines    Amino-         arylsulfones,        dadurch        gekennzeichnet,    dass  man     4-Chlorphenylmethylsulfon    mit Am  moniak     umsetzt.     



       Das    so     erhaltene        4-Aminophenylmethyl-          sulfon        besitzt        die    in     der        Literatur        beschTie-          benen        Eigenschaften    und     soll    zur     Herstel-          lung        von    Farbstoffen und Heilmitteln     Ver-          wendung        finden.     



       Beispiel:          100        Teile        4-Chlorphenylmethylsulfon    wer  den mit     etwa    500 Teilen 210%igem Am  moniak in     einem        Druckgefäss        unter    Rühren  etwa     24        Stunden    auf 195 bis 200' C erhitzt.

    Nach dem     Erkalten    wird das     Reaktionspro-          dukt        abgesaugt,    mit     kaltem        Wasser        ge-          waschen    und     getrocknet.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Amino- arylaulfo & % dadurch gekennzeichnet,
    daB man 4-Chlorphenylmethylsulfon mit Am moniak umsetzt. Das so erhaltene 4-Aminophenylmethyl- sulfon besitzt die in der Literatur beschrie- benen Eigenschaften und soll zur Herstel- lung von Farbstoffen und Heilmitteln Ver wendung finden.
CH200367D 1936-11-28 1937-11-25 Verfahren zur Herstellung eines Aminoarylsulfones. CH200367A (de)

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