CH200220A - Luftreifenmantel und Verfahren zur Herstellung desselben. - Google Patents

Luftreifenmantel und Verfahren zur Herstellung desselben.

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CH200220A
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The Firestone Tire Rub Company
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Firestone Tire & Rubber Co
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      Luftreifenmantel    und Verfahren zur Herstellung desselben.    Die vorliegende Erfindung betrifft einen       Luftreifenmantel    und ein Verfahren zur  Herstellung desselben, und zwar bezieht sich  die Erfindung auf Luftreifen, die mit hohen  Zugelementen versehen und für Traktoren  geeignet sind, die zum Beispiel in Zucker  rohr- oder in Reisfeldern     verwendet    wer  den, und ferner auch auf ein verbessertes  Verfahren zur Herstellung solcher Luft  reifen. Unter hohen Zugelementen     sind    dabei  solche zu verstehen, deren Höhe wenigstens  20 % der totalen radialen Höhe des Quer  schnittes des Luftreifens ist.

   Wenn Luft  reifen mit solch hohen Zugelementen nach  einem bisher bekannten Verfahren hergestellt  werden, findet eine Trennung der Laufsohle  vom Gewebekörper des Reifens statt, was  dem ungewöhnlich grossen Fluss von Gummi  während des Formens des Reifens zuzu  schreiben ist. Ein anderer Nachteil des bis  jetzt     angewendeten    Verfahrens ist der, dass  der grosse Fluss des zur Bildung der Zug-         elemente    notwendigen Gummis öfters zur  Bildung von     unerwünschten    Höhlungen im  Gewebekörper des Reifens Anlass gibt.

    Zur Überwindung dieser     Schwierigkeit    hat  man     vorgeschlagen,    die Zugelemente an  die Lauffläche des     unvulkanisierten        Rei-          fens    anzusetzen, wobei darauf     z     ach  ten ist, dass diese Zugelemente genau in  die     Ausnehmungen    der Form passen, in  welcher der Reifen vulkanisiert wird. Mit  diesem Verfahren lassen sich Reifen befrie  digender Qualität erzeugen, jedoch sind die  Kosten dieses Verfahrens so hoch, dass die  praktische Anwendbarkeit     desselben    nicht in  Frage kommt.  



  Die Erfindung ermöglicht, ein verbesser  tes Verfahren zur Herstellung von Reifen  mit hohen Zugelementen     anzuwenden,    die  Herstellungskosten eines solchen Reifens in  konkurrenzfähige Grenzen zu bringen und  eine verbesserte Konstruktion in Reifen obi  ger Art zu schaffen. Im besonderen soll die      Trennung der Laufsohle von der darunter  liegenden Gewebeschicht während des     For-          mens    und     Vulkanisierens    von mit hohen Zug  elementen versehenen Reifen verhindert wer  den.  



  Auf der beiliegenden Zeichnung, die  gleichzeitig zur Erklärung eines Beispiels  des Verfahrens nach der Erfindung dienen  soll. ist ein Ausführungsbeispiel des     erfin-          dungsgemässen        Luftreifeus    dargestellt.  



       Fig.    1 zeigt einen Reifen in perspekti  vischer Ansicht;       Fig.    2 ist, in grösserem     hiassstabe    gezeich  net, ein Schnitt nach der Linie 2-2 in     Fig.    1.  aus dem die relative Höhe des     Reifens    und  der Zugelemente hervorgeht;       Fig.    3 zeigt, in noch grösserem     Massstabe,     einen     Teilschnitt    des Reifens vor der     Vulka-          nisation    desselben;       Fig.    4 ist ein Schnitt durch den Reifen  im     unvulkanisierten    Zustand, und eine Form  vorrichtung, in die der Reifen eingelegt wird;

         Fig.    5 ist ein der     Fig.    4 entsprechender  Schnitt bei vollständig geschlossener Form  vorrichtung, jedoch vor der Ausdehnung des  im Reifen vorzusehenden, ausdehnbaren Ker  nes;       Fig.    6 zeigt einen ähnlichen Schnitt wie       Fig.    5, aber bei im ausgedehnten Zustand  sich befindenden Kern;

         Fig.    7 zeigt     einen    Teilabschnitt einer An  zahl von     wegnehmbaren        Lauffläche-Form-          teilen,    die auf einem     unvulkanisierten    Reifen  montiert sind, und       Fig.8    ist ein Schnitt durch ein     Teilstück     eines     vulkanisierten    Reifens mit den zur Bil  dung seiner Lauffläche dienenden Formab  schnitten, wobei der Schnitt durch die     Rei-          fenmittelebene    gelegt ist.  



  Der Reifen wird, wie in     Fig.    3 gezeigt,  auf der üblichen, drehbaren Formtrommel 10  geformt. Der auf dieser Trommel vorgesehene  Reifen weist den gummierten Gewebekörper       I    l auf, der mit Verstärkungsstreifen 12 und  mit nicht dehnbaren     Wulsten    13 an den ein  ander gegenüber liegenden Reifenrändern  versehen ist.     Über    den Streifen 12 und etwas    schmaler gehalten als dieselben befindet sich  eine Schicht 14 aus einer weichen, nachgiebi  gen Gummikomposition.

   Der Reifen hat eine  aus einer zähen und gegen Reibung     wider-          standsfähigen        Gummikomposition    mit     Koh-          lenschwarzpigment    bestehenden Laufsohle 15  und Seitenstreifen 16, die die Seitenränder  der     Laufsohle    überlappen und sich bis auf  die     Reifenwulste    13     erstrecken.    Wie aus       Fig.    3 ersichtlich     ist,    erstreckt sich die Lauf  sohle ein     gutes    Stück     über    die Seitenränder  der     Weichgummischicht    14 hinaus, wo sie,

    wie übrigens auch die     Weichgummischicht     14, allmählich dünner wird. Das fertig her  gestellte Reifenband wird von der Formtrom  mel 10 weggenommen, indem letztere in der  üblichen Weise zusammengezogen wird, wor  auf das Reifenband in Reifenform überführt  und ein dehnbarer,     schlauchförmiger    Kern  17 (siehe     Fig.    4) darin eingelegt wird.  



  Der Reifen wird daraufhin für die Form  operation vorbereitet, indem auf die Um  fangsfläche desselben eine Reihe von Reifen  Formgliedern 20     (Fig.    7 und 8) aufgebracht  wird, die vorübergehend mittels eines weg  nehmbaren Klemmringes 21 in ihrer Arbeits  stellung gehalten werden.

   Wie in     Fig.    7 ge  zeigt ist, haben die Formglieder 20 winkel  förmige Enden 20a und 20b, die die entspre  chenden Enden der benachbarten Formglie  der 20 ergänzen und sich überlappen, so dass  sämtliche     Formglieder    ausgerichtet. bleiben  und sich gegenseitig in ihrer Arbeitsstellung  zu halten     trachten.        Durch    diese besondere       Ausbildung    der     Formglieder    20     wird    auch  die Tendenz derselben ausgeschaltet, die  Oberfläche der Laufsohle     einzuklemmen,    und  somit auch die Bildung von Brauen oder Un  ebenheiten an den     Stossstellen    der Formglie  der 20 vermieden.

   Der Reifen mit den darauf  vorgesehenen Formgliedern 20 wird alsdann  als Ganzes in eine aus einer     obern    und einer  untern Hälfte 23     bezw.    22 bestehenden Form  vorrichtung gebracht; der Ring 21 wird ent  fernt, wenn der Reifen mit den Formgliedern  in der untern     Formhälfte    23 liegt und die  obere Formhälfte 22 noch nicht seine end  gültige Lage auf der     Formhälfte    23 ein-      nimmt. Dieser Zustand ist in     Fig.    4 veran  schaulicht, aus welcher ersichtlich ist, dass  der Reifen und die Formglieder 20 die     Form-          vorrichtung    in leicht geöffneter Lage halten  und die Formglieder 20 noch nicht ihre end  gültige Arbeitsstellung einnehmen.

    



  Der darauffolgende Schritt im Formvor  gang des Reifens ist in     Fig.    5 veranschau  licht. Die Formhälften 22, 23     sind    zur voll  ständigen Schliessung der     Formvorrichtung     unter Druck gesetzt worden, wodurch die  Formglieder 20 dank konischer Berührungs  flächen der Formglieder 20 und der Form  hälften 22, 23 radial nach innen gedrückt  werden und der Reifen etwas verflacht wird.  Der äussere Umfangsteil des Reifens wird da  durch radial etwas weiter nach aussen ge  drückt, was zu einer gewissen Deformierung  des Laufteils 15 des     Reifens    Anlass gibt.  



  Der Reifen wird daraufhin in der üb  lichen Weise     vulkanisiert,    wobei die Form  hälften 22, 23 der     Vulkanisationswärme    aus  gesetzt und der dehnbare, schlauchförmige  Kern 17 durch Einlassen von auf     Vulkani-          sationstemperatur        erwärmtem    Druckfluidum  bis zu einer gewissen Grenze ausgedehnt  wird. Der nicht     vulkanisierte    Gummi des  Reifens     erweicht    unter dem Einfluss der  Wärme.

   Der Gummi der Laufsohle 15 wird  zufolge des im Kern 17 herrschenden     Druk-          kes    in die     Höhlungen    der Formglieder 20 ge  drückt, wie in     Fig.    6 und 8 veranschaulicht  ist. Da die     Gummikomposition    der Zwischen  schicht 14 weicher     wird    als diejenige der  Laufsohle 15, ist die letztere eher geneigt,  sich bis zur erwünschten äussersten Grenze  deformieren zu lassen. Die Zwischenschicht  14 wird weniger     deformiert    als die Laufsohle  15,     pa,sst    sich aber der Form der Zugelements  an.

   Somit wird durch diese Schicht zu jeder  Zeit die Verbindung zwischen dem Gewebe  körper des Reifens und der Laufsohle 15  aufrecht erhalten, wodurch     eine        unerwünschte     Trennung     zwischen    diesen beiden Reifen  teilen verhindert ist.  



  Ein     fertiger    Reifen, der nach dem oben  beschriebenen Verfahren hergestellt wurde,  ist in     Fig.    1 zur Darstellung gebracht. Der    Reifen selbst ist in dieser Figur mit 25 und  dessen Zugelemente mit 26 bezeichnet. Wie  ersichtlich, beträgt die Höhe der Zugelemente  etwa 20% der totalen Höhe des Reifenquer  schnittes. Es versteht sich, dass die Zug  elemente 26 eine andere Form als gerade die  in     Fig.    1 gezeigte aufweisen könnten.  



  Durch die Anwendung einer Zwischen  schicht aus einer fliessfähigen Gummikompo  sition unter der     Reifenlaufsohle    wird das  Formen von Reifen mit hohen Zugelementen  vereinfacht. Ferner kann durch obiges Ver  fahren erreicht werden, dass das Innere des  Reifenmantels gleichmässig glatt., das heisst  frei von Unebenheiten unter der Laufsohle  ist, und dass die Herstellung solcher Reifen  vom kommerziellen Standpunkt aus prak  tisch durchführbar ist.

   Ausserdem ist     zu    be  merken, dass die Zwischenschicht ihre Weich  heit auch nach dem     Vulkanisationsvorgang     beibehält, was insofern von     Vorteil    ist, als       Torsionsbeanspruchungen    der Zugelemente  beim Gebrauch des Reifens über einen grösse  ren Teil des     Reifengewebekörpers    verteilt  werden. Ferner sind diese Zugelemente in  einem solchen Masse nachgiebig, dass die da  durch ermöglichte Relativbewegung zwi  schen den einzelnen Zugelementen wesentlich  zum     Wegschleudern    von Kot und Erde bei  trägt, die sich zwischen     ihnen        ansammeln.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Luftreifenmantel mit an seiner äussern Umfangsfläche vorgesehenen hohen Zug elementen, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Zugelemente einen aus einer Gummikomposition bestehenden Abnutzungsoberflächenteil aufweisen, der mittelst einer Zwischenschicht aus einer weicheren, nachgiebigeren Gummikompo- sition als die erstgenannte mit dem Ge webekörper des Reifenmantels verbunden ist.
    II. Verfahren zur Herstellung des Luft reifenmantels nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man auf einen Reifengewebekörper eine erste, nicht bis an die Randwulste desselben reichende Schicht aus einer fliessfähigen Gummi komposition aufbringt, und dann eine zweite, diese erste Schicht überdeckende Schicht aus einer zäheren Gummikom position, wonach das Ganze vulkani siert und gleichzeitig einer Formgebung zwecks Bildung der Zugelemente am Umfang der zweitgenannten Schicht durch Deformierung derselben unterwor fen wird.
    UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch<B>11,</B> da durch gekennzeichnet, dass der Reifengewebe- körper mit der Laufsohle und der Zwischen schicht aus der fliessfähigen Gummikomposi tion in eine mit Höhlungen versehene Form vorrichtung eingelegt, und die ganze Lauf sohle daraufhin zur Anpassung an die Um risse der Höhlungen so deformiert wird, dass zugleich ein Fliessen der fliessfähigen Gummi komposition stattfindet,
    die die Verbindung zwischen der deformierten Laufsohle und dem Gewebekörper aufrecht erhält.
CH200220D 1936-12-17 1937-11-20 Luftreifenmantel und Verfahren zur Herstellung desselben. CH200220A (de)

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