DE2838464C2 - Verfahren zur Herstellung von Fahrzeugluftreifen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von FahrzeugluftreifenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Fahrzeugluftreifen, wobei auf die
Zenitpartie des zumindest vorbombierten Reifenunterbaues zunächst ein Gürtel aus sich kreuzenden
Festigkeitsträgern und dann weitere Festigkeitsträger und auf diese Festigkeitsträger schließlich der Laufstreifen
aufgebracht werden, worauf der so gefertigte Reifenrohling in eine Form gelegt und dort im
Durchmesser so vergrößert wird, daß er seine Laufflächenprofilierung erhält.
Bei Fahrzeugluftreifen, die einen Gürtel aus sich kreuzenden Festigkeitsträgern aufweisen, ist bei der
Herstellung des Reifens eine Durchmesservergrößerang deshalb möglich, weil die einzelnen Verstärkungseinlagen ihren Winkel mit der Reifenumfangsrichtung
verändern können. Hingegen bereitet die Herstellung solcher Reifen Schwierigkeiten, die in Umfangsrichtung
verlaufende Verstärkungseinlagen im Reifenzenit haben, da diese eine Durchmesservergrößerung des
Reifenrohlings bei der Reifenherstellung nicht zulassen.
Es ist bei der Herstellung von Fahrzeugluftreifen nach dem Flachbandverfahren bekannt, den Gürtel schon auf
die Karkasse aufzulegen, wenn diese noch ihre zylindrische Gestalt aufweist (DE-OS 23 19 169). Die
dabei verwendeten Gürtel haben gestrickte Maschen, so daß beim Aufweiten des Reifenrohlings aus den
Gummilagen eine Vielzahl von Gummizäpfchen in die Maschen des gestrickten Gürtelmaterials hineingedrückt
und gleichzeitig die Maschen zusammengezogen und so in den Kautschukzapfen verankert werden.
Dieses Verfahren setzt somit einen Gürtelwerkstoff aus gestrickten Maschen voraus. Es ist bei gestreckt
verlaufenden Festigkeitsträgern, die in Cordlagen zusammengefaßt sind, nicht anwendbar.
Aufgrund der Erfindung soll das eingangs erwähnte Verfahren so verbessert werden, daß in der Reifenzenitpartie
unter sehr kleinem Winkel zur Reifenumfangss
richtung verlaufende Festigkeitskörper angeordnet werden können und dennoch der Reifenrohling in einer
Form vulkanisiert und verpreßt werden kann, die eine sogenannte Resterhebung, also eine Durchmesservergrößerung
zur Abformung des Reifenprofils erfordert.
so Zugleich soll ein gebrauchstüchtiger Reifen großer Lebensdauer erhalten werden.
Zur Lösung dieser Aufgabe werden erfindungsgemäß die weiteren Fesügkeitsträger auf eine Schicht aus einer
plastischen Haftmischung in einer solchen Wandstärke
ι i durch Aufspulen aufgebracht, daß bei der Durchmesservergrößerung
des Reifenrohlings zur Erzeugung seiner Laufflächenprofilierung die Außenfläche des Gürtels
nahe an die Unterseite der weiteren Festigkeitsträger gelangt bzw. diese sogar berührt Mit Vorteil wird dabei
die plastische Haftmischung in einer solchen Menge aufgelegt, daß sie nach der Durchrnesservergrößerang
des Reifenrohlings die Festigkeitsträger allseitig umschließt Außerdem wird auf die Zenitpartie des
Reifenunterbaues zunächst ein aus sich kreuzenden
_'> Festigkeitsträgern bestehender, im Durchmesser geringfügig
vergrößerbarer Gürtel aufgebracht und auf diesen dann eine plastische Haftmischung.
Die bei der Herstellung des Reifenrohlings durch Aufspulen aufgebrachten weiteren Festigkeitsträger
jo werden in der Vulkanisierform bei der sogenannten
Resterhebung von der plastischen Haftmischung durchdrungen und schließlich von dieser Haftmischung
allseitig umschlungen. Die Unterlage für die aufzuspulenden Festigkeitsträger wird somit gewissermaßen
durch benachbartt Festigkeitsträger hindurchgedrückt, wobei das Maß dieses Durchdrückens unterschiedlich
sein kann, wobei es möglich ist, die Wandstärke der Schicht aus der plastischen Haftmischung so auszuführen,
daß beim ausgeformien Reifen die aufgespulten
■to Fesügkeitsträger praktisch auf der Außenfläche des
darunter befindlichen, im Durchmesser vergrößerten Gürtels liegen, während ein Großteil der Haftmischung
durch die Festigkeitsträger hindurchgepreßt worden ist, um so gleichzeitig den sogenannten Untergummi, also
■is ein Fundament für den Laufstreifen zu bilden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigen
Fig. 1 und 2 je einen radialen Teilschnitt durch einen
Luftreifen, jedoch F i g. 1 den Reifenrohling vor dem
in Einlegen in eine Vulkanisierform und Fig.2 den aus
dem Rohling gemäß Fig. 1 hergestellten Luftreifen im
fertig vulkanisierten, ausgeformten Endzustand.
Auf die bombierte und unter Innendruck stehende Radialkarkasse I wird zunächst ein Reifengürtel 2
aufgebracht, der sich im wesentlichen über die Breite der späteren Lauffläche 3 erstreckt. Dieser Gürtel
besteht in bekannter Weise aus sich kreuzenden zugfesten Verstärkungseinlagen in der Weise, daß der
Gürtel 2 unter Innendruck eine geringfügige Durchmes-
ho servergrößerung vom Durchmesser d\ auf den
Durchmesser d2 erfahren kann. Diese Durchmesserveränderung ist im allgemeinen wünschenswert, um das
Gürtelgefüge gleichmäßig zu formieren.
Auf den Gürtel 2 wird eine etwa der Gürtelwandstär-
Auf den Gürtel 2 wird eine etwa der Gürtelwandstär-
h5 ke entsprechende Schicht 4 aus einer plastischen
Haftmischung aus Gummi oder dergl. aulgebracht, die in besonderer Weise eine Haftung zu den später mit ihr in
Berührung stehenden Festigkeiisträgern, z. B. solche
aus Stahl ermöglicht.
Auf die Schicht 4 wird nunmehr ein zugfester, nur geringfügig elastisch dehnbarer Festigkeitsträger vorzugsweise
aus Stahl oder dergl. aufgebracht, der mit 5
-bezeichnet und mit gegenseitigem Windungsabstand angeordnet ist. Auf die Festigkeitsträgers wird dann in
bekannterweise ein Rohlaufstreifen 6 aufgelegt und schließlich angerollt. Weitere Reifenbestandteile, z. B.
solche für die Reifenseitenwände können auf die unter Innendruck stehende Reifenkarkasse 1 aufgelegt werden.
Der Reifenrohling gemäß F i g. 1 wird nunmehr in eine Vuikanisierform eingelegt; der Außendurchmesser
Es erfolgt jetzt innerhalb der Vuikanisierform eine Beaufschlagung der Karkasse 1 von innen her. wobei
der Außendurchmesser des Gürtels 2 auf den Wert D 2 steigt, zugleich aber auch bei einem geringeren
Wachstum des Durchmessers der Festigkeitsträgers die
Schicht 4 durch die auf Abstand angeordneten Festigkeitslräger 5 in der Weise gelangt, daß schließlich
gemäß Fig.2 im abgeformten Zustand des Laufstreifens
6 die Festigkeitsträgers praktisch auf dem Gürtel 2 angeordnet und dabei völlig von dem Gummi für die
Schicht 4 umschlossen sind.
In diesem Endzustand ist der Laufstreifen 6 abgeformt, wobei der Gürtel 2 zugleich eine solche
Durchmesservergrößerung erhalten hat daß er die Festigkeitsträger 5 praktisch von innen her berührt.
Somit ist eine Zenitverstärkung geschaffen worden, die
Festigkeitsträger 5 aufweist, welche praktisch in Reifenumfangsrichtung verlaufen. Außerdem weist der
Reifen die übliche Gürtelverstärkung mit Rautenverband auf.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von Fahrzeugluftreifen,
wobei auf die Zenitpartie des zumindest vorbombierten Reifenunterbaues zunächst ein Gürtel
aus sich kreuzenden Festigkeitsträgern und dann weitere Fesügkeitsträger und auf diese Festigkeitsträger schließlich der Laufstreifen aufgebracht
werden, worauf der so gefertigte Reifenrohling in eine Form gelegt und dort im Durchmesser so
vergrößert wird, daß er seine Laufflächenprofilierung erhält dadurch gekennzeichnet, daß
die weiteren Festigkeitsträger auf eine Schicht aus einer plastischen Haftmischung in einer solchen
Wandstärke durch Aufspulen aufgebracht werden, daß bei der Durchmesservergrößerung des Reifenrohlings
zur Erzeugung seiner Laufflächenprofilierung die Außenfläche des Gürtels nahe an die
Unterseite der weiteren Fesügkeitsträger gelangt bzw. diesesogar berührt
2. Verfahren nach Anspraclr J, dadurch gekennzeichnet
daß die plastische Haftmischung in einer solchen Menge aufgelegt wird, daß sie nach der
Durchmesservergrößerung des Reifenrohlings die Festigkeitsträger allseitig umschließt
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß auf die Zenitpartie des Reifenunterbaues
zunächst ein aus sich kreuzenden Festigkeitsträgern bestehender, im Durchmesser geringfügig
vergrößerbarer Gürtel und auf diesen dann eine plastische Ksftmischung aufgebracht wird.
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