CH200030A - Kunstseidespinnspule. - Google Patents
Kunstseidespinnspule.Info
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Description
Hnnstseidespinnspule. Kunstseide und ähnliche Gebilde, die nach dem sogenannten Parallel- oder Spulen- spinnverfahren gesponnen wurden, werden in der Regel auf starre, zylindrische Körper aufgewickelt.
Solche Spinnspulen weisen, wenn das Spinngut auf denselben entsäuert und gewaschen, event. auch entschwefelt werden soll, zwecks Durchlass der Nach behandlungsflüssigkeiten Löcher in grosser Zahl auf, die indess nicht bis zum Rand hinaus reichen dürfen, damit bei Vakuum oder Druckwäsche die Abdichtung durch den Seidenwickel gewährleistet ist, das heisst die Nachbehandlungsflüssigkeit nicht frei und ungehindert durch die Löcher durchfliessen kann.
Es sind auch gelochte, starre Spinnspulen mit beidseitig sich mehr oder weniger aus weitenden Rändern bekannt, zwischen denen der Kunstseidewickel aufgewunden wird. Diese liefern indessen keine ausgeschrumpfte Seide. Um dies zu erzielen, sind Spinnspulen mit seitlich sich , erweiternden Rändern ge- schaffen worden, durch die radial bewegliche Stäbe hindurchstossen, welche letztere durch kreisförmige Federn abgestützt sind und zwecks Nachbehandlung der Kunstseide ge lockert ,und nach innen zu bewegt werden können.
Die letztere Ausführungsform ist der Spinnspule gemäss dieser Erfindung ähnlich und hinsichtlich Waschbarkeit und Spinn gutaufnahmefähigkeit ebenbürtig., Sie ist aber komplizierter und im Verhältnis zur Aufnahmefähigkeit schwerer, in der Herstel lung wesentlich teurer. Im Vergleich zu der gewöhnlichen starren, gelochten Spinnspule mit oder ohne Ränder hat die Spinnspule gemäss Erfindung jedoch den grossen Vorteil der besseren Durchlässigkeit sowohl für die Nachbehandlungsflüssigkeiten als auch für die trocknende Luft.
Bei gelochten Spulen kön nen die Löcher zum Beispiel höchstens einen Viertel des Flächenraumes ausmachen, auf den die Kunstseide zu liegen kommt, ansonst die Festigkeit der Spule unter die zulässige Grenze fällt, während bei der Spinnspule gemäss der Erfindung der weitaus grössere Teil - beispielsweise bis zu drei Viertel ihrer Oberfläche von Nuten durchzogen sein kann.
Dank dieser Durchlässigkeit kann sie bei gleichen; äussern Dimensionen und gleichem Gewicht grössere Menge Spinngut aufnehmen und gewährleistet demnach erhöhte Wirt schaftlichkeit. Durch den Wegfall der grossen Zahl von Löchern, wie sie bei der bekannten Spinnspule üblich und notwendig sind, ist sie billiger und erlaubt zu ihrer Herstellung die Verwendung von Kunststoffen, wie Kunstharz und dergleichen, die das wieder holte Lackieren erübrigen. Für die Entfer nung der Spinnresten, die unvermeidlich nach dem Zwirnen auf den Spulen verbleiben. ist die Spinnspule laut Erfindung wesentlich günstiger.
Auf beiliegender Zeichnung sind vier Ausführungsbeispiele der neuen Spinnspule dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Stirnansicht der Spinn spule; Fig. 2 und 3 zeigen Querschnitte; Fig. 4 ist eine Draufsicht; Fig. 5, 6, 7 und 8 sind Längsschnitte ver schiedener Ausführungsformen.
Fig. 9 eine weitere Ausführungsform in Ansicht.
Aus den Fig. 1 bis 5 sind die stark aus geprägten Nuten 1 ersichtlich, die den zylin drischen Teil der Spule kennzeichnen. Diese Nuten sind nach dem Innern der Spule hin durch einen Mantel 2 abgeschlossen (Fig. 3 und 5). Fig. 3 ist ein Querschnitt nach Linie A-B der Fig. 5, während Fig. 5 ein Längs schnitt nach Linie C-D der Fig. 3 ist.
Die <B>N</B>uten 1 ziehen sich von dem einem Rand 3 zum andern Rand 4 hin und münden stirn- seitig ausserhalb diesen Rändern.
Eine zweite Ausführungsform ist in der Fig. 2 im Querschnitt und in der Fig. 6 im Längsschnitt gezeigt. Hier reichen die Stege 6 von einem Rand zum andern. Sie haben keinerlei Verbindung unter sich ausser durch die Ränder 3a (Fig. 6); mit letzteren sind sie auf der innern Rundung bei 7 verbunden. Diese Ränder haben von den eben beschrie- benen eine abweichende Form.
Ihre gegen überstehenden Seiten sind im Gegensatz zu den ersteren nicht abgeschrägt, sondern ge rade und senkrecht zur Mittelachse. Die Auf wicklung der Kunstseide geschieht zwischen den Rändern von einem Rand zum andern und der Wickel 11 kann von allen Seiten von den Nachbehandlungsflüssigkeiten oder der Trockenluft unbehindert bestrichen werden.
Eine dritte Ausführungsform ist in den Fig. 3 und 7 wiedergegeben. Hierbei sind die Längsrippen, wie bei der ersten Ausführungs- form nach Fig. 5, unter sich durch einen Innenmantel 2a (Fig. 7) verbunden; dieser Mantel hat aber nicht die gleiche Länge wie die Spule; er reicht deshalb nicht ganz bis an die Ränder 4a (Fig. 7) heran und die Nuten 1 münden endseitig radial nach innen und achsial nach aussen aus. Die Rippen wer den zwischen Innenmantel und Aussenränder zu Stegen.
Dadurch ist der Zutritt der Flüssigkeiten oder der Trockenluft zum Kunstseidewickel ebenfalls weitgehend ge sichert.
Die Nuten bezw. die Rippen können an statt parallel zur Mittelachse der Spule auch spiralförmig verlaufen; der Effekt bleibt der selbe. Sie können ausserdem zwischen Innen mantel und Ränder als spiralförmig verlau fende Stege ausgebildet sein. Eine solche Ausführungsart zeigt die Fig. 9.
In der Auswahl der Materialien, die zur Herstellung vorliegender Spinnspulen ver wendet werden können, ist man unbeschränkt. Pressstoff, Hartgummi oder dergleichen, so wie auch Spezialstahl- oder Aluminiumbleche sind verwendbar. Ein Hauptvorteil ist der, dass diese Spinnspulen aus einem Stück her gestellt werden können. Eine Ausführungs form aus Blechen gibt die Fig. 8 wieder. Die Konturen sind ungefähr dieselben wie in den vorhergehenden Figuren.
Die Rippen 8 sind wellenförmig durchgedrückt und der Grund bei 9 ausgestanzt, während er bei 10 intakt bleibt. Die Form des Randes 3b kann mit schrägen oder geraden Innenseiten aus- geführt sein; der Kunstseidenwickel 11 wird zwischen diesen entsprechend aufgewickelt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Kunstseidenspinnspule zur Aufnahme frisch gesponnener Kunstseide und der gleichen, bestehend aus einem zylindrischen Mittelteil und beidseitigen Rändern, dadurch gekennzeichnet, dass der zylindrische Teil in regelmässiger Anordnung dem ganzen Körper entlang verlaufende, weitaus den grösseren Teil der Oberfläche bildende Nuten aufweist, die unter den seitlichen Rändern hindurch führen. UNTERANSPRüCHE: 1. Spinnspule nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die die Ränder durch- dringenden Nuten auf dem Zylinder spiralförmig verlaufen. 2.Spinnspule nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der die Rippen verbindende zylin drische Mantel beiderseits nicht bis an die Ränder heranreicht, die Rippen aber als Stege bis zu den Rändern verlaufen. 3. Spinnspule nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass zylindrischer Teil, Ränder, Rippen und Stege aus einem einzigen Stück bestehen.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH200030D CH200030A (de) | 1937-09-09 | 1937-09-09 | Kunstseidespinnspule. |
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1937
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