DE643698C - Vorrichtung zum Trocknen laufender Textilfaeden - Google Patents
Vorrichtung zum Trocknen laufender TextilfaedenInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F26—DRYING
- F26B—DRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
- F26B13/00—Machines and apparatus for drying fabrics, fibres, yarns, or other materials in long lengths, with progressive movement
- F26B13/001—Drying and oxidising yarns, ribbons or the like
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Description
Bei der Herstellung von Rohseide werden die Seidenkokons in Wasser gekocht, damit
die Leimsubstanz aufweicht. Man hat nun bereits vorgeschlagen, die noch feuchten, von
den Kokons abgezogenen Einzelfäden, nachdem sie in der Abspinnmaschine zu einem einzigen Faden vereinigt wurden, vor dem
Haspeln oder Aufspulen durch eine Trockenvorrichtung zu führen. Diese Vorrichtung
besteht aus einem Kanal beliebigen Querschnitts, durch den ein Trockenmittel, ζ. Β.
heiße Luft, hindurchgeleitet wird und der mit Fadenführungen ausgerüstet, im übrigen jedoch
allseitig gegen die Außenluft abgeschlossen ist. Bei Betriebsbeginn oder bei Fadenbrüchen
kann der Faden nur stirnseitig von außen her in die im Trockenkanal befindliche Fadenführung eingefädelt werden. Er muß
dann durch den oft ziemlich ausgedehnten Trockenkanal durchgezogen und in die feine
Bohrung der zweiten Fadenführung eingesetzt werden. Das Einlegen des Fadens in dieser
Weise ist selbst unter Verwendung von Hilfseinrichtungen umständlich, vor allem aber
auch zeitraubend und zwingt bei Fadenbrüchen zu längeren Betriebspausen der Gesamtanlage.
Zum Trocknen naßgesponnenen Leinengarns kennt man bereits beheizte Röhrchen
mit sich über die jeweilige ganze Rohrlänge erstreckenden Schlitzen, die das Einlegen des
Fadens erleichtern. Besondere in die Röhrchen eingebaute Fadenführungen sind hier
nicht vorgesehen. Die Schlitze und Stirnseiten der Röhrchen sind auch während des Betriebes
offen, was einen schlechten wärmewirtschaftlichen Wirkungsgrad zur Folge hat.
Es ist fernerhin schon vorgeschlagen worden, als Trockenvorrichtung zwei ineinandergeschobene,
längs geschlitzte Röhrchen zu benutzen, die seitlich durch zugleich als Fadenführung dienende Stirnwände abgeschlossen
sind. Die Stirnwände haben radiale Schlitze, die die Fadenführungen mit den Längsschlitzen verbinden. Durch Verdrehen
beider Röhrchen gegeneinander können die Längsschlitze zur Deckung gebracht werden,
so daß der Faden durch Parallelverschiebung zur Längsachse der Trockenvorrichtung eingeführt
bzw. herausgenommen werden kann. Derartige Einrichtungen, bei denen, nebenbei bemerkt, nicht mit einem besonderen Trockenmittel
gearbeitet wird, haben den Nachteil, daß der Faden auch bei offen liegenden
Schlitzen innerhalb des Kanals verbleibt und infolge der vergleichsweise ,geringen Schlitzbreite
von außen nicht ohne weiteres zugänglich, in jedem Fall aber stark der Sicht entzogen
ist.
Eine weitere bekannte Vorrichtung, die zum Trocknen von Kunstseidefäden bekannt
wurde, besteht aus zwei achsgleich angeordneten, mit je einem Längsschlitz versehenen
Rohren, die zwischen sich einen nach außen abgeschlossenen Raum von etwa hufeisenförmigem
Querschnitt frei lassen, durch den
64369S
Wasserdampf geleitet wird. In diesem Raum befinden sich kleinere Röhrchen, die die durch
den Dampf im Gegenstrom aufgeheizt^; Trockenluft führen und sie in den innersii'^
Kanal leiten, durch den der zu trocknen· Faden läuft. Der Trockenkanal besitzt eine
durch die erwähnten Schlitze sich ergebende Längsöffnung, die mittels einer Klappe von
außen verschließbar ist. Die Stirnseiten dieses Ίο Kanals haben weder eine Fadenführung noch
sind sie abschließbar, weshalb auch bei dieser außerdem noch kostspieligen Ausführungsform erhebliche Wärmeverluste in Kauf genommen
werden müssen. Ferner ist die Zugänglichkeit des Fadens selbst bei geöffneter Klappe nicht ausreichend, um z. B. im Falle
eines Fadenbruches bequem hantieren zu können.
Gegenstand der Erfindung ist ebenfalls eine Vorrichtung zum Trocknen laufender Textilfaden,
die aus einem den Einzelfaden umschließenden, beheizten Kanal mit über dessen ganze Länge sich erstreckender, durch Klappe
verschließbarer Öffnung besteht, bei der jedoch im Gegensatz zu den bekannten Bauarten
die Verschlußklappe an ihren Enden mit rechtwinklig zu ihr stehenden Ansätzen versehen ist, die bei geschlossener Klappe die
Kanalstirnwände bilden und die Fadendurchtrittsöffnungen sowie in diese einmündende
Fadenführungsschlitze tragen.
Diese Vorrichtung, die sich insbesondere zum Trocknen des von Seidenkokons abgesponnenen
Fadens eignet, vermeidet wegen ihrer allseitigen guten Abdichtung nicht nur
Wärmeverluste, sondern ist infolge ihres einfachen Aufbaues auch billig herzustellen und
weist namentlich den Vorzug auf, daß der Faden, der durch das Öffnen der Klappe zugleich
aus dem Kanalinnern herausgeholt \vird, in diesem Zustand von drei Seiten zugänglich
ist, was das Arbeiten sowohl bei auftretenden Fadenbrüchen als auch beim Einlegen
und Herausnehmen des Fadens wesentlieh erleichtert.
Um die Fadeneinführungsschlitze in den als Kanalstirnwände wirkenden Klappenansätzen
abzudecken, können an den Enden des Kanalgehäuses Platten angebracht werden. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. ι zeigt in schaubildlicher Darstellung einen Teil des Trockenkanals mit zum Einlegen
des Fadens geöffneter Bodenklappe.
Fig. 2 ist ein Längsschnitt durch den ganzen Trockenkanal.
Fig. 3 gibt eine Stirnansicht wieder. Beim Ausführungsbeispiel hat der Trockenkanal
rechteckigen Querschnitt und besteht avis drei fest miteinander verbundenen
Wänden 1, 2 und 3. An der Wand 1 sind die Zu- und Abführungsrohre 4, 5 für das
^Trockenmittel, z. B. heiße Luft, angeordnet, iSJ<j..s im Gegenstrom zum Fadenlauf (vgl. die
■y&J* Fig. 2 angedeuteten Pfeile) durch den
".Tiockenkanal hindurchströmt.
Die Fadenführungen sind, wie Fig. 2 erkennen läßt, in die beiden Stirnwände 7, 8 des
Trockenkanals eingelassen. Sie bestehen aus Buchsen 9, in denen Scheiben 10 aus Achatstein
mit einer feinen öffnung 11 befestigt sind, durch welche der Faden 6 hindurchtritt.
Die beiden Stirnwände 7, 8 bilden mit dem Boden 12 des Trockenkanals einen zusammenhängenden
Bauteil, der durch Scharniere 13 an der Wand 3 des Trockenkanals befestigt
ist. In den Stirnwänden 7 und 8 sind, wie Fig. ι und 3 erkennen lassen, in der Diagonalrichtung
verlaufende, bis zum Rand durchgehende schmale Schlitze 14 vorgesehen, die
zur Vermeidung scharfer Kanten an der Austrittsstelle abgerundet sind. Die Schlitze 14
in den Stirnwänden 7 und 8 münden in entsprechende Ausnehmungen 15 in den Büchsen
9 und Führungssteinen 10, die in die Fadendurchtrittsöffnungen 11 übergehen.
Wie ohne weiteres ersichtlich ist, kann in der in Fig. 1 wiedergegebenen Lage der Bodenklappe
12 und der beiden Stirnwände 7 und 8 der Faden in einem Zuge von der Seite
her durch die Führungsschlitze 14 und 15 in die Durchtrittsöffnungen 11 eingelegt werden.
Nach. dem Einlegen des Fadens wird der Bodenteil hochgeklappt, wobei die Stirnwände
7 und 8 in federnde Haltebügel 16 einschnappen oder durch beliebige andere Mittel,
z. B. Vorreiber u. dgl., festgehalten werden.
LTm jegliches Eindringen von Nebenluft
auszuschließen, werden die Stirnseiten des Trockenkanals durch Platten 17 abgedeckt,
die etwas in die Stirnseiten der drei Wände 1, 2, 3 eingelassen sind, so daß sich eine bündige
Anlagefläche für die abklappbaren Stirnwände 7 und 8 ergibt. Die schräg verlaufende
untere Kante der Platten 17 reicht, wie Fig. 3 erkennen läßt, bis hart an die Fadendurchtrittsöffnungen
11 in den Steinen 10.
Die Wirkungsweise der neuen Vorrichtung no
bedarf keiner besonderen Erläuterungen.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Vorrichtung zum Trocknen laufender Textilfaden, insbesondere des von Seidenkokons abgesponnenen Fadens, die aus einem den Einzelfaden umschließenden beheizten Kanal mit über dessen ganze Länge sich erstreckender, durch Klappe tao verschließbarer öffnung besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußklappean ihren Enden mit rechtwinklig zu ihr stehenden Ansätzen versehen ist, die bei geschlossener Klappe die Kanalstirnwände bilden und- die Fadendurchtrittsöftnungen sowie in diese einmündende Fadenfüh-. rungsschlitze tragen.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zum Abdecken der Fadeneinführungsschlitze in den als Kanalstirnwände wirkenden Klappenansätzen an den Enden des Kanalgehäuses Platten (17) angeordnet sind.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES113640D DE643698C (de) | 1934-04-17 | 1934-04-17 | Vorrichtung zum Trocknen laufender Textilfaeden |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES113640D DE643698C (de) | 1934-04-17 | 1934-04-17 | Vorrichtung zum Trocknen laufender Textilfaeden |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE643698C true DE643698C (de) | 1937-04-15 |
Family
ID=7532647
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES113640D Expired DE643698C (de) | 1934-04-17 | 1934-04-17 | Vorrichtung zum Trocknen laufender Textilfaeden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE643698C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE911774C (de) * | 1949-04-21 | 1954-05-20 | Du Pont | Einrichtung zur Behandlung laufender Faeden mit einem Behandlungsmittel |
| DE1112962B (de) * | 1957-11-01 | 1961-08-24 | Wilhelmus Johannes Cornelis Ma | Vorrichtung zur faltenfreien Zufuehrung einer Gewebebahn zu einer Mangel od. dgl. |
| DE1222620B (de) * | 1957-06-21 | 1966-08-11 | Socitex | Maschine zum Kraeuseln von kuenstlichen Faeden |
-
1934
- 1934-04-17 DE DES113640D patent/DE643698C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE911774C (de) * | 1949-04-21 | 1954-05-20 | Du Pont | Einrichtung zur Behandlung laufender Faeden mit einem Behandlungsmittel |
| DE1222620B (de) * | 1957-06-21 | 1966-08-11 | Socitex | Maschine zum Kraeuseln von kuenstlichen Faeden |
| DE1112962B (de) * | 1957-11-01 | 1961-08-24 | Wilhelmus Johannes Cornelis Ma | Vorrichtung zur faltenfreien Zufuehrung einer Gewebebahn zu einer Mangel od. dgl. |
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