CH199836A - Verfahren zur Entfernung von Magnesium aus magnesiumhaltigen Aluminiumlegierungen. - Google Patents
Verfahren zur Entfernung von Magnesium aus magnesiumhaltigen Aluminiumlegierungen.Info
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Description
Verfahren zur Entfernung von Magnesium aus magnesiumhaltigen Aluminiumlegierungen. Bei der Aufarbeitung von Aluminium altmetall verschiedener Herkunft besteht seit langem das Bedürfnis, das in vielen dieser Legierungen enthaltene Magnesium, dessen Gegenwart in grösseren Mengen besondere Massnahmen beim Umschmelzen und Raffi nieren erfordern würde, aus den Legierungen zu entfernen.
Gegenstand der Erfindung ist ein Ver fahren zur Entfernung von Magnesium aus magnesiumhaltigen Aluminiumlegierungen, bei dem die Legierung der Einwirkung eines Halogens bei Temperaturen oberhalb des Schmelzpunktes des sich bildenden Magne- siumhalogenids ausgesetzt wird. Verwendet man beispielsweise zu diesem Zwecke das am leichtesten zugängliche Chlor, indem man Chlorgas in die Schmelze einleitet, so wird die Behandlung bei einer Temperatur ober halb von 718 , dem Schmelzpunkte des was serfreien Magnesiumchlorids, vorgenommen.
Da aber die Reaktionsgeschwindigkeit bei Anwendung höherer Temperaturen erheblich zunimmt, empfiehlt es sich, in dem Verfahren Temperaturen von etwa 9ä0-1000 anzu wenden.
Die vorbeschriebene Arbeitsweise beruht auf der überraschenden Beobachtung, dass bei der Behandlung einer magnesiumhaltigen Aluminiumlegierung mit Chlor nur das Ma gnesium, nicht aber das Aluminium, rnit dem Chlor reagiert, und zwar auch dann, wenn die Behandlung bei Temperaturen oberhalb des Schmelzpunktes des sich bildenden Ma gnesiumchlorids erfolgt. Bei Temperaturen unterhalb dieser Grenze unterbleibt die Reak tion dagegen praktisch vollständig, und das Chlor entweicht weitgehend unverbraucht.
Möglicherweise ist dies so zu erklären, dass die sich anfänglich an der Phasengrenze Chlorgas Magnesium bildenden geringen Mengen festen Magnesiumchlorids in Form eines Häutchens den weiteren Zutritt von Chlor zum Metall verhindern.
Beispiel: 1090 Gewichtsteile einer Aluminium- Magnesium-Legierung mit 12"/o Magnesium wurden geschmolzen, und die Temperatur der Schmelze bis auf 950 o gesteigert, worauf durch einen nahe dem Boden des offenen Schmelztiegels angebrachten Verteiler Chlor gas in die Schmelze eingeleitet wurde. Nach 45 Minuten waren 430 Gewichtsteile Chlor von der Schmelze aufgenommen, und es machte sich ein starkes Qualmen des Tiegel inhalte8 sowie Geruch nach Chlorgas bemerk bar, was das Ende der Chlorierung anzeigte.
Die Behandlung wurde darauf abgebrochen, das Metall bis zu einer geeigneten Giesstem peratur abgekühlt und unter Zurückhaltung der auf der Oberfläche des Metalles schwim menden Schlacke vergossen. Die Analyse des Metalles ergab, dass das Magnesium quantitativ aus der Legierung entfernt war.
Ein Verlust an Aluminium durch Bildung von Aluminiumchlorid war in merkbarem Um fange nicht festzustellen.
Es wurde bereits vorgeschlagen, zur Ge winnung von Magnesium aus Aluminium- Magnesium-Legierungen diese letzteren mit Blei zu behandeln. Hierbei bilden sich zwei Schichten, von denen die obere aus reinem Aluminium besteht, während die untere eine Blei-Magnesium-Legierung darstellt, die dann durch Elektrolyse auf reines Magnesium ver arbeitet werden kann. Ein solches Verfahren ist jedoch, wie ohne weiteres auf der Hand liegt, für die Aufarbeitung von Aluminium Magnesium-Legierungen in Form von Alt metall viel zu umständlich und kostspielig.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Entfernung von Magnesium aus magnesiumhaltigen Aluminiumlegierungen dadurch gekennzeichnet, dass die Legierung, der Einwirkung eines Halogens bei Tempe raturen oberhalb des Schmelzpunktes des sich bildenden Magnesiumhalogenids ausge setzt<B>wird.</B> UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Legierung mit Chlorgas behandelt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung bei 950-1000o C erfolgt.
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