CH199813A - Gewehrpatrone. - Google Patents

Gewehrpatrone.

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CH199813A
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CH
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air chamber
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Inventor
Giuseppe Riva Rocci
Original Assignee
Giuseppe Riva Rocci
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B7/00Shotgun ammunition
    • F42B7/02Cartridges, i.e. cases with propellant charge and missile
    • F42B7/08Wads, i.e. projectile or shot carrying devices, therefor

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Containers And Packaging Bodies Having A Special Means To Remove Contents (AREA)

Description


  Gewehrpatrone.    Gegenstand der Erfindung ist eine Ge  wehrpatrone, insbesondere Jagdpatrone. Ge  mäss der Erfindung weist der zwischen dem  Pulver und der Ladung angeordnete Pfropfen  eine Luftkammer auf, die als elastisches  Kissen zwischen den Treibgasen und der  Ladung dient. Es hat sich als zweckmässig  herausgestellt, Mittel vorzusehen, welche auch  nach Verformung des Pfropfens einen Aus  tritt der in ihm eingeschlossenen Luft ver  hindern, so lange die Patrone im Laufe ist.  



  Zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungs  gegenstandes sind in der Zeichnung schema  tisch dargestellt.  



       Fig.    1 zeigt im Längsschnitt eine Patrone  mit Luftkammer;       Fig.    2 !zeigt, ebenfalls im Längsschnitt,  eine Patrone mit Luftkammer und Flüssig  keitskammer.  



  In beiden Fällen ist als Ausführungs  beispiel eine Jagdpatrone gewählt, die die  Hülse 1 und den Blechring 2 zur Befestigung  des Hülsenbodens 13 aus plastischem Werk-         stoff    mit dem Zündhütchen 14 aufweist.  Unten liegt in der Hülse das Pulver 3 und  oberhalb des noch zu beschreibenden Pfrop  fens befindet sich die Schrotladung, welche  mit einem     inerten    Pulver, z. B.     Gries,    durch  setzt ist. Das Zwischenstück besteht aus  dünnen Papierscheiben, die derart im Ab  stande voneinander gehalten sind, dass zwi  schen dem Pulver und dem Schrot eine Luft  kammer gebildet wird.  



  Im Ausführungsbeispiel nach     Fig.1    ist  eine Scheibe 5, ein kleines Abstandsstück 6  aus Filz oder Kork und eine Luftkammer  oder ein     pneumatisches    Kissen aus zwei  Scheiben 7 mit einer dazwischen liegenden  zylindrischen Wand 8 aus an der Hülse 1  anliegendem Papier, ein zweiter Abstands  halter .9 und schliesslich eine Scheibe 10  vorgesehen, welche mit einigen Tropfen  Kolophonium an der Hülse befestigt werden  kann.  



  Auf der letzterwähnten Scheibe 7 0 ruhen  die Schrotkörner 4, welche durch einen      Deckel abgeschlossen werden, der ebenfalls  aus zwei Papierplättchen 11 mit dazwischen  liegendem     Abstandshalter    12 besteht. Über  diesen Deckel ist die Hülse bei la in üb  licher Weise     gerändelt;    statt dessen kann  der Deckel<B>11,</B> 12 aber auch mit einigen  Tropfen Kolophonium an der Hülse befestigt  werden.  



  Es hat sich gezeigt, dass sich mit einer  solchen Patrone, bei welcher der übliche  Filzpfropfen durch einen solchen mit einer  Luftkammer ersetzt ist, eine nur geringe  Streuung des Schrotes einstellt, sich die  Schrotkörner vielmehr bei vergrösserter Trag  weite in einem gleichmässigen Bündel ent  laden. Dies liegt darin begründet, dass die  Scheiben und     Abstandshalter,    sobald sie  nacheinander aus dem Laufe austreten, so  fort     zerspringen    und sich verlieren, ohne  irgend einen Einfluss auf die Flugbahn der  Schrotkörner zu haben. Fernerhin wirkt der  Pfropfen und insbesondere die aus den Schei  ben 7 und der Wand 8 gebildete Kammer  als elastisches Kissen oder Stossdämpfer, da  sie sich vor dem Austreten des Schrotes aus  der Patrone elastisch verformt.

   Dies erzeugt  eine gleichmässige Verteilung des Treibgases  auf die Schrotladung und damit eine gleich  mässige Beschleunigung derselben. Zunächst  geht ein Teil des Druckes durch die Ver  formung des Pfropfens verloren, d. h. bei  gleichbleibendem Enddruck ist der Anfangs  druck verringert.  



  Die     Verformung    geht in der Weise vor  sich, dass die Scheiben 7 sich nach dem  Innern der Luftkammer durchbiegen. Hat  diese     Durchbiegung    ein gewisses Mass er  reicht, so berühren sich die beiden Scheiben  ritten und infolge der Abstandsstücke 6  und 9 ist, solange die Patrone im Laufe ist,  eine vollkommene Zerstörung der Luftkam  mer verhindert, die den Austritt der einge  schlossenen Luft zur Folge hätte.  



  Bei dem Ausführungsbeispiel nach der       Fig.    2 liegt der Boden 16 der Luftkammer  15 unmittelbar über der Pulverschicht 3 und  ist zusammen mit der zylindrischen Kam  merwand 18 aus einem einzigen Papierplätt-         chen    in     Becherform    gepresst. Das Deckplätt  chen 17 für die Luftkammer 15 ist eben  falls aus einer Papierscheibe von grösserem  Durchmesser als dem der Hülse gebildet und  zu einem Becher gepresst, dessen Aussen  durchmesser gleich dem Innendurchmesser  des ersten Bechers ist und der in diesen  eingeschoben und in ihm befestigt ist.

   Auf  der Oberseite der Scheibe 17 ist daher ein       becherförmiger    Hohlraum 19 gebildet, wel  cher mit einem     Scbmiermittel,    vorzugsweise  einem Fett, gefüllt und oben durch die  Scheibe 20 abgeschlossen ist. Auf diese legen  sich die Schrotkörner 4 auf. Bei der Explo  sion verformt sich die<B>Wand</B> 18     balgförmig     unter Zusammendrücken der zwischen ,den  Scheiben 16 und 17 liegenden Luft. Auch  wenn diese Verformung eine Zerstörung der  Luftkammer zur Folge haben sollte, kann,  solange die Patrone im Laufe ist, ein Aus  tritt der     Luft    nicht erfolgen, weil sich das  Schmiermittel abdichtend zwischen Luft und  Ladung einlagert.

   Gleichzeitig schmiert dieses  den Lauf nicht nur für das Hindurchlaufen  des Pfropfens, sondern auch für die Schrot  ladung des nächsten Schusses. Beim Aus  tritt des     Doppelkammerpfropfens    aus dem  Laufe zersprengt die sich in ihm ausdehnende  Luft den Pfropfen, und die Sprengstücke       verlieren    sich sofort wegen ihres geringen  Gewichtes, d. b. entfernen sich von der  Schrotladung, welche gleichmässig und un  gestört ihre Flugbahn antritt und fortsetzt.  



  Die abdichtende und schmierende Wir  kung wird natürlich auch erhalten, wenn  an Stelle von Schrot ein     einstückiges        Ge-          schoss    vorgesehen ist, wie beispielsweise in  einer Grossjagd- oder Militärpatrone. Als Fett  wird     zweckmässigerweise    eine Flüssigkeit  gewählt, welche den Lauf auch gegen den       Angriff    der Explosivstoffe schützt.  



  Die Anwesenheit der     Flüsgigkeit    gestattet  infolge der abdichtenden und schmierenden  Wirkung den Explosionsgasen die Ausübung  ihrer vollen Wirksamkeit und gibt dem Ge  schosse eine grössere Geschwindigkeit als  üblich, während der Druck im Lauf kleiner  als gewöhnlich ist. Man kann daher das      Pulvergewicht und damit die Wirkung der  Waffe bei einer üblichen Ladung erhöhen,  ohne eine Erhöhung des Explosionsdruckes  befürchten zu müssen, ein Vorteil, der ins  besondere bei     Grossjagdwaffen    und Militär  gewehren wichtig ist.  



  Die Erfindung kann bei Patronen mit  beliebiger Hülsenart und -form Verwendung  finden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Gewehrpatrone, insbesondere für Jagd "ewehre, dadurch gekennzeichnet, dass der ?,wischen dem Pulver und der aus einem oder mehreren Geschossen bestehenden La dung angeordnete Pfropfen eine Luftkammer aufweist, die als elastisches Kissen zwischen den Triebgasen und der Ladung wirkt. UNTERANSPRüCHE: 1. Patrone nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Luft kammer einerseits und der Ladung und dem Pulver anderseits je ein Abstands halter vorgesehen ist und dass sich die beiden Abstandshalter in der Mitte auf den quer zur Patronenachse liegenden Wänden der Luftkammer abstützen. 2. Patrone nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass zwischen Luftkammer und Ladung eine zweite, mit Schmier mittel gefüllte Kammer vorgesehen ist. 3.
    Patrone nach Patentanspruch und Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Kammern aus zwei zu Bechern verschiedener Höhe gepressten Papierplätt chen gebildet sind, derart, dass der Innen durchmesser des höheren Bechers gleich dem Aussendurchmesser des niedrigeren Bechers ist, welch letzterer in den hohen Becher eingesetzt und in ihm befestigt ist. 4. Patrone nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 2 und 3, dadurch gekenn zeichnet, dass der vom kleineren Becher gebildete Hohlraum mit Schmiermittel gefüllt ist und gegen die Ladung durch ein Plättchen abgeschlossen ist, während der restliche Hohlraum des höheren Bechers die Luftkammer bildet.
CH199813D 1936-09-26 1937-09-18 Gewehrpatrone. CH199813A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE834065C (de) * 1949-06-30 1952-03-17 Fr Des Munitions De Chasse De Patrone, insbesondere Jagdpatrone

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FR2571132B1 (fr) * 1984-10-02 1987-10-02 Poudres & Explosifs Ste Nale Bourre amortissante pour cartouches de chasse

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