CH197992A - Elektrische Entladungsröhre mit U-förmigem Lichtbogen. - Google Patents
Elektrische Entladungsröhre mit U-förmigem Lichtbogen.Info
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Description
Elektrische Entladungsröhre mit U-förmigem Lichtbogen. Man beobachtet hei E'atladungsröhren mit U-förmigem Entladungsweg; insbeson- @dere Quecksilberhochdmuckbrennern, die Er scheinung, dass. die innere Krümmung des U-Bogens des Entladungsgefässes durch die Entladung unzulässig hoch erhitzt wird.
Dies tritt bei hinreichend kleinem Krüm- mungsradius, des Entladungsrohres und bei genügend hoher spezifischer Belastung wie sie insbesondere durch einen hohen. '1 Ätm. wesenrtfärch übersteigenden:
Dampf druck hervorgerufen wird - dadurch ein, dass der Lichtbogen sich ,der innern Krüm- mung des Entladungsrohres anschmiegt. Liegen die beiden Schenkel des U-.Bogens dicht nebeneinander oder sind sie gar nur durch eine Scheidewand voneinander ge trennt,
so kann die Erhitzung so grossi wer .den, dassi die Quarzwand entglast und ver dampft. Infolgedessen ist die Lebensdauer derartiger Brenner bisher sehr kurz.
Es ist bekannt, diese Röhren dadurch zu verbessern, @dass man in der Nähe des Um- kehrpunktes des Lichtbogens die Gefässwan- -dung verdickt. Durch diese Massnahme kann man zwar die zemtörenden Wirkungen des Lichtbogens verlangsamen,
aber nicht völlig dnterbinden. Besonders bei Verwendung von hohen Dampf drücken von 5 Atm. und mehr tritt die zerstörende Wirkung des Licht- bogens stark in Erscheinung.
Es gelingt dem Lichtbogen, sich im Verlaufe von weni gen Stunden: mehrere Millimeter tief in den Quarzwulst am Umkehrpunkt einzusägen.
Gemäss der Erfindung wird die Gefäss- wandung aus einem Material mit einem Er weichungspunkt oberhalb <B>600'</B> C\, wie z. B.
Quarz oder einem ähnlichen sohwersehmel- zendemGlas, in,der Nähe des Umkehrpunk- tes des Lichtbogens: :dadurch vor dem An- griff durch die Entladung in weit höherem Masse als bisher möglich entlastet, dass sie durch eine Metalleinlage, z.
B. durch ein Stäubchen oder Röhrchen aus schwer, d. h. erst bei einer Temperatur von über 2000 C schmelzendem Metall, gekühlt wird. Infolge der Wärmeableitung bleibt das Quarz oder dergl. an der Verdickung kälter und erreicht nicht mehr die Sublimationstemperatur, so dass es nicht mehr verdampfen kann. Je dün ner die.
Schicht aus Quarz oder dergl. ist, die das wärmeleitende Metallteil umgibt, desto grösser wird die kühlende Wirkung sein. Zweckmässig wird man einen guten Wärmekontakt zwischen Metall und Quarz anstreben.
Die Erfindung kann sowohl bei Entladungsgefässen Verwendung finden, die aus einem U-förmigen gebogenen Entladungs rohr mit getrennten Schenkeln bestehen, als auch bei solclLen, bei denen die beiden Schenkel in einem Gefäss .sich befinden und durch eine .Scheidewand voneinander ge trennt sind, d. h. also stets .dann, wenn ein Lichtbogen um eine Ecke oder Kante ge führt werden soll.
Die Erfindung soll anhand der Zeich nung näher erläutert werden.
Abb. 1 zeigt einen Schnitt durch eine erste Ausführunbmsform des Erfindungs- gegenstandes; Abb. 2 zeigt eine abgeänderte Ausfüh rungsform, bei der der Kantenschutz nach der Erfindung an zwei Stellen angebracht ist; In Abb..3 und 4 sind zwei Sonderformen der Ausbildung der Kante gezeichnet;
Abb. 5 zeigt eine fertig gesockelte Ent ladungsröhre nach Abb. 1.
Das U-förmig gebogene Leuchtrohr 1 geht an den beiden: Enden in je ein Polgefäss 2 über. Beide Polgefässe sind dicht nebenein- and-er angeordnet. An der Stelle 3 hat der Lichtbogen die Neigung, sehr nahe an die Gefässwandung heranzukommen. Deshalb ist an dieser Stelle das Quarz zu einem Wulst 4 verdickt, der im Innern erfindungsgemäss eine Metalleinlage zur Wärmeableitung ent hält. Zweckmässig verwendet man für die Verdickung ein Quarzröhrchen 4, in das man ein Stäbchen 5, z.
B. aus Wolfram oder Molybdän, einschmilzt. Das Quarzröhrchen 4 wird an der vord-ern Kante der Scheidewand angeschmolzen. An Stelle der genannten hochschmelzenden ii4etalle können auch solche verwendet werden, deren Schmelzpunkt un terhalb der Erweichungstemperatur des Quarzes liegt,
da beim Einschmelzen der Metalle bezw. beim. Zuschmelzen des Quarz- röhrchens 44 ,das Metall ohne Gefahr schmal zen kann. Auf jeden Fall ist es aber ratsam, ,das Metall 5 völlig vakuumdicht in das Quarzrohr 4 ,einzuschmelzen, so dass es kein Fremdgas in das Brennergefäss abgeben kann und auch keiner besonderen Vorbehandlung, z. B. Vorentgasung, unterworfen zu werden braucht.
Die aus Quarz hergestellte Entladungs röhre ist mit Edelgas gefüllt, enthält eine bestimmte kleine Menge Quecksilber, das beim Betrieb zweckmässig völlig verdampft. In den Polgefässen 2 sind aktivierte, vor zugsweise sich selbst aufheizende Elektro- .den 6 angebracht, die z. B. aus. einem Wolf ramdraht bestehen, auf den ein dünner Draht gleichfalls aus schwer schmelzendem Metall aufgewickelt ist. In den Fugen wird das Oxyd, z.
B. Bariumoxyd, eingebracht. Die Zuführungen zu den Elektroden erfolgen über vakuumdicht eingeschmolzene Folien aus Molybdän oder einem ähnlichen Metall von weniger als 20,u Dicke. oder mittels Drähte aus edengleichen Metallen. bei Ver wendung von einem oder mehreren; Über gangsgläsern.
Die Form des Aussenbogens der Ent ladungsröhre wird am besten so bestimmt. dass :der Lichtbogen von allen Punkten des Aussenbogens gleichen Abstand hat.
Die besohriebene Entladungsröhre kann zum Beispiel bei einer Lichtbogenlänge von etwa 40 mm mit einem Strom von 1,5 bis 2 Amp. und 120 Volt Klemmenspannung belastet werden. Unter diesen Bedingungen kann sie mindestens 1000 Stunden, brennen, ohne dass in dieser Zeit ein merklicher An griff der gefährdeten Kante zu bemerken ist.
Das Metallstäbchen .aus Wolfram hat bei dem genannten Brenner bei einer Länge von S mm einen Durchmesser von 1 bis 2 mm. Das Quarzröhrchen, das .den Wolframstab umgibt, hat etwa eine Wandstärke von 1 bis 11/2 mm.
Wird die Entladungsröhre nur -in senk rechter Brennlage verwendet, genügt es, als Kantenschutz eine ,gerades Röbrehen oder Stäbchen zu verwenden. Kommt dagegen auch ein Brennen in waagrechter Lage, wo bei beide ,Schenkel des U-Bogens, nebenein ander angeordnet sind, in Frage, dann emp fiehlt es sich, dem Liohtbogen:
eine beson dere Führung in der Weise zu geben, dass man in Odem Quarzröhrchen eine rillenartige Vertiefung quer zu .diesem (Abb. 3) vorsieht oder das Röhrchen ein wenig konkav biegt (Abb. 4).
Dadurch wird erreicht, dass bei waagrechter Brennlage der Lichtbogen in der Mitte des Leuchtrohres bleibt, da einer Ab weichung des Lichtbogens aus der Waag reehten eine Vergrösserung .der Lichtbogen länge entgegenwirkt.
Da bekanntlich die Entglasung schnell vor sich geht, wenn sie an einer einzigen Stelle begonnen hat, ist es wichtig, möglichst in allen in. Frage kommenden :
Stellen die Temperatur niedrig zu halten. Besonders.ge- fährdet ausser der Kante ist aber die mittlere Trennwand zwischen den Schenkeln, da der Liohtbogen sehr nahe ,an diese herankommt.
Bei der in Abb. 2 gezeichneten Entladungs röhre wird deshalb der Lichtbogen durch Anbringwng von zwei durch Metalleinlage gesohützten Kanten 7 und 8 genau in der Mitte der Leuchtrohrachse gehalten., so dass die zwischen den beiden Schenkeln befind liche Trennwand 9 nicht zu heiss wird.
Den Raum zwischen den beiden Kanten 7 und 8 kann man muldenförmig vertiefen, um einen Temperaturstrahler 10, z. B. eine hoch belastete Wolframwendel, darin unter- zubringen, der die dem Quecksilberbogen fehlenden Strahlen, z.
B. den: langwelligen Teil des, sichtbaren Spektrums oder,das nahe Ultrarot, liefert. Wird der Temperaturstrah ler in eine vom Lichtbogen getrennten Stromkreis und mit einer niedrigen Klem- menspannung von 5 bis 20 Volt betrieben, so ist das Nebeneinanderarbeiten der beiden Strahler äusserst zufriedenstellend. In Abb. 5 ist gezeigt,
in welch einfacher Weise die erfindungsgemäss ausgeführte Röhre gesockelt werden. kann. An einem von ,der Glühlampenteohnik her bekannten Sok- kel 11, z. B. einem Schraubsockel, ist ein Rohrstutzen:
12 angesetzt, in dem die Ent ladungsröhre eingekittet wird, und zwar sol len die .Poligefäss@e gerade noch mit in dem Rohrstutzen sitzen, damit sie genügend heiss bleiben.
Am Rohrstutzen ist ein Flansch 1.3 tor- gesehen, der das Aufsetzen einer .Überglocke 14 aus verschiedenen, Glassorten erlaubt, mit dem Ziel, bestimmte Strahlen, herauszufil- tern. Mit einer Glocke aus Uviolglas. kann man beispielsweise die ,Strahlen unterhalb von M0y entfernen,
falls für bestimmt medizinische Anwendungen diez. erwünscht ist. Nach dem Auswechseln dieser Glocke mit einer aus @Sohwaiz-UV=Glas werden;
die sichtbaren Strahlen absorbiert, so dass. nur unsichtbare ultraviolette Strahlen von dem Brenner werden, wie es für die Untersuchung von Lumineszenzerscheinungen nötig isst. Ist .dagegen die Verwendung für Zwecke der Photographie oder Lichtpauserei oder ähnliche Gebiete beabsichtigt,
so wird man eine aus gewöhnlichem Fen sIerglas benutzen, damit man beim Arbeiten mit der Lampe keinen: Augenschutz zu tra gen braucht. Das gleiche gilt für den Ge brauch als Lichtquelle.
Verwendet man für die Glasglocke ein phosphoreszierendes Glas, so kann man die in dem Glas absorbierten Strahlen in Fluo- reszenzlicht solcher Wellenlängen transfor- mieren, deren Emission erwünscht ist.
Den zum Anbringen der Überglocke die nenden Flansch 1.3 ordnet man vorteilhaft ganz an der Nahe des Gewindeteils des Sockels an, damit er wenig Schatten gibt und beim Einbau der Lampe in einen R2.- flektor ein möglichst grosser Lichtkegel er fasst wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Elektrische Entladungsröhre für Licht- bogenentladung mit U-förmigem Entladungs- weg und einer aus einem Material mit einem Erweiehungspunkt oberhalb 6,00 C beste- henden. Crefässwandung, dadurch gekenn zeichnet, dass in :die Gefässwandung in der Nähe :des Umkehrpunktes des mindestens ein Metallkörper eingelegt ist.UNTERANSPR-CCHE I. Elektrische Entladungsröhre nach Patent- ansprach, :dadurch gekennzeichnet, dass die Gefässwandung aus Quarz besteht. 2.Elektrische Entladungsröhre nach Patent- anspruch,dadurch gekennzeichnet, dass die dem Liohtbogen ausgesetzte .Kante durch ein Quarzrohr gebildet wird, das im Innern einen :Stab oder ein Rohr aus schwer, @d. h. erst bei einer Temperatur von über 2,000' C schmelzendem Metall vakuumdicht :eingeschmolzen enthält. 3.Elektrische Entladungsröhre nach Unter anspruch 2, :dadurch gekennzeichnet, dass das Quarzröhrchen in seiner Mitte senk recht zur Achse des Quarzröhrchens in Richtung :des Umfanges eine rillenartige Vertiefung aufweist oder leicht konkav gebogen ist. 4. Elektrische Entladungsröhre nach Unter- anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei Verwendung von zwei durch Metall einlage geschützten Kanten :der Raum zwischen diesen beiden muldenförmig ver tieft ist und einen Temperaturstrahler enthält.
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