CH197749A - Verpackungsdose aus Blech. - Google Patents

Verpackungsdose aus Blech.

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CH197749A
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Inventor
Kommanditgesellschaft Staehle
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Staehle Kg G
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  Verpackungsdose aas Blech.    Die Erfindung bezieht sich auf eine Ver  packungsdose aus Blech mit aufklappbarem       Stülpdeckel,    welche Art von Dosen zum  Verpacken der     verschiedenartigsten    Gegen  stände, z. B. von Zigaretten,     Genussmitteln     oder pharmazeutischen Präparaten, vielfach  verwendet wird, und welche Dosen oder  Schachteln nach dem Aufbrauchen ihres In  haltes im allgemeinen fortgeworfen werden.  



  Die bisher bekannten Verpackungsdosen  dieser Art sind im allgemeinen entweder mit  einem Scharnier zwischen Dosenunterteil und  Deckel versehen; das einen besonderen Draht  stift als     Scharnierachse    besitzt, oder die       Scharnierteile    sind aus dem Material des  Deckels und des     Dosenunterteils    selbst her  gestellt. Die Verwendung von besonderen  Drahtstiften als     Scharnierachse    macht die  Herstellung derartiger Verpackungsdosen       verhältnismässig    teuer und erschwert auch  deren automatische Herstellung.

   Die bisher       bekannten    Arten der     Scharnierausbildung     aus dem Material des Deckels und des Do-         senunterteils    selbst haben sich insbesondere  für Zigarettenschachteln, die nur geringe     Äb-          messungen,    insbesondere eine geringe Höhe,  besitzen, in die Praxis nicht eingeführt, da  sie entweder mehr Material zur Herstellung  des Deckels und des Unterteils als die Dosen  mit     Drahtstiftscharnier    oder die Verwendung  komplizierter Werkzeuge,     sowie    die Anwen  dung komplizierter, zum Teil überhaupt  nicht ausführbarer Arbeitsgänge erfordern,  die ebenfalls eine automatische Herstellung  der Dosen unmöglich machen.  



  Bei der den     Erfindungsgegenstand    bil  denden Verpackungsdose aus Blech mit einem  aufklappbaren     Stülpdeckel        sind    diese Nach  teile beseitigt. Bei derselben besteht die     Ge-          lenkverbindung        zwischen    dem Dosenunter  teil und dem Deckel aus den untern flachen  Begrenzungsstegen von     in    die rückwärtige  Seitenwand des Deckels eingestanzten Schlit  zen und aus aus der Rückwand des Dosen  unterteils ausgestanzten, nach     aussen    ge  kröpften     Blechzungen,

      deren freie     Enden         wenigstens annähernd in der Ebene der  Rückwand des Dosenunterteils liegen.  



  Auf der Zeichnung ist eine Verpackungs  dose entsprechend der Erfindung in     beispiels-          weiser    Ausführungsform dargestellt.  



       Fig.    1 zeigt eine aufgeklappte. Dose oder  Schachtel mit einer     Scharnierausbildung    ent  sprechend der Erfindung;       Fig.        \?    zeigt einen Querschnitt durch die  geschlossene Dose nach Linie     11-1.I    der       Fig.    1;

         Fig.    3 ist ein der     Fig.    2 entsprechender  Querschnitt bei halbgeöffneter Dose, und       Fig.    4 zeigt die geöffnete Dose im Quer  schnitt unmittelbar nach dem Einhängen des  Deckels-. die       Fig.    5 und 6 zeigen in zwei Querschnitten  einen Dosenunterteil einer abgeänderten Aus  führungsform, und       Fig.    7 zeigt die fertiggeschlossene Dose  dieser abgeänderten Ausführungsform im  teilweisen Querschnitt.  



  Auf der Zeichnung ist der Unterteil der  dargestellten Verpackungsdose aus Blech mit       a    und der     Stülpdeckel,    der im geschlossenen  Zustande über die     obern    Ränder der Seiten  wände des Dosenunterteils a greift, mit b  bezeichnet.  



  Zur Verbindung des Dosenunterteils     a     und des     Deekels    b werden bei dem in den       Fig.    1 bis 4 dargestellten Ausführungs  beispiel aus der     Rückwand    c des Dosenunter  teils zwei zungenförmige Lappen e     heraus-          gestanzt    und hierbei gleichzeitig nach aussen  gebogen. wie dies     Fig.    4 erkennen     lässt,    wo  bei bei dem Ausstanzen der Zungen e letz  tere gleichzeitig bei f nach aussen gekröpft  werden.  



  In die     rückwärtige    Seitenwand g des     Dek-          kels    b --erden an den den Zungen e entspre  chenden Stellen in geeigneter Entfernung von  dem     untern    Rand der Seitenwand y Längs  schlitze<I>lt</I> eingestanzt oder eingeschnitten, die  eine der Breite der Zungen e entsprechende  Länge besitzen und deren Enden h', wie  dies     Fig.    1 erkennen     lä.sst,    abgerundet sind,  damit die untern flachen Begrenzungsstege i  der Sehlitze     la    an ihren Enden einen guten    Halt erhalten, indem keine scharfen Über  gänge zwischen diesen Stegen     z    und dem  Material der Seitenwand g vorhanden sind.  



  Der Deckel<I>b</I> wird mit den Schlitzen     h,     entsprechend     Fig.    4 über die Zungen e hin  übergehängt, und die Zungen e werden dann  zurückgebogen, bis ihre freien Enden wenig  stens annähernd in der Ebene der Seitenwand  e des Dosenunterteils liegen, wie dies deutlich  die     Fig.    2 und 3 erkennen lassen. Das Ein  hängen des Deckels und das Zurückbiegen  der Zungen e erfolgt gegebenenfalls in ein       mid    demselben Arbeitsgang.  



  Die     Scharnierverbindung    ist dann fertig,  und die glatten Blechstege     z    liegen in den  Ausbauchungen f der Zungen e und bilden  so gewissermassen die     Scharnierachse    der Ver  bindung.  



  Die Höhe der Stege i darf naturgemäss,  wie dies besonders deutlich     Fig.    3 zeigt,  nicht grösser als die Tiefe der     Ausbauehungen     f der Zungen e     sein.     



  Bei der Herstellung einer     Seharnierver-          bindung    entsprechend     Fig.        (    geht. man derart  vor, dass man die glatte Rückwand c des  Dosenunterteils     ca    entsprechend     Fig.    5 zu  nächst mit den     Auskröpfungen    f versieht und  dann erst entsprechend     Fig.    6 die Zungen e       oberends        ausstanzt    und abbiegt, worauf der  Deckel in der oben beschriebenen Weise an  den     Zungen    e befestigt wird und alsdann die  Zungen e mit ihren freien Enden wieder in  die Ebene der Wand c zurückgebogen wer  den,

   wie dies     Fig.    7 zeigt. Die Zungen e  füllen dann die Lücken k in der Rückwand c  des Dosenunterteils vollständig aus.  



  Letzteres ermöglicht, dass die Zungen e  auch in umgekehrter Weise als in     Fig.    6 dar  gestellt. aus der Rückwand c des Dosenunter  teils a     herausgestanzt    und     herausgebogen      -erden können, nämlich derart, dass die obern  Enden der Zungen e mit dem Material der  Rückwand     c    verbunden bleiben und die  untern Enden der Zungen e die freien Zun  genenden sind.

   Der Deckel b wird dann mit  seinen Schlitzen h von unten her über die       abgebogenen    Zungen e hinübergehängt,  worauf die freien Enden der Zungen e wie-      der in die Ebene der Rückwand c des Dosen  unterteils a zurückgebogen werden und als  dann die Lücken     k    in der Rückwand voll  ständig ausfüllen, so dass dann auch eine       Blechpackungsdose,    deren Scharnier in der  eben beschriebenen Art und Weise herge  stellt worden ist, im geschlossenen Zustand  ein vollständig geschlossenes Aussehen be  sitzt.  



  Durch die Ausbildung einer Verpackungs  dose aus Blech entsprechend der Erfindung  wird demnach die Herstellung der Dose in  einem solchen Masse vereinfacht und ver  billigt, dass entsprechend der Erfindung     aus-          gebildete        Blechpackungsdosen    nunmehr auch  zur Verpackung in solchen Fällen geeignet  sind, in denen es infolge der höheren Kosten  der bisher bekannten     Blechpackungsdosen     mit Blech- oder Drahtscharnier nicht möglich  war, an Stelle von Pappschachteln die vor  teilhaftere Verpackung mittels Blechdosen  anzuwenden.

   Insbesondere bringt die Aus  bildung     einer    Verpackungsdose nach der Er  findung auch Materialersparnisse und eine  Vereinfachung des Herstellungsverfahrens  mit sich,     welch.    letztere die automatische       Herstellung    der     Scharnierverbindung    ermög  licht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verpackungsdose aus Blech mit einem aufklappbaren Stülpdeckel, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Gelenkverbindung zwischen dem Dosenunterteil und dem Deckel aus den untern flachen Begren zungsstegen von in die rückwärtige Sei tenwand des Deckels eingestanzten Schlitzen und aus aus der Rückwand des Dosenunterteils ausgestanzten, nach aussen gekröpften Blechzungen besteht, deren freie Enden wenigstens annähernd in der Ebene der Rückwand des. Dosen- unterteils liegen.
    II. Verfahren zur Herstellung einer Verpak- kungsdose nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass zwecks Bil dung der Gelenkverbindung zwischen dem Dosenunterteil und dem Deckel aus der Rückwand des Dosenunterteils an Schlitzen in der Deckelrückwand ent sprechenden Stellen in einem Arbeits gange nach aussen gekröpfte Blechzun gen ausgestanzt und nach aussen abge bogen werden,
    und dass hierauf in einem zweiten Arbeitsgange der Deckel mit sei nen Schlitzen in der Deckelrückwand über die abgebogenen Blechzungen hin übergehängt und alsdann die Blech zungen mit ihren obern freien Enden in die Wandebene des Dosenunterteils zu rückgebogen werden.
CH197749D 1936-11-27 1937-10-13 Verpackungsdose aus Blech. CH197749A (de)

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