Verpackungsdose aas Blech. Die Erfindung bezieht sich auf eine Ver packungsdose aus Blech mit aufklappbarem Stülpdeckel, welche Art von Dosen zum Verpacken der verschiedenartigsten Gegen stände, z. B. von Zigaretten, Genussmitteln oder pharmazeutischen Präparaten, vielfach verwendet wird, und welche Dosen oder Schachteln nach dem Aufbrauchen ihres In haltes im allgemeinen fortgeworfen werden.
Die bisher bekannten Verpackungsdosen dieser Art sind im allgemeinen entweder mit einem Scharnier zwischen Dosenunterteil und Deckel versehen; das einen besonderen Draht stift als Scharnierachse besitzt, oder die Scharnierteile sind aus dem Material des Deckels und des Dosenunterteils selbst her gestellt. Die Verwendung von besonderen Drahtstiften als Scharnierachse macht die Herstellung derartiger Verpackungsdosen verhältnismässig teuer und erschwert auch deren automatische Herstellung.
Die bisher bekannten Arten der Scharnierausbildung aus dem Material des Deckels und des Do- senunterteils selbst haben sich insbesondere für Zigarettenschachteln, die nur geringe Äb- messungen, insbesondere eine geringe Höhe, besitzen, in die Praxis nicht eingeführt, da sie entweder mehr Material zur Herstellung des Deckels und des Unterteils als die Dosen mit Drahtstiftscharnier oder die Verwendung komplizierter Werkzeuge, sowie die Anwen dung komplizierter, zum Teil überhaupt nicht ausführbarer Arbeitsgänge erfordern, die ebenfalls eine automatische Herstellung der Dosen unmöglich machen.
Bei der den Erfindungsgegenstand bil denden Verpackungsdose aus Blech mit einem aufklappbaren Stülpdeckel sind diese Nach teile beseitigt. Bei derselben besteht die Ge- lenkverbindung zwischen dem Dosenunter teil und dem Deckel aus den untern flachen Begrenzungsstegen von in die rückwärtige Seitenwand des Deckels eingestanzten Schlit zen und aus aus der Rückwand des Dosen unterteils ausgestanzten, nach aussen ge kröpften Blechzungen,
deren freie Enden wenigstens annähernd in der Ebene der Rückwand des Dosenunterteils liegen.
Auf der Zeichnung ist eine Verpackungs dose entsprechend der Erfindung in beispiels- weiser Ausführungsform dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine aufgeklappte. Dose oder Schachtel mit einer Scharnierausbildung ent sprechend der Erfindung; Fig. \? zeigt einen Querschnitt durch die geschlossene Dose nach Linie 11-1.I der Fig. 1;
Fig. 3 ist ein der Fig. 2 entsprechender Querschnitt bei halbgeöffneter Dose, und Fig. 4 zeigt die geöffnete Dose im Quer schnitt unmittelbar nach dem Einhängen des Deckels-. die Fig. 5 und 6 zeigen in zwei Querschnitten einen Dosenunterteil einer abgeänderten Aus führungsform, und Fig. 7 zeigt die fertiggeschlossene Dose dieser abgeänderten Ausführungsform im teilweisen Querschnitt.
Auf der Zeichnung ist der Unterteil der dargestellten Verpackungsdose aus Blech mit a und der Stülpdeckel, der im geschlossenen Zustande über die obern Ränder der Seiten wände des Dosenunterteils a greift, mit b bezeichnet.
Zur Verbindung des Dosenunterteils a und des Deekels b werden bei dem in den Fig. 1 bis 4 dargestellten Ausführungs beispiel aus der Rückwand c des Dosenunter teils zwei zungenförmige Lappen e heraus- gestanzt und hierbei gleichzeitig nach aussen gebogen. wie dies Fig. 4 erkennen lässt, wo bei bei dem Ausstanzen der Zungen e letz tere gleichzeitig bei f nach aussen gekröpft werden.
In die rückwärtige Seitenwand g des Dek- kels b --erden an den den Zungen e entspre chenden Stellen in geeigneter Entfernung von dem untern Rand der Seitenwand y Längs schlitze<I>lt</I> eingestanzt oder eingeschnitten, die eine der Breite der Zungen e entsprechende Länge besitzen und deren Enden h', wie dies Fig. 1 erkennen lä.sst, abgerundet sind, damit die untern flachen Begrenzungsstege i der Sehlitze la an ihren Enden einen guten Halt erhalten, indem keine scharfen Über gänge zwischen diesen Stegen z und dem Material der Seitenwand g vorhanden sind.
Der Deckel<I>b</I> wird mit den Schlitzen h, entsprechend Fig. 4 über die Zungen e hin übergehängt, und die Zungen e werden dann zurückgebogen, bis ihre freien Enden wenig stens annähernd in der Ebene der Seitenwand e des Dosenunterteils liegen, wie dies deutlich die Fig. 2 und 3 erkennen lassen. Das Ein hängen des Deckels und das Zurückbiegen der Zungen e erfolgt gegebenenfalls in ein mid demselben Arbeitsgang.
Die Scharnierverbindung ist dann fertig, und die glatten Blechstege z liegen in den Ausbauchungen f der Zungen e und bilden so gewissermassen die Scharnierachse der Ver bindung.
Die Höhe der Stege i darf naturgemäss, wie dies besonders deutlich Fig. 3 zeigt, nicht grösser als die Tiefe der Ausbauehungen f der Zungen e sein.
Bei der Herstellung einer Seharnierver- bindung entsprechend Fig. ( geht. man derart vor, dass man die glatte Rückwand c des Dosenunterteils ca entsprechend Fig. 5 zu nächst mit den Auskröpfungen f versieht und dann erst entsprechend Fig. 6 die Zungen e oberends ausstanzt und abbiegt, worauf der Deckel in der oben beschriebenen Weise an den Zungen e befestigt wird und alsdann die Zungen e mit ihren freien Enden wieder in die Ebene der Wand c zurückgebogen wer den,
wie dies Fig. 7 zeigt. Die Zungen e füllen dann die Lücken k in der Rückwand c des Dosenunterteils vollständig aus.
Letzteres ermöglicht, dass die Zungen e auch in umgekehrter Weise als in Fig. 6 dar gestellt. aus der Rückwand c des Dosenunter teils a herausgestanzt und herausgebogen -erden können, nämlich derart, dass die obern Enden der Zungen e mit dem Material der Rückwand c verbunden bleiben und die untern Enden der Zungen e die freien Zun genenden sind.
Der Deckel b wird dann mit seinen Schlitzen h von unten her über die abgebogenen Zungen e hinübergehängt, worauf die freien Enden der Zungen e wie- der in die Ebene der Rückwand c des Dosen unterteils a zurückgebogen werden und als dann die Lücken k in der Rückwand voll ständig ausfüllen, so dass dann auch eine Blechpackungsdose, deren Scharnier in der eben beschriebenen Art und Weise herge stellt worden ist, im geschlossenen Zustand ein vollständig geschlossenes Aussehen be sitzt.
Durch die Ausbildung einer Verpackungs dose aus Blech entsprechend der Erfindung wird demnach die Herstellung der Dose in einem solchen Masse vereinfacht und ver billigt, dass entsprechend der Erfindung aus- gebildete Blechpackungsdosen nunmehr auch zur Verpackung in solchen Fällen geeignet sind, in denen es infolge der höheren Kosten der bisher bekannten Blechpackungsdosen mit Blech- oder Drahtscharnier nicht möglich war, an Stelle von Pappschachteln die vor teilhaftere Verpackung mittels Blechdosen anzuwenden.
Insbesondere bringt die Aus bildung einer Verpackungsdose nach der Er findung auch Materialersparnisse und eine Vereinfachung des Herstellungsverfahrens mit sich, welch. letztere die automatische Herstellung der Scharnierverbindung ermög licht.