CH196786A - Uberlastungs- und Selektivschutzeinrichtung eines vermaschten Kabelnetzes. - Google Patents
Uberlastungs- und Selektivschutzeinrichtung eines vermaschten Kabelnetzes.Info
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Description
Überlastnngs- und Selektivschutzeinrichtnng eines vermaschten Nabelnetzes. Es war bisher bekannt, in vermaschten Netzen eine Sicherungsanordnung zum Schutze der Kabel zu verwenden, deren Prinzip dar auf beruhte, dass die Sicherungspatronen im Überstromgebiet und insbesondere auch im Furzschlussstromgebiet eine derartige Kenn linie aufweisen, dass das Fabel auf jeden Fall selektiv abgeschaltet wurde.
Die Arbeitsweise dieses Systems beruhte darauf, dass nur in dem Kabel, in dem der Kurzschluss lag, die volle Kurzschlussstromstärke fliesst; während in den übrigen Zuführungskabeln des Maschen netzes nur Teilbeträge des Kurzschlussstromes geführt werden. Damit die Sicherung selektiv genug abschaltete, musste sie eine verhältnis mässig träge Kennlinie besitzen, so dass sich infolge der, je nach der Störung, verschiedenen Stromstärken sehr unterschiedliche Abschalt- zeiten ergeben haben würden. Immerhin wurde erreicht, dass nur die Sicherungen, die im beschädigten Fabel lagen, abschmolzen, während die andern für ihre Wirkungsweise unverändert blieben.
Es war in derartigen Netzen üblich, Kabel gleichen Querschnittes zu verlegen und die Sicherungen gleich gross zu wählen. Aus der trägen Kennlinie einer Sicherung und der Tatsache der gleichen Grösse ergab sich die gewünschte Wirkungsweise der selektiven Abschaltung.
Aus der Lage der verschiedenen Ver braucherstellen im Netz wird sich jedoch in vielen Fällen ergeben, da.ss die Wahl ver schiedener Kabelquerschnitte aus wirtschaft lichen Gründen unbedingt nötig wird. Die vorliegende Erfindung bezweckt, auch in der artigen Netzen selektive Abschaltung zu er reichen. Es ist, wie dem Fachmann bekannt, ohne weiteres möglich, eine derartige Selek tivität zu erreichen, indem in den einzelnen Kabelabschnitten Sicherungen verschiedener Kennlinien (sogenannte flinke, halbträge, träge) angeordnet werden, so dass Selektivi tät erreicht wird. Eine derartige Anordnung hat jedoch den Nachteil, dass für die Projek tierungsarbeiten verhältnismässig grosse Be rechnungen oder Modellversuche nötig sind.
Bei der Cberlastungs- und Selektivschutz- einrichtung nach der Erfindung ist dieser Nachteil vermieden und ausreichende Selek tivität dadurch erreicht, dal,) die zrr jedem abgesicherten Kabel gehörigen Sicherungs- einheiten derart gebaut sind, dass die Kenn linien aller Sicherungseinheiten im Kurz schlussgebiet annähernd oder völlig überein stimmen, während im Überstromgebiet die Kennlinien derart auseinanderfallen,
dass jede Sicherungseinheit mit ihrem Grenzstrom dem zugehörigen höchstzulässigen Belastrrngsstr-0111 des Kabels entspricht.
Im Grenzstromgebiet und bei mässigen Überströmen ist die Kennlinie der zulässigen Belastungsstromstärke des zugehörigen Kabels angepasst. In diesem Gebiet werden also Überströme durch Überbelastung abgeschaltet. Itn Kurzschlussgebiet dagegen besitzt jede Sicherung des Systems eine Kennlinie, die bei jeder Sicherungsgrösse, also unabhängig von dem Grenzstrom, wenigstens angenähert gleich ist.
Damit wird erreicht, dass der in dem fehlerhaften Kabelabschnitt fliehende Strom, der dort am grössten ist, eine Siche rung abschaltet, während die andern, nur Teilströme aufnehrnenden Sicherungen infolge ihrer geringeren Belastung nicht abschmelzen.
Diese Aufgabe lässt sich beispielsweise dadurch lösen, dass man in jeder Sicherungs einheit zwei Sicherungen verschiedener Kenn linien hintereinander schaltet, nämlich eine Sicherung flinker Bauart aber übergrosser Nennstromstärke, also grösseren Nennstromes als der betr. Kabelnennstrom und eine Si cherung trägerer Ausführung und mit klei nerem, d. h. dem Kabel angepassten Grenz- strome hintereinander schaltet. Im Kurz schlussfall übernimmt die flinke Sicherung die Abschaltung, im Überstromfall die weni ger flinke, d. h. die träge.
Eine andere mögliche Lösung der Aufgabe besteht beispielsweise dariri, dass proSichern ngs- einheit eine Sicherung verwendet wird, die die Eigenschaften der vorigen Anordnung in einer einzigen Patrone besitzt.
Dazu wird eine Sicherung mit einem Schmelzleiter träger Bauart, zurr Beispiel aus Lötmetall oder einem ähnlichen Metall, dessen Querschnitt dein geforderten Grenzstrom angepasst ist, verwendet. Die Gesamtquerschnitte jeder Sicherungseinheit sind bei den verschiedenen Einheiten (je nach dein Nennstrom des Kabels) ver,rlrieden gross.
Um die gleiche Kurzschlussschtrelligkeit bei allen Sicherungs einheiten des Netzes, die aufgabegenräl,') ge fordert wird, zu erreichen, kann der ocfer die Schmelzleiter dieser Sicherungen, zum Bei spiel in der Mitte, durch Lochung oder Ein schnürung derart geschwächt werden, dass die Kennlinien der einzelnen Sicherungsein heiten im Kurzschlussgebiet praktisch völlig übereinstimmen, d. h. bei sämtlichen Nenn- stromstufen müssen gleichwirksame Quer schnitte an den geschwächten Stellen gewählt werden.
Diese Wirkung lässt sich naturgemäss arich erreichen, wenn mau die Schmelzleiter der verschiedenen Einheiten aus verschiedenen Metallen herstellt.
Eine andere Lösungsmöglichkeit besteht darin, dass die Schmelzleiter der verschiedenen Einheiten trotz verschiedenem Nennstrom gleichen Querschnitt besitzen, dass ihre Quer- schnittsforrn jedoch verschieden ist. Derartige Sicherungen basitzen die Eigenschaft, im Kurzschlulsfalle gleiche Kennlinien zu besitzen, während im Überstromgebiet die Grenzstrom- stärken je nach Ausbildung der Kühlober flächen verschieden ausfallen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Überlastungs- und Selektivschutzeinrich- tung eine, vermaschten Kabelnetzes rnit ver schieden grossem Kabelquerschnitt, mit Sohrnelzsicherungen, dadurch gekennzeichnet, dass die zu jedem abgesicherten Kabel ge hörigen Sicherungseinheiten derart gebaut sind, dass die Kennlinien aller Sicherungs einheiten für Kumschlussgebiet annähernd oder völlig übereinstimmen,während im Überstromgebiet die Kennlinien derart aus- einander fallen, dass jede Sicherungseinheit mit ihrem Grenzstrom dem zugehörigen höchstzulässigen Belastungsstrom des Kabels entspricht. UNTERANSPRüCHE: I. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Sicherungs einheit zwei Sicherungen hintereinander ge schaltet sind, von denen die eine aus einer flinken Sicherung mit einer für den betreffen den Kabelquerschnittzu grossen Grenzstrom- stärke,die andere aus einer trägen Siche rung mit einer den betreffenden Kabel querschnitt angepassten kleineren Grenz- stromstärke, jedoch grösseren Kurzschluss- trägheit besteht. 2. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der oder die Schmelz leiter jeder Sicherungseinheit derart be messen und durchgebildet sind, dass die den Grenzstrom der Sicherungen bestim menden Gesamtschmelzquerschnitte je nach dem Nennstrom des betr.Kabels ver schieden gross sind, und dass die Schmelz leiterabschnitte, die im höheren Über lastungsgebiet die Stromunterbrechung ein leiten, bei sämtlichen Nennstromstufen gleich wirksame Querschnitte besitzen. 3. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmelzleiter der verschiedenen Nennstromstufen aus glei chem Material bestehen. 4. Einrichtung nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmelzleiter der verschiedenen Nennstromstufen aus verschiedenen Ma terialien bestehen. 5. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der oder die Schmelz leiter sämtlicher Sicherungseinheiten glei chen Querschnitt, jedoch verschieden grosse Kühloberfläche besitzen.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| CH196786D CH196786A (de) | 1936-01-31 | 1937-01-07 | Uberlastungs- und Selektivschutzeinrichtung eines vermaschten Kabelnetzes. |
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| CH (1) | CH196786A (de) |
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1937
- 1937-01-07 CH CH196786D patent/CH196786A/de unknown
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