CH192566A - Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Kranzdärmen aus plastisch-knetbarer Fasermasse tierischen Ursprungs. - Google Patents

Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Kranzdärmen aus plastisch-knetbarer Fasermasse tierischen Ursprungs.

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CH192566A
CH192566A CH192566DA CH192566A CH 192566 A CH192566 A CH 192566A CH 192566D A CH192566D A CH 192566DA CH 192566 A CH192566 A CH 192566A
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Naturin G M B H
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  verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Kranzdärmen aus     plastisch-knetbarer     Fasermasse tierischen Ursprungs.    Die vorliegende Erfindung bezieht sich  auf die     Herstellung    von künstlichen Kranz  därmen für Koch- und Bratwürste und     dergl.     aus     plastisch-knetbarer    Fasermasse tierischen  Ursprungs, die z. B. aus Haut, Sehnen, Mus  keln, Fleisch und     dergl.    gewonnen wird.  Unter Kranzdärmen versteht man Därme,  die die Form von Kränzen oder Ringen auf  weisen.  



  Es ist aus Patenten der Erfinderin be  kannt,     künstliche    Wursthüllen von gerader  zylindrischer Form dadurch herzustellen,       dass,    Haut mit Chemikalien, z. B. quellenden  Chemikalien, behandelt und     mechanisch    zer  teilt und zerfasert wird, worauf die erhal  tene,     plastisch-knetbare    Fasermasse durch  Ringdüsen gepresst wird, und die dadurch  gewonnenen schlauchförmigen Gebilde ge  trocknet und gehärtet werden. Als besonders  zweckmässig haben sich hierbei Ringdüsen  erwiesen, deren Ringraum zum Teil durch  bewegliche Elemente .gebildet wird, z. B.    Ringdüsen, deren Kern oder auch Mantel  drehbar angeordnet sind.

   Beim Pressen der       Faserpaste    durch Ringdüsen werden zweck  mässigerweise     Luft    oder warme Gase in das  Innere der sich bildenden schlauchförmigen  Gebilde eingeblasen, die in aufgeblasenem  Zustand getrocknet und mit wasserverdrän  genden oder gerbenden     Mitteln    gehärtet  werden.  



  In Weiterverfolgung ihrer     UnteDsuchun-          gen    hat sich die Erfinderin als erste die Auf  gabe gestellt, künstliche Kranzdärme her  zustellen. Sie hat gefunden, dass man     künst-          licheKranzdärme    .dadurch kontinuierlich her  stellen kann, dass man gemäss vorliegender  Erfindung durch Auspressen einer     plastisch-          knetbaren    Fasermasse tierischen Ursprungs  aus einer     Ringdüse    unter     Einblasen    von Ga  sen in das Innere     .des        ,

  sich        bildenden    Schlau  ches und     schraubenlinienförmiges    Abführen  des Schlauches eine beliebig lange Schlauch  spirale erzeugt, die getrocknet, gehärtet und      vor dem Gebrauch in einzelne Stücke ge  trennt wird, die die gewünschten Kranz  därme bilden.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren kann  auf verschiedene Weise ausgeübt werden.  Man kann     zunächst    einen geraden oder  nahezu geraden zylindrischen Schlauch er  zeugen und mittels einer Transportvorrich  tung     schraubenlinienförmig    abführen. An  derseits kann man durch die Ausbildung der  Ringdüse einen gekrümmten Schlauch er  zeugen, der ebenfalls.     ,schraubenlinienförmig     abgeführt wird. Schliesslich kann man durch  entsprechende     Konstruktion    der Ringdüse  einen Schlauch     erzeugen,    :der schon     schrau-          benlinienförmig    aus der Düse tritt und dann  ebenfalls schraubenlinienförmig abgeführt  wird.  



  Zur Formung des Darmes kann man eine  gewöhnliche Ringdüse verwenden. Zweck  mässigerweise     wendet    man jedoch eine Ring  düse mit beweglichen, insbesondere dreh  baren     Teilen    an. Hierbei kann sowohl der       Düsenkern,    als auch der Düsenmantel, sowie  gegebenenfalls     Düsenkern    und     Düsenmantel     drehbar ausgebildet sein. Sofern beide Düsen  teile drehbar angeordnet ,sind, können sie sich  sowohl in gleicher, als auch in verschiedener  Richtung mit gleicher oder verschiedener<B>Ge-</B>  schwindigkeit drehen.  



  Bei Anwendung von Düsen mit dreh  baren Teilen erhält man einen Schlauch, der  mit einer von der Geschwindigkeit und dein       Drehsinn    der Teile abhängigen     Geschwin-          digkeit    sich um seine     Achse    dreht.

   Erscheint  es in einem     bestimmten    Fall zweckmässig,  diese Drehung des     .Schlauches    zu hemmen  oder aufzuheben, so verwendet man Ring  düsen. die in ihrem hintern Teil aus einem  oder zwei drehbaren Teilen, die in ihrem  Vorderteil aus stillstehenden Teilen     bestehen.     Wird der     stillstehende    Teil entsprechend  lang gewählt, .so kann ein Schlauch erhal  ten werden, der sich     praktisch    um seine       Längsachso    nicht mehr dreht.

   Zum gleichen  Ziel gelangt man, wenn man an Stelle der  Anwendung des     vordern    stillstehenden Teils  den hintern Teil derart ausbildet, dass der    Düsenkern und der Düsenmantel sich mit  gleicher Geschwindigkeit in verschiedenen  Richtungen drehen.  



  Die Konstruktion der Ringdüse kann z. B.  nach dem Schweiz. Patent Nr. 159655 er  folgen.  



  Ausser der     Drehbarkeit    der Düsenteile  sind noch die Lagerung des     Düsenkernes    und  die Ausbildung des     Düsenmundes    für die  Wirkung der Ringdüse und die     Gestaltung     des ,sich bildenden Darmes von ausschlag  gebender     Bedeutung.     



  Wird eine gewöhnliche Düse mit zen  trisch gelagertem Kern verwendet, so wird  ein     gerade        austretender    Schlauch erhalten,  der bei der     schraubenlinienförmigen    Auf  wicklung ungleichmässig wird.

   Seine     Aussen-          seite,    die     hierbei    der stärksten Dehnung aus  gesetzt wird, wird dünner     bezw.        schwächer     als die Innenseite, so dass zu     erwarten    ist,  dass beiden     fertigen    Kranzdärmen ,die Nei  gung vorhanden     .sein    wird,, bei     Belaistung    ein  seitig     aufzuplatzen.-    Versuche haben gezeigt,  dass diese     Ungleichmässigkeit    bis zu 10 % be  tragen kann.

   Im allgemeinen kann diese Un  gleichmässigkeit in Kauf genommen werden,  insbesondere, wenn man von vornherein  Därme herstellt, deren Wandstärke die ge  wünschte um     etwa   <B>10%</B>     übersteigt.    Es wer  den dann Produkte     erzeugt.,        .die    trotz einer  geringen Ungleichmässigkeit in der Wand  stärke den mechanischen Anforderungen beim  Stopfen der     Würste    und auch beim Braten  und Kochen genügen.  



  Die ideale Lösung ist dennoch die Erzie  lung eines Darmes, der vollkommen gleich  mässig ist. In Verfolgung dieses Ziels; hat die  Erfinderin     gefunden,    dass man     gleichmässige     Kranzdärme dadurch     herstellen    kann, dass  man beim Auspressen des     geraden    oder  nahezu geraden Darmes     aus    der Ringdüse  diesen Darm mit auf einem Teil seines Um  fanges     erhöhter    Wandstärke     herstellt    und  den Darm     schraubenlinienförmig        .derart    ab  führt, dass der Teil mit erhöhter Wandstärke  an die Aussenseite der entstehenden Darm  spirale zu- liegen kommt.

        Die Herstellung dieses einseitig     verstärli:-          ten    Darmes kann z. B. dadurch erfolgen, dass  der     Kern    der Düse exzentrisch in dieser an  geordnet wird, so dass ein Ringspalt     entsteht,     der an seiner engsten     Stelle    der gewünschten  Darmstärke entspricht, an seiner     weitesten     Stelle     _    dagegen diese     Darmstärke    um den  Grad der     gewünschten    Verdickung über  steigt.

   Das     Verhältnie    der grössten Kern  annäherung zum grössten Abstand zwischen  Düsenkern und Düsenmantel wird zweck  mässig in Abhängigkeit von dem Durchmes  ser .der herzustellenden Darmspirale derart  gewählt, dass ein Darm entsteht, dessen       Aussenseite        soweit    verstärkt ist, dass     ,sie    unter  dem Einfluss der Dehnung     beim        schrauben-          linienförmigen    Abführen des Darmes bis zur  Stärke der Innenseite gedehnt wird.

       Bei-          .,pielswei.se    wird eine Düse     verwendet,    deren  Kern derart gelagert ist, dass der Ringspalt  an der engsten Stelle 0,38 mm, an der Stelle  der grössten Entfernung zwischen Kern und       Diiseninnenwand    0,52 mm beträgt.

   Aus einer       :,olehen    Düse     tritt    ein ungleichmässig star  ker und infolge seiner Ungleichmässigkeit       schwach        gekrümmter        Darm    aus, der in  gleichmässigen Windungen     schraubenlinien-          förmig    abgeführt wird, wobei seine verdickte       Aussenfläche    stets der stärksten Dehnung  ausgesetzt bleibt. Dies erfolgt z. B. durch um  eine Achse schraubenlinienförmig angeord  nete Rollen, die den Darm zu Windungen  mit einem Innendurchmesser von     etwa     1.60 mm formen.

   Da die     verstärkte    Aussen  seite der Darmspirale hierbei der weitaus  grössten Dehnung unterworfen wird, erhält  das fertige     echraubenlinienförmige    Gebilde  eine gleichmässige Wandstärke, und zwar bei  einem Durchmesser von etwa. 45 mm und  der oben angegebenen     Lagerung    des     exzentri-          sehen    Düsenkernes eine gleichmässige Wand  stärke von etwa 0,45 mm.  



  Das Verhältnis der grössten Kernannähe  rung zum grössten Abstand zwischen Düsen  kern und Düsenmantel wird im wesentlichen  durch den Innendurchmesser der zu erzielen  den Darmspirale bestimmt. Je kleiner der  Durchmesser der Darmspirale und je grösser    damit das, Mass der Dehnung der     Aussenseite     des;     Darmes        während        seiner        schraubenlinien-          förmigen    Aufwicklung ist,     um    so grösser muss  die     Spanne        zwischen    diesen beiden     Werten     gehalten werden.

   Bei wachsendem Durchmes  ser der     Darmspirale    kann sich das Verhält  nis dem Wert 1     nähern.     



  Die     Düse    kann auch     derart    ausgebildet  sein,     da &     von vornherein ein     etark        gekrümmt          austretender        iSchlauch    erzeugt wird. Hierzu  können z. B. Düsen     verwendet    werden, deren  Mund seitlich     abgeschrägt    ist.

   Infolge des       geringeren        Widerstandes.    auf der     abgeschräg-          ten    Seite beim Pressen der Masse durch die  Ringdüse,     tritt        eine    verschieden     ,starke    Krüm  mung des     austretenden        Darmes    auf, die von  dem     Pressdruck        einerseits    und von der     Aus-          bildung    des     Düsenkernes.    anderseits abhängt.

    Arbeitet man mit Ringdüsen, die einerseits  sich     drehende    oder     teilweise    sich .drehende  Teile und     anderseits    einen abgeschrägten       Düsenmund    aufweisen, so tritt der     .Schlauch     von sich     aus        schraubenlinienförmig    aus und  braucht bei seiner Abführung lediglich in  dieser Form     aufrechterhalten    zu werden. In       diesem    Fall ist     eine    Ausformung des.

   Darmes  bei     Austritt    aus der Düse     derart,        dass    er auf  einem Teil seines Umfanges     erhöhte    Wand  stärke besitzt, nicht erforderlich, da bei der       schraubenlinienförmigen        Abführung    des in  gekrümmter Form stehenden     D'armesi    eine  Dehnung zur     Vergleichmässigung    des     Ge-          ,,amtumfanges,    nicht mehr vorgenommen wer  den muss. Vielmehr genügt eine     schrauben-          linienförmige        Abführung    des Darmes ohne  Dehnung.

   Vielfach ist es jedoch empfehlens  wert, den gekrümmt austretenden Darm zur       Aufrechterhaltung    oder Korrektur seiner       Form    unter     Dehnung        schraubenlinienförmig     abzuführen. In diesem Fall ist es zweck  mässig, den aus der     Düse    austretenden Darm  z. B. durch Anwendung eines     exzentrischen     Düsenkernes verschieden stark auszubilden,  und hierdurch     unerwünschte        :Schwächungen     der Wandstärke auf der     Aussenseite    der Spi  rale auszugleichen.  



  Zur     schraubenlinienförmigen    Abführung  des gerade oder nahezu gerade,     aus    der Düse           austretenden,    Darmes unter Dehnung     bezw.     zur     schraubenlinienförmigen    Abführung des  gekrümmt aus der Düse     austretenden        Darmes     ohne Dehnung,     kann    jede Transportvorrich  tung dienen, um die der Darm gegebenenfalls       unter    Zug     schraubenlinienförmig    gewunden  werden kann.

   Vorzugsweise verwendet man  eine     Rollenbahn,    die aus um eine Achse an  geordneten Führungsrollen besteht, die teil  weise von der Antriebswelle getrieben, teil  weise als Stützrollen frei drehbar angeord  net     sind.    Die Bewegung der angetriebenen  Rollen kann durch     elastische    Mittel, z. B.       Gummiringe    oder Spiralfedern bewirkt wer  den. Die Rollen können beliebig einstellbar  sein,     6o        dass    der Durchmesser der Darm  spirale beliebig verändert werden kann.  



  Die     Därme    können in bekannter Weise  getrocknet und mit wasserverdrängenden  oder gerbenden     Mitteln,    z. B. mit     Räucher-          flüssigkeiten,kochfest    gemacht, nochmals ge  trocknet und schliesslich zwischen Walzen in  eine flache Form gebracht werden, die ihre       Verpackung    erleichtert. Das Trocknen und       bezw.    oder das Härten kann sowohl während  der     schraubenlinienförmigen    Aufwicklung       bezw.    Abführung als auch anschliessend vor  genommen werden.  



  Als Ausgangsstoffe verwendet man ei  weisshaltige     Faserpasten.    die aus Haut, Haut  teilen,     entgerbtem    Leder, Sehnen, Muskeln,  Fleisch und     dergl.    gewonnen werden. Zur  Herstellung der     Faserpaste    können diese     Aus-          gangsstoffe    einer lockernden oder aufschlie  ssenden Behandlung unterworfen und an  schliessend mechanisch zerteilt oder zerfasert  werden.  



  Die Ausgangsstoffe können z. B. durch  Behandlung mit quellenden Chemikalien auf  geschlossen werden. Die     Quellung    kann mit  alkalischen oder mit sauren Flüssigkeiten  oder auch mit Salzlösungen vorgenommen  werden. Gegebenenfalls kann man auch ver  schiedene     Quellungsmittel    verwenden, die  auch in ihren     Konzentrationen    dem Aus  gangsstoff, sowie dem Grade des gewünsch  ten Aufschlusses angepasst werden.

   Zum Bei  spiel kann man Haut     zunächst    einer längeren         Kalkung        unterwerfen        und    anschliessend mit       Salzsäure    behandeln oder Fleisch durch  alleinige Behandlung mit Salzsäure in den       gewünschten        Quellungszuetand    überführen.

    Die quellen-da Behandlung wird im allgemei  nen     ao    lange fortgesetzt, bis der     eiweisshaltige          Ausgangssstoff    durch die     mechanische    Be  handlung in     eine        pmtenartige,        plastisch-knet-          bare    Masse     übergeführt    werden kann. Im       allgemeinen    wird so lange gequollen, bis das  Fleisch einen erheblichen, z. B. 75 % und  mehr betragenden Gehalt an     Quellungswasser     aufnimmt.  



  Der Aufschluss des     eiweisshaltigen    Mate  rials, kann auch durch Wärmebehandlung in  Gegenwart von Wasser erfolgen. Schliesslich  kann man die Ausgangsstoffe einen teilwei  sen hydrolytischen Abbau unter der Einwir  kung der Wärme     unterwerfen        und    gleichzei  tig oder     aufeinanderfolgend    mit quellend  wirkenden Chemikalien behandeln.  



  Das, gequollene und in seiner     Faserstruk-          tur    gelockerte Material kann unter Umstän  den unmittelbar durch     Prassen    .durch Ring  düsen geformt werden. Im     allgemeinen    wird  man aber das .gequollene     Material    einer     ein-          oder    mehrstufigen     zerteilenden    und zer  fasernden Behandlung unterwerfen, die so       g        o        eleitet        werden        muss,

          da-ss        die        Faserstruktur     des Materials, insbesondere die Faserlänge,  geschont wird. Die mechanische     Zerteilung     und     Zerfaserung    wird zweckmässig mit Hilfe  von quetschend,     zerteilend    oder reissend wir  kenden Apparaten, z. B.     Holländern.    Reiss  wölfen,     Quetsehwerken,    oder auch durch  Pressen     des-    entsprechend weit aufgeschlosse  nen     Fleischmaterials    durch lange, zweck  mässig sich allmählich verjüngende Rohre  durchgeführt.

   Zum Schluss kann die erhal  tene Masse aus gequollenen     Fleischfasern     durch Behandlung in     Knetern    oder Mischern  homogenisiert werden, wobei die Fasermasse  auf einen     gewünschten    Wassergehalt ge  bracht werden kann. Der Wassergehalt der  durch     Ringdüsen    zu formenden     Eiweissfaser-          masse    kann in     verhältnismässig    weiten Gren  zen schwanken, beträgt aber     vorzugsweise     mehr als 75 %, z. B. 85 bis 9-5 %.

        Die erhaltene     pastenförmige    Masse, die  möglichst unbeschädigte Eiweissfasern in       hochgequollenem    Zustand     enthält,    kann dann  in     Ringdüsen    der geschilderten     Konstruktion     eingeführt werden.  



  In der beiliegenden Zeichnung ist :eine  zur     Durchführung        des    erfindungsgemässen  Verfahrens     geeignete    Vorrichtung schema  tisch     dargestell.    Dabei zeigt:       Fig.    1 die     ,gesamte    Vorrichtung, in der  der Kunstdarm hergestellt und zu einer  Schraubenlinie geformt wird, teilweise im  Schnitt, teilweise in der Draufsicht,       Fig.    2 eine Draufsicht auf einen Teil der       Schraubenlinienbahn    vom Düsenmund aus,       Fig.    3 und 4     besondere    Düsenkonstruk  tionen.  



  An :einem Gestell 1     :sind    zwei um :die  Träger des Gestelles schwenkbare Töpfe 2  und 3 angeordnet, von :denen sich der Topf 2  im Betrieb befindet, während :der Topf 3 be  schickt wird. Der im Betrieb     befindliche     Topf 2 ruht auf einem Tisch 4, :der mit der  Kolbenstange 5 und dem Kolben 6 eines Öl  presszylin:ders 7 verbunden ist. Dieser     Press-          zylinder    wird vermittels einer     Ölpumpe,    8  aus :dem Vorratsbehälter 9 durch die Leitun  gen 10 mit -01 gespeist. Die     Leitungen    10  sind mit den Ventilen 11 versehen, wodurch  das Vor- und     Rücktreiben    des Kolbens 6 ge  steuert wird.

   Die Träger des Gestelles: tra  gen die     Stellringe    12, auf denen :die     Masse-          töpfe    2 und 3 beim Füllen ruhen. Im Topf 2  befindet sich während des Betriebes der Kol  ben 13, der mit einer fest auf dem     Gestell    1  aufmontierten hohlen Kolbenstange     14    ver  bunden ist. Die hohle Kolbenstange wird  durch eine Rohrleitung 15     fortgesetzt,    :die  das Ventil 16     trägt.    Diese Leitung mündet  in den Doppelzylinder 17, :der als Vorrats  kammer und Puffer dient.

   Zur Aufrechter  haltung     des        Druckes    im Zylinder dient der  Doppelkolben 18, der durch 01 vermittels der  Ölpumpe 19     aus    dem     -Ölbehälter    20 durch die       Leitung    21 nach oben getrieben wird. 22 ist  ein Überdruckventil. Der     Zylinder    17 ist  durch eine Leitung 23, die .sich über einen       Dreiweghahn    24 in die     Leitungen    2:5 und 26    verzweigt, mit     Odem    Hochdruckzylinder 27  und 2.8 verbunden, die     abwechselnd    gefüllt  und entleert werden.

   Die Kolben 29 und 30  der beiden     Presszylinder    werden auf beliebige       Weise,    z. B. :durch Druckluft oder durch  Spindeln,     angetrieben.    Die     Hochdruckzylin-          :d:er        sind    durch     ,die,    Leitungen 31 und 32, die  mit den Ventilen 33 und 34 versehen sind,  mit der Ringdüse     ss5    verbunden.     Diese    Ring  düse besteht aus einem     stillstehenden    Mantel       3:

  6,    der durch ein stillstehendes Mundstück  37 fortgesetzt     wird,    und aus einem drehbaren  Kernteil 38, an     den.    sich der     ,stillstehende          Kernteil    39 anschliesst. Dieser     ist    durch die  Achse 40     in    Ruhe gehalten. Der stillstehende       Kernteil    39 und die Achse 40 sind hohl, um  die     Zufuhr    von Luft oder andern Gasen zu       gestatten.    Der     :drehbare    Kernteil 38 wird  durch     :das    Zahnrad 41 angetrieben.

   Der :dreh  bare Kernteil     3,8    und der Mantel 36 bilden  einen Ringraum 42, in welchen die Leitun  gen 31 und 32 münden, durch die die     pla-          stisch-knetbare        Masse    :der Düse zugeleitet  wird. Der Ringraum 42 wird :durch den  Ringraum 43 fortgesetzt, der -durch den     still-          stehenden        Kernteil        .39    und durch das, :eben  falls stillstehende Mundstück 37 .gebildet ist.  Die ganze Düse ist auf den Arbeitstisch 44  aufmontiert.

   Der aus der Ringdüse 35 aus  tretende Darm 45 wird über die Rollen 46  und 47 vorwärts geführt, wobei die Rollen  46 frei drehbare Stützrollen     ,sind,    während  die Rollen 47 durch elastische     Verbindungen     48 von :der Hauptwelle 49 angetrieben wer  den. Die Rollen sind, um ein Anhaften oder  vor allem bei einem Stillstand eine un  erwünschte     Wärmeaufnahme    des Darmes von  Seiten der     Rollen.    aus     :dem    Trockenraum z u  vermeiden, mit gerillter,     geriffelter    oder  ähnlich     ausgebildeter    Lauffläche versehen.

    Zwecks, Verstellung der Rollen sind die etwa  U-förmigen Rollenträger 50 auf parallel zur  Welle verlaufenden Schienen 51 einstellbar  angeordnet.  



  Im Betrieb wird die     pastiech-knetbare          Fasermasse        aus    dem Topf 2 durch Hochgehen  des vom Kolben     @6        angetriebenen    Tisches 4  durch die hohle Kolbenstange 14 in     :

  die    Lei-           tung    15     gepresst    und gelangt bei offenem  Ventil 16 in den Zylinder 17, in dem ein  Druck von 20 bis 40     Atm.        hernscht.    Aus  diesem Zylinder gelangt die     Masse    in die       Hoch.druckpresszylinder    27 und 28, aus denen  sie abwechselnd unter einem Druck von 300  bis 500     Atm.    durch die Leitungen 31 und 32  in den Ringraum 42 gepresst wird. Hier er  folgt unter dem Einfluss des: sich drehenden       Kernes    38 eine Verlagerung der Fasern, ins  besondere in dem dem Kern anliegenden Teil  in     tangentialer    Richtung.

   Aus dem Ring  raum 42 gelangt die     Fasermasse    in den Ring  raum 43, der     durch        feststehende    Teile ge  bildet ist, und in dem die     Fasermasse    insbe  sondere in ihren     äussern    Schichten axial ge  lagert wird. Aus dem Ringraum 48 tritt ein  gerader Schlauch aus, der aus     kreuzweise          bezw.    gesperrt gelagerten Fasern besteht und  hierdurch eine besonders hohe Festigkeit hat.  In den .Schlauch wird aus der hohlen Achse  40 Luft     eingeblasen.    Der aufgeblasene  Schlauch wird über den Rollen 46 und 47       schraubenlinienförmig    gewunden und abge  führt.

   Die Trocknung und     Härtung        des    Dar  mes kann während dieser Abführung erfol  gen. Die Trocknung wird durch Überleiten  von erwähnter Luft über den aufgeblasenen  Darm vorgenommen. Zur     Gerbung    werden  die bekannten wasserverdrängenden und ger  benden     Mittel,    wie Aluminiumsulfat, Ton  erde,     Tannin    oder andere Gerbstoffe, vor  zugsweise aber Produkte der     Schwelun.g,     Destillation oder     Verkohlung    von     zellulose-          un.d        ligninhaltigen    Produkten, wie Holz  destillate, verwendet.

   Gegebenenfalls können  die Trocknung und     Härtung    auch zu einem  späteren Zeitpunkt erfolgen..  



  In der     Fig.    3 ist eine der Ringdüse 35  analoge Ringdüse 52 abgebildet, die sich je  doch von dieser dadurch     unterscheidet,    dass  sie einen im Düsenmundstück 53     exzentrisch     gelagerten,     stillstehenden        Kernteil    54 ent  hält.     Beim,        Pressen    der Fasermasse durch  diese Düse     entsteht    ein     ungleichmässig    star  ker Schlauch, dessen stärkere Wandung an  die     Aussenseite    der geformten     Darmspirale    zu  liegen kommt.

           Fig.    4 stellt eine     Ringdüse    5.5 dar, die  ebenfalls wie die Ringdüse 35     konstruiert        ist,     jedoch einschräg abgeschnittenes     Mundstück     5,6 und einen ebenfalls schräg abgeschnitte  nen Kernteil 57 hat. Aus     dieser    Düse tritt  beim Pressen der     Fasermasse    ein Darm aus,  der entsprechend der     Düsenabschrägung        ge-          krümmt    ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur kontinuierlichen Herstel- lung von künstlichen Kranzdärmen durch Auspressen einer plastisch-knetbaren Faser- masse tierischen Ursprungs aus einer Ring düse unter Einblasen von Gasen in das Innere des sich bildenden Schlauches, da durch gekennzeichnet, dass der sich bildende Schlauch schraubenlinienförmig abgeführt, getrocknet und gehärtet wird und die erhal tene Schlauchspirale in einzelne Stücke ge trennt wird, die die gewünschten Kranz därme bilden. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass .die Schlauch spirale während der Abführung getrock net wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass dieSchlauch spirale während der Abführung gehärtet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die .Schlauchspirale während der Abführung getrocknet und gehärtet wird. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass zwecks Her- stellung von gleichmässig starken Kranz därmen beim Auspressen der Fasermasse aus einer Ringdüse ein Schlauch mit auf einem Teil seines Umfanges grösserer Wandstärke hergestellt wird und schrau- benlinienförmig unter Dehnung derart abgeführt wird, dass der Teil mit grösse rer Wandstärke an die Aussenseite der entstehenden Spirale zu liegen kommt. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass zwecks Her stellung von gleichmässig ,starken Kranz- därmen durch Verwendung einer Ring düse mit abgeschrägtem Mundstück ein gekrümmter Auslauf des geformten Schlauches erzwungen wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass zwecks Her stellung von gleichmässig starken Kranz därmen durch Verwendung einer Ring düse mit abgeschrägtem Mundstück ein schraubenlinienförmiger Auslauf des ge formten Schlauches erzwungen wird.
    PATENTANSPRUCH II: Vorrichtung zur kontinuierlichen Her stellung von schraubenlinienförmigen Kunst därmen nach Patentanspruch I, bestehend aus einer Pressvorrichtung,die in einer Ringdüse mündet, und einer Transportvorrichtung, welche den aus der Düse gepressten Schlauch schraubenlinienförmig abführt. UNTERANSPRÜCHE: 9.
    Vorrichtung nach Patentanspruch 1I zur kontinuierlichen Herstellung von gleich mässig starken Kranzdärmen, _ gekenn zeichnet durch eine Ringdüse mit exzen trisch gelagertem Kern. B. Vorrichtung nach Patentanspruch II zur kontinuierlichen Herstellung von gleich mässig starken Kranzdärmen, gekenn zeichnet durch eine Ringdüse mit abge schrägtem Düsenmund.
    9. Vorrichtung nach Patentanspruch II zur kontinuierlichen Herstellung von gleich mässig starken Kranzdärmen, gekenn zeichnet durch eine Ringdüee mit beweg lich ausgebildeten Teilen. 10. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 9, gekennzeichnet durch eine Ringdüse mit drehbar ausgebildeten Teilen.
    11. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, ge kennzeichnet durch eine Transportvor richtung, die aus einer Antriebswelle und. aus in koachsialen schraubenlinien- förmigen Windungen die Antriebswelle umgebenden Führungsrallen besteht, die teilweise von der Antriebswelle getrie ben, teilweise als Stützrollen frei dreh bar angeordnet sind.
    PATENTANSPRUCH III: Künstlicher Kranzdarm aus getrockneter und gehärteter plaetisch-knetbarer Faser masse tierischen Ursprungs, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I.
CH192566D 1935-05-23 1936-05-22 Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Kranzdärmen aus plastisch-knetbarer Fasermasse tierischen Ursprungs. CH192566A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3635615A (en) * 1968-12-16 1972-01-18 Benteler Werke Ag Apparatus for jacketing tubular stock

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3635615A (en) * 1968-12-16 1972-01-18 Benteler Werke Ag Apparatus for jacketing tubular stock

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