CH192145A - Verfahren und Vorrichtung zur Hochvakuum-Destillation. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Hochvakuum-Destillation.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zur Hochvakuum-Destillation. Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein verbessertes Verfahren und eine Vorrich tung zur Kurzweg-Hochvakuum-Destillatio.n, besonders von festen Stoffen, aus denen nicht fliessende Destillate oder nicht fliessende Rückstände entstehen. Bei der Kurzweg- Ilochvakuum-Destillation wird ein ausser ordentlich hohes Vakuum von der Ordnung von 10-2 bis 10-6 mm. Quecksilbersäule im Destilliergefäss aufrecht erhalten und die Verdampfungs- und Kondensationsflächen sind sehr nahe, gewöhnlich zirka 1 bis 5.em, beieinander.
Das vorliegende Verfahren für Kurzweg- Hochvakuum - Destillation, besonders von festen Materialien, aus denen nicht fliessende Destillate oder Rückstände entstehen, zeich net sich gemäss der Erfindung dadurch aus, dass man das Ausgangsmaterial in Form einer dünnen Schicht einer auf die erforderliche Temperatur geheizten, wandernden Verdamp- fungsfläche zuführt, das Kondensat an einer zu dieser Fläche parallelen und von ihr ein wenig entfernten, wandernden, gekühlten Fläche sammelt und den Rückstand und das Kondensat von den .genannten,
wandernden Flächen entfernt und .getrennt voneinander sammelt.
Die beiden wandernden Flächen sind zweckmässig 1 bis 5 cm voneinander entfernt und sind zweckmässig zur Hauptsache hori- zontal, wobei zweckmässig die untere Fläche die Verdampfungsfläche ist. Die Flächen können horizontal oder statt dessen auch ver tikal oder in beliebigem Winkel geneigt sein.
Die Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens ist gemäss,der Erfindung .gekenn zeichnet durch parallele, wandernde, in klei nem Abstand voneinander angeordnete Flä chen, durch Mittel zum Reizender einen dieser Flächen und Mittel zum Kühlen der andern Fläche, durch Mittel zum Zuführen des Ausgangsmaterials in Form einer dünnen Schicht zur geheizten Fläche und durch Mit- tel, :die :dazu :dienen, den Rückstand und das Kondensat voneinander getrennt zu sammeln.
Es ist einleuchtend, :dass das Verfahren und die Vorrichtung nach der Erfindung auch zur Kurzweg-Hochvakuum-Destillation von flüssige Kondensate ergebenden Flüssig keiten anwendbar ist.
Die wan:dern.den Flächen haben zweck mässig die Form von endlosen, biegsamen, dünnen Bändern, welche in guter wärme- leitender Berührung mit mindestens einem ortsfesten, auf der Rückseite der Verdamp- fungsfläche angeordneten Heizelement und mit mindestens einem ortsfesten, auf der Rückseite der Kondensationsfläche angeord neten Kühlelement wandern.
Die wandernden Bänder sind zweckmässig axial in einem zylindrischen Gefäss angeord net, welches mindestens einen Zufuhrbehäl- ter am einen Ende und voneinander getrennte Abgabetrichter für den Rückstand und das Kondensat am andern Ende besitzt. Der Zu fuhrbehälter ist zweckmässig zur vom Haupt gefäss getrennten Evakuation .eingerichtet.
Ein Beispiel der Vorrichtung zur Aus führung :des Verfahrens gemäss :der Erfin dung soll nun anhand der Zeichnung be schrieben werden, in welcher Fig. 1 einen schematischen Vertikalschnitt durch :die Vor richtung darstellt; Fig. 2 und 3 sind sche matische Vertikalschnitte nach den Linien A-A und B-B in Fig. 1.
Mit 1 ist ein zylindrisches Destillations- gefäss bezeichnet, welches :durch geeignete, nicht :dargestellte Pumpmittel unter Hoch vakuum gesetzt wird. Die das feste, zu de stillierende Material enthaltenden Zufuhr behälter 2 wenden :durch :die Leitung :3 eben falls evakuiert, jedoch nicht notwendiger weise auf :den gleich hohen Vakuumgrad, wie das Destilliergefäss selbst.
Um eine kon tinuierliche Zufuhr des zu destillierenden Materials zu ermöglichen, .sind zwei Behälter 2 vorgesehen, wobei jeweils der eine wieder gefüllt und wieder evakuiert wird, während der andere seinen Inhalt von festem Material in :das Destilliergefäss abgibt. Regulierventile 4 ermöglichen einen vakuumdichten Ver- schluss, so :dass die Behälter 2 bei normalem Druck gefüllt werden können.
Von .den Be hältern 2 gelangt das Material über die Re gulierventile 4 auf eine Zufuhrvorriclitung 5 und von da in einen Trog 6 und auf einen rotierenden Verteiler 7.
Mittels eines sich an :den Verteiler 7 an legenden Messers 8 wird das Material in diinner Schicht auf ein endloses, zur Haupt sache horizontal verlaufendes, dünnes, bieg sames Metallband 3 geleitet, welches in der Richtung des eingezeichneten Pfeils über Walzen 10 und in guter wärmeleitender Be rührung über ein Heizelement 11 geführt wird.
Der lose Destillationsrückstand fällt vom Band 9 in einen Sammler <B>13,</B> in den auch der durch einen Schaber 12 vom Band 9 abgeschabte Rückstand fällt.
Über :dem Band 9 ist ein ähnliches, end loses, ebenfalls zur Hauptsache horizontal verlaufendes, biegsames Metallband 14 im Abstand von 1 bis 5 cm angeordnet. Die einander benachbarten Teile der Bänder 9 und 14 bewegen sich in derselben Richtung. Das Band 14 bewegt sich über Walzen 1,5 und in guter wärmeleitender Berührung einem Kühlelement 16 entlang. Kondensat sammelt sich auf der untern Fläche dieses Bandes an und wird :durch ein Messer 17 ab geschabt, um in einen .Sammler 18 zu fallen.
Die Sammler 13 und 18 können vakuum- .dichte Hilfsräume aufweisen, um das Ent leeren :der Sammler ohne Störung des kon tinuierlichen Betriebes des Verfahrens zu er möglichen.
Die Heiz- und Kühlelemente weisen zweckmässig einen Körper aus gegossenem Metall von guter Wärmeleitfähigkeit, zum Beispiel Aluminium, auf, in welchem naht lose Metallröhren, zum Beispiel aus Stahl oder Kupfer, eingebettet sind. In der Praxis ist es zweckmässig, das Band 14 mit höherer Geschwindigkeit als das Band 9 laufen zu lassen, um eine wirksame Kondensation zu sichern und um zu verhindern, dass sich an einer gegebenen :Stelle des Bandes mehr Kon densat bildet, als am Band anzuhaften ver mag.
Bei einem Beispiel des Gebrauches der beschriebenen Vorrichtung wurden .gepul- verte, japanische Insektenpulverblüten .auf die obere Fläche des untern Bandes aufge geben und darauf bis auf<B>180</B> C erhitzt, in dem man das. Band über ein stationäres Heiz- element 11 bewegte. Das stationäre Kühl element 16, über welches sich die untere Flä che des obern Bandes bewegt, war durch ge wöhnliches Leitungswasser gekühlt.
Die Di stanz zwischen den wirksamen Flächen der Bänder war zirka 1 ein und das innerhalb des Apparates aufrecht erhaltene Vakuum war zirka 10-4 mm Quecksilbersäule. Eine gelbe, sehr zähe Flüssigkeit oder ein halb fester Körper kondensierte sich auf der un tern Fläche des obern Bandes und wurde am Ende des Bandlaufes in den Sammler 18 gekratzt. Dieses Kondensat enthielt, in hoch konzentrierter Form, die insektentötend wirk samen Bestandteile .des Ausgangsmaterials. Der feste Rückstand von der obern Fläche des untern Bandes wurde in einen beson deren Sammler 13 gekratzt und beseitigt.
Claims (1)
- PATENTANSPRü CHE I. Verfahren zur Kurzweg-Hochvakuum- Destillation, besonders von festen Stof fen, aus denen nichtfliessende Destillate oder nichtfliessende Rückstände ent stehen, .dadurch gekennzeichnet, dass man das Ausgangsmaterial in Form einer dün nen .Schicht einer auf die erforderliche Temperatur geheizten, wandernden Ver- ,dampfungs.fläche zuführt, das Konden sat an einer zu dieser Fläche parallelen und von ihr .ein wenig entfernten, wan dernden, gekühlten Fläche sammelt und den Rückstand und das Kondensat von den benannten,wandernden Flächen ent fernt und getrennt voneinander sammelt. fI. Vorrichtung zur Ausführung des Verfah rens nach Patentanspruch I, gekennzeich net durch zwei parallele, wandernde, in kleinem Abstand voneinander angeord- nete Flächen, durch Mittel zum Heizen ,der einen dieser Flächen und Mittel zum Kühlen der andern Fläche, durch Mittel zum Zuführen des. Ausgangsmaterials in Form einer dünnen Schicht zur ,geheizten Fläche und durch Mittel, die dazu die nen, den Rückstand und das Kondensat voneinander getrennt zu sammeln. UNTERANSPRüCHE 1.Vorrichtung nach Patentanspruch II, bei welcher die beiden wandernden Flächen 1 bis 5 cm voneinander abstehen. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch II, bei welcher die wandernden Flächen zur Hauptsache horizontal sind, wobei die untere Fläche die Verdampfungsfläche ist. 3.Vorrichtung nach Patentanspruch II, bei welcher die wandernden Flächen durch endlose, biegsame, dünne Bänder gebildet sind, welche in guter wärmeleitender Be rührung mit mindestens einem ortsfesten, auf der Rückseite der einen Fläche an geordneten Heizelement und mit minde- stens einem ortsfesten, auf der Rückseite der andern Fläche angeordneten Kühl element wandern. 4.Vorrichtung nach Patentanspruch II, bei welcher die wandernden Flächen axial in einem zylindrischen Gefäss angeordnet sind, welches mindestens einen Zufuhr behälter am einen Ende und voneinander getrennte Abgabetrichter für den -Rück stand und .das Kondensat am andern Ende besitzt. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 4, bei welcher der Zufuhr behälter zur vom Hauptgefäss getrennten Evakuation eingerichtet ist.
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