CH190883A - Fahrleitungsanlage. - Google Patents
Fahrleitungsanlage.Info
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Description
Fahrleitnngsanlage. Die Fahrleitungen für den elektrischen Betrieb bestehen gewöhnlich aus Kupfer draht, wobei zur Aufhängung des Fahrdrah tes Drähte aus Bronze bezw. Hupfer verwen det werden. Diese Drähte können unmittelbar als Spanndrähte angewendet werden, oder es hönnen aus denselben Tragseile (Querseile und Längsseile) hergestellt werden; sie haben die gesamte Belastung der Fahrleitung auszu halten. Die Drähte der Tragseile sind so wohl auf Biegung als auch auf Zug bean sprucht; überdies müssen .sie auch gegen atmosphärische Einflüsse widerstandsfähig sein.
Als Material für die Drähte solcher Tragseile kommt daher nur entweder eine Bronze oder ein rostfreier Stahl in Betracht. Gegen die Verwendung von Eisen- bezw. Stahldrähten bestehen aber Bedenken, die verschiedene Ursachen haben. So wird auch von den Tragseilen sehr häufig eine entspre chende Leitfähigkeit für den elektrischen Strom gefordert, und zwar einerseits wegen der Blitzgefahr, anderseits damit das Trag seil im Bedarfsfalle auch als Ersatzleitung für den Fahrdraht bezw. als Notleitung die nen kann.
Diese Wirkung kann nur mit kupferreichen Bronzen erreicht werden, die aber auch den Vorteil haben, dass sie sich leichter bearbeiten lassen als Stahlseile, was sich insbesondere bei der Montage der Seile in einer rascheren und billigeren Arbeit aus drückt. Dazu kommt aber noch, dass Bronze drähte auch als Altmaterial einen ganz er heblichen Wert besitzen, wogegen Stahl drähte als Altmaterial wertlos sind.
Dieser Altmaterialwert der Bronzedrähte und die leichtere Bearbeitbarkeit der Bronze drähte gegenüber Stahldrähten sind Vorteile, die in vielen Fällen für die Anwendung von Bronzedrähten entscheidend sind, trotz der gegenüber Stahldrähten verhältnismässig ge ringeren Festigkeit. Die bisher für die Her stellung von Tragseilen bekanntgewordenen Bronzdrähte haben höchstens eine Zugfestig keit von ungefähr 70 bis 72 kg/mm'. . Daher sind solche Bronzedrähte für Tragseile von Fahrleitungen bei einem Betrieb mit grossen Fahrgeschwindigkeiten nicht verwendbar.
Bei der Fahrleitungsanlage gemäss vor liegender Erfindung sind die zur Aufhän gung des Fahrdrahtes dienenden Drähte aus einer kalt- und warmverformbaren Kupfer legierung gezogen und besitzen eine Zug festigkeit von mindestens 80 kg/mm\. Diese Drähte können in dem üblichen Verarbei tungsverfahren, welches darin besteht, dass das Material warm vorgewalzt und kalt fer tiggezogen wird, hergestellt werden, und zwar unter Verwendung der bisher für die Herstellung solcher Drähte bestehenden An lagen und Maschinen. Es ist hierbei nicht erforderlich, dass eine Vergütung oder Alte rung in das Herstellungsverfahren einge schaltet wird.
Diese Drähte vereinigen mit dieser Festigkeit noch die Vorteile der bis her bekannten Bronzedrähte, nämlich leichte Bearbeitbarkeit und hoher Altmaterialwert, wenn sie auch nicht in dem gleichen Masse elektrisch leitfähig sind.
Die Drähte können unmittelbar als Spann drähte angewendet werden, oder es können aus denselben Tragseile für die Aufhängung von Fahrdrähten hergestellt werden.
Die kalt- und warmverformbare Kupfer legierung kann zum Beispiel 1 bis 3 % Si und 1 bis 4 % Mn, Rest Kupfer enthalten, wobei das Silizium ganz oder teilweise auch durch Titan und das Mangan ganz oder teil weise auch durch eines seiner Homologen Eisen oder Nickel ersetzt werden kann. Diese Legierung eignet sich ausserordentlich gut für die Draht- bezw. Tragseilfabrikation und ergibt in diesem Verwendungsgebiet Zug festigkeiten von mehr als 90 kg/mm'.
Die Kupferlegierung kann auch aus min destens 3 bis höchstens 8 % Aluminium plus Silizium, Rest Kupfer bestehen, z. B. 3 Silizium und 1,5 % Aluminium oder 1,5 Silizium und 6 % Aluminium enthalten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Fahrleitungsanlage, dadurch gekenn zeichnet, dass die zur Aufhängung des Fahr drahtes dienenden Drähte aus einer kalt- und warmverformbaren Kupferlegierung gezogen sind und eine Zugfestigkeit von mindestens 80 kg/mm' besitzen. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Fahrleitungsanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupfer legierung 1 bis 3 % Silizium, 1 bis 4 Mangan, Rest Kupfer enthält. 2. Fahrleitungsanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupfer legierung 1 bis 3 % Titan, 1 bis 4 Mangan, Rest Kupfer enthält.3. Fahrleitungsanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupfer legierung 1 bis 3 % Silizium und Titan, 1 bis 4% Mangan, Rest Kupfer enthält. 4. Fahrleitungsanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupfer legierung 1 bis 3 % Silizium, 1 bis 4 Eisen, Rest Kupfer enthält. 5. Fahrleitungsanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupfer legierung 1 bis 3 % Silizium, 1 bis 4 Nickel, Rest Kupfer enthält. 6. Fahrleitungsanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupfer legierung 1 bis 3 % Silizium, 1 bis 4 Mangan und Eisen, Rest Kupfer enthält.7. Fahrleitungsanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupfer legierung 1 bis 3 % Silizium, 1 bis 4 Mangan und Nickel, Rest Kupfer enthält. B. Fahrleitungsanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupfer legierung 1 bis 3 % Titan, 1 bis 4 % Ei-_ sen, Rest Kupfer enthält. 9. Fahrleitungsanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupfer legierung 1 bis 3 % Titan, 1 bis 4 Nickel, Rest Kupfer enthält. 10. Fahrleitungsanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupfer- legierung 1 bis 3 % Titan, 1 bis 4 Mangan und Eisen, Rest Kupfer enthält.11. Fahrleitungsanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupfer legierung 1 bis 3 % Titan, 1 bis 4 Mangan und Nickel, Rest Kupfer enthält. 12. Fahrleitungsanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupfer legierung 1 bis 3 % Silizium und Titan, 1 bis 4% Eisen, Rest Kupfer enthält. 13. Fahrleitungsanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupfer legierung 1 bis 3 % Silizium und Titan, 1 bis 4% Nickel, Rest Kupfer enthält.14. Fahrleitungsanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupfer- legierung 1 bis 3 % Silizium und Titan, 1 bis 4 % Mangan und Eisen, Rest Kupfer enthält. 15. Fahrleitungsanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupfer legierung 1 bis 3 % Silizium und Titan, 1 bis 4 % Mangan und Nickel, Rest Kup fer enthält. 16. Fahrleitungsanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupfer legierung an Silizium und Aluminium zusammen mindestens 3 % und höchstens 8 % enthält.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| AT190883X | 1935-10-23 |
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| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH190883A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1159995B (de) * | 1959-07-07 | 1963-12-27 | Osnabruecker Kupfer Und Draht | Fahrleitung in elektrischen Bahnanlagen |
-
1936
- 1936-07-09 CH CH190883D patent/CH190883A/de unknown
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