CH178134A - Pflanzenschutzmittel und Verfahren zur Herstellung desselben. - Google Patents

Pflanzenschutzmittel und Verfahren zur Herstellung desselben.

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CH178134A
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N V Lijm-En Gelatinefabr Delft
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Lijm En Gelatinefabriek Delft
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      Pflanzenschutzmittel    und Verfahren zur Herstellung desselben.    Die Erfindung bezieht sich auf ein       Pflanzenaehutzmittel,    sowie auf ein Verfah  ren zur     Heisstellung    desselben.  



  Da die Pflanze, zumal in der ersten  Stufe ihrer Entwicklung, vielen schädlichen  Einflüssen ausgesetzt ist, die die zu erzielen  den wirtschaftlichen Resultate in weitgehen  dem Masse beeinträchtigen können, hat man  in verschiedener Weise versucht, diese schäd  lichen Einflüsse möglichst auszuschalten.  



  Das Pflanzenschutzmittel gemäss der Er  findung kann im allgemeinen zum Schutz  der Pflanzen gegen Schädlinge     bezw.    zum  Bekämpfen von Schädlingen, wie zum Bei  spiel Insekten und Pilzen, dienen, insbeson  dere aber ist es zur Bekämpfung der unter  dem Namen     "Drehherzigkeit"        bekannten     Krankheit der Kohlpflanzen geeignet.  



  Bisher hat man diese Krankheit nicht  erfolgreich bekämpfen können. Dieselbe ent  steht bekanntlich dadurch, dass ein " Insekt,  die Gallenmücke, ihre Eier ins Herz der  jungen     Kohlpflanze    legt. Diese Eier ent-    wickeln sich dort zu Larven, die eine ge  drehte Form der     aufgewachsenen    Pflanze  verursachen, die nicht zur vollen Entwick  lung kommen kann.    Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist nun ein Pflanzenschutzmittel zur Erzie  lung eines Schutzes gegen schädliche Orga  nismen, das dadurch gekennzeichnet ist, dass  es aus einer Emulsion eines fetten Öls in  einer wässerigen Lösung eines     lyophilen          Kolloids,--das    zur Bildung einer zusammen  hängenden Haut befähigt ist, wie zum Bei  spiel Leim, besteht.  



  Das Schutzmittel gemäss der Erfindung,  das     flüssig    oder mehr oder weniger fest sein  kann, hat die Eigenschaft, eine Haut zu bil  den, wenn die zu schützende Pflanze     bezw.     der zu schützende Pflanzenteil von Zeit zu  Zeit damit behandelt wird. Diese Haut ist  elastisch und bleibt beim Wachsen der  Pflanze während längerer Zeit intakt, so dass  dieselbe gegen Insekten geschützt     ist.         Die Erfindung bezieht sich weiter auf  ein Verfahren zur Herstellung des Schutz  mittels, durch     Emulgierung        eines    fetten Öls  in einer wässerigen Lösung eines     lyophilen     Kolloids, das zur Bildung einer zusammen  hängenden Haut befähigt ist.  



       Gewünschtenfalls    kann die Wirkung die  ses Mittels durch Zusatz wenigstens eines       Insekticides    oder     Fungicides        wie        Bleiarsenat,          Benzoesäure,        Salicylsäure    oder mehrere die  ser Substanzen verbessert werden.

   Versuche  haben gezeigt, dass eine sehr gute     insecticide     Wirkung zum Beispiel dadurch. erzielt wer  den kann, dass man eine Leimlösung mit  äquivalenten Mengen einer Bleinitratlösung  und einer     Natriumarsenatlösung    derselben  Gewichtskonzentration derart versetzt, dass  sich eine kolloidale Dispersion von     Bleiarse-          natbildet,    in dieser Rizinusöl     emulgiert    und  schliesslich eine     Kaliumkarbonatlösung    zu  setzt:   Versuche ergaben, dass der Zusatz von       Kaliumkarbonat    eine stabilisierende Wir  kung hat.  



       Ausführungsbeispiel        r:     1700 cm' einer warmen 15%igen Leim  lösung werden unter kräftigem Rühren mit  <B>150</B> cm' einer     5%igen    Bleinitratlösung und  150 cm' einer 5%igen     Natriumarsenatlösung     versetzt. Man lässt vorzugsweise beide Lö  sungen zu gleicher Zeit langsam zufliessen;  sie können aber auch nacheinander zuge  setzt . werden, zum Beispiel zuerst das     Na-          triumarsenat.     



  Die Mischung wird während 15 Minuten  stark gerührt und darauf mit 150 cm' Rizi  nusöl versetzt. Das Rühren wird während  des     Zusetzens    des Rizinusöls und noch 15  Minuten nachher fortgesetzt. Schliesslich  wird noch eine Lösung von 40 bis 60 g       Kaliumkarbonat    in 100 bis 200 cm' Wasser  zugegeben und das Gemisch nochmals 15  Minuten gerührt.  



  Die erzielte Emulsion, die nur haltbar ist,  wenn sie mit     Phenolphtalein    eine Rotfär  bung gibt, soll vor der Verwendung zum Be  handeln der Kohlpflanzen mit Wasser ver-    dünnt werden, zum     Beispiel    in einem Ver  hältnis von 1 : 15 bis 25. Vorteilhaft wird  das Schutzmittel, wenn es während längerer  Zeit aufbewahrt werden soll, mit der     11/:     bis     2-fachen    Wassermenge verdünnt, da die  Masse sonst bei kaltem 'Vetter fest wird.  



  Das Schutzmittel gemäss der Erfindung  kann aber auch in konzentriertem oder sogar  in festem Zustande hergestellt, abgeliefert  und aufbewahrt werden. Diese Ausführungs  form hat wesentliche Vorteile, da die Hand  habung des Produktes in dieser Form leich  ter ist, während es ausserdem haltbarer ist.  Die 'Kosten für Verpackung, Fracht usw.  werden geringer. Das Produkt kann dabei  von einer     gelartigen    Masse bis zu einer voll  kommen festen, harten Masse variieren.  



  <I>Ausführungsbeispiel 2:</I>  540 cm' einer 50 %     igen        _Leimlösung    wer  den mit einer Lösung von 7,5     gr        Natrium-          arsenat    in 30 cm' Wasser versetzt. Unter  starkem Rühren werden eine Lösung von  7,5g Bleinitrat in 30     cm-'    Wasser und dar  auf 150 cm' Rizinusöl zugesetzt. Die Emul  sion wird schliesslich mit einer Lösung von  50 g     Kaliumkarbonat    in 50 cm' Wasser     ge-          miseht.     



  Die in obiger Weise erhaltene konzen  trierte Lösung     wird    in Formen ausgegossen.  Die erstarrte Masse kann     erwünschtenfalls     einige Tage getrocknet werden, wobei eine  Erhärtung der äussern Schichten stattfindet,  was die Handhabung erleichtert und zu glei  cher Zeit gestattet, die Oberfläche durch  Stempeln mit Buchstaben oder andern Zei  chen zu versehen.  



  Für die praktische Verwendung, zur     Be-          bandlung    der Pflanze soll das feste, konzen  trierte     Produkt    entsprechend stärker ver  dünnt werden.  



  Bei der Herstellung des konzentrierten  Präparates entstehen gewisse Schwierigkei  ten, wenn man     Natriumarsenat    und Bleini  trat gleichzeitig zusetzt, weil dabei eine ein  wandfreie kolloidale     Dispersion    meistens  nicht erzielt wird. Vorteilhaft wird erst  die ganze     Arsenatmenge    und nachher unter      starkem Rühren die Bleinitratlösung zuge  setzt.  



  Wenn das Bekämpfungsmittel gemäss  der Erfindung zur Bekämpfung von gewis  sen Tulpenkrankheiten, der sogenannten       "Grauschimmelkrankheit",    dient, so kann  man vorteilhaft noch     Salicylsäure,        Benzoe-          sä.ure    oder andere     insekticide        und!!oder          fungicido    Mittel zusetzen.  



  Statt Leim kann man auch andere       1y        ophile    hautbildende Kolloide wie zum  Beispiel Gelatine,     Dextrin,    benutzen, wäh  rend man statt Rizinusöl andere fette Öle  und statt     Bleiarsenat    andere     Insekticide    ver  wenden kann.  



  Wesentlich ist, dass die Pflanze an der  zu schützenden Stelle mit einer luftdurch  lässigen, elastischen Schutzhaut versehen  wird, die .sich an das Wachstum der Pflanze  anpassen kann, ohne zu zerreissen. Es wurde  gefunden,     dass    eine derart behandelte Pflanze  von Insekten und Pilzen nicht angegriffen  wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE: I. Pflanzenschutzmittel, bestehend aus einer Emulsion eines fetten Öls in einer wäs serigen Lösung eines lyophilen Kolloids, das zur Bildung einer zusammenhängen den Haut befähigt ist. II. Verfahren zur Herstellung des Pflanzen schutzmittels gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man ein fettes<B>01</B> in einer wässerigen Lösung eines lyophilen Kolloids, das zur Bil dung einer zusammenhängenden Haut befähigt ist, emulgiert. U N TERANSPRUCHE 1.
    Pflanzenschutzmittel nach Patentan spruch I, dadurch gekennzeichnet, dass es wenigstens einen insekticiden Zusatz enthält. 2. Pflanzenschutzmittel nach Patentan spruch I, dadurch gekennzeichnet, dass es wenigstens einen fungiciden Zusatz ent hält. Pflanzenschutzmittel nach Patentan spruch I, dadurch gekennzeichnet. dass es als lyophiles Kolloid Leim enthält. :I. Pflanzenschutzmittel nach Patentan spruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es als insekticide Substanz Bleiarsenat enthält. 5.
    Pflanzenschutzmittel nach Patentan spruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es als insekticide Substanz Salicylsäure enthält. G. Pflanzenschutzmittel nach Patentan spruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es als insekticide Substanz Benzoesäure enthält. 7. Pflanzenschutzmittel nach Patentan spruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Konzentration des lyophilen Kol- loids so hoch ist, dass das Präparat eine mehr oder wenier feste Masse bildet. B.
    Verfahren nach' Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass man eine Leimlösung mit äquivalenten Mengen einer Bleinitratlösung und einer Natrium- arsenatlösung versetzt, in dieser Lösung Rizinusöl emulgiert und schliesslich eine Kaliumkarbonatl.ösung zusetzt. 9. Verfahren nach Patentanspruch II und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeich net, dass man von einer konzentrierten Leimlösung ausgeht, die fertige Emul sion in Formen ausgiesst und die Masse trocknet, bis die äussern Schichten der Formstücke im gewünschten Masse er härtet sind.
CH178134D 1933-07-28 1934-06-18 Pflanzenschutzmittel und Verfahren zur Herstellung desselben. CH178134A (de)

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