CH168230A - Mit vorverdichteter Ladung arbeitende Zweitaktbrennkraftmaschine. - Google Patents
Mit vorverdichteter Ladung arbeitende Zweitaktbrennkraftmaschine.Info
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Description
Mit vorverdichteter Ladung arbeitende Zweitaktbrennkraftmasehine. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf mit vorverdichteter Ladung arbeitende Zweitaktbrennkraftmaschinen und besteht darin, dass ein höher gespannter Teil der Auspuffgase durch besondere Öffnungen in der Zylinderwand austritt und in einem Ex pansionsteil der Aufladepumpe zur Arbeits leistung herangezogen wird, während der Rest der Auspuffgase nachher in die At mosphäre entweicht. Als Aufladepumpe kann z. B. eine mit Verdichtungs- und Expan sionsteil ausgerüstete, mit rotierenden Kolben oder Verdrängern versehene Pumpe verwen det werden.
Zum Ausblasen der Auspuff gase aus der Aufladepumpe und zum Laden dieser wird am besten ein Ventilator oder Turbogebläse verwendet, das von der Brenn- kraftmaschine oder von der Aufladepumpe aus angetrieben wird. Die Laufräder dieser Gebläse können auf der Welle der Auflade pumpe selbst aufgekeilt sein, oder mit an derer Geschwindigkeit rotieren. Ein ein- oder mehrstufiger Ventilator kann auf der einen oder andern Stirnseite der Aufladepumpe vorgesehen, oder es kann auf beiden Seiten ein solcher angebracht sein.
In den beiliegenden Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand in verschiedenen bei spielsweisen Ausführungsformen dargestellt.
In Fig. 1 und 2, bezw. 3 und 4, bezw. 5 und 6, ist je eine einfachwirkende Zwei- takteinspritzbrennkraftmaschine im Auf- und Grundriss dargestellt.
Die Fig. 7 und 8 stellen eine doppelt wirkende Zweitaktmaschine dar.
In Fig. 1 und 2 ist 1 eine sechszylin drige Zweitaktbrennkraftmaschine. 2 sind die Arbeitskolben, 3 die Schubstangen, mittelst welchen die Bewegung der Kolben auf die Kurbelwelle 4 übertragen wird. 5 sind die Arbeitszylinder, in Fig. 1 der Einfachheit halber ohne Wasserkühlung dargestellt. 6 ist das Aufladegebläse, ein Rotationsgebläse mit durch die Zentrifugalkraft gegen die Wan dung eines Gehäuses 11 gepressten flachen Kolben 7, welche durch eine, in Lagern 9 exzentrisch im Gehäuse gehaltene Trommel 8 in Bewegung gesetzt werden. Zur Abdich- tung der Welle sind Stopfbüchsen 10 vorge sehen.
Sowohl das Gehäuse 11 der Auflade pumpe als auch die Trommel 8 werden mit- telst eines Kühlmittels gekühlt. Das Kühl mittel strömt durch die Leitung 12 in die Trommel 8 ein und verlässt dieselbe wieder durch die Leitung 13. Das Kühlmittel für das Gehäuse 11 tritt durch die Leitung 14 ein und verlässt dasselbe durch die Leitung 15. Der Rotor 8 ist im Gehäuse 11 horizon tal nach der Brennkraftmaschine verschoben gelagert, so dass der Hochdruckteil dieser Pumpe auf der Seite der Brennkraftmaschine ist. Die Trommel 8 dreht sich in.Fig. 1 in dem dem Uhrzeiger entgegengesetzten Sinn.
Die. obere Hälfte der Aufladepumpe 6 dient deshalb der Verdichtung der neuen Ladung des Motors und die untere Hälfte zur Ex pansion der Auspuffgase. Beim Kolbennieder gang öffnet die Kolbenoberkante zuerst die Schlitze 16. Durch diese Öffnung treten Aus puffgase durch Rückschlagklappen 42 in die mit dem in nicht gezeigter Weise gesteuer ten Abschlussorgan 32 versehene Leitung 17, welche sie auf die Expansionsseite 18 der Aufladepumpe führt und expandieren dort.
Die expandierten Auspuffgase treten dann durch Öffnungen 20 in dem Gehäuse 11 in die Auspuffleitung 21 über. Kurz nachher öffnen jeweils die Kolben 7 im Gehäuse 11 auf der in Fig. 1 vordern Seite Öffnungen 22 und es tritt dort durch den Ventilator 23 geförderte Spülluft ein. Diese Spülluft spült die von den Kolben 7 gebildeten Zellen des sichelförmigen Raumes zwischen dem Ge häuse 11 und der Trommel 8, wenn sie am meisten vor, der Verbrennungskraftmaschine abgekehrt sind,. aus, so dass sie von den Auspuffgasen gereinigt werden.
Auf der hintern Seite der Aufladepumpe sind weitere Öffnungen 24 angebracht, durch welche mit- telst eines Saugventilators 25 die Abgase aus den Zellen des sichelförmigen Raumes abgesaugt und durch die Leitung 26 eben falls in die Auspuffleitung 21 gedrückt wer den. So werden die Zellen des sichelförmigen Raumes nach beendeter Expansion der Aus puffgase von den letztern gereinigt und mit neuer Ladung gefüllt, worauf dann beim Weiterdrehen der Trommel 8 diese neue Ladung auf der obern Hälfte des Auflade verdichters 6 verdichtet wird.
Um rnit gutem Wirkungsgrad auf verschiedene Drücke ver dichten zu können, sind im Verdichtungs raum selbsttätig wirkende Drucküberströin- ventile 27 angeordnet.
Der Arbeitsaolben 2 öffnet gegen Ende der Expansion weitere Auspuffschlitze 28 in der Zylinderwand und durch dieselben und die Leitung 29 mit dem in nicht gezeigter Weise gesteuerten Abschlussorgan 33 strömt der niedriggespannte Teil der Verbrennungs gase in die Auspuffleitung 21.
Diese Gase leisten . also in der Auflade pumpe keine Nutzarbeit. Kurz nachdem die Auspuffschlitze 28 durch _ den Kolben 2 ab gedeckt sind, werden die Einlassschlitze 30 durch den niedergehenden Kolben geöffnet. Durch diese Schlitze 30 tritt die vorverdich tete neue Ladung ein, welche von der Auf ladepumpe durch die Leitung 31 mit dem gesteuerten Abschlussorgan 34 zu den Schlitzen 30 gelangt.
Wenn der Kolben 2 die untere Totpunktlage passiert und die Schlitze 30 und 28 geschlossen hat, findet die Aufladung durch die Schlitze 35 statt, die mit der Leitung 31 über Rückschlagventile 36 in Verbindung stehen. Diese verhindern beim Kolbenniedergang das Austreten böherge- spannter Auspuffgase in die Ladeleitung 31, solange der Druck im Zylinder noch höher als der Druck in der Leitung 31 ist.
Nach Fig. 3 und 4 ist die Trommel 8 im Gehäuse 11 des Aufladeverdichters ver tikal nach oben verschoben und wird von der Brennkraftmaschine aus, mittelst einer Kette 39 angetrieben. Die Einlassschlitze 30 und 35 sind gegenüber den Auslassschlitzen 28 derart angeordnet, dass sich die Einlass schlitze auf einer Seite der zur Kurbel wellenachse senkrechten Achsialebene und die Auslassschlitze auf der andern Seite dieser Ebene befinden. Dies ermöglicht eine günsti gere Anordnung der Zu- und Ableitungen zwischen Verbrennungszylinder und Auflade gebläse.
Nach den Fig. 5 und 6 ist das Auflade gebläse 6 mit vertikaler Achse zwischen zwei Arbeitszylindern angeordnet. Der An trieb des Spülgebläses 23 erfolgt, um eine höhere Geschwindigkeit desselben zu erzielen, mittelst eines Übersetzungsgetriebes 40, 41. Die Anordnung von einem Aufladegebläse für wenige Zylinder, z. B. 2, wird sich dann empfehlen, wenn diese Zylinder verhältnis mässig grosse Leistung besitzen, um das Leitungssystem zu vereinfachen.
In den Fig. 7 und 8 ist eine doppelt wirkende Zweitaktmaschine mit vier Zylin dern dargestellt, deren Aufladegebläse mil der Welle horizontal angeordnet ist. Es sind zwei Abgasöffnungen 16, die eine für die obere und die andere für die untere Zylin derseite angeordnet, welche die Abgase zum Aufladegebläse durch die Leitung 17 führen. In diese Leitung sind ausser dem in nicht gezeichneter Weise gesteuerten Abschlussor- gan 34 noch Rückschlagklappen 42 eingebaut, welche verhindern, dass in der Leitung 17 befindliche Auspuffgase in die Zylinderräume zurückströmen.
Die Zuleitung der Auflade luft zu den Zylindern erfolgt durch die Lei tung 31 zu den Eintrittschlitzen 30, bezw. 35. Der Austritt der niedriggespannten Aus puffgase in die Abgasleitung 21 erfolgt durch die Schlitze 28.
Die Verbrennungskraftmaschine kann na türlich mit Umkehrspülung arbeiten, oder der Auslass der Auspuffgase kann durch Auspuffventile erfolgen. Der Antrieb des Gebläses kann von der Verbrennungskraft maschine oder z. B. von einem Elektromotor aus erfolgen.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH:</B> Mit vorverdichteter Ladung arbeitende Zweitaktbrennkraftmaschine mit mehreren Zylindern, dadurch gekennzeichnet, dass ein höher gespannter Teil der Auspuffgase durch besondere Öffnungen aus den Verbrennungs zylindern austritt und in einem Expansions teil der Aufladepumpe zur Arbeitsleistung herangezogen wird, während der Rest der Auspuffgase nachher in die Atmosphäre ent weicht. UNTERANSPRÜCHE: 1.Mit vorverdichteter Ladung arbeitende Zweitaktbrennkraftmaschine nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in die Abgasleitung zwischen Verbrennungs zylinder und Expansionsteil der Auflade pumpe ein gesteuertes Organ eingebaut ist, das für den Übertritt -der Auspuff gase in den Expansionsteil der Auflade pumpe geöffnet und nachher wieder ge schlossen wird. 2. Mit vorverdichteter Ladung arbeitende Zweitaktbrennkraftmaschine nach Patent.ansprucb, dadurch gekennzeichnet, dass in der Abgasleitung zwischen Verbrennungszylin der undExpansionsteil derAufladepumpebei Unterdruck im Verbrennungszylinder selbst tätig sich schliessende Abschlussorgane ange ordnet sind, die ein Zurückströmen vonAus- puffgasen während der Spül- und Lade periode, sowie des Verdichtungshubes im Verbrennungszylinder verhindern. 3.Mit vorverdichteter Ladung arbeitende Zweitaktbrennkraftmaschine nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die aus der Aufladepumpe austretenden Auspuffgase und die direkt aus den Ver brennungszylindern kommenden durch eine gemeinsame Abgasleitung abströmen. 4. Mit vorverdichteter Ladung arbeitende Zweitaktbrennkraftmaschine nach Patent anspruch mit vertikalen Zylindern, da durch gekennzeichnet, dass eine Auflade pumpe mit horizontaler Welle in der Höhe der Verbrennungszylinder angeord net ist und dass ein Hochdruckteil dieser Pumpe auf der Seite der Brennkraft- maschine ist. 5.Mit vorverdichteter Ladung arbeitende Zweitaktbrennkraftmaschine nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass am Verbrennungszylinder Ein- und Aus lassschlitze je auf einer Seite der A chsial- ebene senkrecht zur Kurbelwellenachse an geordnet sind. 6. Mit - vorverdichteter Ladung arbeitende Zweitaktbrennkraftmaschine nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufladepumpe als rotierende Pumpe ausgebildet ist und der Zutritt der Ab gase und der Austritt der neuen Ladung auf der Seite der Brennkraftmaschine er folgen. 7.Mit vorverdichteter Ladung arbeitende Zweitaktbrennkraftmaschine nach Patent anspruch, die doppeltwirkend ist, dadurch gekennzeichnet, dass für beide Zylinder seiten die gleiche Aufladepumpe verwen det wird und die Abgase, sowie die neue Ladung durch miteinander verbundene Leitungen von derselben zu den beiden Zylinderseiten geführt werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH168230T | 1932-12-31 |
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|---|---|
| CH168230A true CH168230A (de) | 1934-03-31 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH168230D CH168230A (de) | 1932-12-31 | 1932-12-31 | Mit vorverdichteter Ladung arbeitende Zweitaktbrennkraftmaschine. |
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| Country | Link |
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| CH (1) | CH168230A (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE963736C (de) * | 1951-02-01 | 1957-05-09 | Kloeckner Humboldt Deutz Ag | Zweitaktbrennkraftmaschine |
| EP0134905A3 (en) * | 1983-07-27 | 1987-02-04 | Dr.Ing.H.C. F. Porsche Aktiengesellschaft | Internal combustion engine with waste heat turbine, in particular for motor vehicles |
| EP0262295A1 (de) * | 1986-08-29 | 1988-04-06 | Dr.Ing.h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft | Abwärmeturbineneinheit |
-
1932
- 1932-12-31 CH CH168230D patent/CH168230A/de unknown
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE963736C (de) * | 1951-02-01 | 1957-05-09 | Kloeckner Humboldt Deutz Ag | Zweitaktbrennkraftmaschine |
| EP0134905A3 (en) * | 1983-07-27 | 1987-02-04 | Dr.Ing.H.C. F. Porsche Aktiengesellschaft | Internal combustion engine with waste heat turbine, in particular for motor vehicles |
| EP0262295A1 (de) * | 1986-08-29 | 1988-04-06 | Dr.Ing.h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft | Abwärmeturbineneinheit |
| US4785631A (en) * | 1986-08-29 | 1988-11-22 | Dr. Ing. H.C.F. Porsche Aktiengesellschaft | Waste-heat turbine unit |
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