CH167809A - Verfahren zur Darstellung eines Farbstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines Farbstoffes.

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CH167809A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Darstellung     eines    Farbstoffes.    Es wurde gefunden, dass durch Konden  sation von     1.4-Chinonen    mit     Monoamino-          derivaten        des        Pyrens,        Fluoranthens,        Chrysens     oder deren     Substitutionsprodukten    als primäre  Kondensationsprodukte Verbindungen erhält  lich sind, die als Ausgangsverbindungen für  Farbstoffe, zum Beispiel für     Oxazinfarbstoffe     oder für Schwefelfarbstoffe, Verwendung fin  den können.

   Die Kondensation zu den pri  mären Produkten wird zweckmässig durch  Erhitzen in niedrig siedenden (zum Beispiel  unter etwa     -150      C) Lösungsmitteln bewirkt.  



  Werden diese primären Kondensations  produkte, vorteilhaft in hochsiedenden Lö  sungsmitteln, mit oder ohne Zusatz von or  ganischen oder anorganischen Oxydations  mitteln oder von     Metallchloriden    oder     acy-          lierenden    Mitteln weiter erhitzt, so erhält  man andersartige, intensiv gefärbte Konden  sationsprodukte, die in feine Verteilung ge  bracht entweder direkt als Pigmentfarbstoffe  verwendet werden können oder     sulfiert    wert-    volle wasserlösliche     Farbstoffe    für die pflanz  liche, tierische oder Kunstfaser oder für ge  mischte Gewebe darstellen.

   Die Farbstoffe  haben wahrscheinlich folgende Formel:  
EMI0001.0017     
    worin     g    Wasserstoff,     Alkyl    oder Halogen  bedeutet, S bedeutet, dass der Farbstoff     sul-          foniert    sein kann, und worin die beiden R  identische zweiwertige Reste der     Pyren-,          Chrysen-    und     Fluoranthenreihe    darstellen. In  Form des Barium-, Kalzium- oder eines andern  geeigneten Salzes sind diese     Farbstoffsulfo-          säuren    auch als Pigmente zu verwenden.

    Besonders bemerkenswert bei den neuen     Farb-          stoffsulfosäuren    ist ihre grosse Verwandtschaft      zur pflanzlichen Faser und die gute Wasch  und Lichtechtheit der mit ihnen erhältlichen  Färbungen.  



  Man kann die aus den primären Einwir  kungsprodukten von     1.4-Benzochinonen    mit  den     Monoaminoderivaten    der oben genannten       Kohlenwasserstoffe    erhältlichen     Endkonden-          sationsprodukte    auch direkt aus den     1.4-          Benzochinonen    und den Basen erhalten, wenn  die geeigneten Kondensationsbedingungen,  zum Beispiel Erhitzen in hochsiedenden Lö  sungsmitteln, zweckmässig in Gegenwart von  organischen oder anorganischen Oxydations  mitteln oder von Metallchloriden oder     acy-          lierenden    Mitteln, angewendet werden.  



  Es ist auch möglich, dass die wasserlös  lichen     Endfarbstoffe    durch geeignete Behand  lung der primären Kondensationsverbindungen  mit starken Schwefelsäuren zweckmässig  unter Anwendung von Oxydationsmitteln zu  erhalten oder sie aus den     Sulfogruppen    ent  haltenden primären Kondensationsprodukten  durch geeignete Kondensation beziehungsweise  Oxydation darzustellen.  



  Die nach den oben beschriebenen Arbeits  weisen erhältlichen Stoffe sind neu.  Gegenstand vorliegender Anmeldung ist  ein Verfahren zur Darstellung eines Farb  stoffes, welches dadurch gekennzeichnet ist,  dass man die aus zwei     lYIol        Aminochrysen     vom F. P. 206-207   C und ein     Mol        Chlor-          anil    durch Erhitzen in Alkohol in Gegenwart  von     Natriumacetat    erhältliche Verbindung in  einem hochsiedenden Lösungsmittel erhitzt.

    <I>Beispiele:</I>  1. 22 Gewichtsteile     Aminochrysen,    das  bei 206-207   C schmilzt, werden in 500 Ge  wichtsteilen Alkohol mit 13 Gewichtsteilen       Chloranil    und 10 Gewichtsteilen wasserfreiem       Natriumacetat    10 Stunden gekocht. Das Re  aktionsprodukt scheidet sich aus, wird heiss  abgesaugt und mit Alkohol nachgewaschen.

    Es stellt ein rotbraunes Produkt dar, das  sich in starker Schwefelsäure mit olivgrüner  Farbe löst und mit alkalischer     Hydrosulfit-          lösung    eine gelbe     Küpe        ergibt,       Das     Kondensationsprodukt    hat wahrschein  lich folgende Formel:  
EMI0002.0026     
    15 Gewichtsteile des Kondensationspro  duktes werden in 225 Gewichtsteilen     Nitro-          benzol    und 3 Gewichtsteilen Eisenchlorid  eine Stunde zum Sieden erhitzt. Das Reak  tionsprodukt scheidet sich in bronzeglänzenden  Nadeln aus und wird bei 140   abgesaugt und  mit heissem Nitrobenzol gewaschen. Es ist  in organischen Lösungsmitteln sehr schwer  löslich.

   Starke Schwefelsäure löst es mit  grüner Farbe. In feiner Verteilung stellt es  ein blauviolettes Pigment dar, von wahr  scheinlich folgender Konstitution  
EMI0002.0029     
    2. 10 Gewichtsteile des Kondensations  produktes gemäss Formel 1 des Beispiels 1  werden in 200 Gewichtsteilen Nitrobenzol  5 Stunden zum Sieden erhitzt. Das Reaktions  produkt scheidet sich in bronzeglänzenden  Nadeln aus. Es ist identisch mit dem unter  Beispiel 1 erhaltenen Produkt.  



  3. 22 Gewichtsteile     Aminochrysen,    das  bei 206-207   C schmilzt, werden mit 13 Ge  wichtsteilen     Chloranil    in 300 Gewichtsteilen       Trichlorbenzol    5 Stunden zum Sieden erhitzt.  Das Reaktionsprodukt scheidet sich in bronze-      glänzenden Nadeln aus und ist identisch mit  dem unter Beispiel 1 beschriebenen Konden  sationsprodukt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines Farb stoffes, dadurch gekennzeichnet, dass man die aus 2 Mol Aminochrysen vom F. P. 206 bis 207 C und 1 Mol Chloranil durch Erhitzen in Alkohol in Gegenwart von Natriumacetat erhältliche Verbindung in einem hochsieden den Lösungsmittel erhitzt. Der so erhaltene Farbstoff ist in organi schen Lösungsmitteln sehr schwer löslich. Starke Schwefelsäure löst ihn mit grüner Farbe. In feiner Verteilung stellt er ein blau violettes Pigment dar. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Nitrobenzol als Lösungsmittel verwendet. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Trichlorbenzol als Lösungsmittel verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Reaktions gemisch einen Katalysator zusetzt.
CH167809D 1932-04-29 1933-04-27 Verfahren zur Darstellung eines Farbstoffes. CH167809A (de)

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