CH167178A - Verfahren zur Herstellung von Brennkörpern. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Brennkörpern.

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CH167178A
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L11/00Fire-lighters
    • C10L11/04Fire-lighters consisting of combustible material

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Description


  verfahren zur Herstellung von Brennkörpern.    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur  Herstellung von     Brennkörpern,    welche zum  Anzünden von Gegenständen, zum     Beispiel     von Zündschnüren oder von Gas- und Ölbren  nern oder zum     Erhitzen    von Gegenständen,  zum Beispiel     Vorwärmer-        bezw.    Vergasungs  rohren oder von     Lötstellen,    verwendet werden  können.  



  Erfindungsgemäss stellt man     Brennkörper,     die zu diesem Zweck besonders geeignet sind,  dadurch her, dass man aus beliebiger, auch  ohne     äussere    Sauerstoffzufuhr brennfähiger,  langsam abbrennender Brandmasse feste, ins  besondere formbeständige Stäbe herstellt,  zweckmässig von solcher Festigkeit, dass ein  Abschneiden oder Abbrechen von Stücken  ohne Zerbröckeln der Brandmasse möglich ist,  und von solcher Dicke, dass die     Querschnitts-          flä.che    des Stabes der     Querschnittsfläche    des  gewünschten Feuerstrahles, an seiner Basis  gemessen, entspricht.  



  Damit nun diese     Brandmassestäbe,    an  einer Stirnfläche entzündet, nicht ein breites,       rosettenförmiges    Flammen- oder Funken-    Büschel erzeugen, sondern eine auf das zu  treffende Objekt     richtbare,        strahlähnliche     Flamme oder     Funkengarbe,    überzieht man  die Oberfläche mit einem insbesondere dün  nen Überzug, welcher beim     Abbrand    des       Brennkörpers    das Übergreifen des Feuers von  der     Stirnfläche    auf die Seitenflächen er  sehwert.

   Für diesen Zweck werden     'Überzugs-          massen    verwendet, welche nicht oder schlecht,  zum Beispiel mit hohem     Ascherückstand,    ver  brennen. Während der Brennkörper an seiner       Stirnfläche        brennt,    bilden solche Überzüge  einen kraterartigen Rand oder eine den strah  lenartigen     Zusammenhalt    der     Flamme    und  eine     Konzentration    der Hitze fördernde Man  schette aus     unverbranntem    oder veraschtem  Material.

   Die Überzüge können auch wasser  dicht sein oder es können Überzüge in meh  reren Lagen, von denen eine wasserdicht ist,  angebracht werden, um die Brandmasse vor  Schädigung- durch Feuchtigkeit zu schützen.  



       Die        Auftragung    der     Überzugsmasse    ge  schieht am besten durch     Eintauchen    der       Brandmassestäbe    in Auflösungen oder Auf-           schwemmungen    der     Überzugsmasse    oder durch  Bestreichen oder Bespritzen oder durch Be  stäuben der     Brandmassestäbe    mit     staub-          förmigen        Überzugsmassen.        In    letzterem Falle  kann man zwecks reichlicheren     Anhaftens     die     Auftragung    auf die feuchte oder klebrig  gemachte 

      Staboberfläche    vornehmen.  



  Als Brandmasse dienen insbesondere sauer  stoffreiche Verbindungen oder     Gemische,    die  nach     Entzündung,    ohne     zü    explodieren, ab  brennen.  



  Die Formung der Brandmasse zu Stäben  kann geschehen durch Giessen und Erstarren  lassen oder durch Pressen oder Walzen oder  durch Schneiden aus Blocks oder Platten  oder durch die bei der     Teigwarenfabrikation     üblichen     Arbeitsvorgänge.        Wenn    die     Brenn-          körper    zum     Anzünden    von Zündschnüren be  stimmt sind, wozu sie sich besonders eignen,       wenn    an einem Arbeitsort viele Schnüre  schnell hintereinander angezündet werden  sollen,

   so stellt man die     Brennkörper    vorteil  haft als 12 cm lange Stäbe von $ bis 6 mm  Durchmesser her und     bestimmt    die Zusam  mensetzung der Brandmasse so,     dass.        ein.    sol  cher Stab zirka 60 Sekunden zum     Abbrennen          benötigt,    also die     Feuerfortpflanzungs-          geseUwindigkeit    5     Sekunden    pro 1 cm beträgt.       Brenngeschwindigkeiten    von 3 bis 6 Sekunden  pro     Zentimeter        eignen    sich erfahrungsgemäss  am besten für diesen Zweck.

   Zum Gebrauch  bricht sich .der das Anzünden der Zündschnur  besorgende     Mineur    von dem Stab     ein    Stück  von solcher Länge ab, dass die der Länge ent  sprechende     Brennzeit    ausreicht, um alle  Schüsse zu     zünden,    aber nicht länger     ist    als  diejenige Zeit, die er aus     Sicherheitsgründen          maximal    vor Ort verbleiben darf.

   Während  der     Anzündarbeit    zeigt die     unverbrannte     Länge des brennenden     Brandmassestabes    dem       Mineur    jederzeit deutlich an, wieviel Zeit  ihm noch zwecks     Anzündung    der restlichen  Schüsse vor Ort zu bleiben     gestattet    ist.

   Das       Zuendebrennen    des     Brandmassestabes    zeigt  dem     Mineur    an, dass es höchste Zeit ist, sich  zurückzuziehen.     In.        ähnlicher    Weise     kann.     man beim Erwärmen von     Gegenständen    die  zuzuführende Wärmemenge im voraus be-    grenzen,     indem    man     jeweils        Stücke    von vor  ausbestimmter Länge abbricht und entzündet.

    Um dem Arbeiter das Abbrechen oder Ab  schneiden von     Brandmassestabstücken    ge  wünschter     Brennzeit    zu erleichtern, können  die     Brandmassestäbe    mit Marken, beispiels  weise mit     Zentimetereinteilung    oder Fünf  sekundeneinteilung, versehen sein.  



  Bei der Verwendung der Brandmasse  stäbe zur     Entzündung    von Zündschnüren ist  es     wichtig,    dass der     Mineur    leicht erkennen       kann,    ob die Pulverseele der Zündschnur  Feuer gefangen hat. Letzteres ist an dem  Hervorschiessen eines     kleinen    Feuerstrahles  aus dem     Zündschnurende    erkenntlich.

   Um  diesen Feuerstrahl deutlich     sehen    zu können,  darf die Flamme des     Brandmassestabes        nicht     übermässig hell sein, sonst verdeckt ihr Licht  schein den Feuerstrahl der     Zündschnur.    Es  ist deshalb ratsam, für derartige Zwecke eine  Brandmasse zu verwenden, welche mit wenig  leuchtender Farbe     brennt.     



  Bei der     Verwendung    sehr kurzer Brand  massestückchen, die man während des Brandes  nicht     unmittelbar    mit den Fingern halten  kann, kann man die Stückchen. in einen ge  eigneten Halter stecken.  



       Die        Brandmassestäbe        können    an beiden  Enden mit Zündmasse versehen sein, um sie  durch Reibung entzünden zu können.  



  Die     Überzugsmasse,    besonders die in flüs  sigem Zustand auf die Oberfläche der Brand  massestäbe aufgetragene, kann auch in die  Oberfläche des     Brandmassestabes        eindringen,     zumal dann, wenn die     Auftragung    der Über  zugsmasse durch     Eintauchen    erfolgt. Es  kann also dadurch     eine        Durchsetzung    oder       Imprägnierung    der     Brennkörperoberfläche     mit der     Überzugsmasse    eintreten.

   Der Aus  druck "Überzug" oder     "überziehen"    soll des  halb beide     Fälle    umfassen, sowohl den, dass  das     Überzugsmaterial    in     die        Oberfläche.    ein  dringt, als auch den, dass es     rein    äusserlich  anhaftet.  



  Falls die Formung der     Brandmassestäbe     unter Benutzung eines     Klebstoffes    als     Binde-          mittel    geschieht,     kann.    man vorteilhaft wasser  unlöslichen Klebstoff, wie zum     Beispiel    Harz-           lösung,    verwenden, um die     Brandmässestäbe     widerstandsfähig gegen feuchte Lagerung zu  machen.  



  Der Überzug kann durch     Auftragung     von     Lack    oder von Leim und andern kol  loidalen Substanzen, sowie Lösungen von       Zellon    oder andern     Zellulosederivaten    her  gestellt werden. Der     Überzugsmasse    kann  zwecks Erzielung genügend geringer Brenn  barkeit schwer oder nicht brennbares Ma  terial, zum Beispiel Talkum, zugesetzt oder  aufgestäubt werden. Einem auf der Ober  fläche haftenden Überzug gleich zu achten  ist eine oberflächliche Imprägnierung, wie sie  meist zustande kommt, wenn das Überzugs  material in Form einer Lösung auf einen  porösen     Brandmassestab    aufgetragen wird.

      <I>Ausführungsbeispiel:</I>         6.80        gr    Kalisalpeter, 150     gr    Holzkohle,  150     gr    Gummiarabikum, 20     -r    Schwerspat  oder mehr, je nach der gewünschten     Brenn-          geschwindigkeit,    werden in feingemahlenem  Zustand gemischt und mit so viel 10%iger       Gummiarabikumlösung    angefeuchtet, dass ein  fester Teig entsteht.

   Aus dem Teig     presst.     man mittelst der     Stranglpresse        Stäbe    von  5 mm Durchmesser, schneidet die Stäbe in  Stücke von 12 cm     Länge    und lässt sie trock  nen. Die trockenen     Brandmassestäbe    badet  man in einer alkoholischen     Schellacklösung,     der so viel Talkum zugesetzt ist, dass sie noch  gerade gut tropfbar ist,     lässt    abtropfen und  trocknet die Stäbe.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von Brenn- körpern, dadurch gekennzeichnet, dass man eine auch ohne äussere Sauerstoffzufuhr lang sam abbrennende Brandmasse zu festen Stä ben formt und die Stäbe mit einer Überzugs masse aus nicht oder schwer brennbarem Ma- terial überzieht. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass als Brand masse ein Gemisch von sauerstoffreichen Salzen, kohlenstoffhaltigen Substanzen und Bindemitteln verwendet wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass als Brand masse ein Gemisch von Salpeter, Kohle und Klebstoff verwendet wird. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass zur Formung der Brandmasse ein wasserunlöslicher Klebstoff als Bindemittel verwendet wird. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Formung dadurch geschieht, dass man die fast trockene Bandmasse zu Stäben presst. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man die Brandmasse schwach anfeuchtet, in Stab form presst und trocknen lässt. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man die Brandmasse in Teigform zu Stäben formt. 7. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man die Überzugsmasse in flüssigem Zustand auf trägt und trocknen lässt. B. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man staub- förmiges Material auf die klebrige Brand massestaboberfläche aufbringt.
    PATENTANSPRUCH II: Brennkörper zum Erwärmen und An zünden von Gegenständen, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass er, ohne durch eine starre Einlage oder Hülse versteift zu sein, aus zu einem festen Stab geformter, auch ohne äussere Sauerstoffzufuhr brennfähiger, langsam abbrennender Brandmasse besteht, der mit nicht oder schwer brennbarem Ma terial überzogen ist.
    <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 9. Brennkörper nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass' er aus einem Stab im wesentlichen aus sauerstoff reichen Salzen und kohlenstoffhaltigen Substanzen besteht und mit schwer oder nicht brennbarem Material überzogen ist. 10. Brennkörper nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Stab im wesentlichen aus Salpeter, Kohle und Bindemittel besteht. 11. Brennkörper nach Patentanspruch Il, dadurch gekennzeichnet, dass er ein was serunlösliches Bindemittel enthält.
    12. Brennkörper nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass er mit einem lackartigen Überzug aus nicht oder schwer verbrennbaren Massen versehen ist. 1d. Brennkörper nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass er mit einem lackartigen, unverbrennbares Material enthaltenden Überzug versehen ist. 14. Brennkörper nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Überzug kolloidale Massen enthält.
    15. Brennkörper nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Über zug Zellulosederivate enthält. 16. Brennkörper nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Stäbe ungefähr $ bis 6 mm Durchmesser haben. und 3 bis 6 Sekunden pro Zentimeter brennen. 17. Brennkörper nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass er nur wenig die Flamme leuchtend machende Bestand teile enthält.
CH167178D 1932-10-07 1932-10-07 Verfahren zur Herstellung von Brennkörpern. CH167178A (de)

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