Einrichtung zur Beeinfiussung von Sicherungseinrichtungen in Bahnanlagen. Schienenkontakte haben gegenüber iso lierten Schienen den Vorzug, dass sich ihre Betätigung so erschweren lässt, dass eine Aus lösung der Kontakte nur durch das Gewicht der Zugachsen möglich ist. Isolierte Schienen haben gegenüber Schienenkontakten wieder den Vorzug, dass sie keine mechanisch be wegten Teile enthalten.
Man hat auch bereits vorgeschlagen, zwei isolierte Schienen hintereinander anzuordnen und die Beeinflussung der Sicherungseinrich tung davon abhängig zu machen, dass beide isolierte Schienen von Zugachsen besetzt sind. Hierdurch wird zwar erreicht, dass das Be setzen einer einzigen isolierten Schiene die Sicherungseinrichtung nicht beeinflusst, aber es wird nicht verhindert, dass durch Über brücken des die beiden isolierten Schienen trennenden Stosses eine Betätigung der Siche rungseinrichtung herbeigeführt werden kann.
Die vorliegende Erfindung bezweckt dem- gegenüber, die isolierten Schienen mit den Relais für die Beeinflussung der Sicherungs einrichtung so zu verbinden, dass eine unbe absichtigte Auslösung zum Beispiel durch Überbrücken eines Isolierstosses oder Verbin dung zweier Schienen durch eine Stange und dergleichen kaum mehr möglich ist. Die Erfin dung macht hierbei Gebrauch von der bereits bekannten Einrichtung, wobei ausser einem Schaltrelais noch ein Eilfsrelais vorhanden ist, die gemeinsam auf die Sicherungseinrichtung einwirken.
Gemäss der Erfindung wird nun bei einer derartigen Einriehtung die Anordnung so getroffen, dass über die isolierten Schienen zu erst das Hilfsrelais betätigt wird und das Hilfsrelais den Stromkreis des Schaltrelais herstellt, wobei jedoch das Schaltrelais solange durch einen Parallelstromzweig überbrückt und an seinem Ansprechen gehindert ist, als sich noch Zugachsen auf mindestens einer der isolierten Schienen befinden.
Zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungs- zi gegenstandes sind im folgenden anhand der Abbildungen näher erläutert: Beim Ausführungsbeispiel nach Abb. <B>1</B> sind drei isolierte Schienen<B>3,</B> 4,<B>5</B> vorge sehen, an welche ein Hilfsrelais<B>1</B> über Wider stände<B>6, 7, 8</B> angeschlossen ist. Die Wick lung des Relais und die Widerstände sind so bemessen, dass das Relais nur anziehen kann, wenn alle drei isolierten Schienen gleichzeitig von Zugachsen besetzt sind.
Wird hierbei also ein Stoss überbrückt, zum Bei spiel der Isolierstoss<B>9</B> und gleichzeitig die Verbindung mit der zweiten Schiene<B>10</B> des Gleises hergestellt, so kann hierdurch das Relais<B>1</B> noch nicht zum Anziehen gebracht werden.
Ist nun ein von links kommendes Fahr zeug so weit vorgerückt, dass alle drei iso lierten Schienen besetzt sind, so zieht Relais<B>1</B> an und macht sich über den Selbstschluss- kontakt <B>11</B> von den isolierten Schienen un abhängig. Gleichzeitig wird der Kontakt 12 unigelegt. Das Relais 2, das nun über den Kontakt 12 an die Stromquelle angeschlossen ist, kann jedoch noch nicht Strom erhalten, da es noch über die Zugachsen kurzgeschlos sen ist; erst wenn die Zugachsen sämtliche isolierten Schienen verlassen haben, erhält nunmehr das Relais 2 über die isolierte Schiene<B>5,</B> den Widerstand<B>8</B> und den Kon takt 12 Strom.
Das Relais 2 kann nun in bekannter Weise irgend eine Sicherungsein richtung, zum Beispiel eine Tastensperre 20, betätigen, wobei man die Betätigung der Tastensperre 20 auch noch davon abhängig machen kann, dass beide Relais<B>1</B> und 2 gleichzeitig angezogen sind, zum Beispiel durch einen Kontakt<B>13</B> am Relais<B>1</B> und einen Kontakt 21 am Relais 2, die sich beide in dem Stromkreis der Tastensperre 20 be finden. An der Tastensperre kann ein Kon takt 201 vorgesehen werden, durch dessen Unterbrechung das Relais<B>1</B> wieder zum<B>Ab-</B> fallen gebracht werden kann, so dass die Einrichtung wieder in den Ruhestand zurück kehrt.
Abb. 2 zeigt ein anderes Beispiel, bei welchem nur noch zwei isolierte Schienen benötigt werden. Ausserdem ist hierbei die Anordnung noch so getroffen, dass die Relais selbsttätig nach Verlassen der isolierten Schienen wieder in die Ruhestellung zurück kehren. Der Vorgang hierbei ist folgender: Gelangt ein Zug von links auf die iso lierte Schiene<B>3,</B> so verändert sieh nichts an den Relais. Erst in dem Augenblick, wo sowohl die isolierte Schiene<B>3,</B> wie auch die isolierte Schiene 4 von Achsen besetzt sind, erhält das Relais<B>1</B> Strom über die isolierte Schiene<B>3,</B> die gestrichelt angedeutete Zug achse<B>16,</B> die isolierte Schiene<B>15,</B> die Zug achse 14 und die Schiene 4.
Die Schiene 4 braucht jedoch, wie ohne weiteres zu sehen ist, nicht isoliert zu sein, der rechts von ihr liegende Isolierstoss kann daher fortfallen.
Relais<B>1</B> zieht an und. schliesst den Kon takt<B>11,</B> der zu dem Relais 2 führt. Relais 2 erhält jedoch noch nicht Strom, da es noch auf dem Wege: Zugachse 14, Schiene<B>15,</B> Zugachse<B>16</B> kurzgeschlossen ist. Erst wenn die letzte Achse des Zuges die isolierte Schiene<B>3</B> verlassen hat, zieht Relais 2 auf dem Wege: Relais<B>1,</B> Schiene<B>3,</B> Kontakt <B>11,</B> Relais 2, Leitung<B>17,</B> Schiene<B>15,</B> Zug achse 14, Schiene 4 an.
Wird auch die Schiene<B>15</B> von Zugachsen frei, so werden beide Relais wieder stromlos. Hier ist also das aufeinanderfolgende Befahren der ersten und zweiten, und dann der zweiten Schiene allein erforderlich, uni das Relais 2 zum Anziehen zu bringen. Eine versehentliche Überbrückung des Isolierstosses<B>18</B> kann da gegen keinerlei Auslösung zur Folge haben.