Doppeltwirkende Hochdruckpumpe. Die Erfindung betrifft eine doppelt wirkende Hochdruckpumpe, die sich zum Beispiel für Landwirtschaftsbetriebe und Gärtnereien eignet.
Gemäss der Erfindung weist die Pumpe ein trommelförmiges, auf einer Seite durch einen abnehmbaren Deckel abgeschlossenes, mit je einer Anschlussöffnung für die Druck- und die Saugleitung versehenes Gehäuse auf, in welchem auf der Trommelachse ein mit Ventilklappen versehener Pumpenflügel über len Trommeldurchmesser angeordnet ist, welcher Flügel ringsum mit einem man schettenartig an die Gehäuseinnenwände an schliessenden, durch den Flüssigkeitsdruck in Dichtungslage gehaltenen Ledergürtel ver sehen ist, und in welchem Gehäuse an der Saugöffnung eine sektorförmige Kammer ein gebaut ist,
welche auf beiden Seiten mit Rückschlagventilklappen versehene Durch lassöffnungen besitzt und in welche ein Be tätigungshebel zum öffnen der Rückschlag ventilklappen ragt, welche Rückschlagventil- klappen ihrerseits Nasen zum Öffnen der Ventilklappen des Pumpenflügels tragen.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstan des dargestellt.
Fig. 1 und 2 sind zwei Ansichten der Pumpe in zwei um 90' gegeneinander ver drehten Stellungen; Fig. 3 zeigt in grösserem Massstab einen Querschnitt durch das Pumpengehäuse.
Ein trommelförmiges Pumpengehäuse 1 ist auf einer Seite mit einem durch Schrau ben lösbar befestigten Abschlussdeckel 2 ver sehen. Im Pumpengehäuse 1 ist eine Achse 3 in dem .Seitendeckel 2 und in der gegen überliegenden Seitenwand 4 gelagert. In der Seitenwand 4 ist im Oberteil eine Anschluss-. öffnung 5 für die Druckleitung und im Un terteil eine Anschlussöffnung 6 für die Saug leitunb vorgesehen.
Auf der Achse 3 ist ein Pumpenflügel 7 mittelst einer Nabe 7' ver keilt, welcher den Trommelraum über - den Durchmesser unterteilt und dicht an die -Sei- tenwände 2, 4, sowie an die zylindrische Innenfläche des Trommelgehäuses anschliesst. Der Pumpenflügel weist an seinem Umfang eine Lagernut 8 auf, in welcher ein manschet tenartig ringsum gegen die Innenwände des Gehäuses anliegender Dichtungsgürtel 9 aus Leder gelagert ist.
Das Lagerbett des Dich- tungsgürtels 9 steht mit dem Druckraum des Pumpengehäuses durch Bohrungen 10 in Ver bindung, wodurch bewirkt wird, dass der Dichtungsgürtel 9 immer an die Innenwan dungen hydraulisch angepresst wird. Der Flügel 7 weist beidseitig um die Achse 3 angeordnete, an die Seitenwände 2, 4 an schliessende Dichtungsringe 11 auf, an wel che die Enden des Dichtungsgürtels an schliessen. Beide durch die Achse 3 unter teilten Hälften des Pumpflügels 7 sind mit je einer Durchtrittsöffnung 12 bezw. 13 ver sehen, welche durch Ventilklappen 14, 15 be herrscht werden.
Im Unterteil des Trommel gehäuses 1 ist eine sektorförmige Kammer 16 eingebaut, welche sowohl gegen die Seiten wände 2, 4 und die zylindrische Innenwand des Gehäuses, als auch gegen die Nabe 7' des Pumpenflügels abdichtet. Zu diesem Zwecke sind in die an die Nabe 7' anschliessende Wandung der Kammer 16 Dichtungseinlagen 17 eingesetzt. Die Kammer 16 steht durch die Einlassöffnung 18 mit der Saugleitung in Verbindung. Die beiden Seitenwände der Kammer 16 weisen Durchtrittsöffnungen 19, 20 auf, über welchen Rücksehlagventilklap pen 21, 22 angeordnet sind. Die Ventil klappen 14, 15, sowie die Rückschlagventil klappen 21, 22 bestehen aus Leder und sind auf der gegen die Achse zu liegenden Seite durch Schrauben befestigt.
Der die Durch trittsöffnungen überdeckende Teil der Leder klappen ist an der Aussenseite mit einer Ver steifungsplatte versehen. Die Befestigungs schrauben der Ventilklappen 14, 15 sind gegen selbsttätiges Lösen durch eine federnde Brücke 23 gesichert. In die Kammer 16 ragt ein Ventilöffner 24, welcher die Gehäuse wand 2 in einer Stopfbüchse 25 durchsetzt und an der Aussenseite einen Betätigungs griff 926 trägt. Die Rückschlagventilklappen 21, 22 sind mit Nasen 27 zum Öffnen der Ventilklappen 14, 15 versehen.
Die Achse des Pumpenflügels 7 trägt ausserhalb des Ge häuses 1 einen Antriebshebel 28, an dessen äussern, gegabelten Ende eine Pleuelstange 29 angelenkt ist, welche von einer Kurbelscheibe betätigt wird.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Pumpe ist folgende: Mittelst der Pleuel stange 29 und dem Antriebshebel 28 wird der Pumpenflügel 7 in eine hin- und her gehende Drehbewegung versetzt. Dreht sich der Pumpenflügel 7 (Fig. 3) im Sinne des Uhrzeigers, so öffnen sich die Ventilklappen 14, 22 und .die Ventilklappen 15 und 21 schliessen sich, so dass aus der Kammer 16 Flüssigkeit durch die Öffnung 20 in den ILaum zwischen den Ventilklappen 15 und 22 angesogen wird, während die beim vor hergehenden Hub in den Raum zwischen,
den Ventilklappen 14 und 21 gelangte Flüssig keit durch die Flügelöffnung 12 in den Druckraum befördert wird, von welchem die Flüssigkeit durch die Öffnung 5 in die Druckleitung gelangt. Bei Linksdrehung des Pumpenflügels 7 wechseln die Ventilklappen ihre Stellung, so dass aus der Kammer 16 Flüssigkeit in den Raum zwischen den Ven tilklappen 14 und 21 .durch die Öffnung 19 angesogen wird, während die im Raum zwi schen den Ventilklappen 15 und 22 befind liche Flüssigkeit durch die Öffnung 13 in den Druckraum verdrängt wird. Die Pumpe ist somit eine .doppeltwirkende.
Um die Pumpe zu entleeren, werden durch Drehen des Ventilöffners 24 die Ventilklap- pen 21 und 22 nacheinander geöffnet, wobei gleichzeitig durch Drehen des Pumpenflügels in die eine und in die andere Endstellung dafür gesorgt wird, dass auch die Ventilklap pen 14 und 15 durch die Nasen 27 der Ventil klappen 21 und 22 geöffnet werden, so dass die in der Pumpe vorhandene Flüssigkeit ab fliessen kann.