Klauenklipplung für Getriebeteile. Die Erfindunu betrifft eine Klauenkupp- lung für Getriebeteile, wobei die Klauen an ihren Stirnseiten abgesehrägt sind, zu dem Zwecke, beim Ancinanderdrücken der Klau- enkupplungshälften die Klauen solange an einander vorbeilaufen zu lassen, bis die Um kehr der relativen Drehrichtung der beiden Kupplungshälften, die während dieses Vor ganges aneinandergedrückt werden, erfolgt.
Solche Klauenkupplungen findet) beispiels weise Verwendung bei Übergangsehaltgetrie- ben gemäss dem schweizerischen Patent Nr. <B>137364.</B> In diesem Verwendungsfalle handelt es sich um eine Doppelanordnung, das heisst tim eine Wechselkupplung.
Um unter allen Umständen, auch bei grossem Unterschied in den Drehzahlen der beiden Kupplungshälftlen, die aneinander vor- beilaufendun Flächen in gegenseitiger dauern der Berührung zu erhalten, ist eine verhältnis mässig grosse Andrückkaft notwendig. Ander seits soll jedoch die Andrückkraft zur Vermei- dung von Geräusch einen gewissen Betrag nicht überschreiten. Es ist deshalb erwünscht, die Abschrägung der Stirnseiten möglichst gering zu halten.
Ausserdem muss man bestrebt sein, die beim Ineingriffkommen im ersten Augen blick kraftübertragenden Flächenteile nicht unter einem gewissen Mindestmass zu halten, um eine sichere Mitnahme zu gewährleisten und eine unerwünschte Abnützung dieser Teile zu vermeiden. Dies erfordert wiederum eine grössere Abschrägung der Stirnseiten.
Die Erfindung betrifft nun eine Ausbil dung der Klauen, welche nur geringe Ab- weisekräfte, damit gutes Inberührunghalten der aneinander vorbeilaufenden Stirnflächen auch bei grossem Drehzahluntersebied der beiden Kupplungshälften und trotzdem schon beim Beginn des Eingriffs der Klauen genü gend grosse kraftübertragende Flankenflächen ergibt.
Erfindungsgemäss sind die Stirnseiten der Klauenzähne nach der Seite der kurzen Klauenflanke zu mit einer kurzen Abschrä- gung von wesentlich grösserer Neigung ver sehen, als die des übrigen Stirnflächenteiles beträgt.
Dadurch wird erreicht, dass das Abweisen der Klauen der achsial beweglichen Kupp lungshälfte bei grossen Drebzahlunterschie- den nur mit verhältnismässig geringer, der Hauptneigung der Stirnflächen entsprechender Kraft erfolgt.
Erst wenn die Relativdrebzahl der beiden Kupplungshälften niedriger ge worden ist, werden schliesslich die mit grösse rer Neigung abgesehrägten Teile der Klauen- stirnflächen aufeinandertreffen, wobei aber ti#otz der<I>grösseren</I> Schräge der Kupplungs teile ohne weiteres aneinander entlang weiter- gleiten, da ja die Relativ-Geschwindigkeit nur gering ist.
Wenn schliesslich die Relativ drehzahl Null wird und die relative Dreh richtung der beiden zu kuppelnden Teile sich umkehrt, werden die Klauen der achsial be weglichen Kupplungshälfte zuletzt entlang der grossen Schräge des Flächenendes soweit nach innen geführt, dass schon im ersten Augenblick genügend grosse kraftübertragende Flankenflächen zur Berühruno, kommen. Auf diese Weise wird ein sicherer Eingriff ge währleistet und das Geräusch und die<B>Ab-</B> nützung auf ein Mindestmass herabgesetzt.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbei spiel des Erfindungsgegenstandes bei Anwen dung einer Doppelldauerimuffe zwischen zwei achsial festgelegten Kupplungshälften. Alle Kupplungsteile ei-scheinen in Abwicklung.
In Fig. <B>1</B> sind die Klauen der beiden vor dem Ineingriffkommen stehenden unteren Kupplungshälften in dem Zustand des Ab- weisens angedeutet, w* obei die einen Klauen <B>a.</B> der achsial verschiebbaren Doppelkupp- lungsmuffe an denen der Kupplungshälfte<B>b,</B> entgegen den nach Richtung und Grösse die Drehung der beiden Hälften bezeichnenden Pfeilen c und<B>d,</B> vorbeigleiten,
da die Kupp <I>lungshälfte a</I> eine geringere Umlaufgeschwin- fligkeit hat, wie durch den kürzeren Pfeil<B>c</B> angedeutet. Die Stirnseiten der Klauen sind über die Länge e, also zum grössten Teil mit einer Neigung abgeschrägt, -welche ge ringer ist als die strichpunktiert angedeutete Abschrägung <B>f,</B> die einer ausreichenden Ein griffstiefe i entspricht. Das Abweisen der erfindungsgemäss ausgebildeten Klauen findet demgemäss mit wesentlich geringerer Kraft statt, als dies bei der Neigung<B>f</B> der Fall wäre.
Die Stirnseite naeb der kürzeren Klauen- flanke zu ist mit einer kurzen, aber wesent- licli stärker geneigten Abschrägung <B>g</B> ver sehen als sie dem im Bereiche e liegenden Teil entspricht.
Wenn nun die relative Drehriobtung der beiden Kupplungshälften sich umgekehrt hat, werden -die Klauen der achsial beweglichen Kupplungshälfte a auf die Flächen<B>g</B> mit ihren diesen entsprechenden Gegenflächen sich aufsetzen und in die Lücken hinein gleiten (Fig. 2), wobei die im ersten Augen blick des Anlegens kraftübertragenden Klau- enflanken die anzeLrebene Eingriffstiefe i' er reichen,
welche der in Fig. <B>1</B> angegebenen Eingriffstiefe i bei Verwendung der Abschrä- gung <B>f</B> entspricht.