Schaltring für Kraftfahrzeuge. Die Erfindung betrifft eine Verbesserung an Schaltringen für elektrisch betätigbare akustische und optische Signale von Kraft fahrzeugen. Derartige Schaltringe werden bekanntlich an den Handsteuerrädern der Kraftfahrzeuge angebracht und enthalten Kontaktvorrichtungen, durch die ein akusti sches Warnungssignal, meistens eine Hupe, und optische Signale, wie Fahrtrichtungs anzeiger und die Scheinwerferlichter, be tätigt werden können, die für die helle Fern beleuchtung und für die abgeblendete Be leuchtung des Fahrzeugweges dienen.
Es ist der Zweck der Erfindung, die Konstruktion derartiger Schaltringe zu ver einfachen und sie leicht handlich zu machen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel des Erfindungsgegenstandes darge stellt. Fig. 1 ist eine Draufsicht auf ein Handlenkrad mit an diesem angebrachten Schaltring, Fig. 2 ein Querchnitt in grösse rem Massstabe nach der Linie II-II der Fig. 4, Fig. 3 ein senkrechter Längsschnitt nach der Linie III-III der Fig. 4, in der Pfeilrichtung gesehen, Fig. 4 ein wagrechter Schnitt durch einen Teil des Schaltringes,
Fig. 5 'ein senkrechter Längsschnitt nach der Linie.V V der Fig. 4, in der Pfeilrichtung gesehen, Fig. 6 ein senkrechter Querschnitt nach der Linie VI-VI der Fig. 4, in der Pfeilrichtung gesehene Fig. i und 8 zeigen eine elektromagnetische Einrichtung zum Umschalten eines optischen Signals in zwei verschiedenen Stellungen.
Das Handsteuerrad 1 ist in gebräuch licher Weise mit Speichen versehen, auf de nen der Schaltring 2 in bekannter Weise befestigt ist.
Der Schaltring 2 besteht in bekannter Weise aus einem im Querschnitt ungefähr U-förmigen Unterring 3 und einem auf die sem deckelartig sitzenden, im Querschnitt umgekehrt U-förmigen Oberring 4, dessen Schenkel die Schenkel des Unterringes 3 übergreifen (Fig. 2 und 6). Der Ring 4 sitzt, in senkrechter Richtung auf- und ab- beweglich, auf dem Ring 3 und wird durch einige Bolzen 5 geführt (Fig. 2), die durch Löcher 7 des Unterringes 3 hindurchragen und durch Steckstifte 8 daran verhindert werden, dass sie unter der Druckwirkung von auf den Bolzen sitzenden Federn 6 aus den Löchern 7 heraustreten.
Der Oberring 4 lässt sich von jeder Stelle aus leicht nach unten drücken und wird durch die Federn 6 nach Aufhören des Druckes in die gehobene Stellung zurückgebracht. Bei dem Nieder drücken des Ringes 4 kommt dieser mit Kontaktstiften 11 in Berührung,, die in ge eigneten Abständen voneinander am Boden des Ringes 3 isoliert befestigt und unter einander durch einen elektrischen Leitungs draht 12 verbunden sind.
Dieser Draht führt nach dem einen Pol eines in bekannter Weise durch Elektrizität zu betätigenden akusti schen Signals, wie beispielsweise einer elek trischen Hupe. Da. der Oberring 4 durch Körperleitung (durch Eisenteile des Chassis) mit dem andern Pol der Signaleinrichtung verbunden ist, wird durch die Berührung des Oberringes 4 mit einem der Stifte 11 der Stromkreis nach dem Signal geschlossen und somit dieses in Tätigkeit gesetzt. , Im Innern des Ringes 3 ist''-gleitbar eine einen Ring bildende Schiene 19 so a .n= geordnet, dass sie sich gegen die Innenseite des Aussenschenkels des Ringes 3 anlegt, je doch in der Umfangsrichtung hin- und her geschoben werden kann.
Am Boden des Ringes 3 sind mehrere, beispielsweise vier, aufrecht stehende Zapfen 14 befestigt. Auf diesen Zapfen 14 sitzen drehbar wageechte Schalthebel 15, die an einer achsialen Ver- Schiebung auf dem Zapfen 14 durch Bunde 1.6 gehindert werden (Fig. 6) und am Ende 18 griffartig ausgebildet sind. In der Schiene 19 sind Löcher 20 vorgesehen, die so gross sind, dass die Hebel 15 passend hindurch ragen können.
In dem äussern Schenkel des U-förmigen Ringes 3 sind mit den Löchern 20 zusammenfallend Längsschlitze 17 vor gesehen, . die eine Schwingung der durch sie hindurchführenden Hebel 15 nach rechts und links gestatten, wie durch die gestrichel ten Linien in Fig.4 angedeutet ist. Bei den Schwingungen nehmen die Hebel 15 die Schiene 19 mit, die sich dabei in der Kreis richtung dreht.
An der Schiene 19 ist ein wageechter Kontaktstift 21 isoliert befestigt, dessen freies Ende auf einer durch den Leitungs draht 24 mit der einen Klemme der nicht dargestellten bekannten Schaltvorrichtung für ein optisches Signal, zum Beispiel für Fahrtrichtungsanzeiger, verbundenen Kon taktplatte 23 ruht. Die Platte 23 ist isoliert auf dem Boden des Ringes 3 montiert (Fig. 5).
Auf der Platte 23. sind isoliert zwei Kontaktplatten 25, 26 so befestigt, dass zwi schen ihren Enden ein freier Raum 27 ver bleibt, der etwas grösser als der Durchmesser des Kontaktstiftes 21 ist, so dass' dieser, wenn er in dem Zwischenraum 27 steht, keine der Platten 25, 26 berührt. Die eine Platte 25 ist durch einen isolierten Leitungs draht 28 mit dem Kontakt für den nach rechts zeigenden Fahrtrichtungsanzeiger und die Platte 26 durch den isolierten Leitungs draht 29 mit dem Kontakt für den -nach links zeigenden Fahrtrichtungsanzeiger ver bunden..
Wird einer der Hebel 15 aus seiner Mittelstellung nach rechts oder links ver stellt, so bewegt, sich die Schiene" 19 ent sprechend, und dadurch kommt der Stift 21 entweder mit der Kontaktplatte 25 oder der andern 26 in Berührung. 'Der Stift schliesst dann den Stromkreis entweder nach dem rechten Fahrtrichtungsanzeiger durch seine Berührung mit den beiden Platten 23, 25 und durch die beiden Leitungsdrähte 24, 28 oder nach dem linken Fahrtrichtungsanzeiger durch die Kontaktplatten 23, 26 und die Drähte 24, 29. Steht der Stift 21 in der Mittelstellung nach Fig. 4, so sind beide Fahrtrichtungsanzeiger ausser Tätigkeit.
Damit eine Arretierung des Stifts 21 in einer seiner drei Schaltstellungen statt findet, ist eine mit drei Rasten versehene Schnappvorrichtung vorgesehen, die aus einer auf der Schiene 19 befestigten gewell ten Platte 3,0 besteht. Die Platte 30 gegen über ist an dem innern Schenkel des Unter ringes 3 federnd eine Kugel 32 gelagert, die bei Verstellung die Schiene 19 durch die vorspringenden Teile der Platte 30 zu rückgedrückt wird und dann in eine der zwischen diesen vorspringenden Teilen lie genden Rasten federnd einspringt. Hierdurch wird die Schiene 19 in ihren jeweiligen Stel lungen genügend gegen unbeabsichtigte Ver schiebung gesichert.
Für eine zweite optische Signaleinrich tung bei Automobilen, nämlich die Schein werferlampen, ist folgende Schalteinrichtung am Ring 2 angebracht, durch die die Lam pen auf hell oder dunkel (abgeblendet) ein gestellt werden. Die Hauptschaltung für die Scheinwerferlampen ist hierbei die gebräuch liche, und die nachstehend beschriebene Ein richtung dient nur dazu, die eingeschalteten Lampen auf das eine oder das andere Signallicht umzuschalten, von denen bei Dunkelheit immer eine beim Fahren brennen soll.
In der Innenwandung des Ringes 3, ein ander diametral gegenüberliegend,, sind zwei Löcher 33 vorgesehen, & urch die .aus Isolier material _ bestehende Druckknöpfe 34 hin durchragen. Diese Knöpfe 34 werden durch am Ring 3 bei 37 befestigte,h'edern 36 ge halten und lassen sich''ederud einwärts drücken. An den->Deuek nöpfen 34 sind im Innern des Ringes '3 'Kontaktstifte 39 be festigt, an die ein Leitungsdraht 40 ange schlossen ist und die für gewöhnlich nicht in Berührung mit den ihnen gegenüber an der Schiene 19 befestigten Kontaktplatten 38 stehen.
Die von den beiden Stiften 39 ausgehenden Drähte 40 sind zu einem Draht 46 vereinigt, der mit der einen Klemme einer Elektromagnetenspule i (Fig. 7) verbunden ist. Die andere Klemme dieser Spule ist mit der Batterie und diese durch Körper leitung (durch die Eisenteile des Chassis) mit dem Ring 3 und somit auch mit der sich an ihn anlegenden Schiene 19 verbunden. so dass beim Einwärtsdrücken eines der Druckknöpfe 34 durch den Stift :39 und die Platte 38 ein Stromschluss erfolgt.
In der Spule i ist ein Eisenkern g gleitbar ange ordnet, der für gewöhnlich durch eine Feder h. aus der Spule i herausgedrückt gehalten wird und bei Erregung der Spule einwärts ge zogen wird. An dem Kern g ist eine federnde, eventuell aus zusammengelenkten Teilen bestehende Stange m befestigt. die aus dem Eigengehäuse des Elektromagnetes herausragt und über dem Drehpunkt e eines winkligen Schaukelstückes b endigt.
Das Schaukelstück besitzt zwei unter einem Winkel zueinander stehende Arme mit Gleitflächen c, d, die sich etwas oberhalb des Drehpunktes e so schneiden, dass eine Spitze entsteht, die etwas höher als der Drehpunkt e liegt. An dem Schaukelstück ist in der Mitte seiner Unterfläche ein Arm o befestigt., an dem ein gebräuchlicher Schnappschalter a angelenkt ist. Der Schnappschalter ist mit zwei verschiedenen Kontakten ausgestattet. von denen der eine zum Ausschalten des hellen und der andere zum Ausschalten des abgeblendeten Lichtes des Kraftfahrzeug:::: dient.
Je nach der Stellung des Schnapp schalters wird der eine oder andere Strom kreis gesbhlossen. Die Verbindung des Schnappschalters mit dem Arm o des Schau kelstückes b steht unter der Wirkung der Feder . f und ist derart, dass, sobald der Drehpunkt zwischen Arm o und Schnapp schalter die Verbindungslinie zwischen dem Drehpunkt e des Schaukelstückes und dem Drehpunkt des Schnappschalters überschrei tet, der letztere in die eine oder die andere Schaltungsstellung springt.
Die Bewegung des Schaukelstückes b erfolgt mit Hilfe der Stange m. Diese wird, sobald der Eisenkern g in die Elektromagnetspule hineingezogen wird, mit ihrem freien Ende auf diejenige Winkelfläche c, d des Schaukelstückes drük- ken, welche gerade in einer ungefähr wag rechten Lage liegt. Bei dem weiteren Ein wärtsziehen des Kernes d gleitet das untere Ende der federnden Stange m auf der be treffenden Gleitfläche, und zwar so lange, als der durch die Stange ausgeübte Druck auf das Schaukelstück nicht genügt, um die Feder f des Schalters zu überwinden.
Wenn die Einwärtsbewegnug des Kernes so weit erfolgte, dass das Ende der Stange in fast an dem Ende der Gleitfläche c bezw. d an gelangt ist, so wird der Hebelarm, an dem die Stange m an dem Schaukelstück an greift, so gross geworden sein, dass die Druck kraft der Stange m genügt, um das Schaukel stück in der aus Fig. 8 ersichtlichen Weise nach unten zu drücken und dadurch zu kip pen, so dass das Schaukelstück aus der aus gezogen gezeichneten Stellung der Fig. 8 in die gestrichelt gezeichnete Stellung ge langt.
Bei dieser Kippbewegung findet die Umschaltung des Schnappschalters a statt, so dass dann, wenn zuvor die Gleitfläche c ungefähr wagrecht gelegen hatte, jetzt die Gleitfläche d in die annähernd wagrechte Lage gelangt.
Sobald die Erregung der Spule i beim Aufhören des Druckes auf den Druckknopf 34 aufhört, geht der Eisenkern g und mit ihm die Stange m unter Einwirkung der Feder h in die Stellung Fig. 7 zurück, und da inzwischen, wie beschrieben wurde, das Schaukelstück b in die punktierte Lage nach Fig. 8 gekommen ist, so steht jetzt das Unter ende der Stange<I>m</I> über der Fläche<I>d,</I> so dass beim erneuten Erregen der Spule i das Schaukelstück b in der umgekehrten Rich tung gekippt und somit der Schalter a umgeschaltet wird.
Am Ende einer jeden Gleitfläche c, d ist ein Anschlag n vor gesehen, gegen den das Ende der Stange m in der tiefsten Stellung des Eisenkernes anstösst, um dadurch die Kippbewegung des Schaukelstückes b zu erleichtern.
Es ist ersichtlich, dass beim Einwärts drücken eines der Druckknöpfe 34 durch den Elektromagneten eine Umstellung des Schal ters a bewirkt wird, wobei es gleichgültig ist, welcher der Druckknöpfe benutzt wird.
Der Elektromagnet i, g braucht natür- lieh nicht in senkrechter Richtung ar_geora- net zu sein, da die Bewegung des Eisenkernes g auch erfolgte, wenn beispielsweise der Elektromagnet wagrecht liegt und demgemäss das Schaukelstück neben dem Elektromagne- ten angeordnet sein sollte.
Die durch den Elektromagneten erfolgende Umstellung eines Schnappschalters mit Hilfe des Schaukel stückes b könnte natürlich ausser für das helle Fernlicht und das abgeblendete Licht eines Automobils auch für andere Zwecke, und zwar überall dort angewendet werden, wo es sich um die abwechselnde Einschal tung von zwei mit dem Schnappschalter ver bundenen elektrischen Einrichtungen handelt.
Die Druckknöpfe 34 für die Einschaltung des Elektromagnetes sind parallel geschaltet, so dass von jedem Druckknopf aus die Um schaltung vorgenommen werden kann.