CH149488A - Verfahren zur Behandlung körnigen oder staubartigen Gutes. - Google Patents

Verfahren zur Behandlung körnigen oder staubartigen Gutes.

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CH149488A
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Didier Stettiner Chamo Vormals
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Stettiner Chamotte Fabrik Ag
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  Verfahren zur Behandlung körnigen oder staubartigen Gutes.    Bei allen Verfahren, die auf der Wärme  abgabe eines Mittels an ein zu erwärmendes  oder zu trocknendes Gut beruhen, ist natur  gemäss eine möglichst weitgehende Ausnutzung  der in dem wärmeabgebenden Mittel ent  haltenen Wärmemenge erwünscht und für  die     Wirtschaftlichkeit    der Anlage notwendig.  Bisher wurde bei Anlagen dieser Art die  noch in dem wärmeabgebenden Mittel ent  haltene Wärme nach einmaliger Einwirkung  auf das zu erwärmende Gut als Abwärme  abgeführt und meist in irgend einer Form  weiter verwendet, sei es zur Erwärmung  andern Gutes oder zur Erwärmung von  Wärmespeichern irgend welcher Art.

   Es gibt  auch Trockenverfahren, bei denen das     wärtne-          abgebende    Mittel nach einmaliger Berührung  mit dem Trockengut im Kreislauf zurück  geführt, wieder erwärmt und von neuem zum  Trocknen benutzt wird. Auch nach diesem  Verfahren wird die Wärme des     Trocken-_       mittels nicht genügend für das Trockengut  ausgenutzt.  



  Nach der Erfindung wird das Verfahren  zum Behandeln, z. B. zum Trocknen, Glühen,  Schwelen usw. von körnigem und     staub-          förmigem    Gut, wie zum Beispiel     Koks,    Kohle,  Kies, Sand und dergleichen, mit Hilfe des  Behandlungsmittels, z. B. heissem Gas,     iri     der Weise durchgeführt, dass dieses Mittel  zweimal in der Lage ist, das Gut zu beein  flussen, z. B. seine Wärme an das zu er  wärmende oder zu     trocknende    Gut abzugeben,  so dass die Wärme des Behandlungsmittels  vollkommen für das zu     erwärmende    oder zu  trocknende Gut ausgenutzt wird. Es wird  dadurch ein sehr wirtschaftlicher und ein  facher Betrieb ohne besondere Nebenanlagen  erzielt.

   Dieser Erfolg wird nach der Erfin  dung dadurch erreicht, dass das Behandlungs  mittel die Rohrleitung, durch welche das zu  behandelnde .Gut hindurchgeführt wird, zu-      nächst aussen umspült und darauf zur wei  teren     Beeinflussung    des Behandlungsgutes  durch diese Rohrleitung hindurchgeführt wird.  



  Handelt. es sich bei dem zu behandelnden       Gut    um staubförmiges oder sehr feinkörniges  Material, so gestaltet sich die Behandlung  noch wirksamer, wenn das Gut im Schwebe  zustand behandelt wird. Für diesen Fall  kann etwa das Behandlungsmittel, z. B. ein  heisser Gasstrom, während seines Durchganges  durch die Rohrleitung für das Behandlungs  gut gleichzeitig zur Förderung desselben ver  wendet werden. Zweckmässig wird der die  Rohrleitung umspülende Teil des Behand  lungsmittels im Gegenstrom zu dem Behand  lungsmittel innerhalb der Rohrleitung geführt.  



  Das Verfahren nach der Erfindung kann  naturgemäss ebenso vorteilhaft als Verfahren  zum Kühlen von erhitztem Gut Verwendung  finden; es kann dann etwa anstatt heisses  Gas ein kaltes Gas eingeführt werden, das  die Wärme des zu kühlenden Gutes sowohl  durch äusseres Bespülen des Behälters, wie  unmittelbares Überleiten über das Gut auf  nimmt.  



  Wird die Rohrleitung geradlinig geführt,  so gestaltet sich der ganze Aufbau der Ein  richtung zur Durchführung des Verfahrens  besonders einfach. Um jedoch die Einrich  tung in geringen räumlichen Grenzen zu  halten, wird die Rohrleitung zweckmässig in  schlangenlinienförmiger Linie geführt. Um  bei Verwendung eines Gasstromes das Gut  zugleich durch den Gasstrom bequem fort  bewegen zu können, ist es weiterhin zweck  mässig, scharfe Biegungen und Ecken bei  der Linienführung der Rohrleitung zu ver  meiden. Beispielsweise kann dann die Rohr  leitung     spindelartig    wie eine Wendeltreppe  geführt sein, so dass möglichst geringe Strö  mungswiderstände entstehen.  



  In der Zeichnung ist - eine zur Durch  führung des vorliegenden Verfahrens geeig  nete Einrichtung schematisch wiedergegeben,  und zwar als     Trocknungseinrichtung    mit  schlangenlinienförmiger Rohrleitung.     Fig.l     zeigt einen senkechten Schnitt durch die    Einrichtung parallel zu der Rohrleitung,  während     Fig.2    einen senkrechten Schnitt  gemäss der Linie     4-B    der     Fig.    1 darstellt.  



  Die Trockenvorrichtung 1 enthält einen       schlangenlinienförmig    geführten Kanal 2, der  bei 6 beginnt und bei 5 endet. Innerhalb  des     Kanals    2 ist in der gleichen Linien  führung das Rohr 3 verlegt, dessen Anfang  bei 5 und dessen Ende bei 7 liegt. Am Be  ginn des Rohres 3 befindet sich ein Füll  trichter 4, während am Ende des Rohres  eine     Absetzkammer    8 angeordnet ist. Aus  der Kammer 8 führt eine Rohrleitung 9 über  einen Ventilator 10 zu der Rohrleitung 11.  



  Der Betrieb gestaltet sich, wenn es sich  um eine Trockeneinrichtung handelt, so, dass  durch den Ventilator 1.0 bei 6 heisses Gas  (z. B. Luft, Stickstoff, Abgase usw.) ange  saugt wird. Das Gas zieht durch den     schlan-          genlinienförmigen    Kanal 2, wobei es ständig  die Rohrleitung 3 umspült. Bei 5 wird das  Gas in die Rohrleitung 3 eingesäugt, wobei  es durch     injektorartige    Wirkung das aus  dem Trichter 4 herabfallende, zu trocknende  Gut mitreisst. Das Gut wird von dem Gas  strom durch die ganze Rohrleitung 3 geführt,  bis es bei 7 in den     Absetzraum    8 gelangt.

    Durch eine Scheidewand oder dergleichen  wird hier das Gut zum Absetzen-gebracht,  während der Gasstrom durch die Leitung 9  und den Ventilator 10 nach der Leitung 11  weiter zieht. Von dort kann das Gas zu  einer Heizanlage geleitet werden, wo es -er  hitzt und getrocknet wird, um den Kreislauf  von neuem zu beginnen. Das durch die Rohr  leitung 3 beförderte Gut wird einerseits  durch den als Träger dienenden Gasstrom  innerhalb der Rohrleitung unmittelbar er  wärmt und getrocknet, anderseits mittelbar  durch den die Rohrleitung umspülenden  beissen Gasstrom, der bei der beschriebenen  Durchführung des Verfahrens relativ um so  heisser ist, je kälter der in der Rohrleitung  befindliche Gasstrom wird.

   In der Zeichnung  ist der Gasstrom allein mit voll ausgezogenen  Pfeilen dargestellt, während der mit     Trock-          nungsgut    beladene Gasstrom durch gestri  chelte Pfeile veranschaulicht ist.      Handelt es sich um eine Kühleinrichtung,  so verläuft das Verfahren ganz entsprechend,  nur dass man darin ein Kühlmittel, z. B. ein  Kühlgas, verwenden wird.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRÜCHE:</B> I. Verfahren zur Behandlung körnigen oder staubartigen Gutes, bei dem das durch eine Rohrleitung hindurchgeführte Gut von einem diese Leitung umspülenden Behandlungsmittel beeinflusst wird, da durch gekennzeichnet, dass das Behand lungsmittel die Rohrleitung zunächst aussen umspült und darauf zur weiteren Beein flussung des Behandlungsgutes durch diese Rohrleitung hindurchgeführt wird.
    II. Einrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Führung des Behandlungsgutes dienende Rohrleitung in einem mit dem Behandlungsmittel zu speisenden Kanal derart angeordnet ist, dass das Behandlungsmittel gezwungen wird, die Rohrleitung zunächst aussen zu umspülen und dann zur weiteren Beein flussung des Behandlungsgutes durch die Rohrleitung hindurchzuziehen. UNTERANSPRt?CHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Behandlungs mittel während seines Durchganges durch die Rohrleitung für das Behandlungsgut gleichzeitig zur Förderung desselben ver wendet wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der die Rohrleitung umspülende Teil des Behandlungsmittels im Gegenstrom zu dem Behandlungsmittel innerhalb der Rohrleitung geführt wird. 3. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Rohrleitung geradlinig verläuft. 4. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Rohrleitung schlangenlinienförmig verläuft. 5. Einrichtung nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass die Rohrleitung schraubenlinienförmig verläuft.
CH149488D 1929-09-23 1930-09-15 Verfahren zur Behandlung körnigen oder staubartigen Gutes. CH149488A (de)

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