DE655459C - Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen koerniger Brennstoffe - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen koerniger BrennstoffeInfo
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- F26B17/10—Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement with movement performed by fluid currents, e.g. issuing from a nozzle, e.g. pneumatic, flash, vortex or entrainment dryers
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen körniger Brennstoffe Es ist bekannt, Brennstoffe zum Zwecke des Trocknens mittels heißer Gase im Schwebezustand durch eine Rohrschlange hindurchzuführen. Dabei werden die zusammen mit den Gasen in die Rohrschlange eintretenden Brennstoffe zuerst der höchsten Temperatur der Gase ausgesetzt, die dann auf dem Wege durch die Rohrschlange allmählich abnimmt. Dies hat zur Folge, daß die Struktur des Trockengutes durch die plötzliche starke Erhitzung zerstört und das Korn zerrissen wird. Auch ist es naturgemäß nicht möglich, zwecks vollständiger Entziehung dies Wassers die Temperatur des Trockengutes allmählich zu steigern, so daß dieses am Austrittsende der Rohrschlange die höchste noch zulässige, d. h. unter dem Schwelpunkt liegende Temperatur aufweist. Ein solches Verfahren ist daher nicht geeignet, körnige Brennstoffe, deren Einlagerungsfähigkeit für die nachfolgende Behandlung bei höherer Temperatur erhalten bleiben soll, vollständig zu trocknen und ohne Schwelung auf möglichst hohe Temperatur zu bringen.
- Es ist ferner bei einer Schwelanlage bekannt, das durch eine Rohrschlange geförderte Schwelgut .mittels Heizgase im Gegenstrom zu der Bewegungsrichtung des Gutes von ,außen zu beheizen. Bei einer derartigen Schwelanlage wird zwar das Gut nach seinem Eintritt in die Rohrschlange zunächst den bereits abgekühlten Heizgasen ausgesetzt, wobei der Schwelprozeß mit einer Trocknung des Gutes beginnt. Da jedoch die in der Trockenzone ausgetriebenen. Gase und Dämpfe auf ihrem weiteren Wege durch die Rohrschlange mit in die Schwelzone gelangen, fehlt es an einer selbständigen Trocknungsvorbehandlung des Gutes, bei welcher durch Abbau von Wasser und Sauerstoff eine als künstliche Alterung zu bezeichnende Veredelung erfolgt.
- Schließlich ist es auch bekannt, zwecks Vermeidung eines Zerfalls der Kohle beim Trocknen die Temperatur der Trockniungsgas@e beim Beginn der Trocknung niedrig zu halten und erst mit fortschreitender Trocknung allmählich zu steigern. Dabei findet also der Trocknungsvorgang in mehreren Stufen statt. Jedoch erfolgt er bei den bekannten Verfahren während des Durchrieselns der Kohle durch einen Trockenbunker, wobei die Kohle einer beträchtlichen mechanischen Beanspruchung unterliegt.
- Demgegenüber isst Gegenstand der Erfindung ein Verfahren zum Trocknen körniger Brennstoffe, welches sich von den bekannten Verfahren dadurch unterscheidet, daß die zum Trocknen-dienenden Traggase vor dem Einführen in die Rohrschlange diese im Gegenstrom zu der Bewegungsrichtung des Gutes von außen beheizen. Hierbei wird der Wärmeinhalt der Heizgase, den diese nach dem Beströmen der äußeren Wandungen der RoliTschlange noch aufweisen, voll ausgenutzt. Während die Heizgase zusammen mit dem Gut eintreten und es durch die Rohrschlange im Schwebezustand hindurchführen, wird ihre Wärme an das noch kalte Gut abgegeben, bis ein Temperaturausgleich stattgefunden hat, und nunmehr die weitere Steigerung der Temperatur des Gutes und der Traggase allein durch die äußere Beheizung erfolgt. Die sich dabei ergebenden Temperaturverhältnigse sind für die Erhaltung der Struktur und der Einlagerungsfähigkeit des Gutes besonders günstig, da nicht nur die Temperatur der zur Außenbeheizung benutzten Gase an dem Ende der Rohrschlange, an dem das Gut eintritt, am geringsten ist und in der Bewegungsrichtung des Gutes ständig zunimmt, sondern auch die mit dem Gut eintretenden. Traggase die gleiche Temperatur haben, mit der die Außenbeheizung beginnt. Es ist also weder eine vorherige Aufheizung der Traggase noch eine besondere Zuteilvoridchtung für diese :erforderlich. Sie dienen vielmehr gemeinsam mit der Außenbeheizung dazu, dem Gut anfänglich bei verhältnismäßig geringer Temperatur eine große Wärinemenge zuzuführen. Bei der sich anschließenden. alleinigen Wärmezufuhr von außen wird dann das Gut in schonendster Weise auf eine Höchsttemperatur erhitzt, die sich in Abhängigkeit von dem Feuchtigkeitsgehalt und dem Schwelpunkt des Gutes sowie der gewählten Anfangstemperatur der Heizgase ohne weiteres ergibt.
- Man erhält also bei zweimaliger Wärmeabgabe des Heizmittels und demgemäß größter Wirtschaftlichkeit ein bezüglich seiner Einlagerungsfähigkeit hochwertiges Gut, das durch vollständige Entziehung des Wassers und weitgehenden Abbau des Sauerstoffes künstlich gealtert ist.
- Die Erfindung erstreckt sich auch auf eine Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens, bei welcher die Rohrschlange auf ihrer ganzen Länge von einem Kanal umgeben ist; den die Trockengase durchströmen, bevor sie in entgegeDgiesetzter Richtung zusammen mit dem 'Brennstoff in. die Rohrschlange eintreten. Wird die Rohrschlange geradlinig geführt, so gestaltet sich der. ganze Aufbau der Trockenanlage besonders einfach. Um jedoch die Anlage in geringen räumlichen Grenzen zu halten, wird die Rohrschlange zweckmäßig in an sich bekannter Weise in Windungen verlegt, wobei zwecks schonender mechanischer Behandlung des Gutes scharfe Biegungen und Ecken so wenig wie möglich angewendet -,verden. Zur Vermeidung von Umlenkungen können die Rohrschlange und der sie umgebende Kanal auch beispielsweise in Schraubenwindungen wie :eineWendeltreppe geführt sein. Das Verfahren und die Vorrichtung nach der Erfindung sind in der Zeichnung an einem. Ausführungsbeispiel veranschaulicht, tind zwar zeigt Fig. r eine Trockenanlage in einem senkrtchten, durch die Windungen der Rohr-Schlange gelegten Schnitt.
- Fig. 2 ist ein Schnitt nach Linie A-B der Fig. i.
- Die eigentliche Trockenanlage i ist mit einem in Schlangenwindungen geführten Kanal 2 versehen, der bei 6 beginnt und bei 5 endet. Innerhalb des Kanals ä ist in der gleichen Linienführumg die Rohrschlange 3 verlegt, deren Eintrittsende bei 5 und deren Austrittsende bei 7 liegt. Am Eintrittsende 5 der Rohrschlange 3 ist der Fülltrichter q. angeordnet, während ihr Austrittsende in eine Absetzkammer 8 mündet. Aus der Kammer 8 führt ein Rohr g über einen Ventilator i o zu der Rohrleitung r i. Das den Kanal ä durchströmende, zur Außenbeheizung dienende Gas ist durch voll ausgezogene Pfeile veranschaulicht, während es auf seinem weiteren Wege durch die Rohrschlange 3, auf dem es mit dem Gut beladen ist, durch gestrichelte Pfeile kenntlich gemacht wird.
- Von dem Ventilator i o wird bei 6 durch den Kanal 2 und anschließend durch die Rob:rschlange 3 heißes Gas angesaugt. Dieses Gas strömt durch die Windungen des Kanals 2; wobei es die Wandungen der Rohrschlange ständig umspült. Bei 5 wird das Gas in die Rohrschlange 3 eingesäugt, wobei es das aus dem Fülltrichter q. zugeführte zu trocknende Gut mitreißt. Das Gut wird von dem Gasstrom durch die Rohrschlange 3 im Schwehezustand hindurchgeführt, bis es bei 7 in den Absetzraum $ gelangt. Hier wird das Gut in bekannter Weise zum Absetzen gebracht; während das Gas von dem Ventilator i o durch die Leitung 9 abgesaugt und in die Leitung i i befördert wird. Von dort kann in bekannter Weise das Gas abgeblasen oder nach erfolgter Trocknung der Anlage zwecks wiederholter Verwendung wieder zugeführt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRVCHr: i . Verfahren zum Trocknen körniger Brennstoffe zum Zwecke der Erhaltung der Einlagerungsfähigkeit und des künstlichen Alterns für die nachfolgende Behandlung bei: höheren Temperaturen, wobei das Trockengut unter Wärmeaufnahme von heißen Gasen im Schwebezustand durch eine Rohrschlange hindurchgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Trocknen- dienenden Traggase vor dem Einführen in die Rohrschlange diese im Gegenstrom zu der Bewegungsrichtung des Gutes von außen beheizen. z. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, -'dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrschlange auf ihrer ganzen Länge von einem Kanal umgeben ist, den die Trockengase durchströmen, bevor sie in entgegeng esetzter Richtung zusammen mit dem Brennstoff in die Rohrschlange eintreten.
Priority Applications (1)
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| DE655459C true DE655459C (de) | 1938-01-15 |
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- 1929-09-24 DE DEST46469D patent/DE655459C/de not_active Expired
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