Einrichtung zum Steuern des Triebmotors eines lenkbaren Landfahrzeuges. <B>C</B> Die Motoren von lenkbaren Fahrzeugen, beispielsweise von elektrischen Oberleitungs omnibussen, werden sehr oft durcli eine Schaltwalze gesteuert, die elektriscli oder elektropneumatisch stufenweise angetrieben wird.
Zur Receluno, des stufeilweisen Fort- schaliens der Walze dient ein Fusstritt, der auf die elektrische oder pneumatische Kraft zufuhr einwirkt, und der beim Fortschalten jede#smal Stufe für Stufe vollkommen durch- ,--etreten werden muss. Der Führer des Fahr- Z zeuges muss somit fast dauernd,
vor -allem beim Anfahren und Stillsetzen des Fahr- zeuo,e,s, den Fusstritt bedienen. Er soll<B>je-</B> doch seine Aufmerksamkeit in erster Linie der Lenkung des Fahrzeuges widmen kön nen, was naturgemäss bei gleiehzeitiger Be dienung des Fusstrittes sehr erschwert ist.
Dieser Nachteil wird praktisch vollkom- inen dadurch vermieden, dass gemäss der Er findung die Kraftzufulir für den Fahrzeug- triebmotor nicht nur durch ein vom Führer -besteuertes Organ. sr.-iidern auch durch.,selbst- n tätig wirkende, die Kraftzufuhr regelnde Or gane beeinflussbar ist.
Die ZeichriLino, lässt als Ausführuno-sbei- . t' n spiel der Erfindung eine Einrichtung erken- neu, wie sie besonders zum Steuern des Tric--b- inotors eines elektrisch betriebenen Oberlei- tungsomnibusses verwendet werden kanli. Darin zeio-en Abb. <B>1</B> eine Prinzipskizze der Gesamtanordnung,
Abb. 2 vergrösserte Ein- zelteile,nämlich eine Klinkvorriehtun-# für die Motorschaltwalze zusammen mit einein Fusstritt, und Abb. <B>3</B> die Ausführung naeh Abb. 2, jedoch mit vorderer DecLscheibe und ohne den Fusstritt. In allen Abbildungen sind einander gleiche Teile mit ein und den selben Bezuoszeichen versehen.
In Abb. <B>1</B> bedeuten a eineii Elektromotor zum Antreiben eines der besseren Mersiebt wegen nicht dargestellten Falirzeuges, 1) die Motorfeldwicklunu. c den Anlasswiderstand. <B>d</B> die Schaltwalze,<B>f</B> die Stromzuführungslei- ti.ing, <B>g</B> ein Stromrelais im Motorstromkreis und h die geerdete Stromableitung. In der Hilfsleitung<B>1</B> liegen die Schaltkontakte<B>k, In.</B> <B>n</B> und die Elektromagnetspule o.
Ausserdem bezeichnen 1) einen Fusstritt mit ruhendem Drehzapfen q, und r ein Klinkrad zum<B>An-</B> treiben der darüberliegenden Schaltwalze<B>d.</B> Die Anordnuno, wirkt -wie folat: Ano-enommen, die Sehaltwalze <B>d</B> stelle in Stellung<B>1</B> und die Kontakte ni, 12 nehmen die dargestellte überbrückte Lage ein. Sobald der Fusstritt<B>p</B> getreten wird, sind auch die Kontakte 7,- überbrückt.
Die Folge ist, dass in der Hilf's-leitung i Strom zu fliessen be ginnt, und zwar von der Stromzuführung<B>f</B> über Schaltwalze<B>d,</B> Hilfsleitun-, i. Fusstritt- kontakte <B>k,</B> Relai--kontakte in., Ma-#netschal- terkontakte n, Magnetspule o zur geerdeten Stromableitung h.
Der Magnet o zieht nun seinen Kern unter Überwindung der Kraft der Feder s nach unten und schaltet das Klinkrad ento-ecren der Wirkulin, der Feder t um einen Zahn und damit die Schaltwalze<B>d</B> um eine Stufe im Gegenuhrzeigersinn. Gleieh- h' zeitig bewegt die Kernstange des Ma-gnetes o das an ihr befestigte eine Ende der Schnapp feder ii, über deren Totpunktslage hinweg nach unten, so dass das andere, am Schnapp schalter v sitzende Federende ruckartio,
die Kontalde u öffnet. Dies erfolgt schon bevor der Kern des Macrnetes. o seine tiefste End- laue erreicht hat. Da nun die Magnetspule o C<B>z3</B> wieder stromlos ist, kehren die Feder s und damit auch der Kern des Magnetes o, sowie die Selinappfeder it in ihre gezeielinieten Vr- sprungslagen zurück. Hierb,-i musste letztere ihre Totpunl-Itslao;
,e wiederum durchschreiten, -wobei diesmal der Sehnappsrhalter u ruch- artio, geschlossen wurde, und zwar schon vor Erreieh-tin- dieser neuen Endla-,e. Um züi ver hüten, dass bei der Rückkehr des Kernes des .#li-te,n2tes o auch die Schaltwalze<B>d</B> und das Klinkrad r durch die Feder t in die Ur sprungslage gedreht, werden.
ist eine Sperr- n <B>en e,</B> klinke iv vorcesehen, die von einer Feder<B>x</B> ZD ,gegen das Klinkrad r gedrückt wird. Das <B>,</B> C beschriebene Arbeitsspiel, bei dem die Schalt walze<B>d</B> Stufe für Stufe selbsttätig fortge- schaltet wird. wiederholt sich nun solange..
bis die -Walze<B>d</B> die Schlussstellung VIT er- reicht hat, da jetzt der Walzenbelag die Stromzuleitung<B>f</B> mit der Hilfsleitun#g i niellt mehr verbindet. Die Nagnetspule o bleibt. so- ZD mit endgültig stronilos.
Damit nun die Schaltwalze<B>d</B> sich nicht zu rasch dreht und diese die Anlasswider- stände c nicht, zu schnell abschaltet, was seinerseits ein zu rasches Wachsen des Motor- tromes und der Fahrzeug eschwindigkeit zur elg Folge hätte, lie-,t ein Stromrelais<B>g</B> im iMo- torstromkreis, das in diesem Falle dafür sor,'t,
dass die Kontakte ni und da-mit der Hilfsstromlueis i unterbrochen werden. Der Magnet o bleibt dann solaii-e stromlos und das selbsttätige Weitersehalten des Klink- rades r Lind der Schaltwalze<B>d</B><I>hört</I> so lange auf, bis der Motorstrom auf einen zulässigen Wert -esLinhen ist.
Das Stromrelais könnte auch, al;weiellend von der Ausführung nach Abb. <B>1.</B> durch eine Magiletwicklung ersetzt sein, die zusammen <B>C</B> tn mit der Hagiietspule o auf deren Kern ein wirkt und die im Motorstromkreis liegL da mit ein Abfallen des abhän--i-- vom Motorstrom erzielt -wird.
Bis jetzt war angenommen, dass der Fuss tritt<B>p</B> noch getreten ist, das heisst die ge zeichnete Lac-,e einnimmt. Wird er nun etwas losgelassen, so werden zunächst die Kontakt,# k und damit auch der Hilfsstromkreis i un terbrochen, die Magnetwicklung o wird -wie derum stromlos, und die Sehaltwalze <B>d</B> bleiht auf einer ihrer Sehülistellen <B>1</B> bis, VII stehen.
Der Motor a erhält dann einen fleichbleiben- den Strom, und die Fahrgesehwindigkeit <B>-</B> unveränderlichen Fahrwiderstand voraus- --esetzt-bleibtebenfallsdieselbe. Aufdiese Weise kann irgend eine Fahrgesehwindigheit sehr bequem beibehalten werden.
Soll da-, Fahrzeu-- zum Stellen kommen, braucht lediAich der Fusstritt vollkom men frei-e2:eben zu werden. wodurch er in folge der Kraft der Feder<B>y</B> in seine Ruhe lage zurüchkehrt. Erst jetzt stösst seine Nase <B>1</B> (Abb. 2) gegen den Klinkhebel <B>2</B> und dreht ihn ent-egen der Wirkun- einer Feder <B>3</B> im Gegenuhrzeigersinn. Die angelenkte t' Gabelstange<B>4</B> verschiebt sieh seitlich,
und <B>C</B> der in ihrer Gabel<B>5</B> sich führende Zapfen<B>6</B> der Fortschaltklinke <B>7</B> brinut diese ausser Eingriff mit dem Klinkrad r. Letzteres wird jedoch von der Klinke zu noch so lange fest gehalten, bis die Nase<B>8</B> des Klinkhebels 2 gegen die Sperrklinke zu drückt und auch diese ausser Eincrriff mit dem Klinkrad r bringt. Erst jetzt zieht die Feder t (Abb. <B>1)</B> das Klinkrad r und somit aueli die Schalt walze<B>d</B> in die Ursprungslage zurtick.
Bei den Ausführunusformen nach Abb. 2 und<B>3</B> ist angenommen, dass als Magnet o (Abb. <B>1)</B> ein Drehmagnet dient, der sieh um die Achse<B>9</B> drehen kann. Der Drehmagnet selbst ist nicht zu sehen, sondern lediglich seine Deckseheibe <B>10,</B> an der die Fortschalt- klinke <B>7</B> drehbar sitzt.
Dreht sich die Scheibe <B>10</B> entge-,en dem Uhrzeigersinn, so nimmt auch hier (Abb. <B>3)</B> die Fortschaltklinke <B>7</B> das Klinkrad r und zugleich die Schaltwalze (d# Abb. <B>1)</B> mit.
Auch die übrigen in Abb. <B>3</B> chargestellten Teile, besonders der Schnapp- sekalter <B>z"</B> dessen Feder it *hier naturgemäss mit ihrem einen Ende an der Scheibe<B>10</B> sitzt, wirken sinngemäss wie die gleichen Teile der Abb. <B>1</B> und 2.
Am Wesen der Erfinduno, ändert sich nichts, wenn die Sehaltwalze <B>d</B> und das Klinkrad r nicht elektromagnetisch, sondern elektropneumatisch oder anders angetrieben werden. Auch eignet sich die neue Einrie.h- tum, nicht nur für elektrisch betriebene Ober leitungsomnibusse, sondern auch für andere lenkbare Fahrzeuge.. beispielsweise für Akku- n inulatorenfaltrzeuge.