CH147463A - Zusatzmittel für Motorbrennstoffe. - Google Patents

Zusatzmittel für Motorbrennstoffe.

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CH147463A
CH147463A CH147463DA CH147463A CH 147463 A CH147463 A CH 147463A CH 147463D A CH147463D A CH 147463DA CH 147463 A CH147463 A CH 147463A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Zusatzmittel für     idotorbrenustoffe.       Bekanntlich     hat.    die Entwicklung des     Mo-          lorenbaues,    die durch höhere Kompression  des Gases im Zylinder zu grösserer Leistung  und höherer Wirtschaftlichkeit führte, zur  Folge,     dass-    an die     Notorbrennstoffe        Anforde-          .tungen    gestellt werden, die früher nicht be  kannt waren, nämlich,     dass    die Brennstoffe  auch unter höheren Drucken ohne Detonation  verbrennen, eine Erscheinung, die     gewöhn-          lieh    als Klopffreiheit bezeichnet wird.

   Da  nun die Mineralöle fast ausschliesslich Ben  zine enthalten, die für einen grossen Teil der  heutigen Motoren nicht mehr genügend klopf  fest sind, ist man dazu übergegangen, neben  dein üblichen Benzin einen klopffesten Be  triebsstoff herzustellen und in den Handel  zu bringen. Es geschieht das heute beispiels  weise durch Zugabe von     Antiklopfmitteln,     wie     Eisenearbonyl    oder     Bleitetraäthyl,    oder  auch     durell    Vermischen des Benzins mit  Benzol oder Spiritus.

   Man     musste    sich bei  der Eigenart des     Denzinverkaufes    an die    Verbraucher, zum Beispiel an     Zapfstelleii.     auf eine bestimmte Qualität     festlegon#    und  zwar natürlich auf eine solche, die     hinsicht-          lieb    der     Klopffestigkeit    hohen Anforderungen  genügt. Das hat null zu dem     Missstand    ge  führt,     dass    für viele Motoren diese Qualität  unnötig gut ist.

   Da die     hlopffesten        Betriebc,-          stoffe    teurer sind, ist dadurch in vielen  Fällen die     erstrebie    Verbesserung der     Wirt-          schaftlichk-eit    praktisch nicht erreichbar.  



       Ura    für den einzelnen Fall den jeweils       nur    nötigen Grad von Klopffestigkeit     züi     erreichen, wäre es nötig, den Zusatzstoff in  eine Form zu bringen. die es dem     einzelneii     Verbraucher     ermöolie,'ht"    ihn<B>je</B> nach den     An-          n          forderungen    selbst in entsprechendem     Massr,     dem Benzin     zuzumisclien.    Hierbei scheiden  Benzol und Spiritus wegen der     LTnmöolieli-          keit,    die nötigen     Merigen        mitztifübren,

      aus.       Ebensowenig    kommt     Bleitetraäthyl    wegen  seiner Giftigkeit in Betracht. Auch das     Eisen-          earbonyl    ist nicht geeignet, weil es unter ge-      wissen Bedingungen schon bei niedrigen  Temperaturen zur Selbstzündung neigt.  



  <B><I>kn</I></B>  Es wurde nun gefunden,     dass    man ein  durchaus handhabungssicheres Zusatzmittel  erhält, wenn man     Eisenearbonyl    mit wesent  lichen Mengen von Aminen oder ihren am  Stickstoff     alkylierten    oder     arylierten    Deri  vaten vermischt.

   Als Beispiele seien genannt:  Anilin,     Toluidin,        Xylidin,        Methylanilin,          j#tl-lyltoluidin,        Methyltoluidin,        Diphenylamiii          usw.    Ebenso sind     aliphatische    primäre und  sekundäre Amine verwendbar, die bis<B>3</B>     C-          Atome    in gerader Kette enthalten.

   Dabei  zeigte sich die überraschende Tatsache,     dass     diese     Gemisehe    bei der     Verwenduno-    des da  mit versetzten Benzins in nur mässig hoch  komprimierten Motoren meist einen     Anti-          klopfwert    ergaben, der wesentlich höher ist,  als man nach den Erfahrungen in hochkom  primierten Motoren erwarten konnte.

   Um       wieviel    der     Antiklopfwert    höher ist, als zu       ei-warten    ist, hängt von dem Mischungsver  hältnis zwischen     Eisenearbonyl    und     Amin-          verbindung    und weiter von deren Natur ab;  der Mehrwert kann praktisch<B>30 %</B> und mehr  betragen.<B>--</B>  Man kann mehrere     Aminverbindungen     gleichzeitig verwenden; man kann auch zur  Verdünnung weitere, organische Verbindun  gen zusetzen, zum Beispiel     Kohlenwasser-          stoffe,    Alkohole u. a., um eine gute     Dosier-          barkeit    zu erreichen.

   In einzelnen Fällen  dienen die letztgenannten Stoffe auch als  Lösungsvermittler zwischen     Eisencarbonyl     und den Aminen. Jedoch soll die     Verdün-          nuilcr    nicht zu gross sein, damit das Mit  führen von Zusatzmitteln für erhebliche  .Mengen Brennstoff möglich bleibt. Man  kann weiterhin andere bekannte     Antiklopf-          mittel,    soweit ihre direkte Verwendung un  bedenklich ist, zumischen. Ebenso kann man  Schmieröle, die eine Innenschmierung des  Motors bezwecken, oder Farbstoffe, die die  Kontrolle der guten     Durchmischung    nach  Zugabe des Zusatzes zum Brennstoff erleich  tern, heimischen.

   Man hat bereits vorge-    schlagen, eine konzentrierte Lösung von  <B>Ei</B>     isenearbonyl    mit einem organischen Lö  sungsmittel herzustellen, und von dieser Lö  sung dem     Matorbrennstoff    so viel zuzusetzen,       dass    er den gewünschten Gehalt     a.n        Eisen-          earbonyl    aufweist.

   Der besondere Wert der  beanspruchten aromatischen und     aliphatischen     Amine gegenüber den üblichen, für     Eisen-          earbonyl    verwendeten Lösungsmitteln be  steht darin,     dass    sie selbst     Antiklopfeigen-          schaften    haben. Setzt man sie dem     Eisen-          earbonyl    zu, so wird die     Antiklopfwirkung     des     Eisenearbonyls    erheblich gesteigert, unter  Umständen sogar mehr als der additiven Wir       kung    der beiden     Antiklopfmittel    entspricht.  



  Als bestimmte Beispiele derartiger Mi  schungen seien folgende genannt:  <B>1. 20</B>     /10        Eisenpentacarbonyl        +   <B>80 %</B>     "Hono-          äthyla.nilin..     



  2.     Eiseiipentacarbonyl    und     Dimethylani-          lin    zu gleichen     Volumteilen,     <B>3.<I>1,0</I></B>     %0        Eisenpentacarbonyl   <B>+ 90</B>     %        Ny-          lidin,     4.

       Eisenpentacarbonyl    und     Monomethyl-          o-toluidin    zu gleichen     Volumteilen,     <B>5.</B> 45     Volumprozent    Anilin, 45     Volum-          prozeilt        Toluol,   <B>10</B>     Volumprozent        Eisenpenta-          earbonyl,     <B>6.</B> 40     Volumprozent        Monomethylanilin,    40       Volumprozent        Xylol,

      20     Volumprozent        Eisen-          pentacarbonyl,     <B>7. 50</B>     Volumprozent        Diäthylamin    oder       Isobutylamin,   <B>50</B>     Volumprozeilt,        Eisenpenta-          earbonyl,     <B>8.</B> 40     Vol-Limprozent        Monomethylanilin.     40     Volumprozent        Diäthylamin.    20     Volumpro-          zent        Eisenpentacarbonyl,

       <B>9.</B> 40     -#7'olumprozent        Eisenpentacarbonyl     <B>+ 60</B>     Volumprozent        Isobutylamin,     <B>10. 96</B>     Volumprozent    Anilin<B>+</B> 4     Volum-          prozent        Eisenpentacarbonyl,     <B>11. 85</B>     Volumprozent        Monomethylanilin     <B>+ 15</B>     Volumprozent        Eisenpenfacarbonyl,     <B>12.

   50</B>     Volumprozent        Monomethyl-o-to-          luidin   <B>+ 25</B>     Volumprozent        Monomethylanilin     <B>+</B> 25     Volumprozent        Eisenpentacarbonyl,         <B>13. 35</B>     Volumprozent        Isobutylamin   <B>+</B>  <B>35</B>     Volumprozent        Dimetllylanilin        +   <B>30</B>     Vo-          lumprozent        Eisenpentacarbonyl,     14.

   40     Volumprozent        Monoäthylanilin   <B>+</B>  20     Volumprozent        Eisenpentaca.rbonyl   <B>+</B> 40       Volumprozent        Ä-tllylalkohc>l,     <B>15.</B> 40     Voluinprozent        Dimethylanilin     40     Volumprozent        Eisenpentacarbonyl        -IL    20       Volumprozent    Methylalkohol,  <B>16.

   30</B>     Volumprozent        Xylidin   <B>+ 10</B>     Vo-          lumprozent        Eisenpentacarbonyl   <B>+ 60</B>     Volum-          prozent    Äthylalkohol,  <B>17. 35</B>     Volumprozent        Monome"thyl-o-to-          luidin    + a95     Volumprozent        Eisenpentacarbo-          nyl   <B>+ 30</B>     Volumprozent        M,        etllylalkohol,     <B>18.

   30</B>     Volumprozent        Monomethylanilin     <B>+ 30</B>     Volumprozent        Eisenpentacarbonyl   <B>+</B>  40     Volumprozent        Butylalkohol,     <B>19.</B> 40     Volumprozent        Diäthylamin   <B>+ 10</B>       Volumprozent        Eisenpentacarbonyl   <B>+ 50</B>     Vo-          lumprozent        Isobutylalkohol,     20.

   40     Volumprozent        Isobutylamin        +   <B><I>20</I></B>       Volumprozent        Eisenpenfacarbonyl   <B>+</B> 40     Vo-          lumprozent        Methyl-    oder     Äthylalkohol.     



  Es lassen sich aber auch die verschieden  sten sonstigen     Nischungen    und andere Mi  schungsverhältnisse herstellen.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Zusatzmittel für Motorbrennstoffe zwecks Erhöhung der Klopffestigkeit. bestehend aus einer Mischung, die Eisenearbonyl und min destens ein Amin enthält. UNTERANSPRüCHE:
    <B>1.</B> Zusatzmittel für Motorbrennstoffe nach Patentanspruch, bestehend aus einer Mi schung von Eisenearbonyl und mindestens einem auromatischen Amin. <B>2.</B> Zusatzmittel für Motorbrennstoffe nach Patentansprucb. und Unteranspruch<B>1,</B> bestehend aus einer Mischung von Eisen- carbonyl und mindestens einem am Stiel,-- stoff alkylierten aromatischen Amin.
    <B>3.</B> Zusatzmittel für Motorbrennstoffe nach Patentanspruch, bestehend aus einer Mi- seliung von Eisenearbonyl und mindestens einem am Stickstoff arylierten aromati- sehen Amin. 4. Zusatzmittel für M otorbrennstoffe nach Patentansprucli, bestehend aus einer Mi- scliung von Eisencarbonyl und mindestens -einem aliphatischen Amin, welches bis zu drei Kohlenstoffatome in gerader Kette enthält.
CH147463D 1929-03-20 1930-02-13 Zusatzmittel für Motorbrennstoffe. CH147463A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE955640C (de) * 1954-08-21 1957-01-03 Standard Oil Dev Co Kraftstoffgemisch

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE955640C (de) * 1954-08-21 1957-01-03 Standard Oil Dev Co Kraftstoffgemisch

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AT123872B (de) 1931-07-25

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