CH147290A - Anordnung zur Umsetzung der Intensität einer Strahlung in eine elektrische Grösse. - Google Patents

Anordnung zur Umsetzung der Intensität einer Strahlung in eine elektrische Grösse.

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CH147290A
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Martin Dr Gruetzmacher
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  Anordnung zur Umsetzung der Intensität einer Strahlung in eine elektrische Grösse.    Die Umsetzung der Intensität einer Strah  lung in eine elektrische Grösse hat für die  moderne Technik grosse Bedeutung, zum Bei  spiel bei Fernübertragung von Bildern oder  Tönen, für     Messzwecke    und dergleichen. Die  für die Zwecke der Umsetzung bisher be  kannten Zellen sind zwar nicht unbrauch  bar, leiden aber an gewissen Mängeln, einer  seits wegen ihres hohen Widerstandes und  ihrer Kapazität, anderseits, weil die Zelle  beliebig schnellen Schwankungen der Licht  intensität infolge ihrer Trägheit nicht zu fol  gen vermag.  



  Die genannten Schwierigkeiten werden  durch die Erfindung überwunden. Erfin  dungsgemäss wird eine Zelle aus zwei ver  schiedenen Stoffen in dem einzigen Berüh  rungspunkt dieser Stoffe von der Strahlung  getroffen und die hierdurch in der Berüh  rungsstelle der Zelle erzeugte<B>E.</B> M.<B>X</B> auf  einen elektrischen Verbraucher geschaltet.  Ein gewöhnlicher Detektor kann als Zelle  ohne weiteres verwandt werden, insbesondere    ein Detektor, bei dem eine     Silberdrahtspitze     auf einem     Stüeli    Bleiglanz aufsitzt.  



  Versuche haben gezeigt,     dass    ein Detektor  dieser Art     trägheitslos    auf beliebig schnelle  Schwankungen der     Lichtintensität    in der  Weise reagiert,     dass    in dem an den Detek  tor angeschlossenen Stromkreis elektrische  Schwankungen entstehen, die den Schwan  kungen der Lichtintensität proportional sind.  Der     Detektorstromkreis    braucht nicht ein  mal eine eigene     Strom-quelle    zu haben; aller  dings kann der Umsetzungseffekt dadurch  verstärkt werden,     dass    an den Detektor eine  Gleichspannung oder     hoahfrequente    Wechsel  spannung von konstanter Frequenz und Span  nung angeschlossen wird.  



  Es ist ferner zweckmässig, die erregende  Lichtquelle gerade im Gebiet der grössten In  tensität ihrer Strahlung auszunutzen. Bei  den meisten der bekannten Lichtquellen ist  die     Strahlunesintensität    im Gebiete der nicht  mehr sichtbaren Wärmestrahlen am grössten      man kann also dieses Gebiet zur Umwand  lung von Licht in Elektrizität bevorzugen.  



  Die Erfindung ist in den     beigefügt-en     Zeichnungen in zwei     Ausführungsbeispieleii     dargestellt, von denen     Fig.   <B>1</B> eine     Tonfilm-          Empfangsapparatur,        Fig.    2 eine Anordnung  für     Messzwecke    darstellt.  



  In     Fig.   <B>1</B> wirft die Lichtquelle<B>1</B> ihre  Strahlen durch eine Linse 2 auf den Film<B>3,</B>  der längs der stark     ausgezogeneD    Linie 21       laäftig    beleuchtet wird, und durch eine hin  ter dem Film<B>3</B> befindliche Sammellinse 4.  Von einem Teil dieser Strahlen wird ein De  tektor<B>5</B> getroffen, der in einen elektrischen  Stromkreis geschaltet ist, und zwar gemein  sam mit einer Gleichstrombatterie<B>6</B> und der  Niederspannungswicklung eines Transforma  tors<B>8.</B> Dessen Sekundärwicklung ist mit  dem Gitter<B>10</B> und mit der Kathode<B>11</B> einer       Elektronenröhre   <B>9</B> verbunden.

   Der Anoden  stromkreis     beo-innt    bei der Anode<B>13</B> und  besteht aus dem     innern    Widerstand     de±     Röhre<B>9,</B> dem Telefon<B>15</B> und der Anoden  batterie 14. Die Kathode<B>11</B> der Röhre ist  mit der     Heizbatterie    12 verbunden.  



  Zum besseren Verständnis dieser An  ordnung ist es ratsam, den Verlauf einer ge  wissen Zahl von Strahlen, die von der     Licht--          que        Ile   <B>1</B> ausgehen, zu verfolgen, insbeson  dere den Verlauf der Strahlen 20 und<B>23,</B>  welche die beleuchtete Stelle 21 am Rande  treffen, und den Verlauf des mittleren  Strahles<B>16.</B> Diese drei Strahlen treffen den  Film<B>3</B> in den drei Punkten 22, 24 und<B>17.</B>  



  In     Fig.   <B>1</B> ist ferner gezeigt, wie die drei  letztgenannten Bildpunkte in einer Ebene  abgebildet werden, die<B>-</B> parallel zum  Film<B>3 -</B> durch den Berührungspunkt des  -Detektors geht. Hieraus geht hervor,     dass     nur der Strahl<B>16,</B> der den Film<B>3</B> im Punkte  <B>17</B> durchdringt, durch den Berührungspunkt  des Detektors<B>5</B>     hiudurchgeht.    Die Linse 4  dient dazu, auch alle andern Strahlen, die  vom Bildpunkt<B>1-7</B> ausgehen, im Berührungs  punkt des Detektors zu sammeln.

   Soweit  Strahlen von andern Bildpunkten des Films  .ausgehen, werden sie ausserhalb des Detektors         ab-ebildet.    Daher wird. obwohl die gesamte  <B>C</B>  Fläche 21 des Films<B>3</B> von den Lichtstrah  len getroffen wird, nur das vom Punkt<B>17</B>  kommende Licht in den Detektor projiziert.  



  Wenn der Tonfilm<B>3</B> in Richtung des  Pfeils<B>25</B> bewegt wird, so gelangen die ein  zelnen Bildpunkte dieses Films nacheinander  vor den Strahl<B>16.</B> Im Detektor<B>5</B> werden  daher Lichtschwankungen entsprechend der  Helligkeit der Bildpunkte vorhanden sein.  Entsprechend diesen Lichtschwankungen  werden Spannungsschwankungen des     Detek-          torstromkreises    hervorgerufen, die mittelst  der     Elektrouenröhre   <B>9</B> verstärkt und dem  Telefon<B>15</B> übermittelt werden.  



  Die Quelle<B>1</B> kann Wellen verschiedener  Längen, also auch Röntgenstrahlen oder  Wärmestrahlen, aussenden. Die Erfindung  ist auch     bei    Einrichtungen zum Fernsehen  verwendbar. Während aber beim Tonfilm  nur eine Linie von Bildpunkten abgetastet  zu werden braucht, ist es für das Fernsehen  erforderlich, auf den Detektor nicht nur die  einzelnen Punkte einer Linie, sondern auch  die Gesamtheit aller Punkte der ganzen Film  fläche, und zwar jeden einzelnen Punkt nach  dem andern, zu projizieren. Die hierfür er  forderlichen Einrichtungen, wie zum Beispiel  rotierende Prismen und dergleichen, sind be  kannt, so     dass'    hier nicht weiter auf sie ein  eingegangen zu werden braucht.  



  Bei allen diesen Anordnungen bietet die  Erfindung den Vorteil,     dass    die einzelnen  Bildpunkte mit grosser Schärfe übertragen  werden, ohne     dass    die Beleuchtung des Bildes  selbst     punktförmig    zu sein braucht. Es ist  daher möglich, ohne Spalte,     Nipkowsche     Scheiben und dergleichen auszukommen.  



  In     Fig.    2 wird der Strahl, der von der  Lichtquelle<B>28</B> kommt, nach dem Durchtritt  durch die Blende<B>35</B> mittelst des Prismas<B>29</B>  in sein Spektrum zerlegt. Die Intensität der  einzelnen Strahlen des Spektrums kann nun  nacheinander dadurch gemessen werden,     dass     der Detektor<B>33</B> längs des Weges<B>36.</B> relativ  zu den Strahlen bewegt wird. In<B>-</B>den     De-          tektorstromkreis    ist ein Galvanometer 34 ge-      schaltet. Die Abweichung des     Galvanometers     34 ist ein Mass für die Intensität     desjenigen     Strahles, der gerade in dem Berührungspunkt  des Detektors<B>33</B> fällt.

   Das durch diese Mes  sung erhaltene Ergebnis ist eine sehr genaue       Spektralanalysis.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPUUCH: Anordnung zur proportionalen Umsetzung der Intensität einer Strahlung in eine elek trische Grösse, dadurch gekennzeichnet, dass eine Zelle aus zwei verschiedenen Stoffen in dem einzigen Berührungspunkt dieser Stoffe von der Strahlung getroffen wird und die hierdurch in der Berührungsstelle der Zelle erzeugte<B>E.</B> M. K. auf einen elektrischen Ver braucher geschaltet ist. UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Anordnung nach, Patentanspruä, da durch gekennzeichnet-, dass die Zelle als Kontaktdetektor ausgebildet ist. 2.
    Anordnung naelt Unteranspruch<B>1,</B> da durch gekennzeichnet, dass eine Anord nung zur Verstärkung von elektrischen Schwankungen mittelst Elektronenröhre an den Detektor angeschlossen ist. <B>3.</B> Anordnung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass der Detektor den Gitterkreis einer Elektronenröhre be- einflusst. 4. Anordnung nach Unteranspruch<B>3,</B> da durch gekennzeichnet, dass an den De tektor eine Gleichstromspannungsquelle <B>t</B> ino-eschlossen ist.
    tD <B>5.</B> Anordnung nach Unteranspruch<B>3,</B> da durch gekennzeichnet, dass an den De tektor eine hochfrequente Wechselstrom- quelle von konstanter Frequenz und Spannung angeschlossen ist. <B>6.</B> Anordnung nach Unteranspruch<B>3,</B> da durch gekennzeichnet, dass eine Strali- lungsquelle, deren Intensität infolge des Betriebes schwankt, im Bereich derjeni- gen Strahlen ausgenutzt wird, die lange Wellen haben.
    <B>7.</B> Anordnung nach Unteranspruch<B>1,</B> da durch gekennzeichnet, dass von den bei den sich berührenden Stoffen des De tektors der eine ein Metall und der an dere eine kristallinische Metallverbin dung ist. <B>8.</B> Anordnung nach Unteranspruch<B>3,</B> zur Fernübertragung von Bildern, Tönen und dergleichen, dadurch gekennzeichnet, dass die von der Lichtquelle ausgebendeii Strahlen das Bild oder Teile des Bildes stark beleuchten, dass aber nur die voh einem einzigen Bildpunkt ausgehenden Strahlen zu gleicher Zeit im Berührungs punkte des Detektors gesammelt werden.
    <B>9.</B> Anordnung nach Unteranspruch<B>1,</B> für Messzwecke, dadurch gekennzeichnet, dass der Detektor mit einem Galvanometer ver bunden ist und relativ zu den Strahlen eines Spektrums verschiebbar ist.
CH147290D 1928-11-16 1929-11-15 Anordnung zur Umsetzung der Intensität einer Strahlung in eine elektrische Grösse. CH147290A (de)

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