Anordnung zur Umsetzung der Intensität einer Strahlung in eine elektrische Grösse. Die Umsetzung der Intensität einer Strah lung in eine elektrische Grösse hat für die moderne Technik grosse Bedeutung, zum Bei spiel bei Fernübertragung von Bildern oder Tönen, für Messzwecke und dergleichen. Die für die Zwecke der Umsetzung bisher be kannten Zellen sind zwar nicht unbrauch bar, leiden aber an gewissen Mängeln, einer seits wegen ihres hohen Widerstandes und ihrer Kapazität, anderseits, weil die Zelle beliebig schnellen Schwankungen der Licht intensität infolge ihrer Trägheit nicht zu fol gen vermag.
Die genannten Schwierigkeiten werden durch die Erfindung überwunden. Erfin dungsgemäss wird eine Zelle aus zwei ver schiedenen Stoffen in dem einzigen Berüh rungspunkt dieser Stoffe von der Strahlung getroffen und die hierdurch in der Berüh rungsstelle der Zelle erzeugte<B>E.</B> M.<B>X</B> auf einen elektrischen Verbraucher geschaltet. Ein gewöhnlicher Detektor kann als Zelle ohne weiteres verwandt werden, insbesondere ein Detektor, bei dem eine Silberdrahtspitze auf einem Stüeli Bleiglanz aufsitzt.
Versuche haben gezeigt, dass ein Detektor dieser Art trägheitslos auf beliebig schnelle Schwankungen der Lichtintensität in der Weise reagiert, dass in dem an den Detek tor angeschlossenen Stromkreis elektrische Schwankungen entstehen, die den Schwan kungen der Lichtintensität proportional sind. Der Detektorstromkreis braucht nicht ein mal eine eigene Strom-quelle zu haben; aller dings kann der Umsetzungseffekt dadurch verstärkt werden, dass an den Detektor eine Gleichspannung oder hoahfrequente Wechsel spannung von konstanter Frequenz und Span nung angeschlossen wird.
Es ist ferner zweckmässig, die erregende Lichtquelle gerade im Gebiet der grössten In tensität ihrer Strahlung auszunutzen. Bei den meisten der bekannten Lichtquellen ist die Strahlunesintensität im Gebiete der nicht mehr sichtbaren Wärmestrahlen am grössten man kann also dieses Gebiet zur Umwand lung von Licht in Elektrizität bevorzugen.
Die Erfindung ist in den beigefügt-en Zeichnungen in zwei Ausführungsbeispieleii dargestellt, von denen Fig. <B>1</B> eine Tonfilm- Empfangsapparatur, Fig. 2 eine Anordnung für Messzwecke darstellt.
In Fig. <B>1</B> wirft die Lichtquelle<B>1</B> ihre Strahlen durch eine Linse 2 auf den Film<B>3,</B> der längs der stark ausgezogeneD Linie 21 laäftig beleuchtet wird, und durch eine hin ter dem Film<B>3</B> befindliche Sammellinse 4. Von einem Teil dieser Strahlen wird ein De tektor<B>5</B> getroffen, der in einen elektrischen Stromkreis geschaltet ist, und zwar gemein sam mit einer Gleichstrombatterie<B>6</B> und der Niederspannungswicklung eines Transforma tors<B>8.</B> Dessen Sekundärwicklung ist mit dem Gitter<B>10</B> und mit der Kathode<B>11</B> einer Elektronenröhre <B>9</B> verbunden.
Der Anoden stromkreis beo-innt bei der Anode<B>13</B> und besteht aus dem innern Widerstand de± Röhre<B>9,</B> dem Telefon<B>15</B> und der Anoden batterie 14. Die Kathode<B>11</B> der Röhre ist mit der Heizbatterie 12 verbunden.
Zum besseren Verständnis dieser An ordnung ist es ratsam, den Verlauf einer ge wissen Zahl von Strahlen, die von der Licht-- que Ile <B>1</B> ausgehen, zu verfolgen, insbeson dere den Verlauf der Strahlen 20 und<B>23,</B> welche die beleuchtete Stelle 21 am Rande treffen, und den Verlauf des mittleren Strahles<B>16.</B> Diese drei Strahlen treffen den Film<B>3</B> in den drei Punkten 22, 24 und<B>17.</B>
In Fig. <B>1</B> ist ferner gezeigt, wie die drei letztgenannten Bildpunkte in einer Ebene abgebildet werden, die<B>-</B> parallel zum Film<B>3 -</B> durch den Berührungspunkt des -Detektors geht. Hieraus geht hervor, dass nur der Strahl<B>16,</B> der den Film<B>3</B> im Punkte <B>17</B> durchdringt, durch den Berührungspunkt des Detektors<B>5</B> hiudurchgeht. Die Linse 4 dient dazu, auch alle andern Strahlen, die vom Bildpunkt<B>1-7</B> ausgehen, im Berührungs punkt des Detektors zu sammeln.
Soweit Strahlen von andern Bildpunkten des Films .ausgehen, werden sie ausserhalb des Detektors ab-ebildet. Daher wird. obwohl die gesamte <B>C</B> Fläche 21 des Films<B>3</B> von den Lichtstrah len getroffen wird, nur das vom Punkt<B>17</B> kommende Licht in den Detektor projiziert.
Wenn der Tonfilm<B>3</B> in Richtung des Pfeils<B>25</B> bewegt wird, so gelangen die ein zelnen Bildpunkte dieses Films nacheinander vor den Strahl<B>16.</B> Im Detektor<B>5</B> werden daher Lichtschwankungen entsprechend der Helligkeit der Bildpunkte vorhanden sein. Entsprechend diesen Lichtschwankungen werden Spannungsschwankungen des Detek- torstromkreises hervorgerufen, die mittelst der Elektrouenröhre <B>9</B> verstärkt und dem Telefon<B>15</B> übermittelt werden.
Die Quelle<B>1</B> kann Wellen verschiedener Längen, also auch Röntgenstrahlen oder Wärmestrahlen, aussenden. Die Erfindung ist auch bei Einrichtungen zum Fernsehen verwendbar. Während aber beim Tonfilm nur eine Linie von Bildpunkten abgetastet zu werden braucht, ist es für das Fernsehen erforderlich, auf den Detektor nicht nur die einzelnen Punkte einer Linie, sondern auch die Gesamtheit aller Punkte der ganzen Film fläche, und zwar jeden einzelnen Punkt nach dem andern, zu projizieren. Die hierfür er forderlichen Einrichtungen, wie zum Beispiel rotierende Prismen und dergleichen, sind be kannt, so dass' hier nicht weiter auf sie ein eingegangen zu werden braucht.
Bei allen diesen Anordnungen bietet die Erfindung den Vorteil, dass die einzelnen Bildpunkte mit grosser Schärfe übertragen werden, ohne dass die Beleuchtung des Bildes selbst punktförmig zu sein braucht. Es ist daher möglich, ohne Spalte, Nipkowsche Scheiben und dergleichen auszukommen.
In Fig. 2 wird der Strahl, der von der Lichtquelle<B>28</B> kommt, nach dem Durchtritt durch die Blende<B>35</B> mittelst des Prismas<B>29</B> in sein Spektrum zerlegt. Die Intensität der einzelnen Strahlen des Spektrums kann nun nacheinander dadurch gemessen werden, dass der Detektor<B>33</B> längs des Weges<B>36.</B> relativ zu den Strahlen bewegt wird. In<B>-</B>den De- tektorstromkreis ist ein Galvanometer 34 ge- schaltet. Die Abweichung des Galvanometers 34 ist ein Mass für die Intensität desjenigen Strahles, der gerade in dem Berührungspunkt des Detektors<B>33</B> fällt.
Das durch diese Mes sung erhaltene Ergebnis ist eine sehr genaue Spektralanalysis.