CH146002A - Präparat zur Herstellung von Überzügen. - Google Patents

Präparat zur Herstellung von Überzügen.

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CH146002A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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      Präparat;    zur Herstellung von Überzügen.    Es wurde gefunden, dass man Überzüge  von wertvollen Eigenschaften auf porösen,  saugfähigen Unterlagen erhält, wenn man  Emulsionen von     Zellulosederivatlösungen    in  wässerigen Lösungen wasserlöslicher orga  nischer filmbildender Kolloide in Gegenwart  von     Weichmachungsmitteln    und gegebenen  falls weiteren Zusätzen auf die     Unterlagen     aufbringt.  



  Die zu     emulgierenden        Zelulosederivat-          lösungen    können zum Beispiel enthalten:  Nitrozellulosen,     Acetylzellulosen,    in Wasser  ganz oder nahezu unlösliche     Zelluloseäther,     zum Beispiel     Äthylzellulosen,        Benzylzellu-          losen    und dergleichen, oder deren Gemische.

    Als     Lösungsmittel    für die     Zellulosederivate     sind zu nennen: in Wasser oder der wässeri  gen Lösung der organischen filmbildenden  Kolloide unlösliche oder     schwerlösliche    orga  nische Lösungsmittel, zum Beispiel Kohlen  wasserstoffe,     Ketone,    Ester, wie Äthyl-,       Buthyl-    oder     Amylacetat,    ferner höhere Alko-    hole, zum Beispiel     Butanol,        C5        cloheia.nol,     höhere     Glykolderivate,        Dioaanhomologe    und  dergleichen oder deren Gemische, wobei es  mitunter zweckmässig ist,

   leicht     verseifbare     Lösungsmittel zu vermeiden. Vielfach ist es  besonders empfehlenswert,     Lösungsmittel    von  langsamer Flüchtigkeit, zum Beispiel     Gly-          kolmonobutyläther    und dergleichen     mitzuver-          wenden.    Die Konzentration und Viskosität  der Lösungen kann in weiten Grenzen  schwanken, es kann besonders     erwünscht    sein,  zwecks Vermeidung grösserer     Lösungsmittel-          mengen,    sehr dicke Lösungen.

   deren     Konzen-          tration    je nach der Viskosität des betreffen  den     Zellulosederivates    verschieden sein kann.  zu verwenden, doch können auch Lösungen  von geringer Viskosität Anwendung finden.  



  Als wasserlösliche organische, filmbil  dende Kolloide kommen     insbesondere    wasser  lösliche     Methylzellulosen    und ähnliche     alky-          lierte    Kohlehydrate,     Polyvinylalkohol    und  dergleichen und deren Gemische in Betracht,      doch können auch in Wasser lösliche     Gela-          tinen,    Leim- und Stärkesorten, Harzarten und  dergleichen, sowie Gemische solcher Stoffe  Verwendung finden. Diese Produkte können  zugleich als Schutzkolloide wirken und neh  men an der Bildung der Überzüge teil.

   Es  kann ausserdem zweckmässig sein, den wässe  rigen     Schutzkolloidlösungen    bereits wasser  lösliche, weichmachend wirkende Stoffe zu  zusetzen.  



  Als     Weichmachungsmittel    für das Ge  samtprodukt kommen solche hochsiedende  und schwerflüchtige Stoffe in Frage, die mit  den     Zellulosederivaten    Lösungen zu bilden  vermögen, oder dies nicht können, zum Bei  spiel     Triarylphosphate,    Kampfer, Rizinusöl,       Phtalsäureester        etc.,    sowie deren Gemische.       Weichmachungsmittel    können in den     Zellu-          losederivatlösungen    gelöst oder auch in den  wässerigen     Kolloidlösungen        emulgiert    sein  und in geeigneter Weise den fertigen Emul  sionen zugefügt werden.

   Die Menge der zu  zusetzenden     Weichmachungsmittel    ist bei den  einzelnen     Zellulosederivaten    verschieden und  richtet sich nach dem Verwendungszweck: sie  schwankt im allgemeinen zwischen etwa 5  und     100%    vom     Trockengewicht    der     Zellu-          losederivate,    kann aber mitunter auch grösser  sein und ist durch     Vorversuche    von Fall zu  Fall leicht zu ermitteln.

   Der Zusatz der ge  nannten     Weichmachungsmittel    verbessert in  hohem Masse die Elastizität der Überzüge und       gestattet    es, beim Eintrocknen der Emulsion  etwa entstehende Schrumpfungen zu vermin  dern oder zu vermeiden, wie dies vielfach er  forderlich ist.  



  Es können ferner geeignete lösliche oder  unlösliche Farbstoffe, Harze, Füllstoffe, zum  Beispiel     Lithopone,    Schiefermehl, Graphit,  Asbestpulver, Holzmehl und dergleichen, zu  gegen sein, die den Emulsionen in beliebigem  Herstellungsstadium zugegeben sein können.  Vielfach ist es empfehlenswert, diese Stoffe  zunächst den     Zellulosederivatlösungen    zuzu  fügen und diese dann zu     emulgieren.    Bei  der Verwendung unlöslicher Farbstoffe kann  es zweckmässig sein, sie den Lösungen oder  Emulsionen in möglichst feiner Verteilung    zuzusetzen, um ein Absetzen ganz oder weit  gehend zu verhindern. Bei Verwendung ge  eigneter Füllstoffe erhält man     Spachtelmas-          sen    und diesen ähnliche Produkte.

   Die Harze  können zweckmässig in den     Zellulosederivat-          lösungen    oder in den     Weichmachungsmitteln     gelöst zur     Verwendung    kommen, doch können  sie mitunter auch     emulgiert    oder den fertigen  Emulsionen zugefügt werden. Ausser oder an  Stelle der genannten Stoffe können ferner so  genannte Netz- oder     Emulgiermittel    zugesetzt  werden, wobei deren Zusätze im allgemeinen  zweckmässig nur klein bemessen werden.

   Der  artige Zusätze, zum Beispiel     Türkischrotöle,          älkylnaphtalinsulfosaure    Salze, neutrale Sei  fen und dergleichen, können die Benetzung  der Unterlagen erleichtern und die Beständig  keit der Emulsionen erhöhen.    In den genannten Emulsionen kann das  Mengenverhältnis der wasserunlöslichen     Zel-          lulosederivate    zu .dem der wasserlöslichen  filmbildenden Bestandteile in weiten Grenzen  schwanken. Letztere können überwiegen, doch  ist es im allgemeinen empfehlenswert, dass die  wasserunlöslichen     Zellulosederivate    über  wiegen; der Gehalt an wasserlöslichen, film  bildenden Anteilen kann mitunter sehr klein  sein.  



  Mit den beschriebenen Emulsionen können  durch Streichen, Bedrucken, Tauchen, Sprit  zen usw. Überzüge auf den verschiedensten,  saugfähigen Unterlagen, zum Beispiel auf  Holz, Leder, Mauerwerk,     Asbestplatten,    Pa  pier, Textilien,     (Kunstlederunterlagen)    und  dergleichen hergestellt werden, die eine gute  Festigkeit und Dauerhaftigkeit und der  wechselnden Beanspruchung entsprechende  Elastizität zeigen. Die genannten saug  fähigen Unterlagen können auch durch  Grundierungen und dergleichen vorbehandelt  sein.

   Die erhaltenen Überzüge, die als Film  bildner wasserunlösliche     Zellulos'ederivate     und wasserlösliche Schutzkolloide enthalten,  sind im allgemeinen nicht mehr in Wasser  und organischen     Lösungsmitteln    leicht lös  lich und nur, je nach der Zusammensetzung,  mehr oder weniger     quellbar,    so dass sie      auch ohne Nachbehandlung den verschie  denen Anforderungen     genügen.    Besonders  wertvoll sind die unter     Verwendung    von  unlöslichen -Pigmentfarbstoffen oder Füll  stoffen erhaltenen Emulsionen.  



  Auf den erhaltenen Überzügen können  gegebenenfalls noch weitere Überzüge     mit-          telst    Emulsionen, Suspensionen oder Lösun  gen von filmbildenden Produkten,     zum-Bei-          spiel    von     Zellulosederivaten,    Harzen, trock  nenden Ölen und dergleichen, aufgetragen  werden, wobei sich vielfach der Vorteil er  gibt, dass die getrockneten Schichten beim  Auftragen weiterer Überzüge nicht oder nur  sehr langsam aufgeweicht werden, was ins  besondere für Streichlacke und dergleichen  von Bedeutung ist: Die erhaltenen Überzüge  können auch als solche noch eine mecha  nische Nachbehandlung durch Schleifen,  Polieren,     Glarizstossen,    Bügeln und derglei  chen erfahren.

      <I>Beispiel 1:</I>  Man     emulgiert    100 Teile eines etwa 6 bis  8 %     igen,    mit     Litholechtscharlach        RN    (ver  gleiche G. Schultz,     Farbstofftabellen,    . 123  Band 1, Nr.<B>73)</B> gefärbten     NitroZellulose-          lackes    in etwa 100 Teilen einer 5 %     igen    Lö  sung von     Methylzellulose    in Wasser und  fügt unter Rühren oder Schütteln etwa 5 bis  1,0 Teile     Dibutylphtalat    zu.

   Man erhält  durch Aufstreichen auf Leder, das     zuvor     zum Beispiel mit einem     Nitrozelluloselack     ausgerieben sein kann, wertvolle Überzüge.  



  In ähnlicher Weise kann der Lack zum  Überziehen von Holz und dergleichen dienen,  zum Beispiel zur Grundierung von Holz oder  als Streichlack.    <I>Beispiel 2:</I>  Man     emulgiert    110 Teile eines Lackes, der  durch Lösen von 2.0 Teilen einer     hochalkohol-          löslichen,    niedrig     viskoselöslichen,

      mit 10       Teilen        Butanol    angefeuchteten     Kollodium-          wolle    und 5 Teilen eines Harzes aus     Cyclo-          hexanon    in 62 Teilen     Glykolmonobutyläther     unter Zusatz von 10 Teilen Trikresylphos-         phat    und 3 Teilen     Litholechtscharlach        Rh'     oder Russ erhalten wurde, in einer geeigne  ten     Emulgiervorrichtung    in einer Lösung  von 5 Teilen     Methylzellulose,    0,

  5 Teilen  einer- Mischung aus     Natriumsalz    einer     Butyl-          naphthalinsulfosäure    und Leim in 94,5 Tei  len Wasser, wobei nach und nach noch 50  bis 60 Teile Wasser nachgesetzt werden.  



  Die erhaltene Emulsion liefert wertvolle  Überzüge, zum Beispiel auf- Holz, ferner auf  Leder und dergleichen. Auf die getrockneten  Überzüge können mittelst einer Emulsion  ähnlicher Zusammensetzung oder eines farb  losen oder gefärbten     Zellulosederivatlackes,     zum Beispiel mittelst einer     Nitrozellulose-          'emaille    oder dergleichen, weitere Lack  schichten aufgebracht werden.  



       Beispiel   <I>3:</I>  Man     emulgiert    105 Teile eines Lackes,  der durch Lösen von 20 Teilen einer hoch  alkohollöslichen,     niedrigviskoslöslichen,    mit  10 Teilen     Butanol    angefeuchteten     Kollodium-          wolle    in 62 Teilen     Äthylenglykolmonobutyl-          äther    unter Zusatz von 10 Teilen     Tri-n-          butylphosphat    und 3 Teilen     Litholechtschar-          lach        RN    Pulver hergestellt wurde,

   in einer  Lösung von 5 Teilen eines wasserlöslichen  Harnstoff - Formaldehyd - Kondensationspro  duktes, 5 Teilen     Methylzellulose,    0,5 Teilen  einer Mischung aus dem     Natriumsalz    einer       Butylnaphtalinsulfosäure    und Leim in 110  Teilen Wasser. Die auf diese Weise erhal  tene Emulsion liefert zum Beispiel auf Holz  wertvolle Überzüge.

      <I>Beispiel 4:</I>  100 Teile eines Lackes, der durch Lösen  von 10 Teilen einer     acetonlöslichen        Acetyl-          zellulose    in 80 Teilen     Cyclohexanon    unter  Zusatz von 5 Teilen des neutralen Esters aus       Äthylenglykolmonomethyläther    und     Phtal-          säure    und 5 Teilen     Titanweiss    erhalten  wurde, werden in einer Lösung von 5 Teilen       Methylzellulose,    0,

  5 Teilen einer Mischung  aus dem     Natriumsalz    einer     Butylnaphthalin-          sulfosäure    und Leim in 140 Teilen Wasser  in einer geeigneten     Emulgiervorrichtung              emulgiert.    Die nach diesem Verfahren her  gestellte Emulsion kann zum Beispiel zum  Grundieren von Holz Verwendung finden.  



       Beispiel   <I>5:</I>  Ein Lack, der durch Lösen von A Tei  len eines     benzollöslichen        Zelluloseäthyläthers     in 'einem     Lösungsmittelgemisch,    bestehend  aus 35 Teilen Benzol, 20 Teilen     Toluol,     20 Teilen     Xylol,    10 Teilen des     Acetates    des       Äthylenglykolmonoäthyläthers,

      5 Teilen       Spiritus    unter Zusatz von 2 Teilen     Trikre-          sylphosphat    und 2     Teilen        Litholechtschar-          lach        RN        Pulver    hergestellt ist, wird in 'einer  Lösung von 25 Teilen Schellack, 5 Teilen  Borax, 5 Teilen     Methylzellulose    und     70-    Tei  len Wasser     emulgiert    und nach und nach  60 Teile Wasser zugesetzt. Die auf diese  Weise erhaltene Emulsion liefert wertvolle  Überzüge, zum Beispiel auf Holz.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Präparat zur Herstellung von Überzügen auf porösen, saugfähigen Unterlagen, da durch gekennzeichnet, dass es eine Zellulose derivatlösung emulgiert in einer wässerigen Lösung eines wasserlöslichen organischen. filmbildenden Kolloides und .Weichmachungs- mittel enthält. UNTERANSPRÜCHE: 1. Präparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es Füllstoffe ent hält. 2. Präparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es Farbstoffe ent hält. 3. Präparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es Harze enthält.
CH146002D 1929-01-17 1929-11-13 Präparat zur Herstellung von Überzügen. CH146002A (de)

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