CH145993A - Verfahren zur Darstellung eines alpha-Oxyanthrons. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines alpha-Oxyanthrons.

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CH145993A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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      Verfahren    zur Darstellung. eines     alpha- xyantlirons.       Über die Reduktion von     alpha-Oxyanthra-          chinonen    liegen zahlreiche Veröffentlichungen  vor. Nach den Angaben der Schweizer Pa  tentschriften     IM-r.    53081 und 53864 entsteht  bei der Reduktion von     1-Oxyanthrachinon     ein     Oxyanthranol        bezw.    ein     Oxyanthron    vom  Schmelzpunkt 133 bis<B>135</B>   C     (vergl.    auch  Berichte der Deutschen Chemischen Gesell  schaft 38, Seite 1794 und Liebigs     Annalea     der Chemie 420, Seite 114).

   Bei der Reduk  tion von 1 .     8-Dioxyantlirachinon        (Chrysazin)     entsteht nach der deutschen Patentschrift  Nr.     \39f>091    ein     1.8-Dioxyanthranol    vom  Schmelzpunkt 178 bis<B>180'</B> C     (vergl.    auch  Berichte der Deutschen Chemischen Gesell  schaft     3-5,    Seite     \3930).        Chinizarin    endlich  liefert das bekannte     Leukochinizarin    vom  Schmelzpunkt 1.53 bis 154' C     (vergl.    Jour  nal für praktische Chemie 2, 76, Seite 138).  



  Es wurde nun gefunden, dass man     anders-          lZeduktionsprodukte    erhält,     wenn    man an  Stelle der freien     Oxyanthrachinone    ihre 0-         Azylderivate    der Reduktion unterwirft.     Man     arbeitet dabei zweckmässig in neutraler     bis     schwach saurer Lösung oder Suspension und  bei mässig erhöhter Temperatur, vorteilhaft  bei etwa 50 bis 100   C.

   Die Reduktion wird  entweder mit reduzierend wirkenden Sub  stanzen, wie beispielsweise     Natriumhydrosul-          fit,    Zinkstaub oder dergleichen oder mit  Wasserstoff in Gegenwart eines Katalysa  tors,     wie    Nickel und andere, durchgeführt.  Als     Lösungsmittel    kommen in Frage: ver  dünnte Essigsäure, Alkohol,     Dekalin,    Wasser  und andere.

   So erhält man aus     1-Acetoxv-          anthrachinon    ein     Oxyanthron    vom Schmelz  punkt     23,8    bis 240   C, aus     Chrysazindiacetat     ein     Acetoxyoxyanthron    vorn Schmelzpunkt  247 bis 2:48   C und aus     Cliinizarindiacetat     ein     Isomeres    vom Schmelzpunkt 208   C.  Analoge Verbindungen entstehen aus     Aliza-          rin-    und     Anthrarufindiazetat,    sowie aus be  liebigen     Substitutionsprodukten    der genann  ten Verbindungen.

        Der Reaktionsverlauf ist neuartig und  überraschend, da eine der jeweils vorhan  denen     Azylgruppen    bei der Reduktion abge  spalten wird. Die erhaltenen Verbindungen  sind durchwegs neu und wertvoll für     di < @     Herstellung von Farbstoffen und pharmazeu  tischen Produkten.  



  Gegenstand dieses Patentes ist ein Ver  fahren zur Darstellung eines     alpha-Oxyan-          throns,    welches dadurch gekennzeichnet ist,  dass man     1-Acetoxy-anthrachinon    in Gegen  wart schwach saurer bis neutraler Lösungs  mittel mit reduzierend wirkenden Mitteln  behandelt.  



  <I>Beispiel 1:</I>  Eine Lösung von 27     Gewichtsteilen        1-          Acetoxyanthrachinon    in der zehnfachen  Menge heissen Eisessig lässt man unter  Rühren in die gleiche Menge kalten  Wassers einfliessen. Die so erhaltene Sus  pension wird auf 65   C angeheizt und  anteilweise mit 30 Gewichtsteilen     Natrium-          hydrosulfit    versetzt. Die erste Hälfte des       Hvdrosulfits    kann ziemlich schnell ein  getragen werden, so dass man vorübergehend  eine klare braungelbe Lösung erhält.

   Bei  weiterem Zusatz von     Hydrosulfit    scheidet  sich alsdann allmählich ein schwach gelb ge  färbter kristallinischer Niederschlag ab, der  nach dem Erkalten abgesaugt und mit hei  ssem Wasser gewaschen wird. Die Ausbeute  beträgt 80 bis<B>90%</B> der Theorie. An Stelle  von Eisessig kann man zur Lösung des       1-Acetoxyanthrachinons    eine entsprechende  Menge Alkohol verwenden. Das so er  haltene     alpha-Oxyanthron    wird aus Chlor  benzol. worin es sehr schwer löslich ist,  umkristallisiert und bildet feine, fast farb  lose Nadeln, die bei 238 bis 240' C unter  Rotfärbung schmelzen. In verdünntem Al  kali löst es sich mit gelber Farbe; die gelbe  Lösung in konzentrierter Schwefelsäure wird  auf Zusatz von etwas Salpetersäure rotviolett.

           Beispiel   <I>2:</I>  2 7 Gewichtsteile     1-Acetoxyanthrachinon     werden in einem eisernen Druckgefäss in 300  Gewichtsteilen     Dekalin    suspendiert und mit  2 Gewichtsteilen Nickelkatalysator versetzt.  Alsdann füllt man den     Autoklaven    mit Was  serstoff bis zu einem Druck von 40 Atmo  sphären und heizt unter Rühren allmählich  auf 85 bis<B>90'</B> C an. In kurzer Zeit werden  etwa 4500     Volumteile    Wasserstoff ver  braucht; man unterbricht die Reduktion, lässt  erkalten und saugt das Reaktionsprodukt ab.

    Aus Eisessig umkristallisiert, schmilzt das  selbe bei 238 bis     2'.10      C und zeigt sich in  allen Eigenschaften     indentisch    mit dem nach  Beispiel 1 erhaltenen     alpha-Oxyanthron.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines alpha- Oxyanthrons, dadurch gekennzeichnet, dass man 1-Acetoxy anthrachinon in Gegenwart schwach saurer bis neutraler Lösungsmittel mit reduzierenden Mitteln behandelt. Das so erhaltene alpha-Oxyanthron kann aus Chlorbenzol, worin es sehr schwer löslich ist, umkristallisiert werden und bildet feine, fast farblose Nadeln, die bei 238 bis 240 C unter Rotfärbung schmelzen. In verdünntem Alkali löst es sich mit gelber Farbe; die gelbe Lösung in konzentrierter Schwefelsäure wird auf Zusatz von etwas Salpetersäure rot violett.
    UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch; dadureli gekennzeichnet, dass man die Reduktion bei einer Temperatur von 50 bis 100 C durch führt.
CH145993D 1928-10-17 1929-10-03 Verfahren zur Darstellung eines alpha-Oxyanthrons. CH145993A (de)

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