CH145652A - Baustoff. - Google Patents
Baustoff.Info
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Description
Baustoff. Gegenstand des vorliegenden Patentes ist ein neuer Baustoff, der mit Lithopon ver schmolzenes und wieder erstarrtes Cumaron- harz enthält, und dem zwecks Modifikation seiner Eigenschaften je nach den örtlichen und zeitlichen Bedürfnissen noch organische Stoffe, wie Kautschuk, Hartwachse und hoch molekulare gohlenwasserstoffe,
sowie ausser dem Lithopon andere mineralische Füllmit- tel einverleibt sein können. Man verwendet von den versohiedenkörnigen Harzen des Handels vorzugsweise die zähharten, da die spröden zu brüchig und zu hart sind, und die weichen eine nicht genügende Härte be sitzen.
Für Zwecke, bei denen der Baustoff zum Beispiel im Strassenbau gegen Tempera turen über etwa 40 C noch widerstands fähig sein soll, empfiehlt es sich, mit dem Cumaronharz Hartwachse, oder hochmole kulare Kohlenwasserstoffe wie Anthracen, Pinen und dergleichen zu verschmelzen, um den Schmelzpunkt zu erhöhen. So gelingt es zum Beispiel durch Zusatz von<B>10%</B> rohem Carnaubawaclhs den Erweicliungspunkt eines bei etwa 45 bis 50 weichwerdenden Cuma- ronharzes auf 80 bis 90 zu erhöhen.
Die Zähhärte des Cumaronharzes bezw. der mit Füllmitteln versehenen Mischung von Cuma- ronharz und Hartwachsen oder harten Koh- lenwasserstoffen lässt sich mit gutem Erfolg dadurch erhöhen, dass man der Mischung etwa 4 Teile Kautschuk auf 100 Teile Cuma- ronharz zusetzt. Mit 100 Teilen eines derart. hergestellten Bindemittels können dann etwa 700 Teile geeigneter Füllmittel, darunter bei spielsweise 150 Teile eines Farbpigmente eingebunden werden.
Es hat sich als zweeli- mässig erwiesen, als Farbpigment schwefel haltige Pigmente zu benutzen, insbesondere hochsulfidhaltige Lithopone. Andere Farben können durch Zusatz anderer mineralischer Pigmente neben Lithopon erzielt werden. Der Kautschuk wird am besten in Form einer konzentrierten, zum Beispiel 30 % igen Lösung dem geschmolzenen Cumaronharz oder Cu- maronharz-Wachsgemisch einverleibt. Die Auswahl des Füllmittels richtet sich nach dem Verwendungszweck.
Gut bewährt hat sich in allen Fällen der Zusatz von feinem Marmormehl neben grösseren Mengen groben iVIarmorschrottes für die Fälle, in denen, wie zum Beispiel im Strassenbau eine rauhe Flä che gefordert wird. Die Herstellung ge schieht zum Beispiel derart, dass zunächst durch Zusammenschmelzen von Carnauba- wachs mit der zehnfachen Menge eines ge eigneten Cumaronharzes eine Schmelze her gestellt wird, in die etwa dem Carnauba- wachs gleiche oder etwas grössere Mengen einer konzentrierten Lösung von Plantagen kautschuk eingerührt wird.
Sodann wird un ter dauerndem Rühren portionsweise die 11/#fache Menge des Cumaronharzes an Lithopon und, wenn dieses sich gleichmässig verteilt hat, die dem Cumaronharz gleiche Menge feines Marmormehl und die 6- bis 7fache Menge grobes Marmorschrot zugesetzt. Diese Mischung bildet bei 100 bis 120 einen giessbaren Brei und kann entweder in For men zur Herstellung von Baustoffelementen gegossen werden oder direkt auf der Strasse verwendet werden.
Das so hergestellte Pro dukt ist sowohl als Baustoff, so zum Beispiel bei Betongussbauten als isolierende Wandbe kleidung zu benutzen, als auch vor allen Din gen als Strassenbaumaterial zur Herstellung von Verkehrszeichen, zur Markierung für Sport- und Tennisplätze, sowie als Fahrbahn für Strassen in Verbindung oder als Ersatz für den üblichen Asphalt. Es hat sich ins besondere auch bewährt, als Einbettungsma- terial für Schienen an Stelle von Asphalt, der bekanntlich durch die Bewegung der Schienen an der Grenzfläche zerstört wird. Das Material ist, wie oben bereits erwähnt, wasserundurchlässig und leidet daher nicht unter Frostzerstörung.
Es verbindet sich ohne weiteres mit Asphalt und trockenem Zement, besonders wenn diese Flächen auf Temperaturen von 40 bis<B>50'</B> vorgewärmt sind. Es eignet sich daher zur Auflage auf Zement und bereits liegenden Asphaltflächen, die durch diese Auflage wasserdicht abge deckt werden. Das Material verbindet sich nicht ohne weiteres mit Holz und auch nicht mit Eisen, doch lassen sich Holzbekleidungen mit dem Material dauerhaft herstellen, wenn man das Holz zuerst mit einer Bitumenschicht ver sieht, und auf diese den neuen Baustoff auf trägt. Bei Eisen genügt zur Herstellung der Verbindung ein Asphaltanstrich.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Baustoff, enthaltend mit Lithopon ver schmolzenes und wieder erstarrtes Cumaron- harz. UN TERAN SPRüCHE 1. Baustoff nach dem Patentanspruch, ge kennzeichnet durch einen Gehalt an be sonders hochschwefelhaltigem Lithopon. z. Baustoff nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 1, gekennzeichnet durch einen Gehalt an Kautschuk. 3. Baustoff nach dem Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, gekenn zeichnet durch einen Gehalt an Hartwach sen. 4.Baustoff nach dem Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 3, gekennzeich net durch einen Gehalt an hochmolekula ren Kohlenwasserstoffen. 5. Baustoff nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss er ausser Lithopon an dere mineralische Füllmittel enthält.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE145652X | 1929-05-21 |
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| CH145652D CH145652A (de) | 1929-05-21 | 1929-09-23 | Baustoff. |
Country Status (1)
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