CH136397A - Verfahren und Vorrichtung, um plastische Sprengstoffe zu Strängen zu formen, beispielsweise zur Darstellung von Dynamitpatronen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung, um plastische Sprengstoffe zu Strängen zu formen, beispielsweise zur Darstellung von Dynamitpatronen.

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CH136397A
CH136397A CH136397DA CH136397A CH 136397 A CH136397 A CH 136397A CH 136397D A CH136397D A CH 136397DA CH 136397 A CH136397 A CH 136397A
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forming
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Aktiebolaget Fi Forcit-Dynamit
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Finska Forcit Dynamit Aktiebol
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    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06BEXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B21/00Apparatus or methods for working-up explosives, e.g. forming, cutting, drying
    • C06B21/0033Shaping the mixture
    • C06B21/0075Shaping the mixture by extrusion

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description


  Verfahren und Vorrichtung, um plastische Sprengstoffe zu Strängen zu formen,  beispielsweise zur Darstellung von Dynamitpatronen.    Bisher ist es üblich gewesen, beim For  men plastischer Sprengstoffe zu Strängen  oder dergleichen, beispielsweise bei der Dar  tellung von Dynamitpatronen, den plasti  schen Sprengstoff durch Mundstücke auszu  pressen.  



  Nach der vorliegenden Erfindung wird       der    plastische Sprengstoff dadurch zu  Strängen ausgeformt, dass man ihn zwischen  Walzen hindurchpassieren lässt, versehen mit  rundherum laufenden Riffeln oder Rillen,  deren Form so gewählt ist, dass die Stränge,  die gebildet werden, wenn der plastische  Sprengstoff zwischen den Walzen hindurch  passiert, den gewünschten Querschnitt er  hält.  



  Zur Verdeutlichung der Erfindung wird  in der beigefügten Zeichnung schematisch  als Beispiel eine Ausführungsform eines für  den Zweck geeigneten Apparates gezeigt.  



  Fig. 1 zeigt einen Längsvertikalschnitt,  Fig. 2 den Grundriss des Apparates;    Fig. 3 zeigt einen Vertikalschnitt nach  der Linie III-III in Fig. 2 und 4;  Fig. 4 zeigt einen Vertikalschnitt nach  der Linie IV-IV in Fig. 2 und 3;  Fig. 5 zeigt einen Vertikalschnitt nach  der Linie V-V in Fig. 2 und 3;  Fig. 6 zeigt einen Vertikalschnitt nach  der Linie VI-VI in Fig. 2 und 3;  Fig. 7 zeigt einen Vertikalschnitt nach  der Linie VII-VII in Fig. 2;       Fig.    8 zeigt in grösserem     Massstab    einen  'feil der in     Fig.    6 gezeigten Rillen in den  Walzen.  



  1 bezeichnet einen Tisch, auf welchem  der plastische Sprengstoff, der in Stränge  geformt werden soll, zwei     übereinander    an  gebrachten     Wälzen    2, 3 zugeführt wird, die  drehbar in     ;Ständern    4, 19 gelagert sind:  zwischen den Walzen wird der Sprengstoff  zu einem Kuchen oder einer Schicht von für  den Zweck geeigneter Dicke, die .durch den      Abstand zwischen den Walzen bestimmt  wird, ausgepresst. Dieser Abstand kann in  der nachstehend näher angegebenen Weise  reguliert werden. Die so zusammengepresste  Sprengstoffschicht wird mittelst eines end  losen Tuches oder Transportriemens 5, der  über die genannte Walze 3 und eine in Stän  dern 6, 19 drehbar gelagerte Walze 7 läuft,  den Formwalzen 8, 9 zugeführt, die in den  genannten Ständern drehbar gelagert sind.

    Die Walzen sind, wie aus Fig. 2, 6, 8 näher  hervorgeht, mit ringsum laufenden Rillen  10 versehen, die in den beiden Walzen ein  ander so gegenüberliegen,     dass    zwischen  ihnen Öffnungen 11 von für den Zweck ge  eigneter Form und Grösse gebildet werden.  Gelangt der Sprengstoff von Transportvor  richtungen, zum Beispiel den Transport  riemen 5, nach den genannten Formwalzen,  so wird er in eine der Anzahl der Rillen ent  sprechende Anzahl parallele Stränge ge  formt.

   Diese werden von dem endlosen  Transporttuch oder Riemen 12, das über  drehbar gelagerte Walzen 13, 14 läuft, auf  genommen und zweckmässig an einen andern  Transportriemen 15 abgegeben, zwecks nach  folgender Behandlung, beispielsweise,     wenn     es sieh um Dynamit handelt, zum Abschnei  den in passende Patronenlängen und Ein  schlagen in mit Paraffin getränktes Papier.  Der plastische Sprengstoff wird dem Ar  beitstisch 1 zweckmässig in einem Behälter  16 zugeführt, dessen Wände aus einer An  zahl aufeinander angebrachter Rahmen 17  zusammengesetzt sind, die so geformt sind,  dass die Rahmen seitlich in bestimmter Lage  zueinander festgehalten werden, im übrigen  aber lose aufeinanderliegen, so dass je nach  Bedarf ein Rahmen nach dem andern ab  gehoben werden kann.

   Dabei wird eine  Schicht 18 von passender Dicke des plasti  schen Sprengstoffes frei, die mittelst eines  Metalldrahtes oder eines andern für den  Zweck geeigneten Schneidwerkzeuges längs  der obern Kante des obersten der noch vorhan  denen Rahmen (bezw. Rahmens) angeschnit  ten werden kann. Auf solche Art wird ein  Kuchen des plastischen Sprengstoffes von    der im Behälter befindlichen blasse losgelöst,  welcher Kuchen auf den Arbeitstisch vor  die rotierenden Walzen 2, 3 gelegt, von die  sen ergriffen und in oben angedeuteter  Weise beim Durchgang zwischen diesen zu  einer homogenen Schicht von gleichmässiger  Dicke ausgepresst wird. Diese Schicht führt  man, wie oben angegeben, mittelst des Trans  portriemens 5 den Formwalzen zu.  



  ,Für den Antrieb und die Einstellung der  einzelnen Organe sind folgende Vorrich  tungen vorhanden. In einem länglichen Stän  der 19 ist drehbar gelagert eine Triebachse  20, die mit einem für den Zweck geeigneten  Motor (nicht gezeigt) in Verbindung gesetzt  werden kann. Auf dieser Achse sind zwei  Zahnräder 21, 31 mit ihren Büchsen fest  gekeilt. Das Zahnrad 21 steht im Eingriff  mit einem Zahnrad 2.2, :das auf einer in dem  Ständer 19 drehbar gelagerten Achse<B>223)</B>       f    Diese trägt eine     Schnecke    21,  welche in ein Schneckenrad 25 eingreift. das  an einer im Ständer gelagerten Achse 26       befestigt    ist, auf welcher auch die untere  Walze 3 festsitzt (siehe     Fig.    3 und 4).

   Am  äussern Ende der Achse 26 ist ein Zahnrad  27 angebracht, das mit einem Zahnrad 28  auf der Achse 29 der obern Walze 2 in Ein  griff steht. Hieraus geht also     hervor,        dass    die       , Talzen    2, 3 durch den     Eingriff    der Zahn  räder<B>27,</B> 28 miteinander synchron umlaufen  werden. Die Formwalzen 8, 9 werden  gleichfalls synchron getrieben, und zwar  durch folgende Anordnung. Auf einer im  Ständer 19 drehbar gelagerten Achse 30 ist  ein Zahnrad 32 angebracht, das in ähnlicher  Weise, wie oben in     be.zug    auf die Räder 21,  ?2 beschrieben ist, mit einem Zahnrad     i1     an der Triebachse 20 in Eingriff steht.

   Die  Achse 30 kann     demnach        durch    die     Trieb-          a,c3hse    20 zum     Drehen    gebracht werden.  Auf der Achse     30    sitzt eine Schnecke 33,  die mit Schraubenrädern 34, 35 an     den     einen     Enden    der Achsen 36 respektiv 37,  die die     Formwalzen    8, 9 tragen, in Ein  griff steht.. Diese Walzen -erden also bei  der Drehung der Achse 80     synchron    mit  einander umlaufen.      Auf der Achse 30 ist auch eine Schnecke  38 angeordnet, die in Eingriff steht mit  einem Rad 39, das auf der Achse 40 sitzt.

    Diese letztere trägt die Walze 13, um  welche der Transportgürtel 12 läuft, so  dass dieser gleichzeitig mit den Walzen 8,  9 mit einer der     Umfangsgeschwindigkeit     derselben entsprechenden Geschwindigkeit  in Bewegung gesetzt wird.  



  Die Büchsen 41. in welchen die Achsen  zapfen 37 für die obere Formwalze 9 ge  lagert sind, sind mit einem gewissen Spiel  raum in vertikaler Richtung angeordnet,  werden aber durch Federn 43 normal in  ihrer untern Lage gehalten, können sich       aber    gegen den Druck der Federn anheben,  wenn irgend ein fester Gegenstand oder  dergleichen unabsichtlich in die zu for  men de Masse hineingeraten sein sollte.  Die Zahnräder 32, 22 sitzen lose auf ihren  Achsen 30, 23, können aber durch Kupp  lungsvorrichtungen in Triebverbindung mit  diesen Achsen festgekuppelt werden, wenn  die Kupplungen eingerückt sind.  



  Nach der in Fig. 3 als Beispiel veranschau  lichten Ausführungsform werden     Frik-          tionskupplun    gen angewendet, die in beiden  Fällen von gleicher Konstruktion sind. Die  Räder 32, 2 2 sind je mit einem, innen  konisch ausgedrehten Ringflansch 43 ver  sehen. Eine der innern konischen Fläche  dieses Ringflansches entsprechende Scheibe  44 ist auf der Achse 30 längsverschiebbar,  aber gegen Drehung ihr gegenüber gesichert  durch einen Dübel (Absatz) oder dergleichen  (nicht gezeigt), der in eine längs  laufende Rille 45 in der Achse einspringt.

    Durch die Einwirkung, einer Schrauben  feder 46, clie auf der Achse 30 zwischen  der Nabe 47 der Hülse 44 und einer am  Ende der Achse befestigten Scheibe 48 an  gebracht ist, wird die Scheibe 44 normal  gegen den Flansch 43 gepresst, so dass diese  Teile zusammen eine Friktionskupplung bil  den, wodurch die Achse 30 dazu gebracht       wird,    sieh mit der Achse 20 zu drehen und  dabei auch die Walzen 8, 9, 13 zur Dre  hung zu     bringen.       An der Achse 23 befindet sich eine  ähnliche Kupplungsvorrichtung, wodurch  diese Achse durch Vermittlung des Rades  22 in treibende Verbindung mit der Trieb  achse 20 versetzt werden kann.

   In der  Zeichnung (Fig. 3) sind die Kupplungsteile  an der Achse 30 eingerückt gezeigt,  dagegen die Kupplungsteile an der  Achse 23 ausgerückt, in welch letz  terem Falle die Walzen 2, 3 demnach nicht  umlaufen. Mittelst eines Handrades 50,  das am einen Ende einer Achse 51 an  gebracht ist, kann die eine oder die andere  der genannten Kupplungen oder können  beide je nach Wunsch eingerückt oder     aus-          gerüaht    werden.

   Für diesen Zweck ist die  Achse 51 an dem Ende, das im Ständer 19  gelagert ist, mit zwei Daumenscheiben 52  respektiv 53 versehen, von denen die erstere  so angebracht ist,     dass    sie bei Drehung der  Achse 51 dazu gebracht werden kann. auf  eine Rolle einzuwirken, die .am einen Ende  eines Winkelhebels 55 gelagert ist, der von  einem Achszapfen 56 drehbar getragen wird.  Der andere Arm 57 des Hebels 55 ist zu  einem Bügel 58 Ti,  co'. 5) ausgebildet, der  in eine Rille in der Nabe 47 des Kupp  lungsteils 44 eingreift.

   Durch Drehung der  Achse 51 kann der Hebel 55 .dazu gebracht  werden, mit seinem Arm 57 den Kupp  lungsteil 44 der Spannwirkung der Feder  46 entgegen in der Richtung nach links       (Fig.    3) ausser Eingriff mit .dem Kupp  lungsteil oder dem Ringflansche 43 zu füh  ren, wodurch die Achse 30 ausgeschaltet  wird und die von derselben getriebenen  -Walzen stehen bleiben.

   Durch einen um  den Achszapfen 60 drehbaren Winkelhebel,  dessen eines Ende in analoger Weise, wie  oben beschrieben, von der Daumenscherbe  53 beeinflusst wird, und dessen anderes  Ende in analoger Weise, wie oben beschrie  ben, mit der     Nabe    61 der gleich  falls in     axialer        Richtung        verschielybaxen     .aber     nich    drehbaren     Hülse    62 in     Ver-          \bindung    steht,

       fe    nebst dem     Ringflansch          63    am     Raide    22 eine     Priktionskupp-          lung    bildet, kann .die Achse 23 je nach      Wunsch in Verbindung mit der     Triebachse     20 ein- oder aus solcher Verbindung aus  gekuppelt werden. Durch eine Feder 46',  die an der Achse 22 in analoger Weise an  geordnet ist, wie die Feder 46 an der Achse  30, werden die Kupplungsteile 22, 6 2 auto  matisch miteinander in Verbindung ge  bracht, wenn die Achse 51 in solche Lage  gedreht wird,     dass    eine solche Verbindung  möglich wird.  



  Zur Regulierung des Abstandes zwi  schen den glatten Walzen 2, 3, womit die  Dicke der Schicht vom Sprengstoff, die den       Formwalzen    zugeführt wird, wenigstens  innerhalb gewisser Grenzen nach Wunsch  abgepasst werden kann, ist folgende Anord  nung vorhanden.  



  Die Teile 65 der Achse der Bern Walze  2 sind exzentrisch gelagert in zylindrischen  Büchsen 66, die ihrerseits in den Ständern  4 respektiv 19 gelagert sind. Durch Dre  hung des Handrades 67, das am einen Ende  der querlaufenden Achse 68 angebracht ist,  können die genannten Büchsen 66 so ge  dreht werden, dass die Achszapfen 65 sich  je nach Wunsch heben oder     senken    infolge  der exzentrischen Lagerung. Für diesen  Zweck ist (siehe Fig. 7) die Achse 68 mit  einem Schneckenrad 69 versehen, das mit  einem entsprechenden Getriebe 70 an einer       vertikalen,    drehbar gelagerten Achse 71 in  Eingriff steht, die ausserdem mit einer  Schnecke 72 versehen ist, die mit einem ent  sprechenden Rad 73, das mit der Büchse  66 verbunden ist, in Eingriff steht.

   Bei  Drehung des Randrades 67 respektiv der  Achse 68 in der einen oder andern Richtung  wird sich demnach die Büchse 66 in ihrem  Lager drehen, was zur Folge hat, dass der  in derselben exzentrisch gelagerte Achs  zapfen 65 der Walze 2 angehoben oder ge  senkt wird. Durch Anwendung von Schrau  ben respektiv Schneckenrädern für die  Transmission wird demnach eine automa  tische Verriegelung der Einstellung der  Büchse 66 zuweggebracht, so dass diese sich  nicht durch Einwirkung von Druck auf die    Walze 2,     sondern    nur durch Drehung des  Rades 67 drehen kann. Fig. 7 zeigt die ge  nannte Transmissionsvorrichtung im Schnitt  längs der Linie VII-VII in Fig. 2.

   Eine  ähnliche Anordnung befindet sich auch am  andern Ende der Walze, das heisst im     Stän-          öer    19, wenngleich in der Zeichnung nicht  sichtbar.  



  Im allgemeinen wünscht man, dass die  Stränge einen kreisförmigen Querschnitt  erhalten sollten. Für diesen Zweck ist in  dessen erforderlich, dass die Rillen in den  Formwalzen nicht halbkreisförmig sind, d. b.  zusammen eine kreisförmige Durchgangsöff  nung bilden, sondern um diesen Zweck zu  erreichen, müssen die genannten Rillen un  gefähr eine Form haben, wie in Fig. 8 ge  zeigt ist, nämlich so, dass die Öffnung,  praktisch genommen, ein mit seinen Diago  nalen in der radialen bezw. achsialen Rich  tung der Walzen liegendes, an seinen Ecken  etwas abgestumpftes oder abgerundetes  Quadrat bildet.

   Bei solchen Pressen, wie sie  hier beschrieben sind, wird nämlich der  Druck in dem Strange, wenn er durch die  Walzenöffnungen hindurchpassiert, ein der  artiger,     dass    die plastische     17-,asse,    nach     deni     sie die Walzenöffnungen     passiert    hat,     dal)ei     Stränge von, praktisch genommen,     runde?a          Querschnitt    bildet.  



  Aus -dem vorstehend Angeführten     dürfte     hervorgehen, dass das plastische     Material,          das    den     Formwalzen    zugeführt wird, zu  einer Mehrzahl paralleler Stränge     aus-          zeformt    wird, die von dem Transportgürtel  12 aufgenommen werden, der sich mit einer  Geschwindigkeit bewegt, die der     Z.ufuhr-          geschwindigkeit    der Stränge ,aus den     For-          mungswalzen        entspricht.    Durch das beschrie  bene Verfahren wird also erreicht,

   dass das  Material durch eine Formungsprozedur in  eine Mehrzahl paralleler Stränge geformt       wird,    die mit derselben     Geschwinidmgkeit    ge  führt und demnach von gleichförmiger Be  schaffenheit werden, was grosse praktische  Vorteile bedingt gegenüber bisher angewen  deten Verfahren, wo die Stränge des pla-      stischen Materials durch Auspressen des  Materials durch Mundstücke gebildet  wurden. Durch das beschriebene Ver  fahren und die beschriebene Vorrichtung  wird auch grössere Sicherheit gegenüber Ex  plosionsgefahr gewonnen, als es bei bisher  bekannten Verfahren und Vorrichtungen  für in Rede stehende Zwecke der Fall ge  wesen ist.  



  Aus den Zeichnungen gebt ohne weiteres  hervor (siehe zum Beispiel Fig. 3, 4, 6),  dass Transmissionsvorrichtungen etc. gröss  tenteils von Hüllen umgeben sind, wodurch       verhütet    wird, dass der explosive Stoff in  diese     Transportvorrichtung    hineinkommen       und    eine Explosion bewirken kann.  



  Es dürfte auch klar sein, dass Details  der hier als Beispiel veranschaulichten Aus  führungsform des Apparates geändert wer  den können, mit Beibehaltung der Idee der  Erfindung. So können zum Beispiel die  Kupplungsvorrichtungen, durch welche die  Walzen eingeschaltet werden, ein- und  werden aus     Antriebsverbindung     mit der Triebachse 20 und Vorrichtungen  zur     Einstellung    genannter Kupplungsvor  richtungen, in vielen verschiedenen Arten  ausgeführt werden. Das Gleiche ist auch  der Fall mit den Anordnungen, mittelst  welcher Hebung oder Senkung der Walze  2 zuweggebracht wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I : Verfahren zum Formen plastischer Sprengstoffe zu Strängen, beispielsweise zur Darstellung von Dynamitpatronen, dadurch gekennzeichnet, dass der plastische Spreng stoff zwischen miteinander zusammenarbei tenden, rotierenden Walzen, die mit rings um laufenden Rillen versehen sind, durch geführt wird, deren Form so gewählt wird, dass die Stränge den gewünschten Quer schnitt erhalten. UNTERAN SPRÜCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der pla stische Sprengstoff vorerst der Einwir- kung glatter Walzen ausgesetzt wird, wodurch er zu einer Schicht oder einem Kuchen ausgepresst wird, der mittelst einer Transportvorrichtung den die Strangform bildenden Formungswalzen zugeführt wird.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die nach Pa tentanspruch I gebildeten Stränge des plastischen Sprengstoffes von einer Transportvorrichtung aufgefangen wer den, die sich mit einer gleichförmigen Geschwindigkeit bewegt, entsprechend der Geschwindigkeit, mit welcher die Stränge die Walzen verlassen. 3. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass die Masse des plastischen Sprengstoffes, die zu Strängen geformt werden soll, in Form von Kuchen den im Unteranspruch 1 erwähnten glatten Walzen zugeführt wird, um von diesen Walzen weiter zu dünnen Kuchen aus gepresst werden. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis d, dadurch ge kennzeichnet, dass der plastische Spreng stoff, der geformt werden soll, zuerst in Behälter aufgenommen wird, gebildet durch aufeinander angebrachte Rahmen, und dass darauf nach Massgabe des Be darfes ein Rahmen entfernt und jedes mal nach. dein Wegnehmen eines Rah mens eine dem Inhalt des Rahmens ent sprechende Schicht von der Masse .ab geschnitten und nach den in Unteran spruch 1 erwähnten glatten Walzen zum Auspressen und .darauf, den zum Formen der Stränge dienenden Walzei. zugeführt wird.
    PATENTANSPRUCH <B>11:</B> Vorrichtung zur Ausführung .des im Pa- t#-#ntanspruch I gekennzeichneten Verf:ah- ren .,ekennzeichnet durch ein Paar mitein- ander zusammenarbeitender, :
    drehbar gelager- ter glatter Walzen, die so angeordnet sind, dass mittelst derselben der plastische Spreng stoff, der geformt werden soll, zu einer Schicht ausgepresst werden kann, und fer ner gekennzeichnet durch ein Paar mitein ander zusammenarbeitender, drehbar gelager ter, mit ringsum laufenden Rillen ver sehenen Formungswalzen und eine zwischen diesen beiden Paaren von Walzen an gebrachte Transmissionsvorrichtung, mit- telst der die Schicht von Sprengstoff, die zwischen den ersterwähnten Walzen geformt wird, nach den Formungswalzen geführt werden kann, und eine an diese letzteren angeschlossene Transportvorrichtung, so an geordnet, dass die geformtenStränge in dem Masse,
    als sie die Formungswalzen verlas sen, aufgenommen und weiter transportiert werden können. UNTERANSPRÜCHE: 5. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Walzenpaare durch Vermittlung aus lösbarer Kupplungsvorrichtungen (32, 33, 62, 63),die jede für sich auslösbar ist, mit einer gemeinsamen Triebachse (20) ver bunden sind. 6.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeich net, dass jede der im Unteranspruch 5 genannten Kupplungsvorrichtungen aus einem an einer drehbar gelagerten Achse (30 respektiv 23) drehbar angeordneten Kupplungsteil (43) besteht, versehen mit einem Zahnkranz, der mit dem Zahnrad (31 bezw.
    21) der genannten Achse (30) in Eingriff steht, und einem andern, an derselben Achse angeord neten, in der Längsrichtung derselben verschiebbaren, aber in bezug auf die Achse nicht drehbaren Kupplungsteil (44), der durch die Einwirkung einer Feder (46) normal mit dem ersterwähn ten Kupplungsteil (43) in Eingriff steht, während ausserdem der letztere Kupplungsteil (44) in solcher Weise mit einem drehbar gelagerten Hebel ver- bunden ist, däss durch Drehung dessel ben die Kupplungsteile ausser Eingriff miteinander gebracht werden können, woneben die die Kupplungsteile tragen den Achsen mit den in Patentansprueh II erwähnten Walzen in Triebverbin dung stehen, so dass diese zum Um laufen gebracht werden können,
    wenn die respektiven Kupplungsteile in Ein griff miteinander stehen, bezw. durch Auslösung des Eingriffes der Kupp lungsteile miteinander, stehen bleiben. Vorrichtung nach Patentanspruch 11 und Unteranspruch 6, gekennzeichnet durch eine drehbar gelagerte Welle (51), die mit Hubdaumen (52, 53) ver sehen ist, so angeordnet, dass sie bei Drehung der Achse die in Unteran spruch 6 erwähnten, zur Auslösung der Kupplungsteile dienenden Hebel in sol cher Weise beeinflussen können, dass je nach Wunsch die eine oder beide Kupp- lun,gsvorrichtungen ausgeschaltet wer den können, zu !dem Zweck,
    von den 1M Patentanspruch fI erwähnten Walzen paaren das eine oder das andere oder beide zum Stillstehen zu bringen. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass .die Lager .der einen der Formungswalzen mit Spiel beweglich angeordnet sind, so da.ss, wenn der Druck des zwischen denselben hindurchgeführten Materials gröss-r wird als der normale, die genannte \V atze sich etwas von der andern ent fernen kann, aber durch die Einwirkung von Federn (42) wieder in die normale Lage zurückgeführt wird. 9.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die eine Walze (2) von den zum Auswalzen des plastischen Sprengstoffes zu einer Schicht ,dienenden NV alten eXzentriseh gelagert ist in drehbar angeordneten Büchsen, die an jedem Ende mit einer drehbar angeordneten Achse (68) in Transmissionsverbindung stehen, in sol cher Weise, dass durch Drehung der ge- nannten Achse die genannten Büchsen gedreht werden können, zu dem Zweck, dass die exzentrisch in denselben gela gerte Walze je nach Wunsch soll geho ben oder gesenkt werden können. 10.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Rillen in den Formringswalzen so ausgeführt sind, dass die Öffnungen, die zwischen zwei ineinander entsprechenden Rillen in den Walzen bebildet werden, in der Hauptsache die Form eines Quadrates haben mit seinen Diagonalen in Iongi- tudinaler respektiv radialer Richtung und mit etwas abgerundeten Ecken.
CH136397D 1927-10-31 1928-10-31 Verfahren und Vorrichtung, um plastische Sprengstoffe zu Strängen zu formen, beispielsweise zur Darstellung von Dynamitpatronen. CH136397A (de)

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