CH136187A - Verfahren und Vorrichtung zum Erneuern der Atemluft in geschlossenen Räumen. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Erneuern der Atemluft in geschlossenen Räumen.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zum Erneuern der Atemluft in- geschlossenen Räumen. Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Erneuern der Atemluft in geschlossenen Räumen, zum Beispiel auf Unterseebooten, Höhenluftfahr zeugen und dergleichen mittelst verteilter Ätzalkalilauge. Gemäss der Erfindung wird die Atzalkalilauge mit der zu reinigenden Atemluft in rieselnder Bewegung, vorzugs weise im Gegenstrom, in Berührung ge bracht. Die Lauge wird dabei vorzugsweise im Kreislauf geführt und hierbei mit sie er gänzendem Chemikal in Berührung gebracht. Zur Erzeugung des Laugenumlaufe.s kann der Druck des zur Lufterneuerung benutzten Sauerstoffes verwendet werden.
Als Vorrich tung zur Ausübung dieses Verfahrens: eignet sich ein Absorptionsturm, der an seinem obern Ende mit einem ein Ergänzungschemi- kal enthaltenden Laugenbehälter .durch ein willkürlich steuerbares Ventil und an seinem untern. Ende mit einem Aufnahmebehälter für die durch ihn hindurch gelangte Lauge in Verbindung steht. Die Zeichnungl veranschaulicht in den Fig. 1 und 2 zwei Ausführungsbeispiele der Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens gemäss der Erfindung in senkrechtem Schnitt.
Bei der Ausführungsform der Fig. 1 dient zur Herbeiführung einer innigen Be rührung der Lauge mit der zu reini genden Luft ein rohrförmiger Absorp tionsturm 1, der mit indifferenten Füll körpern, beispielsweise Raschigringen, Bims steinkörnern oder andern Körpern grosser Oberfläche gefüllt ist. Dieser Absorp tionsturm 1 steht au seinem obern Ende mit einem Behälter 2 und an seinem untern Ende mit einem Behälter 3 in Verbindung.
Beide Behälter sind bis zu den Marken 2' bezw. 3' mit Wasser gefüllt, und in dem Behälter 2 liegt unterhalb der Wasseroberfläche auf einem .Sieb 4 eine Schicht 5 von Ätzalkali, zum F#eisjp@üel @Ä!tznatron. Diie Verbindung zwischen dem Behälter 2 und dem Absorp tionsturm 1 kann hergestellt und unterbro- chen wenden durch ein Ventil 6, dessen durch einen Bock 7 und durch Gewinde- 8 gehaltene Spindel 9 mittelst eines Handrades 10 auf- und niedergeschraubt werden kann.
Wird dass Ventil 6 geöffnet, so fliesst die durch die Einwirkung des Wassers auf das Chemikal 5 gebildete Lauge über einen Ver teiler 11 in den Absorptionsturm und ver teilt sich fein über die darin enthaltenen Füllkörper grosser Oberfläche. Die Verbin dung zwischen dem Absorptionsturm 1 und dem untern. Behälter 3 ist dauernd offen. Die zu reinigende Luft tritt durch ,das Rohr 121 ein, durchstreicht im Gegenstrom zur Lauge den Absorptionsturm 1 und tritt aus dem Rohr 13 wieder aus. Der Sauerstoffer satz kann in beliebiger Weise geschehen. In dem Turm 1 gibt die Luft die darin ent haltene Kohlensäure an die Lauge ab.
Die sich hierbei bildenden Karbonate setzen sich als Flocken oder Schlamm am Boden des Behälters 3 ab und können hier durch einen Hahn 14 abgelassen werden. Durch eine zum Beispiel elektrisch oder auf andere Weise angetriebene Pumpe 15, deren Saugrohr 16 vom Bodendes Behälters 3 ausgeht, und .d'eren Druckrohr 17 nach dem obern Behälter 2 führt, wird der Flüssig keitsinhalt der Vorrichtung in dauerndem Umlauf erhalten. Die im untern Behälter 3 enthaltene, zum Teil verbrauchte Lauge wird also jeweils wieder im obern Behälter 2 erneuert.
Da. es praktisch schwierig ist, die Fördermenge der Pumpe dauernd gleich der durch das Ventil 6 aus dem obern Behälter 2 abfliessenden Menge zu halten, wird vor teilhaft ein Überlaufrohr 18 verwendet, !das, wie ohne weiteres ersichtlich, die Flüssig keitsstände in .den Behältern 2 und 3 immer gleichmässig in Höhe der Marken 2' und 3' auch dann erhält, wenn die Pumpe 15 mehr fördert, als durch dass Ventil 6 abströmt.
Der dauernde Umla.,-uf des Flüssigkeitsinhal tes hat auch noch den Vorteil einer schnellen Lösung des Chemikals 5 und sorgt dafür, dass beide Behälter 2, 3 rasch mit Lauge der gewünsehten Konzentration gefüllt sind. Ist nach einer bestimmten Betriebsdauer, deren Länge insbesondere von der Zahl der in dem geschlossenen Raum atmenden Per sonen abhängt, die in der Vorrichtung be findliche Lauge verbraucht, so kann sie schnellstens mittelst neu eingebrachten Che- mikals ergänzt werden, so dass die Vorrich tung wieder gebrauchsfähig ist.
Der Sauer stoffersatz erfolgt zweckmässig unabhängig von der Absorptionsvorrichtung aus in Vor rat gehaltenem flüssigen oder gepressten Sauerstoff oder auf beliebige andere Weise.
Die Ausführungsform der Fig. 2 unter scheidet sich von derjenigen nach Fig. 1 in ,der Hauptsache dadurch, dass die Pumpe und damit. deren Energieverbrauch in Wegfall kommt. In .diesem Falle wird der untere Be hälter '.3 ,zunächst leer gelassen und nur der obere Behälter 2 mit Wasser und Lauge bil dendem Chemikal gefüllt. Die im Behälter 2 entstehende Lauge rieselt wiederum durch ,das Ventil 6 nach Öffnung desselben mit- telst des Handrades 10 in den Absorptions- turm 1.
Die Atemlift wird diesem unmittel bar durch die Leitung 12 zta- und von ihm durch die Leitung 13 abgeführt. Der Ab sorptionsturm 1 steht aber nicht, wie in Fig. 1, in dauernd offener Verbindung mit dem untern Behälter 3, sondern kann diesem ge genüber durch einen Hahn 19 abgeschlossen werden. An den unteren Behälter ist eine Sauerstofflasche 20, mit Druckminderventil 21 überlos Rohr 22 angeschlossen. Letzteres enthält in seinem erweiterten Teil 23 einen Hahn 24.
Die Hähne 24 und 19 werden mit- telst eines im Behälter 2 durch den Flüssig- keitsstan@d in ihm bedienten ,Schwimmers 25, dessen doppelarmiger Hebel bei 26 aasgelenkt ist, unter Vermittlung eines Gestänges 27 gleichzeitig derart gesteuert, dass, wenn der, Hahn 24 geöffnet wird, der Hahn 19 sich schliesst, und zwar geschieht das, sobald sich der Flüssigkeitsspiegel im Behälter 2 bis zu der Marke 2' gesenkt hat. Diese Stellung ist in Fig. 2 angegeben.
Es strömt dann Sauer stoff aus dem Stahlzylinder 20 in den Be hälter 3 ein und drückt, dia der Hahn 19 ja geschlossen ist, den Inhalt des Behälters 3 durch ein Steigrohr 28 wieder in den Behäl ter 2 über. Mit,dem Steigen der Flüssigkeit im Behälter 2 hebt sich der Schwimmer 25 und schliesst damit wieder unter Öffnung des Hahnes 19 den Sauerstoffhahn 24. Der noch in dem Behälter 3 enthaltene Sauerstoff gelangt bei dem weiteren Betriebe allmählich im Masse der zufliessenden Lauge in den Luft strom und somit in den geschlossenen Raum, in welchem Personen atmen.
Die Einsich tung setzt voraus, dass die Sauerstoffmenge und die absorbierte Kohlensäuremenge äqui valent sind, was sich leicht durch entspre chende Einstellung des Laugenventils 6 er reichen lässt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum Erneuern der Atemluft in geschlossenen Räumen mittelst verteilter Ätzalkalilauge, dadurch gekennzeichnet, dass die Ätzalkalilauge mit der zu reinigenden Atemluft in rieselnder Bewegung in Berüh rung gebracht wird. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass Ätzalkalilauge und Atemluft im Gegenstrom miteinander in Berührung gebracht werden. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Lauge im Kreislauf geführt und hierbei mit sie er gänzendem Chemikad in Berührung ge bracht wird. 3.Verfahren nach Unteranspruch 2, da Jurch gekennzeichnet, dass zur Erzeugung des Laugenumlaufes der Druck des zur Lufterneuerung benutzten Sauerstoffes verwendet wird. PATENTANSPRUCH II: Vorrichtung zur Ausübung des Verfah rens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch einen Absorptionsturm,der an seinem obern Ende mit einem ein Ergänzungsche- mikal enthaltenden Laugenbehälter durch ein willkürlich steuerbares Ventil und an seinem unteren Ende mit einem Aufnahme behälter für die durch ihn hindurchgelangte Lauge in Verbindung steht. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 4.Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der obere und untere Behälter, die bestimmt sind, dau ernd mit Lauge gefüllt zu sein, durch eine Leiturg (17) miteinander verbunden sind, in die eine ständig arbeitende Pumpe (15) eingeschaltet ist. Vorrichtung nach Unteranspruch 4, ge kennzeichnet durch eine den obern Behäl ter (2) mit dem untern Behälter (3) ver bindende, die Flüssigkeitsstände in beiden konstant erhaltende Überlaufleitung (18). 6.Vorrichtung nach Patentanspruch 1I zur Ausübung des Verfahrens nach Unteran spruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Laugenmenge nur etwa dem Inhalt des untern Behälters entspricht, dieser ge gen .den Absorptionsturm abschliessbar und an einen Vorrat von Presssauerstoff an schaltbar ist, der .den Inhalt des Behälters durch ein Steigrohr in den obern Behäl ter überzudrücken vermag. 7.Vorrichtung nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass die Anschluss- leitung (22, 23) des Behälters (2) für den Sauerstoffvorrat einen Hahn (24) ent- Ult, der tgleichaäeitig mit einem Hahn (19) zwischen dem Absorptionsturm und dem untern Behälter derart steuerbar ist, dass, wenn der eine Hahn geöffnet, der andere geschlossen wird und umgekehrt. B.Vorrichtung nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass die Hähne (19 und 24) durch einen im obern Behälter vorgesehenen Schwimmer (25) derart ge steuert werden, da.ss sich bei Senkung des Flüssigkeitsspiegels in ihm unter ein ge wisses Mass der ITahn (24) öffnet und der Hahn (19) schliesst.
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