CH129591A - Verfahren zur Herstellung plastischer Massen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung plastischer Massen.

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CH129591A
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Isak Thorn
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Isak Thorn
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  Verfahren zur Herstellung plastischer Nassen.    Den Gegenstand der Erfindung bildet ein  Verfahren zur Herstellung plastischer     Has-          sen,        \welche    insbesondere zur Erzeugung von  Knöpfen und ähnlichen     Drechslerwaren    ge  eignet sind.  



  Die Herstellung der plastischen Massen  r     gi        ernt     ,     fol   <U>t'</U> äss dem Verfahren     derErfindung     in der Weise, dass Produkte, welche vor  wiegend Stärke enthalten, insbesondere Mehle  oder Stärke jeder Art, mit     Kondensations-          produkten    aus Körpern vom Typus des       Harnstoffes    und Formaldehyds feucht oder       trocken    vermischt, gepresst und getrocknet       %verden.    Das Pressen kann in der Kälte oder       MTä        rme    erfolgen.  



  Unter Körpern vom Typus des Harn  stoffes sind ausser Harnstoff und     Thioharn-          stoff    auch deren     Substit.utionsprodukte    zu  verstehen, zum Beispiel     Methylharnstoff,          3thylharnstoff.        Dimethylharnstoff    u. a. m.  Unter Körpern vorn Typus des Formaldehyds  sind ausser Formaldehyd auch Polymere des  Formaldehyds zu verstehen.

           Man    kann zum Beispiel Kondensations  produkte, die unter     Mitverwendung    von       Wasser    und unter Erhitzen polymerer Modi  fikationen des     Formaldehydes,    wie     Trioxy-          methylen    oder     Paraformaldehyd,    hergestellt  werden, heranziehen. Der Umstand, technisch  wertvolle Massen einfach durch     Lusatz    von  Mehl oder von Stärke zu den Kondensations  produkten aller Art aus Harnstoff und  Formaldehyd und zu den Abfällen dieser  Produkte erzielen zu können, bringt unter  andern Vorteilen eine wesentliche Herab  setzung der Herstellungskosten mit sich.  



  Beim Vermischen der Kondensationspro  dukte aus Körpern vom Typus des Harn  stoffes und     Formaldehyds    mit der Stärke, be  ziehungsweise dem stärkehaltigen Körper  tritt     Erwärmung;    von selbst ein, was auf  die Bildung     exothermischer    Verbindungen  schliessen lässt. Das Verfahren kann mit oder  ohne Anwendung von Druck durchgeführt  werden.  



  Während irgend eines Stadiums des Ver  fahrens können auch, wie dies bei der Her-           stellung        plastischer    Massen üblich ist, Füll  stoffe zugesetzt werden. Zweckmässig ge  schieht dieser Zusatz gleichzeitig mit der  Vermischung mit Mehl und dergleichen.  Doch können beim gegenständigen Verfahren  als Füllstoffe auch Natur- oder andere  Kunstharze zugesetzt werden, wodurch zum  Beispiel die Wasserfestigkeit der Endpro  dukte erhöht wird. Es können auch Er  weichungsmittel verwendet werden, wie zum  Beispiel Lanolin.  



  <I>Ausführungsbeispiele:</I>  1. 1 kg Harnstoff wird in 3 kg Form  aldehyd gelöst und die Lösung hierauf neu  tralisiert oder schwach alkalisch gemacht.  Nach längerem Stehen bildet sich ein Nie  derschlag, welcher das Kondensationsprodukt  aus Harnstoff und Formaldehyd darstellt:  hierauf wird die Masse mit 10 bis 14 kg  Mehl, eventuell unter Säurezusatz, innig  vermischt, gepresst und getrocknet. Die Kon  densation mit dem Mehl tritt während des  Pressens ein. Die     Kondensation    zeigt sich  durch eine vollkommene und plötzlich ein  tretende Änderung der     Elastizitäts-    und       Festigkeitseigenschaften    der Masse an. Die  anfangs pulverige Masse beginnt dabei horn  artig zu werden.  



  2. 1 kg Harnstoff wir c1 in 3 kg Form  aldehyd gelöst, die in letzterem enthaltenen  Spuren freier Säuren werden neutralisiert,  hierauf wird einige Stunden am     Rückfluss-          kühler    erhitzt und das überschüssige Wasser       abdestilliert.    Das Kondensationsprodukt, das  den Rückstand bildet, wird mit 8 bis 15 kg  Mehl oder Stärke zu einem feinen Pulver  verrieben, hierauf warm gepresst und ge  trocknet.  



  3. 1. kg Harnstoff wird mit 3 kg Form  aldehyd in neutraler Lösung verkocht, bis  sich das Kondensationsprodukt aus Form  aldehyd und Harnstoff gebildet hat, sodann  mit 8 kg Mehl zu einem Teig verknetet, zu       Platten    verarbeitet und bei 50 bis 60   ge  trocknet. Das erhaltene Produkt     ist    opak.  Wird es vor dem vollkommenen Trocknen       gepresst,    so wird es hornartig durch  scheinend.    Die Zusammensetzung des harten, homo  genen und unlöslichen, gemäss der Erfindung       herstellbaren    Endproduktes ist nicht mit  Sicherheit erforscht.

   Je nach den zur Ver  wendung kommenden Materialien können  auch glasklare, vollkommen durchscheinende  Produkte erhalten werden, die Hochglanz  und hohe Plastizität und Elastizität auf  weisen und sich leicht verarbeiten lassen.  



       Man    kann sich bei Durchführung des  Verfahrens gemäss der Erfindung nach be  kannten Herstellungsarten erzeugter Kon  densationsprodukte bedienen, zum     Beispiel     unter Anwendung von Katalysatoren, mit oder  ohne Erwärmung, Neutralisieren, Alkalisch  machen oder Ansäuern usw.     erzeugter    Pro  dukte. Ferner können auch Kondensations  produkte, die als     Flüssigkeit    zwecks Erstar  renlassens in Formen gebracht, hierauf     ge-          presst    und getrocknet wurden, verwendet wer  den.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung plastischer Massen, dadurch gekennzeichnet, dass man Kondensationsprodukte aus Körpern vom Typus des Harnstoffes und Formaldehyd mit Produkten vermischt, die vorwiegend Stärke enthalten, hierauf die erhaltene Masse presst und trocknet, derart, dass ein harte, homogenes und unlösliches Produkt entsteht. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Zusatz zu einem Kondensationsprodukt aus Harnstoff und Formaldehyd Stärke verwendet wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Mehl mit einem Kon densationsprodukt aus Harnstoff und Formaldehyd verrührt wird und die Mi schung sodann warm gepresst und getrock net wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss ein Kondensations- produkt, das aus einem Polymeren des Formaldehyds und einem Körper vom Typus des Harnstoffes hergestellt wurde, mit Mehl vermischt, gepresst und getrock net wird. -1.. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man bei Einver- leibung von Mehl Weichmachungsmittel mitverwendet.
CH129591D 1926-04-10 1927-04-09 Verfahren zur Herstellung plastischer Massen. CH129591A (de)

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