CH127283A - Buchführungsgerät. - Google Patents

Buchführungsgerät.

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CH127283A
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Wilhelm Meiler
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Wilhelm Meiler
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      Bnrhführungsgerät.       Durch das den Gegenstand der Erfindung  bildende Gerät     wird        bezweckt,    die Führung  einer kurz gefassten und doch übersichtlichen  Buchhaltung zu fördern. Es eignet sich vor  zugsweise für eine Buchführung, bei der  bestimmte Arten von Geschäftsvorgängen in  rascher Aufeinanderfolge für eine jeweils  feststehende Anzahl von Kunden übersicht  lich. niedergeschrieben werden soll,     und    die  Niederschrift unmittelbar zur Abrechnung  verwendet wird. Derartiges kommt beispiels  weise vor in Molkereien und andern Be  trieben, in denen von bestimmten Kunden  Waren angeliefert und andere Waren an  dieselben und andere Kunden abgegeben wer  den.

   Dabei führt jeweils dieselbe Person  Buch und erteilt Quittung, die auch die  Lieferungen entgegennimmt und abgibt.     .Sie     hat dabei, zumal in Molkereien, fast regel  mässig nasse oder schmutzige Hände. Um die  Buchführung trotzdem sauber zu erhalten, ist  das Gerät so eingerichtet, dass neben einer  Handauflage nur der jeweils benützte Teil  des Buchungspapiers sichtbar, der übrige Teil  aber verdeckt ist. Neben der eigentlichen    Buchführung müssen auch die     Quittungen     (Milchkarten) für die einzelnen Kunden, die       unmittelbar    zur     Abrechnung    benützt werden,  leicht zugänglich und in passender, ge  drängter     Form    verwendbar sein.

   Die Er  findung erfüllt diese     Bedürfnisse.    Gemäss  derselben besteht das     Buchführungsgerät    aus  zwei Teilen, nämlich einem Teil, der sich  durch zwei frei drehbare Walzen kennzeich  net, welche zum Ab-     bezw.        Aufwickeln    eines  Papierstreifens dienen, der von der einen  Walze durch einen Schlitz eines Tisches ge  führt und über dem Tisch bis auf eine für  die jeweiligen     Eintragungen    gebrauchte       Länge    verdeckt, zu der zweiten Walze ge  führt ist, und einem Teil, der sich durch  Schreibunterlagen kennzeichnet,

   die um pa  rallel in einem Rahmen gelagerte Wellen  schwenkbar     und    einseitig mit einer     Befe-          stigungseinrichtung    für     Papierblätter    ver  sehen     sind.     



  Die Zeichnung zeigt ein Ausführungs  beispiel der Erfindung.     Fig.    1 ist ein Grund  riss des Gerätes     Fig.    2 ein Schnitt nach       A-B    der     Fig.    1;     Fig.    3 ist     ein        Teilgrundriss,              Fig.    4 eine Längsansicht der     Fig.    3;     Vig.    5  ist eine Queransicht der     Fig.    1 mit aufge  klappten Stützfüssen 5;     Fig.    6 ist die untere  Ansicht eines herausnehmbaren Teils des Ge  rätes;

       Fig.    7 ist     ein    Schnitt nach     E-F    der       Fig.    3,     Fig.    8     ein    vergrösserter Teil desselben  Schnittes.  



  Das Gerät besitzt ein     pultartiges    Gestell,  das sich hauptsächlich aus einem     obern     Rahmen 1, vier Beinen 2 und zwischen den  Beinen befestigten Führungen 3 und 4 zu  sammensetzt. Zwei     herausklappbare    Stütz  füsse 5 dienen dazu, das Gestell in die zum  Schreiben bequeme schräge Lage zu bringen       (Fig.    2 und 5). In den Rahmen 1 sind zwei  Kästen 6     und    7 eingesetzt. Die Decke des  Kastens 6, der keinen Boden hat, bildet  einen Tisch B. Sie hat an beiden Längsseiten  eine     rinnenförmige    Vertiefung 9 und     in    der       Mitte    einen Schlitz 10.

   An ihrer Unterseite       (Fig.    6) ist an zwei schwenkbaren Armen 11  eine Walze 12 unter dem Schlitz 10 drehbar  gelagert. Zwei Blechstreifen 13, die parallel  zur Papierebene     (Fig.6)    federn, halten die  Arme in der Gebrauchsstellung. Die Walze  12 ist in bekannter Weise zum Festklemmen  des Randes eines Papierblattes eingerichtet.  An ihrem     einen    Ende ragt ein Knopf 14 aus  dem Kasten 6 heraus, an dem man sie drehen  kann. Auf der Oberseite des Kastens 6 ist  eine der Walze 12 gleiche Walze 15 an um  <B>180'</B> schwenkbaren Lenkern 16 gelagert. Die  Lenker 16 sind in der     Mitte    zwischen den  Vertiefungen 9 schwenkbar an dem Kasten 6  befestigt.

   Die     Kastenseitenwände@haben        Aus-          schnitte    17, in die der Hals eines Knopfes 18  der Walze 15 sich einlegt, wenn die Walze  in     eine    von den     Vertiefungen    9 gelegt wird.  Ein Deckblech 19 ist an der Walze 15  drehbar gelagert. Es hat in der     Mitte    einen  zylindrischen Teil, an den sich nach beiden  Seiten gegengleich ein flacher Teil anschliesst;  in seiner     Mitte    ist ein Griff 20 befestigt.  Ein Papierstreifen 21 ist an der Walze 12  befestigt und von da durch den .Schlitz 10  unter dem Deckblech 19 hindurch zur Walze  15 geführt und auch an ihr befestigt.

   An  den beiden Aussenrändern des Deckbleches 19    sind Kopfbezeichnungen einer     Längsteilung     des Papierstreifens 21 angebracht, in der  Regel in Gestalt von Ziffern.  



  Der Kasten 7 hat einen abnehmbaren  Deckel 22, auf dessen oberer Seite ein  Schreibblock 23 und an dessen     unterer    Seite  ein Abreisskalender 24 befestigt ist. Die Be  festigungsvorrichtung besteht aus einer       Schraubklemme    25 auf dem einen Ende und  einer federnden Klemme 26 auf dem andern  Ende,     von.    welchen Klemmen     die    erste den  ganzen Block, die zweite die losen Enden der  Blätter des Blockes festhält.     In.    den Füh  rungen 4 ist ein Rahmen 27 gleitbar ange  ordnet, so dass er nach der einen Seite, und  zwar in     Fig.    2 nach der linken Seite, aus  dem Gestell herausgezogen werden kann.

   In  dem Rahmen 27 ist ein weiterer Rahmen 28       (Fig.    7 und 8) gelagert. Der Rahmen 28 be  steht aus vier fest miteinander verbundenen  Blechleisten. Von den beiden Längsleisten  29 und 30 hat die eine, 29, an einem in der  Rahmenebene liegenden Teil einen     wulstartig     zusammengebogenen, hochstehenden Rand,  die andere, 30, einen ähnlich hochgebogenen  Rand, der aber nicht zu einer     geschlossenen     Wulst gebogen ist, sondern an einem Teil  der Aussenwand und an der Unterseite offen  ist. Die Querleisten 31 des Rahmens 28       (Fig.    2) bilden Wulste vom Querschnitt eines  rechtwinkligen     Dreiecks,    dessen rechter  Winkel unten liegt und dessen schräge Seite  nach dem Rahmeninnern gerichtet ist.

   In  dem Rahmen 28 sind Schreibunterlagen 32  aus Blech an parallelen Wellen     33    gelagert.  Die Wellen     33    sind in Löchern drehbar, die  an den     Innenseiten    der     wulstartigen    Ränder  der Längsleisten 29 und 30 angebracht sind.  Ein     Verschlussstreifen    34 des teilweise of  fenen     wulstförmigen    Randes der Leiste 30,  der durch einige Schrauben 35     befestigt    ist,  verhindert eine     Längsverschiebung    der Wel  len     33    in dem     Rahmen    28.

   Jede Unterlage  32 hat als Griff und Weiser eine vorsprin  gende Ecke 36     (Fig.    3). Am obern und untern  Rande der Unterlage 32 sind Falze 37 an  gebracht, die als     Befestigungsvorrichtung    für  die Papierblätter 38 dienen.     Die        äusserste         Unterlage     legt        sich.    gegen die schräge Seite  der Leiste 31, die übrigen Unterlagen, eine  nach der andern, darauf, so dass die Weiser  36 mit darauf angebrachten Kennzeichen,  Buchstaben oder Ziffern, nebeneinander  sichtbar werden.  



  In der Führung     ,3    ist ein Rahmen 39 ver  schiebbar und darin ein Rahmen 40, die bis  auf die Länge den Rahmen 27 und 28 glei  chen. In dem Rahmen 40 sind Unterlagen 41  gelagert, die bis auf die Breite den Unter  lagen 32 gleichen.  



  Die Benutzungsweise des Gerätes soll bei  spielsweise in der Anwendung für einen Mol  kereibetrieb beschrieben werden:  Der Papierstreifen 21 dient der eigent  lichen     Buchführung    der Molkerei. Er enthält  auf seinen beiden Seiten die gesamte Monats  niederschrift der Milchanlieferung und Wa  renabgabe. Er ist so eingeteilt, dass immer  auf den     Seiten    eines Querstreifens einerseits  die Eingangs-, anderseits die Ausgangsposten  für einen Tag und für sämtliche     Lieferer     gebucht werden können. Während die jeweils  für einen Tag erforderliche Schreibfläche  stets zwischen dem Schlitz 10 und dem  Deckblech 19 offen liegt, ist der gesamte  übrige Streifen durch den Tisch 8 und das  Deckblech 19 vollkommen gedeckt.

   Ein sol  cher eintägiger .Streifen bleibt stets zwischen  dem Schlitz 1,0 und dem Deckblech 19 un  verdeckt, während der gesamte übrige Strei  fen durch den Tisch 8 und das Deckblech 19  bedeckt sind. Legt man die Walze 15 von  der in     Fig.    1 und 2 dargestellten     Stellung     nach rechts     um,    so erscheint die Rückseite  des in     Fig.l    sichtbaren Querstreifens auf  dem Tisch, wiederum zwischen dem Schlitz  10 und dem Deckblech 19, und zwar rechts  des Schlitzes 10. In den Zwischenstellungen  kann man die schon beschriebenen Quer  streifen der letzten Tage sehen, die sich  unter dem Deckblech     19,    befinden, bevor sie  auf die Walze 15     aufgewickelt    werden.

   Bei  der     Eintragung    dient der Tisch 8 oder das  Deckblech 19 als Handauflage; der Papier  streifen     wird    also nicht durch schmutzige    oder nasse Hände beschädigt, die Schrift       nicht    verwischt.  



  Auf den Unterlagen 32 ist einseitig die  einmonatliche Abrechnung eines einzelnen  Lieferers angegeben, dessen Kennzeichen  übereinstimmend mit dem Kopf der Längs  teilung, der auf dem Rande des Deckbleches  19 angebracht ist, auf dem Weiser 36 steht.  



  Der Vorgang der     Buchung    ist folgender:  Zunächst wird die abgelieferte Menge, zum  Beispiel Milch, auf der Vorderseite des  Streifens 21 in der in     Fig.l    dargestellten  Stellung gebucht, dann auf der Abrechnungs  karte 38 des Lieferers, zum Beispiel des  Lieferers 1, die in     Fig.    3 und 4 sichtbar ist.  Diese Karte kann unter Benutzung des     Wei-          sers    36 als Griff     umgeblättert    werden wie  ein Buch, ohne dass sie berührt wird.

   Bei  der Eintragung dient die Rückseite der da  nebenliegenden Unterlage 2 als Handauflage,  so dass     wiederum    die Abrechnungskarte 38  gegen Beschädigung geschützt ist, ebenso wie  die übrigen zurzeit nicht gebrauchten Ab  rechnungskarten. Dann wird die Walze 15       mittelst    des Handgriffes 20 nach rechts um  gelegt und auf der     Rückseite    des Papier  streifens 21 die Entnahme desselben Lie  ferers gebucht, zum Beispiel     Butter,    Käse,  Magermilch. Dieselbe Buchung     wird    dann  auf der Abrechnungskarte 38 eingetragen.  



  Die auf den Unterlagen 41 zu befesti  genden Karten sind Abrechnungskarten, die  nen jedoch für     Kunden,    welche regelmässig  Waren entnehmen und nachträglich zusam  men bezahlen.  



  Beim täglichen     Betriebsschluss    sind in  senkrechten Reihen auf dem Papierstreifen  21 alle Ein- und Auslieferungen sichtbar.  Ebenso können auf den Abrechnungskarten  die gelieferten und entnommenen Mengen in  Geld umgerechnet und voneinander abge  zogen werden. Bei der monatlichen Abrech  nung sind auf dem Papierstreifen 21 alle  Lieferungen und Entnahmen eines Lieferers  in     wagrechten    Reihen nebeneinander vor  handen und können gleichfalls ohne weiteres  zusammengezählt werden, ebenso die täg  lichen Summen. Auch die- Abrechnungs-      härten der     einzelnen        Lieferreue        können    jetzt  nach Mengen und     Werten    zusammengezählt  werden.

   Ohne Umbuchung     kann    daher die  Monatsabrechnung sowohl der Molkerei als  der einzelnen     Lieferer        und    sonstigen Kun  den am Monatsende ausgeführt ausgeführt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCH: Buchführungsgerät, bestehend aus zwei Teilen, nämlich einem Teil, der sich durch zwei frei drehbare Walzen kennzeichnet, welche zum Ab- bezw. Aufwickeln eines Pa pierstreifens dienen, der von der einen Walze durch einen ,Schlitz eines Tisches geführt und über dem Tisch bis auf eine für die jeweiligen Eintragungen gebrauchte Länge verdeckt, zu der zweiten Walze geführt ist, und einem Teil, der sich durch Schreibunter lagen kennzeichnet,
    die um parallel in einem Rahmen gelagerte Wellen schwenkbar und einseitig mit einer Befestigungseinrichtung für Papierblätter versehen sind. - ÜNTERANSPRt?CHE 1. Buchführungsgerät nach dem Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine von den Walzen oberhalb des Tisches an Lenkern um<B>180'</B> schwenkbar befestigt ist. z. Buchführungsgerät nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf der schwenkbaren Walze eine sich beiderseits der Walzenmittellinie gegengleich er streckende Deckplatte drehbar gelagert und mit einem Griffversehen ist. 3.
    Buchführungsgerät nach dem Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Teile in einem pultartigen Gestell vereinigt sind, wobei der Tisch des ersten Teils in einem obern Rahmen gelagert ist und mit einer Zarge einen unten offenen Kasten bildet, und der zweite Teil in Führungen zwischen Füssen des Gestelles ein- und nusschiebbar angebracht ist.
CH127283D 1926-06-26 1927-06-27 Buchführungsgerät. CH127283A (de)

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DE127283X 1926-06-26

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