CH123727A - Verfahren zur Herstellung von gegen koagulierende Einflüsse widerstandsfähigen Gebilden aus Dispersionen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von gegen koagulierende Einflüsse widerstandsfähigen Gebilden aus Dispersionen.

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CH123727A
CH123727A CH123727DA CH123727A CH 123727 A CH123727 A CH 123727A CH 123727D A CH123727D A CH 123727DA CH 123727 A CH123727 A CH 123727A
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Mij De Bataafsche Petroleum
Rudolf Moser Franz
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Bataafsche Petroleum
Rudolf Moser Franz
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L95/00Compositions of bituminous materials, e.g. asphalt, tar, pitch
    • C08L95/005Aqueous compositions, e.g. emulsions

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Description


  Verfahren     zur    Herstellung     von.gegen        koagulierende        Einflüsse    widerstandsfähigen  Gebilden aus Dispersionen.    Gegenstand der vorliegenden' Erfindung  ist ein Verfahren zur Herstellung von gegen       koagulierende    Einflüsse widerstandsfähigen  Gebilden aus Dispersionen, zum Beispiel, Dis  persionen von Asphalt, Teer, Fetten, Ölen,  Harzen, Wachsen, Paraffin, Kautschuk, kaut  schukähnlichen Stoffen usw.  



  Es sind eine Reihe von Verfahren bekannt,  um die oben genannten     Stoffe    in einen Zu  stand feiner Zerteilung, beispielsweise in die  Form einer Emulsion zu bringen. Die nach  diesem Verfahren erhaltenen Dispersionen  haben aber den Nachteil, dass sie entweder  gegen koagulierende Einflüsse, wie Elektrolyte,  Frost usw. übermässig empfindlich sind, oder  dass die Verteilung der genannten Stoffe in  der Dispersion nicht gleichmässig und fein  genug ist.  



  Weiterhin ist bekannt,     dass    Emulsionen und  Suspensionen durch koagulierende Einflüsse,  beispielsweise durch Elektrolyte derart koa  gulieren können, dass die Teilchen der dis  persen Phase nicht unmittelbar zu einer kom-         pakten    Masse verschmelzen, vielmehr als solche  erhalten bleiben, aber zu     flockigen    Aggregaten  zusammentreten, ohne indessen zu verschmel  zen. Bei den nach dem vorliegenden Verfahren  hergestellten Produkten wird ein Verschmelzen  der Partikel durch einen die Partikel umhül  lenden     Stoff    verhindert.  



  Das Verfahren gemäss der vorliegenden  Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass  man den Dispersionen,     worunter    auch Emul  sionen und Suspensionen zu verstehen sind,  mindestens einen fein verteilten     Stoff    unter  solchen Bedingungen zusetzt, dass die Partikel  der Dispersion vom fein verteilten     Stoff    um  hüllt werden, so dass sie sich nicht     vereinigen     können und ihre Grösse beibehalten. Hierbei  ist es zweckmässig, die Dispersion, das heisst  die Emulsion oder Suspension, bei genügender  Verdünnung gut zu rühren und die Behand  lung bei nicht zu hoher Temperatur vorzu  nehmen.

   Unter fein verteilten     Stoffen    sind  hier alle     Stoffe    in feinverteiltem Zustand,  zum Beispiel auch in kolloidaler Verteilung  zu verstehen.      Nach dem vorliegenden     Verfahren    können  selbst konzentrierte, gegen koagulierende Ein  flüsse widerstandsfähige Emulsionen, beispiels  weise Asphaltemulsionen mit einem Asphalt  gehalte von     60'>/o    ohne wesentliche Änderung  ihres     Dispersitätsgrades    hergestellt werden.  



  Das Verfahren kann mit fein verteilten       Stoffen    der verschiedensten Art durchgeführt  werden. Es gibt     Stoffe,    welche die Partikel  der zu behandelnden Dispersion ohne weiteres  umhüllen; und zwar ist dies wahrscheinlich  dann der Fall, wenn die Teilchen des fein  verteilten     Stoffes    entgegengesetzte Ladungen  als die Teilchen der zu behandelnden Dis  persion tragen. Als Beispiel hierfür sei frisch  gefälltes     Aluminiumhydrogyd    erwähnt, wel  ches mit Leichtigkeit die Partikel einer  Asphaltemulsion zu umhüllen vermag.

   Im all  gemeinen ist es jedoch zweckmässig, gleich  zeitig oder nach der Zugabe des fein verteilten  Stoffes zu der Dispersion noch ein Mittel zu  zusetzen, welches bei Abwesenheit des fein  verteilten     Stoffes    die Dispersion koagulieren  würde.     .Man        kann    auch den fein verteilten       Stoff    in der Dispersion im Momente des       Zugebens    eines solchen Mittels, welches bei  Abwesenheit des fein verteilten     Stoffes    Koagu  lation hervorrufen würde, entstehen lassen.  



       Zweckmässigerweise    wählt man zur Ver  wendung als fein verteilte Stoffe im Sinne  der Erfindung solche Stoffe, die sich leicht  in die geeignete fein verteilte Form bringen  lassen. Von organischen     Stoffen    seien als Bei  spiele genannt:     Eiweissstoffe,    Seifen, Gummi,       Huminstoffe,    Kohlehydrate,     Gerbstoffe;    von  anorganischen     Stoffen:    Kieselsäure, die     Hy-          droxyde    von Eisen und Aluminium, die  Oxyde und Karbonate von Kalzium und  Magnesium,     Bariumsulfat,    Ton und dergleichen.  Es können auch mehrere fein verteilte Stoffe  der Dispersion gleichzeitig zugegeben werden.

    Die     Menge    des zuzusetzenden fein verteilten  Stoffes braucht im allgemeinen nur gering  zu sein im Verhältnis zur Menge der Disper  sion. Sie ist verschieden je nach dem anzu  wendenden Stoff, insbesondere seinem Fein  heitsgrade, sowie nach der Beschaffenheit der  zu behandelnden Emulsion oder Suspension.    Als Beispiel sei angeführt, dass man eine  50  /o Asphaltemulsion des Handels mit       einem        Zusatze        von        etwa    1     %        frisch        gefällter     Kieselsäure gegen     koagulierende    Einflüsse  widerstandsfähig machen kann.

   Der Zusatz  des fein verteilten     Stoffes    zur Emulsion oder  Suspension kann vor oder während der Zu  gabe     eines,    bei Abwesenheit des fein verteilten       Stoffes    Koagulation hervorrufenden Mittels  erfolgen. Auch kann man so arbeiten, dass  man einen fein verteilten Stoff in der Emul  sion oder Suspension selber während der Zu  gabe eines solchen Mittel, beispielsweise durch  chemische Umsetzung unter     Niederschlagbil-          dung,        entstehen    lässt.

   Weiterhin hat man es  durch geeignete Wahl des zuzusetzenden fein  verteilten Stoffes, sowie durch Veränderung  seiner Menge in der Hand, die Eigenschaften  des zu erzeugenden Gebildes, insbesondere  seine Farbe und Viskosität zu     beeinflussen.     



  Als Mittel, welche ohne die Gegenwart  des feinverteilten     Stoffes    die zu behandelnde  Dispersion koagulieren würden, kann man im       allgemeinen    Lösungen geeigneter Elektrolyte  verwenden, ohne dass allerdings für die Aus  übung der vorliegenden Erfindung die Wahl  des     koagulierenden    Mittels irgend welchen       Einschränkungen    unterliegt.

   Da die gebräuch  lichen Emulsionen und Suspensionen von  Asphalt, Teer, Pech, Fetten, Ölen, Harzen,  Wachsen, Paraffin,     Kautschuck    usw. in der  Regel negativ geladene Teilchen     enthalten,     so     kommen    als Elektrolyte in erster Linie  Säuren, sowie Salze mehrwertiger Metalle  oder organischer Kationen in Betracht. Als  Beispiele seien     angeführt    die Chloride und  Sulfate von Eisen, Aluminium, Kalzium oder       Magnesium.     



  Die gemäss dem vorliegenden Verfahren  hergestellten Gebilde können nachträglich  durch Zentrifugieren oder Filtrieren konzen  triert werden, wodurch sie sich in die Form  halbfester bis fester Massen bringen lassen.  



  Gegenüber den bisher hergestellten     Emul-          sioneii    und Suspensionen bedeuten die nach  der vorliegenden Erfindung gewonnenen  Gebilde von     Asphalt,    Teer, Pech, Fetten,  Ölen,     Harzen,    Wachsen, Paraffin, Kaut-      schule und dergleichen einen wesentlichen  Fortschritt. Für den Transport und die La  gerung bieten sie gegenüber den bisher be  kannten Emulsionen und Suspensionen den  Vorteil, dass sie auch langdauernde Aufbe  wahrung, heftiges Schütteln, Frost usw. ohne  Schaden überstehen. Für die bei der Ver  wendung sich ergebenden Vorteile seien einige  Beispiele anhand des Asphaltgebildes an  geführt.  



  Das Asphaltgebilde kann, im Gegensatz  zu den bisher bekannten Asphaltemulsionen  und Suspensionen in beliebiger Weise mit  hartem Wasser verdünnt und ohne Nachteil  mit salzhaltigen Medien gemischt werden,  was ihm zahlreiche Verwendungsgebiete (zum  Beispiel     Strassenbesprengung,        Anstrichzwecke     usw.) eröffnet. Besondere Vorteile bietet ein  nach dem vorliegenden Verfahren erhaltenes  Asphaltgebilde gegenüber einer Asphaltemul  sion in den Fällen, wo es sich um die Her  stellung inniger Mischungen von Asphalt mit  pulverförmigen oder körnigen Materialien,  wie Kies, Sand, gemahlenen Schlacken, Stein  mehl usw. handelt, wobei der Asphalt als  Bindemittel dient.

   Man vermag dann unter  Verwendung des Asphaltgebildes in einfachster  Weise sehr gleichmässige Mischungen herzu  stellen auf     Bestrassungen,        Reparaturen    an  Strassen, Herstellung von Fussböden usw.,  während die in den genannten Materialien  stets vorhandenen Salze bei der Herstellung  entsprechender Mischungen mit den bisher be  kannten Asphaltemulsionen regelmässig einen  nachteiligen     Einfluss    auf den Verteilungsgrad  des     Asphaltes    in den Emulsionen ausüben,  auch dann, wenn eine augenfällige Klumpen  bildung nicht beobachtet wird. Die Folge  davon ist, dass mit der Verwendung des As.

         phaltgebildes    eine wesentliche     Erparnis    an  Bitumen verbunden ist, da die nämliche  Menge Bitumen infolge der bleibend feinen  Verteilung des Bitumens in weit höherem  Masse bindend wirkt, als in Form einer  Emulsion. Derartige Asphaltgebilde können  entweder direkt verwendet werden, oder erst  nach einer mehr oder weniger weitgehenden  Entwässerung vermittelst Auspressen, Zentri-         fugieren,    Filtrieren oder Trocknung. Im letz  teren Falle ist es möglich, zu trockenen Ge  bilden zu gelangen, die den Asphalt in so  gleichmässig feiner Verteilung erhalten, dass  sie weder kleben noch zusammenbacken,  und sich ohne Schwierigkeiten zerkleinern,  transportieren, oder in gebrauchsfertigem Zu  stande aufbewahren lassen.

   Sie brauchen dann  nach dem Aufbringen nur kalt gewalzt oder  gestampft zu werden. Ein weiteres Anwen  dungsgebiet des Asphaltgebildes, das den ge  wöhnlichen Asphaltemulsionen verschlossen  ist, ist der     Zusatz    zu andern Bindemitteln  oder Mörtelstoffen, um diese wasserdicht,  respektive wasserabstossend zu machen. So  kann das Asphaltgebilde als Zusatz zu Ze  mentbrei, Kalkmilch, Gips oder dergleichen,  sowie Mischungen solcher Bindemittel mit       Füllstoffen    verwendet werden. Zur Erzeugung  von Asphaltpapier lässt es sich dem Papier  brei direkt zusetzen.  



       Beispiel:     600 kg Petroleumasphalt werden in be  kannter Weise etwa nach     Engl.    Patent  Nr. 224196     emulgiert,    so dass 1000 kg einer  Asphaltemulsion mit einem Wassergehalt von       40        %        resultieren.        Dieser        Emulsion        setzt        man     nun soviel     Natriumhydroxyd    zu, dass sie  im Ganzen etwa 5 kg davon enthält. Ander  seits werden 10 kg     Aluminiumchloridhydrat     gelöst in 200 kg Wasser.

   In diese wässerige  Lösung lässt man nun unter gutem Rühren,       zweckmässigerweise    bei einer 20 0 nicht über  schreitenden Temperatur, die Asphaltemulsion  einfliessen. Es erfolgt gleichzeitig Umsatz zu       Aluminiumhydrogyd    und Bildung eines     flüs-          sigen        Gebildes        mit        "00        %'        Asphaltgehalt.     Dieses ist ohne weiteres gebrauchsfertig.  



  Man kann so arbeiten, dass man die  Natronlauge nicht der Emulsion, sondern der       Aluminiumchloridlösung    zusetzt, und mit dem  erhaltenen Gemisch die Behandlung vor  nehmen.  



  Weiterhin kann man in dem genannten  Beispiel den Zusatz von Lauge weglassen,  und an seiner Stelle der Emulsion vor der  Behandlung eine entsprechende Menge frisch      gefällter Kieselsäure zusetzen; die man sich  durch Fällen von<B>10</B> kg Wasserglas mit der       äquivalenten        Alenge    Salzsäure hergestellt hat.  Die Behandlung kann dann mit gesättigter       Chlorkalziumlösung    erfolgen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von gegen koagulierende Einflüsse widerstandsfähigen Gebilden aus Dispersionen, dadurch gekenn zeichnet, dass man den Dispersionen mindestens einen fein verteilten Stoff unter solchen Be dingungen zusetzt, dass die Partikel der ersteren umhüllt werden, so dass sie sich nicht vereinigen können und ihre Grösse bei behalten. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man der Dispersion den fein verteilten Stoff und hierauf ein .Mittel zusetzt, welches bei Abwesenheit des fein verteilten Stoffes Koagulation hervorrufen würde. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man der Dispersion den fein verteilten Stoff gleichzeitig mit einem Alittel zusetzt, welches bei Ab wesenheit des fein verteilten Stoffes Koa gulation hervorrufen würde. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mau in der Dispersion den fein verteilten Stoff entstehen läf')t, während man Drittel zusetzt, welche bei Abwesenheit des fein verteilten Stoffes Koagulation hervorrufen würden.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man der Dispersion den fein verteilten Stoff in der Kälte zusetzt. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man der Dispersion den fein verteilten Stoff in geringer Menge zusetzt. 6. Verfahren nach Patentanspruch und Un- teransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass man als Mittel, welche bei Abwesenheit des fein verteilten Stoffes Koagulation hervorrufen würden, Lösungen von Elektrolyten zusetzt. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man bei Zugabe des fein verteilten Stoffes, sowie des Afittels, welches bei Abwesenheit des fein verteilten Stoffes Koagulation hervorrufen würde. kräftig rührt. B. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die nach dem Verfahren erhaltenen Produkte einer Kon zentrierung unterwirft. 9. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass man die Konzentrierung durch Zen trifugieren bewirkt. 10.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass man die Konzentrierung durch Fil trieren bewirkt.
CH123727D 1926-03-31 1926-03-31 Verfahren zur Herstellung von gegen koagulierende Einflüsse widerstandsfähigen Gebilden aus Dispersionen. CH123727A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE748803C (de) * 1940-11-17 1944-12-19 Steinkohlenbergwerk Rheinpreus Verfahren zur Herstellung von Suspensionen und Emulsionen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE748803C (de) * 1940-11-17 1944-12-19 Steinkohlenbergwerk Rheinpreus Verfahren zur Herstellung von Suspensionen und Emulsionen

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