CH113121A - Verfahren zur Erzeugung von Brennstaub. - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von Brennstaub.

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CH113121A
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CH
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Aktiengesellschaft Walther Cie
Otte Dr Wilhelm
Max Birkner
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Walther & Cie Ag
Otte Dr Wilhelm
Max Birkner
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L5/00Solid fuels

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description


  Verfahren zur Erzeugung von Brennstaub.    Es ist vorgeschlagen worden, den bei der  Verschwelung von Braunkohlen entstehenden  Halbkoks als     Brennstoff    für Kohlenstaub  feuerungen     irr    den Handel zu bringen und  ihn dann später an irgend einer Bedarfsstelle  zu mahlen. Der Erfindung gemäss wird da  hingegen der     Brennstoff    unmittelbar nach der  Verkokung gemahlen. Dieses Verfahren bietet  sehr     wiehtige    Vorteile.  



  Nach der Verkokung befindet sich der  Brennstoff in einem ungemein lockeren Zu  stande, in dem er sich für die     Vermahlung     vorzüglich eignet. In diesem Zustande neigt  der     Brennstoff    aber anderseits     ausserordent-          zu    Absorption von Wasserdampf und Gasen  aus der Luft, so dass er ganz schnell ins  besondere Feuchtigkeit aufnimmt, die nicht  nur die     Vermahlung    erschwert, sondern auch  den     ermahlenen    Brennstaub ungünstig     beein-          flusst.    Schon in der kurzen Zeit,

   während  welcher die Proben im Laboratorium zur       Heizwertbestimmung        bearbeitet    werden, zeigt  sich eine Aufnahme von 3-4      ,:ö    Feuchtig  keit. Im Laufe längerer Lagerung des     Koks       steigt der Feuchtigkeitsgehalt, je nach der  Dauer und der Umgebung, bis zu 20 0/0.  



  Dadurch, dass der     Brennstoff    unmittelbar  nach der Verkokung, also unter Ausschal  tung der die Absorption von Feuchtigkeit  veranlassenden Bedingungen, vermahlen wird,  hat er beim Vermahlen den hierfür atü besten  geeigneten Zustand und ist auch der     er-          mahlene    Brennstaub von besonders guter Be  schaffenheit.  



  Was die Einwirkung des Feuchtigkeits  gehaltes auf die Leistungsfähigkeit der Mühle  anbetrifft, so ist beobachtet worden, dass die       Leistung        der        Mühle        um        25        %        zurückgeht,          wenn        die        Feuchtigkeit        von    2     %        auf    4     %     gesteigert wird.

   Die Verringerung der     112ühlen-          leistung    infolge der Feuchtigkeit ist gleich  bedeutend mit einer Zunahme des Kilowatt  stundenverbrauches für die Gewichtseinheit  des     ermahlenen        Staubes.    Der Feuchtigkeits  gehalt des Staubes spielt aber auch bei seiner  Verwendung eine bedeutsame Rolle.

   Abge  sehen davon, dass beim Verbrennen die Lei  stung durch höheren Feuchtigkeitsgehalt      grundsätzlich     herabgedrückt    wird, zeigt sich  auch, dass die Verbrennungsbedingungen von  nach dein Verfahren hergestelltem     Brenn-          staub    deshalb verbessert sind, weil in den       Punkten,    wo höchste Temperatur     erwünscht     ist, weniger Wärme zur Verdampfung der       Brennstoffeuchtigkeit    entzogen wird.

   Dabei  ist es bemerkenswert, dass der einmal aus  nahezu trockenem Koks     ermahlene        Brenn-          staub    weit weniger als der     Koks    selbst zur  Aufnahme     voll    Feuchtigkeit neigt. Der     Brenn-          staub,    der mit nur ganz geringem Feuchtig  keitsgehalt     ermahlen    wurde, ändert also diesen  Gehalt nicht nennenswert.

   Es ist aber be  obachtet worden, dass     Schwankungen    für  Feuchtigkeitsgehalt des Brennstaubes beim  Verbrennen     Änderungen    in der Zuführungs  geschwindigkeit des Staubes bis zu 30      /o          notwendig    machen, um,     wenn    es sieh     nrn     Dampferzeugung handelt, bei sonst gleichen  Verhältnissen eine gleichbleibende Dampf  erzeugung zu erzielen. Eine gleichmässige       Brennstaubzufuhr    hat zudem ohne weiteres  eine Schonung des Mauerwerkes des Feuer  raumes zur Folge.

   Schliesslich ist es ohne  weiteres klar, dass ein Staub mit grösserem       FeuchtigkeitsgehaltzurKlumpenbildung    neigt,  die beim Transport, in der Förderanlage und  in den Sammelbehältern sich störend bemerk  bar macht, im übrigen auch schon in der  Mühle selbst nachteilig . wirken muss. Auch  das wird durch die Erfindung verhütet. Hinzu  kommt noch für viele     Verwendungszwecke     (metallurgische, keramische) die grosse Rein  heit des Brennstaubes, da durch dasselbe  Verfahren auch schädliche Gase von dem  Eintritt in den     Brennstoff    abgehalten werden.  



  Die geschilderten Vorteile stellen sich  erhöht ein, wenn der     Brennstoff    nach der  Verkokung unter     Luftabschluss    gekühlt und       vermahlen    wird.  



  Als Verkokung im Sinne der Erfindung  ist jede vollständige Entgasung oder auch  teilweise Vergasung zu verstellen.  



  Die Entgasung oder Teilvergasung, ein  schliesslich der Trocknung des Rohbrenn  stoffes, geschieht, zumal für wasserreiche,  holzige und bituminöse Brennstoffe, verteil-         haft    in einer als     Grasfeuerung    betriebenen  Halbgasfeuerung, wobei die flüchtigen Be  standteile des Rohbrennstoffes das Gas für  den Betrieb hergeben können. Indessen sind  auch andere Arten der     Wärmebehandlung     möglich.  



  Zwischen die hierzu dienernde Einrichtung  und die     lfühle    ist vorteilhaft eine     Naeh-          garungskarnnner    einzuschalten, in welcher  noch nicht genügend entgaste oder     teilweise     vergaste Brennstoffteile nachgaren können.  Gleichzeitig kann diese Kammer als Aus  gleichspeicher dienen, wenn die Mengen des  behandelten     Brennstoffes        ungleichmässig    sind.  



  Es ist ratsam, auch in der Mühle dafür  zu sorgen, dass der Brennstoff nicht Wasser  dampf oder schädliche Gase aus der Um  gebung -aufnehmen kann; zumal wenn er,  wie es zweckmässig ist, vorher durch     Hin-          durchdrücken        durell    wassergekühlte Röhren  gekühlt wurde, so dass er also den in seiner  hohen Temperatur liegenden Schutz gegen  das Eindringen von Wasserdampf und schäd  lichen Gasen verloren hat. Dieses Ziel lässt  sich dadurch     erreichen,    dass die     Vermahlung     des     Brennstoffes    in Anwesenheit eines     inerten     Gases erfolgt.

   Dieses wird vorteilhaft in     Form     eines Stromes durch die Mühle hindurchge  führt, der dann auch gleichzeitig die Ab  kühlung des Gutes in der Mühle übernehmen  kann. Diese     Vermahlung    in Anwesenheit  eines     inerten    Gases ergibt noch den weiteren  Vorteil, dass in dein     ermalilenen    Staub zwi  schen den feinen Staubteilchen Reste von       inertem    Gas verbleiben, die bei dem etwaigen  Versand des Staubes einen erhöhten Schutz  gegen das Eindringen von schädlichen Gasen       bildet).     



  Der unmittelbare     Anschlug    des     Mahlvor-          ganges        all    die     Verkokung    ermöglicht     auell     die Zusammenfassung dieser     Massnahmen    zu  einem kontinuierlichen Betrieb, bei dem also  nur immer so viel     Rollbrennstoff        verkokt     wird, als in derselben Zeiteinheit zu     ver-          mahlen    ist; wobei die zwischengeschaltete       Nachgarungskaminer,    wie schon erwähnt,  als Ausgleicher dienen kann.

   Durch diesen  kontinuierlichen Betrieb wird die Wirtsehaft-           lichkeit    erhöht und die Anlage kleiner, be  sonders wenn es sich     um    sehr wasserreiche       Rohbrennstoffe    handelt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Erzeugung von Brennstaub durch Vermahlung des verkokten Brenn stoffes, dadurch gekennzeichnet. dass der Brennstoff unmittelbar nach der Verkokung vermahlen wird. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der verkokte Brenn stoff unter Luftabschluss gekühlt und ver- mahlen wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch für wasser reiche, holzige und bituminöse Rohbrenn stoffe, dadurch gekennzeichnet, dass die Verkokung einschliesslich der Trocknung des Brennstoffes in einer als Gasfeuerung betriebenen Halbgasfeuerung erfolgt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der verkokte Brenn stoff zunächst zu einer Nacbgarungskammer und dann zur Mühle geführt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Vermahlung des verkokten Brennstoffes in Anwesenheit eines inerten Gases erfolgt, das in Form eines Stromes durch die Brennstaubmühle hindurchgeführt wird.
    Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass durch das inerte Gas die Abkühlung des Gutes in der Mühle erfolgt. G. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der verkokte Brenn stoff durch wassergekühlte Röhren hin durch zur Mühle gedrückt wird.
CH113121D 1924-05-13 1924-05-13 Verfahren zur Erzeugung von Brennstaub. CH113121A (de)

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